Über die höchsten Alpenpässe mit einem schwer bepacktem Reiserad.

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Haryboo

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Über die höchsten Alpenpässe mit einem schwer bepacktem Reiserad.
Teil I Die Zentralalpen.



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1. Die letzten der 48 Kehren auf das 2758 m hohe Stilfser Joch.

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2. Auffahrt zum 2106 m hohen San Gottardo-Pass.

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3. Durchs Reichenbachtal zur Großen Scheidegg bei 16% Steigung.


Ich bin in der Reportage „Mit dem Rad durch den Südwesten Europas“ noch lange nicht am Ziel, trotzdem will ich hier parallel eine weitere Radtour Reportage beginnen.

Für einen echten Berg-Fan unter den Radfahrern gibt es nichts Schöneres als die Serpentinen der Hochstraßen und Pässe der Alpen hochzukurbeln. Kein anderes Gebirge dieser Welt bietet eine so große Auswahl von leicht erreichbaren Auffahrten in so gutem Straßenzustand und in so unterschiedlichen und herrlichen Landschaftsformen wie die Alpen.

Meine ersten Radtouren durch die Alpen waren schon in den 80er Jahren. Seit dem habe ich unzählige Touren von 400 km bis 2500 km durch die Alpen unternommen. Von den schönsten Touren und was ich dabei so alles erlebt habe, will ich hier nach und nach berichten. Wenn es Fragen zur Ausrüstung, Planung, Durchführung oder sonst was gibt, nur her damit.

Gruß
Haryboo
 
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Hier in meiner Teilzeit-Wahlheimat trainieren etliche Fahrradsportler, die oftmals sehr sportlich auf mich (0,1 Ahnung) wirken.
Gepäck hat keiner (auch keine "Keinerine", obwohl viele sportliche Frauen dabei sind.)

Wenn Du schon 1980 über die Alpen gefahren bist, ist das alles für mich unvorstellbar.
 
2 Kommentare
Haryboo
Haryboo kommentierte
Meine erste Radtour durch die Alpen war im Mai 1984. Damals war ich 22 Jahre alt.
 
Kay
Kay kommentierte

Toll - ist mir unbegreiflich, also ... - und überhaupt! :6874:
 
1-1 Etappe:

Die erste Tour von der ich hier berichten möchte führte mich im August 2021 durch die Zentralalpen. Auch diesmal startete ich wie fast immer bei meinen Touren direkt vor der Haustür. Ich brauchte fünf Tage für die 733 km bis zu den Alpen nach Füssen. Für den Alpenteil der Radtour durch Österreich, Italien, Schweiz und Liechtenstein bis nach Lindau im Bodensee lagen nun 1150 km und 19 Pässe mit über 21000 Höhenmetern vor mir. Ab Lindau waren es dann noch 700 km bis nach Hause. Um beim Thema zu bleiben und nicht den Rahmen zu sprengen, zeige ich hier nur einige Bilder des Alpenteils.

Am späten Nachmittag des 5ten Tages erreichte ich Füssen. Kurz hinter der Grenze von Österreich baute ich in einem kleinen Wäldchen mein Zelt auf. Am anderen Morgen war der Himmel Wolkenverhangen. Mein Etappenziel für heute war der Reschenpass. PKWs benutzen die Fernpassstraße. Für Radfahrer gibt es weit abseits sehr gute Radwege und Nebenstraßen. Kurz hinter Biberwier wurde aus dem asphaltierten Radweg ein stellenweise sehr steiler Forstweg. Wegen der vielen Regenfälle der letzten Tage war der Weg kaum noch zu fahren. Irgendwann ging dann gar nichts mehr. Notgedrungen musste ich auf die Hauptstraße ausweichen. Kurz hinter dem 1216 m hohen Fernpass zweigt ein Wanderweg rechts ab über dem auch die Via Claudia Augusta führt. Dem Inn sollte man eigentlich bis Martina folgen, um dann über die Norbertshöhe nach Nauders zu gelangen. Ich fuhr die 8 km kürzere Strecke über die Reschenstraße. Mittlerweile ist diese Strecke wegen dem Tunnel für Radfahrer gesperrt, aber so spät am Abend gab es so gut wie keinen Verkehr mehr. Kurz vor Reschen stelle ich mein Zelt hinter einem Heuschober auf.

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133 km, 2190 m bergauf, 1480 m bergab.

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1. Am Abend des 5ten Tages erreichte ich Füssen.

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2. Blick auf die Wolkenverhangene Zugspitze.

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3. Beim Versuch die Fernpassstraße auszuweichen ging irgendwann gar nichts mehr.

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4. Kurz vorm Fernpass blick auf Blindsee und Zugspitze hinter den Wolken.

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5. Holzsteg hoch über dem Fernpass.

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6. Kurz vor Reschen mein Zelt hinter einem Heuschober.

Gruß
Haryboo
 
1 Kommentar
waxman
waxman kommentierte
Ich falle auf die Knie vor Ehrfurcht. (y)(y)(y)
Ich bin ja auch viel auf zwei Rädern unterwegs, aber da ist auch ein Motor dazwischen!
 
1-2 Etappe

Am zweiten Tag hatte ich einen ganz großen Brocken zu erklimmen. Erst einmal ging es aber auf den Reschenpass, den ich nach ca. 10 km und 150 Höhenmetern erreichte. So genau weiß ich das nicht, denn es stand nirgends ein entsprechendes Schild. Das erste Fotomotiv war der aus dem Reschensee aufragende Kirchturm des bei der Stauung des Sees versunkenen Dorfes Alt-Graun. Die Gebäude der alten Siedlung mussten im Sommer 1950 abgetragen werden, bevor Graun nach und nach unterging. Am 9. Juli 1950 zogen die Ortsbewohner nach dem letzten Sonntagsgottesdienst in einer Prozession aus der alten Pfarrkirche. Am 24. Juli 1950 wurde die Kirche gesprengt, nur der denkmalgeschützte Turm aus dem 14. Jahrhundert blieb erhalten. Insgesamt 163 Häuser, und 523 Hektar an fruchtbarem Kulturboden wurden überflutet.

Auf einem schmalen kurvenreichen Radweg ging es 600 Höhenmeter abwärts nach Glurns – Glorenza. Es ging mit bis zu 20% Gefälle bergab. Jede Menge frischer Hinterlassenschaften von Kühen machten die Abfahrt zusätzlich heikel. Nach 36 km ging es nach Prad am Stilfser Joch. Nun lag „Die Königin der Passstraßen“ mit 24 km und 1850 Höhenmeter vor mir. Mit 2758 m Höhe ist sie die zweithöchste Passstraße der Alpen. Die klassische 48-Kehren-Auffahrt von Prad ist wohl eine der bekanntesten und prestigeträchtigsten Anstiege Europas. Ich hatte mich mit dem nötigsten Nahrungsmitteln und nur wenig Getränken versorgt. Wasser konnte ich bei der Auffahrt immer wieder nachfüllen. Es gab genügend Wasserstellen und Rinnsale. Bei so einer Etappe zählt jedes Gramm. Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades herrscht entsprechend reger Verkehr, wobei die Radfahrer eindeutig in der Mehrheit sind. Schnell finde ich meinen Rhythmus. Die Steigung ist mit 7,5% im Schnitt recht moderat. Nur für kurze Abschnitte wird die 16% Marke geknackt. Nach ca. 4 Std stand ich oben. Hier oben gönnte ich mir die legendäre Stilfserjoch-Wurst im Brot, wobei ich schon vorher wusste, dass sie mir wenig später schwer im Magen liegen würde. Nur noch kurz ein Gipfelfoto von mir, ein Motorradfahrer war so freundlich. Nun lag die lange Abfahrt über die Südwestseite nach Bormio vor mir. Nach 3 km machte ich einen kleinen Abstecher zum 2490 m hohen Umbrailpass, der mich kaum 5 zusätzliche Höhenmeter kostete. Von Bormio aus ging es weiter Richtung dem Passo di Foscagno. Inclusiv der 5 Tage quer durch Deutschland war nach einer Woche eine Dusche überfällig. In Isolaccia hielt ich an einem für meine Verhältnisse recht luxierösen Hotel an. Eigentlich war es total ausgebucht, aber für eine Nacht könnte ich in einem Zimmer nächtigen, was normalerweise für Personal gedacht ist. So passte auch der Preis.

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92 km, 2410 m bergauf, 2300 m bergab.

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7. Nur noch der Kirchturm ragt aus dem Reschensee.

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8. Schon vom Reschenpass aus konnte man die ersten 3000er Gipfel sehen.

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9. Trafoi das urige Bergdorf an der Stilfser Joch Straße am Fuße des Ortlers.

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10 In endlosen Kurven geht es den Pass hinauf. Wer hier keinen Rhythmus findet, hat verloren.

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11. Einige der 48 Kehren des Stilfser Jochs.

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12 Die letzten Kehren bis zu Ziel.

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13. Eines der ganz wenigen Bilder von mir, aber auch nur weil ein Motorradfahrer gefragt hatte.

Gruß
Haryboo
 
Zuletzt bearbeitet:
C
Christian B. kommentierte
Wie schön, dass es noch Leute wie @Haryboo gibt, die so etwas noch machen.
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Klar, habe ich ja auch so geschrieben, ich bin beeindruckt... aber selbst würde ich das mit mehr convenience kombinieren.
 
B
Brunke kommentierte
Respekt Für Deine Leistung! Den Respekt habe ich auch damals empfunden, als ich in den 1980ern mit meinem alten britischem Motorrad die Alpenpässe abgefahren bin. Die Rennradfahrer, die man berauf überholt hat, sind einem bergab in einem Affentempo wieder um die Ohren gesaust. Ich hatte eine komplette Lederkombi mit Helm an und habe ich immer gefragt, was von den Radrennfahrern nach einem Sturz übrig bleibt. Helme waren bei Rennradfahrern damals nicht die Regel. In manchen Serpentinen gab es verräterische bleistiftdünne Bremsspuren, die in den Leitplanken endeten.
Tourenfahrern haben wir damals kaum gesehen oder sie sind mir nicht in Erinnerung. Bei allem Respekt für die körrperliche Leistung, würde mir jede Motivation fehlen, das nachzumachen. Ich werde Deinen Bericht gerne weiterverfolgen.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
abfordernd, aber mit Ü60 würde ich mir das nicht mehr antun
Ist doch hoffentlich keine schlimme Krankheit, dieses Ü60?

(Ich frage nur weil ich auch eins in Anlieferung habe)
 
waxman
waxman kommentierte

So ab 60 geht’s langsam los. Wobei ich mit 60 noch sehr wenig Probleme hatte. Jetzt mit fast 68 muss ich schon ziemlich auf mich aufpassen. Was mich jedoch nicht davon abhält, noch so viel wie möglich an Aktivitäten zu machen, was gerade geht. Egal ob im 50 Meter Becken, mit Bergstiefeln oder meinen Atomic in den Alpen oder mit meiner zweiten Leidenschaft nach meiner Gattin, dem Motorrad.
 
Etappe 1-3

Für den 3ten Tag standen 5 Alpenpässe auf dem Programm. Nachteil einer festen Unterkunft ist, dass man morgens immer spät loskommt weil man erst noch ausgiebig frühstücken muss. Es war wieder schönster Sonnenschein. Bis zur Schweiz ging es durch die lombardischen Alpen über 3 weniger stark befahrene Pässe. Den ersten Pass, den 2291 m hohen Passo del Foscagno erreichte ich nach 15 km. Ich hatte zuvor gelesen dass es ein schwieriger Anstieg sein soll, aber im Vergleich zum Vortag war dieser Pass das reinste Honigschlecken. Nach kurzer Abfahrt ging es durch den Ort Trepalle, Europas höchstem Dorf, wieder 180 Höhenmeter hinauf zum 2210 m hohen Passo d’Eira. Nach kurzer Pause geht es über rasant zu fahrende Haarnadelkurven 400 m abwärts nach Livigno. Der schmale Ort mit ca. 6000 Einwohnern erstreckt sich im Tal über eine Länge von über 5 km. Nach auffüllen des Proviants ging es aufwärts zum 3ten Pass des Tages. Der 2315 m hohe Forcola di Livigno liegt genau auf der Grenze Italien – Schweiz. Nach kurzer Abfahrt gelangte ich bei einer Höhe von etwas über 2000 m an die Bernina Passstraße. Hier war der Verkehr sofort wieder deutlich stärker. Nach insgesamt 45 km war ich am 2330 m hohen Bernina Pass. Etwas unterhalb vom Pass liegt am Lago Bianco der Bahnhof Ospizio Bernina. Er ist mit 2253 m Höhe die höchstgelegene Bahnstation im Netz der Rhätischen Bahn. Mit sehr moderatem Gefälle ging es weiter nach Sankt Moritz. Trotz des rasanten Tempos entging mir nicht das Poskartenmotiv vom Pitz Bernina. Vom Ort Sankt Moritz hatte ich mir mehr versprochen. Ohne Pause ging es weiter. Um der Verkehrsreichen Hauptstraße zu entgehen fuhr ich am Silvaplanersee über den Uferweg an der Südseite. Der Waldweg hatte doch einige kurze Anstiege, die man auch als Wadenbeißer bezeichnen kann. Bei den vielen Spaziergängern auch nicht das wahre. Am Silsersee fuhr ich dann doch wieder über die Hauptstraße. Mit nur wenigen Metern Gegenanstieg erreichte ich am Abend den 1812 m hohen Malojapass. Nun ging es 1200 m abwärts. Nach 110 km erreichte ich wieder Italien. Kurz hinter der Grenze baute ich hinter Heuballen mein Zelt auf.

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116 km, 2220 m bergauf, 2950 m bergab.

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14. Galerien sind wesentlich angenehmer zu fahren als Tunnel.

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15. Der hoch in den lombardischen Alpen gelegene Ort Trepalle gilt als höchstes Dorf Europas.

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16. Vom Passo Forcola di Livigno wieder in die Schweiz.

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17. Der 4049 m hohen Piz Bernina mit seinem berühmten Biancograd und dem Morteratschgletscher.

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18. Das Schloss Crap da Sass steht in Surlej am Ufer des Silvaplanersees.

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19. Abfahrt vom 1812 m hohen Malojapass.

Gruß
Haryboo
 
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Etappe 1-4

Für diesen Tag stand nur ein Pass, der eigentlich mehr ein Aussichtsberg ist, auf dem Programm, aber der erforderte mehr Schweißtropfen als alle Pässe der letzten davor. Zunächst ging es durch zahlreiche Ortschaften immer am Fluss Mera bergab. Da so früh am Morgen noch kein Verkehr unterwegs war, fuhr ich bis Chiavenna über die Via Nazionale. Ab Chiavenna ging es über einen Radfernweg bis an den Lago di Mezzola. Nach 35 km erreichte ich den Comer See. Die 26 km entlang des Sees hatte ich mit viel Verkehr zu kämpfen. Es gab viele unangenehme Tunnel. Nur hin und wieder war ein Radweg vorhanden. In Menaggio ging es rechts ab über die Ciclopedonale nach Porlezza zum Luganer See. Die Ciclopedonale ist ein herlicher Radweg abseits der lauten Hauptstraße. Am Luganer See fuhr ich am Südufer bis nach Osteno. Ab hier ging es hinauf zum Monte Sighignola, il balcone d'Italia. Auf den nächsten 14 km hatte ich 1000 Höhenmeter vor mir. Oft zeigte mein Tacho deutlich mehr als 10 % an. Die Sonne schien mit voller Kraft. Der reichliche Ausflugsverkehr am Samstagnachmittag nervte zusätzlich. Ich habe wohl noch nie bei einer Bergauffahrt so geschwitzt. Gegen 16:00 Uhr war ich nach 3 Std Auffahrt endlich oben auf dem Aussichtspunkt des 1320 m hohen Sighignola, den man auch Balkon Italiens nennt. Der Aussichtspunkt befindet sich genau auf der italienisch-schweizerischen Grenze. Von hier hat man eine fantastische Aussicht auf den Luganer See und einige Viertausender der Alpen, darunter den Monte Rosa. Als ich vor Jahren auf dem 4634 m hohen Monte Rosa war, konnte ich den Lago Maggiore sehen. Jetzt war es viel zu diesig um den Monte Rosa erkennen zu können. Wegen der vielen Touristen verweilte ich nicht zu lange und machte mich bald an die Abfahrt. An der steilsten Stelle ging es auf 400m in engen Haarnadelkurven mit 18 % abwärts. Ich musste 2 x anhalten um die Bremsen nicht zu überhitzen. In Bissone fuhr ich über den See Damm weiter nach Lugano. Als ich zwischendurch was einkaufte, merkte ich beim Bezahlen das ich in der Schweiz war. Ab Lugano fuhr ich noch 15 km Richtung Locarno bis ich endlich ein ruhiges Plätzchen für mein Zelt fand.

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138 km, 2020 m bergauf, 2080 m bergab.

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20. Am Fluss Mera ging es immer Flussabwärts durch zahlreiche Ortschaften.

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21.

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22. Am Lago di Mezzola.

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23. Über den Dächern vom Comer See.

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24. Galerie am Luganer See.

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25. Osteno am Luganer See.

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26. Blick vom Balkon Italiens auf Lugano am Luganer See.

Gruß
Haryboo
 
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Etappe 1-5

Die 5te Alpenetappe sollte wieder durch einsamere Gegenden führen. Zunächst ging es noch 400 Höhenmeter bergab. Nach 10 km erreichte ich den Lago Maggiore. Nun ging es 20 km am Westufer entlang. Die Straße war schmal und meistens war nicht mal ein Seitenstreifen vorhanden. Der Verkehr war trotz der frühen Morgenstunden mehr als unangenehm. So schön der Lago Maggiore auch sein mag, ich freute mich, als es wieder auf italienischen Boden kurz vor Cannobio nach rechts in die Berge ging. Nach den ersten 180 Höhenmetern, die es mit ordentlicher Steigung in sich hatten, folgten 4 km flache Strecke auf denen man den Puls wieder auf normales Niveau bringen. Die Passstraße SS631 führt in 970 Metern Höhe über den Scopello-Pass und verbindet Cannobio am Lago Maggiore mit Santa Maria Maggiore und dem Vigezzo-Tal. Die Passhöhe ist dem Radfahrer Marco Pantani gewidmet. Die Straße ist bestens asphaltiert, wenn auch sehr schmal. Bei Gegenverkehr kann es schon mal eng werden. Aber auf den 25 km der SS631 begegnete ich nicht einen PKW. Für Rennradfahrer ist die Passstraße absolutes Pflichtprogramm, was natürlich auch für Reiseräder gilt. Ab Malesco war es vorbei mit der Einsamkeit. Es ging wieder über stärker befahrene Hauptstraßen. Die engen Tunnel ohne jeden Seitenstreifen waren besonders unangenehm. Erst in San Vitale, als es auf Nebenstraßen Richtung Simplon Pass ging, wurde es besser. Erst hinter Varzo gab es keine Nebenstraßen mehr und ich musste auf der Hauptstraße den Pass weiter aufwärts fahren. Die Passstraße ist auch für den Schwerlastverkehr ausgelegt. Am späten Nachmittag war aber so gut wie kein Verkehr mehr unterwegs. Kurz hinter der Schweiz–Italienischen Grenze stand ein verfallenes Gebäude. Ich hätte gerne noch einige Höhenmeter gemacht, aber diese Gelegenheit ließ ich mir nicht entgehen. Auf der Rückseite war ein idealer Übernachtungsplatz.

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93 km, 1770m bergauf, 1480 m bergab.

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27. Der Lago Maggiore.

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28. Auf der Scopello Passtraße SS631.

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29. Das hoch oben in den Bergen gelegene Dorf Gurro ist nur über eine steile Straße zu erreichen.

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30. Abkürzung für Radfahrer über eine Hängebrücke.

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31. Parrocchia dei Santi Pietro e Paolo a Crevoladossola.

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32. Marmor Abbau im Steinbruch von Crevoladossola.

Gruß
Haryboo
 
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Hallo Haryboo
Erstmal vielen dank für deine sehr interessante Fotoreportage (y)
Ich hätte eine Frage bezüglich deinem Reise Rad.
Wie ich gesehen habe, hast du ein Pinion Getriebe.
Welche Variante davon hast du, P1.12 oder P1.18?
Wie viele km hast du damit bereits gemacht und bist du damit zufrieden?
Ich bin kurz vor einem Kauf eines neuen Reise Rads und möchte mir auch das innovative Pinion leisten.
Kenne aber niemanden in meinem Freundeskreis, der bereits ein Rad mit Pinion Getriebe sein eigen nennen kann.
Daher bin ich auf deine Erfahrungen gespannt.
Vielen dank für deine Antworten.
Gruss aus der Schweiz
Florian
 
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Das erste Rad das ich mir als Teilzeitrentner gekauft habe, war ein Pegasus mit Rohloff Schaltung. Weil Rahmen und Bremsen bei den Belastungen mit schwerem Gepäck überfordert waren, nutze ich es heute nur noch für Besorgungen. Ich habe sehr intensiv gegoogelte was denn für mich das beste und stabilste Reiserad wäre. Die besten Rahmen baut für mich Andreas Kirschner mit den Marken Rennstahl bzw. Falkenjagd. Und nur dort bekomme ich genau die Komponenten, die ich haben will. Eigentlich sollte es wieder die legendäre Rohloff Schaltung haben. Ich habe mich dann leider doch zu einer kurzen Probefahrt mit der Pinion P1.18 überreden lassen. Tatsächlich kam ich erst nach 2 Std wieder. Im Laden machte man sich schon sorgen. Seit dem bin ich quasi nur noch mit dem Pinion (natürlich mit Riemenantrieb) unterwegs. Meine Erfahrung nach 80000 km ohne jegliche Probleme. Es gibt nichts Besseres. Wenn man sie nach 5 Jahren Garantie einschickt und für 300 € generalüberholen lässt, bekommt man wieder 5 Jahre Garantie. Auf die Frage Pinion ja oder nein, ein 1000%tiges ja.
Nun die Frage 18 oder 12 Gang. Wenn man 6 Wochen lang jeden Tag durchschnittlich 160 km fährt, ist es essenziell mit der optimalen wohlfühl Trittfrequenz zu kurbeln. Das ist bei mir 70 bis 80 Kurbelumdrehungen pro Minute immer mit annähernd demselben Kraftaufwand. Wenn ich mich wegen Gegenwind oder stärker werdender Steigungen der 70 nähere, schalte ich einen Gang runter und bin dann kurz vor der 80. Das funktioniert aber nur bei der P1.18 mit gleichmäßiger Abstufung von 11,5 %. Bei der P1.12 mit Abstufung von 17,7 % wäre ich beim Schalten immer leicht außerhalb meiner idealen Trittfrequenz. Meine Tochter fährt im Jahr nur ca. 5000 km. Da ich mit ihr keine Bergradtouren mache und überwiegend im Flachland unterwegs bin kommt sie mit den 12 Gängen gut klar. Das man bei der P1.12 350 Gramm Gewicht sparen würde, spielt bei ca. 30 kg Gepäck keine Rolle.

Gruß
Haryboo
 
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G
Gianty kommentierte
Sehr schön erklärt und wie Du selbst betonst: Rhythmus und relativ hohe Trittfrequenz sind der Schlüssel für solche Herausforderungen. Mit den 80 Umdrehungen triffst Du genau das was wir im Training vermitteln und unserer eigenen Erfahrung entspricht.

Sehr schön was Du machst! Hat rundum Hand und Fuß.
 
Das erste Rad das ich mir als Teilzeitrentner gekauft habe, war ein Pegasus mit Rohloff Schaltung. Weil Rahmen und Bremsen bei den Belastungen mit schwerem Gepäck überfordert waren, nutze ich es heute nur noch für Besorgungen. Ich habe sehr intensiv gegoogelte was denn für mich das beste und stabilste Reiserad wäre. Die besten Rahmen baut für mich Andreas Kirschner mit den Marken Rennstahl bzw. Falkenjagd. Und nur dort bekomme ich genau die Komponenten, die ich haben will. Eigentlich sollte es wieder die legendäre Rohloff Schaltung haben. Ich habe mich dann leider doch zu einer kurzen Probefahrt mit der Pinion P1.18 überreden lassen. Tatsächlich kam ich erst nach 2 Std wieder. Im Laden machte man sich schon sorgen. Seit dem bin ich quasi nur noch mit dem Pinion (natürlich mit Riemenantrieb) unterwegs. Meine Erfahrung nach 80000 km ohne jegliche Probleme. Es gibt nichts Besseres. Wenn man sie nach 5 Jahren Garantie einschickt und für 300 € generalüberholen lässt, bekommt man wieder 5 Jahre Garantie. Auf die Frage Pinion ja oder nein, ein 1000%tiges ja.
Nun die Frage 18 oder 12 Gang. Wenn man 6 Wochen lang jeden Tag durchschnittlich 160 km fährt, ist es essenziell mit der optimalen wohlfühl Trittfrequenz zu kurbeln. Das ist bei mir 70 bis 80 Kurbelumdrehungen pro Minute immer mit annähernd demselben Kraftaufwand. Wenn ich mich wegen Gegenwind oder stärker werdender Steigungen der 70 nähere, schalte ich einen Gang runter und bin dann kurz vor der 80. Das funktioniert aber nur bei der P1.18 mit gleichmäßiger Abstufung von 11,5 %. Bei der P1.12 mit Abstufung von 17,7 % wäre ich beim Schalten immer leicht außerhalb meiner idealen Trittfrequenz. Meine Tochter fährt im Jahr nur ca. 5000 km. Da ich mit ihr keine Bergradtouren mache und überwiegend im Flachland unterwegs bin kommt sie mit den 12 Gängen gut klar. Das man bei der P1.12 350 Gramm Gewicht sparen würde, spielt bei ca. 30 kg Gepäck keine Rolle.

Gruß
Haryboo
Vielen Dank für deine umfangreiche Antwort.
Das freut mich zu lesen, dass du zu 100% wieder ein Reiserad mit Pinion Getriebe kaufen würdest.
Dann hat mich mein Bauchgefühl bezüglich, Pinion richtig beraten :)
Dass Pinion anbietet, das Getriebe nach 5 Jahren revidieren zu lassen und dann wieder 5 Jahre Garantie gewährt, spricht sehr für Pinion.
Ein guter Freund von mir, fährt schon seit langer Zeit Touren in ganz Europa mit dem Reiserad.
Im Gegensatz zu mir, ist das Neuland für mich, denn ich fahre ausschließlich MTB im Gelände.
Er hat sich vor 2 Jahren, ein ToutTerrain Tanami mit Kettenschaltung gekauft, da er bezüglich Pinion Getriebe unsicher war ob das was taugt und der Aufpreis, hat ihn doch etwas abgeschreckt.
Er ist sehr zufrieden mit seinem Tanami. Ich werde mir sicher die Marken Rennstahl / Falkenjagd nebst ToutTerrain genauer anschauen.
Vielen Dank noch einmal für deine Tipps und ich freu mich, auf deine weiteren Reiseberichte ;)
 
1 Kommentar
Haryboo
Haryboo kommentierte
Ein ToutTerrain hatte ich auch in der engeren Wahl, aber bei den Anbauteilen war die Auswahl sehr begrenzt und man war in kleinster weise kompromissbereit. Bei Rennstahl / Falkenjagd habe ich genau die Bremsen, Federgabel, Sattelstütze, Sattel Pedale usw. bekommen, die ich haben wollte. Und das weitaus günstiger als wenn ich mir den Rahmen und die Teile einzeln gekauft und dann alles selber zusammengebaut hätte.
 
Etappe 1-6

Der Simplon Pass gehört mit Sicherheit nicht zu den Pässen, die man als Radfahrer unbedingt gemacht haben muss, aber er lag nun mal auf dem Weg. Schon in den frühen Morgenstunden wurde ich vom Schwerlastverkehr geweckt. Der Simplon gehört zu den wenigen Pässen, die inzwischen so ausgebaut sind, dass sie auch von 40 Tonnern bewältigt werden können. Bis zu dem 2005 m hohen Pass lagen noch 21 km mit 1250 Höhenmetern vor mir. Wegen der moderaten Steigung machte ich unterwegs nicht eine Pause. Die sehr breite Straße hatte zusätzlich noch einen breiten Seitenstreifen, so dass ich mit den wenigen LKWs nicht auf Tuchfühlung fahren musste. Überhaupt war an dem Montag sehr wenig Verkehr unterwegs. Schon gegen 10:00 Uhr erreichte ich die Passhöhe. Etwas abseits vom Pass befindet sich das Hospiz, dessen Bau 1801 auf Befehl von Napoleon Bonaparte begonnen und 1831 durch die Augustiner-Chorherren vollendet wurde. Etwas oberhalb des Passes befindet sich das Wahrzeichen vom Simplon. Ein über 9m hoher und aus grob behauenen Steinen bestehender Adler. Als bald machte ich mich an die Abfahrt nach Brig. Auf 21 km ging es 1400 m Abwärts. Eigentlich wollte ich über die alte Gaterbrücke fahren, aber ich war so im Abfahrtsrausch, dass ich dann doch die moderne Brückenkonstruktion bevorzugte. In Brig machte ich einige Besorgungen, dann ging es weiter der Furkastraße hinauf nach Ulrichen. Die Furkastraße ist eine Bundesstraße, die mit sehr viel Verkehr gesegnet ist. Nur selten gab es Ausweichmöglichkeiten auf Nebenstraßen. Es ging stetig leicht bergauf. Auf den 36 km bis Ulrichen hatte ich auch 870 Höhenmeter bewältigt. Ab Ulrich bog ich rechts ab Richtung Nuffenpass. Nach weiteren 6 km und 400 Höhenmetern fand ich ein Ideales Plätzchen für mein Zelt.

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84 km, 2490 m bergauf, 1710 m bergab.

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33. Mein Nachtlager an der Simplon Passstraße versteckt hinter einem verfallenen Gebäude.

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34. Pause auf dem Simplon Pass. Eines der wenigen Bilder von mir.

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35. Das Hospiz auf dem Simplon Pass.

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36. Der Adler oberhalb des Passes ist über 9m hoch und besteht aus grob behauenen Steinen.

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37. Die Gaterbrücke überspannt das Tal in einer Höhe von 150 m bei einer Gesamtlänge von 678 m.

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38. Das Rhone Tal mit Blick auf Brig.

Gruß
Haryboo
 
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1 Kommentar
waxman
waxman kommentierte
Darf ich beim letzten Bild etwas klugscheißen? Der Name der Stadt ist Brig. 😉
 
Etappe 1-7

Heute stand mit 3 hohen Pässen mit zusammen 3000 Höhenmetern die anspruchsvollste Etappe auf meinem Plan. Als erstes hatte ich den Nufenpass vor mir. Mit seinen 2478 m ist er der höchste innerschweizerische Alpenübergang. Wegen seiner hohen Durchschnittssteigung von über 8%, seiner zahllosen Serpentinen und seiner Windanfälligkeit (in beiden Richtungen) soll der Nufenpass einer der Härtesten sein. Von meinem Zeltplatz aus waren nur noch etwas über 900 Höhenmeter. Es war morgens noch angenehm kühl, windstill und außer mir kein anderer unterwegs. So erreichte ich schon kurz vor 8:00 Uhr ohne Mühe die Passhöhe. Als Straßenverbindung ist der Pass völlig unbedeutend. Nur wenige Touristen verirren sich hier hinauf. Das macht ihn für Radfahrer umso attraktiver. Bei schönstem Wetter hatte ich von hier oben einen fantastischen Blick auf den Griesgletscher mit seinen Dreitausendern Gipfeln und nach Norden bis weit in die Berner Alpen mit seinen Viertausendern. Nach kurzer Pause machte ich mich an die lange Abfahrt nach Airolo. Die 1400 Höhenmeter abwärts verteilten sich auf 23 km, was besonders für meine Bremsen recht angenehm war. Ohne Pause machte ich mich an den nächsten Pass. Die Südrampe des St. Gotthard bescherten mir die nächsten 1000 Höhenmeter. Der Pass ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen. Neben dem Eisenbahntunnel, einen Autobahntunnel und die neu gebaute Bundesstraße gibt es noch die alte Tremolastrasse. Die von 1827 bis 1832 gebaute Passstraße ist heute das größte Baudenkmal der Schweiz. Die Granitsteinpflasterung ist für Rennräder mit ihren dünnen, knüppelharten Reifen eine echte Tortur. Mit meinen 70 mm breiten Reifen hatte ich da überhaupt keine Probleme. Im spektakulärsten Abschnitt überwindet die Straße auf einer Länge von vier Kilometern 300 Höhenmeter in 24 Kehren. PKWs bevorzugen den Tunnel oder die neue Passstraße. Neben einem Auto wurde ich nur hin und wieder von einem Rennrad überholt. Was mir etwas zu schaffen machte, war die Hitze. Erst gegen 13:00 Uhr war ich auf dem 2091 m hohen St. Gotthardpass. Schon wenig später ging es 13,5 km und 700 Höhenmeter abwärts nach Andermatt. Dort versorgte ich mich in einem Supermarkt mit dem Nötigsten. Bis auf den Furkapass waren es noch einmal 22 km mit über 1000 Höhenmetern. Auf halber Höhe machte sich dichter Nebel breit. Bald hatte ich weniger als 50 m Sicht. Zum Glück waren kaum noch PKWs unterwegs. Als ich die 2436 m hohe Passhöhe erreichte, war es 19:30 Uhr. Hinter einem leerstehenden Gebäude stellte ich mein Zelt auf.

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82 km, 3000m bergauf, 2160m bergab.

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39. Kurz vor dem Nufenpass.

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40. Blick vom Pass auf die Berner Alpen mit seinen Viertausendern.

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41. Die neue Passstraße über den Gotthard.

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42. Die sechs bis sieben Meter breite Strasse wird von bis zu acht Meter hohen Mauern begrenzt und gestützt.

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43. Denkmal am Gotthard Hospiz

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44. Auf der Furkastraße.

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45. Am Furkapass baute ich hinter einem leerstehenden Haus mein Zelt auf.

Gruß
Haryboo
 
dembi64
dembi64 kommentierte
Kay


-15° in ~4000 meter Höhe im Zelt. Ist alles kein Problem mit der richtigen Ausrüstung, evtl. im Schlafsack einige Liegestützen machen um richtig warm zu werden.
Zum Problem wird es wenn man morgens aus dem warmen Schlafsack raus, wieder in die Kälte muss.
 
Haryboo
Haryboo kommentierte

Genau das ist das Problem, morgens wieder raus. Oder wenn einem in der Schneehöhle ein Fuder Schnee in den Schlafsack rutscht. Bis man den aufgetaut hat.:9999:
 
waxman
waxman kommentierte
Oder wenn man mitten in einer eiskalten Nacht nach draußen zum Pinkeln muss, man sich mit der kalten Muskulatur falsch und/oder zu schnell bewegt und dann mit einem astreinen Muskelkrampf „belohnt“ wird. 😖
 
waxman
waxman kommentierte

Dito, allerdings nicht minus 20, aber immer noch minus 15 Grad während der Winterkampfausbildung der 1. GebDiv. Da war ich aber auch in meinen Zwanzigern.
 
dembi64
dembi64 kommentierte


nennt sich dann, eine Stange Wasser abstellen :hehe:
 
Etappe 1-8

Am anderen Morgen war ich schon vor 6:00 Uhr auf den Beinen. Der Nebel hatte sich in Luft aufgelöst und die Sonne lugte zwischen den Berggipfeln hervor. Heute hatte ich nur 2300 Höhenmeter vor mir, dafür aber 4150 m in der Abfahrt was die Bremsen wieder arg strapazieren wird. Erst jetzt sah ich die Warnschilder vor den giftigen Schlagen „Kreuzottern sind giftig und bei einem Biss sofort den Notruf 144 kontaktieren“. Ohne Frühstück machte ich mich an die Abfahrt nach Glesch. Schon nach wenigen Metern befand ich mich im recht kühlen Schatten. Von Glesch waren es nur 400 Höhenmeter bis auf den Grimmselpass. Auf halber Höhe hatte ich die Sonne wieder auf meiner Seite. Auf der Passhöhe machte ich erst einmal Frühstück. Die Abfahrt nach Innertkirchen ist mit 27 km und 1600 Höhenmetern eine von den Längeren. Den neuen 1 km langen Tunnel kann ich auf der alten Passstraße umfahren. Besonders bergauf ist die Umfahrung zu empfehlen denn 10 % Steigung mit viel Verkehr in einem engen Tunnel sind keine Freude. Bei der Abfahrt sollte man natürlich bedenken, dass auf dem Autofreien Teilstück auch schon mal größere Brocken liegen könne. Gegen 10:00 Uhr erreichte ich Innertkirchen. Ohne Pause machte ich mich an den nächsten Anstieg.

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110 km, 2300m bergauf, 4150m bergab.

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42. Am anderen Morgen hatte sich der Nebel in Luft aufgelöst.

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43. Blick auf die Serpentinen des Furka- und Grimmselpasses.

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44. Am Grimselpass

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45. Totesee am Grimselpass.

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46. Holzbock, nein quatsch, öhm Steinbock.

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47. Der aufgestaute Grimmselsee und das Hospiz in Bildmitte.

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48. Abfahrt vom Grimmselpass über die alte Passstraße.

Gruß
Haryboo
 
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Als nächstes stand die Grosse Scheidegg auf dem Programm. Der Pass verbindet Innertkirchen und Grindelwald miteinander. 39 km mit 1370 Höhenmetern im auf und ab lagen vor mir. Mit fast 10% Durchschnittssteigung und vielen Abschnitten mit 16% und kurz auch darüber auf beiden Seiten gehört der Pass zu den ganz anspruchsvollen. Die auf beiden Seiten des Passes lediglich 3 Meter breite Straße ist zwischen Schwarzwaldalp und Grindelwald für den motorisierten Verkehr gesperrt – allein die Postbuse von Meiringen nach Grindelwald dürfen hier verkehren. Trotz der zahlreichen Buse, die sich vor jeder Kurve mit einem Signalton bemerkbar machen ist die Strecke wunderbar einsam und landschaftlich ein absoluter Traum. Ich habe mir viel Zeit gelassen für die Auffahrt und immer wieder Fotopausen gemacht. Erst um 14 Uhr war ich oben. Von der Passhöhe der Grossen Scheidegg hat man einen wunderbaren Blick auf das 3701 m hohe Wetterhorn, das sich an diesem Tag leider hinter dicken Wolken versteckte. Nur für einen kurzen Augenblick gaben die Wolken die Sicht frei für ein Foto. Die Abfahrt war noch anspruchsvoller. Mehrmals musste ich anhalten weil die Bremsen drohten zu überhitzen. Auch wegen den Postbusen, die Vorfahrt haben, musste ich öfters anhalten und ganz rechts ran. Selbst dann kam ich wegen der schmalen Straße mit den Bussen öfter auf Tuchfühlung. Die Eiger Nordwand sah ich bei der Abfahrt nur von weitem. Wenig später hatte sie sich hinter Wolken versteckt. Auf Nebenstraßen erreichte ich um 18:00 Uhr den Brienzersee. Um Ihn führt auf der Südseite ein wunderschöner Radweg. Vor Brienzwiler fand ich hinter einer alten verfallenen Scheune einen Platz für mein Zelt.

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49. Durchs Reichenbachtal zur Grossen Scheidegg.

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50. Durchs Reichenbachtal zur Grossen Scheidegg.

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51. Durchs Reichenbachtal zur Grossen Scheidegg.

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52. Fotopause.

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53. Wolkenverhangene Berggipfel.

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54. Abfahrt nach Grindelwald.

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55. Grindelwald mit der Eiger Nordwand.

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56. Iseltwald am Brienzersee

Gruß
Haryboo
 
Kommentar
Mir fehlen immer mehr die Worte beim verfolgen Deines Berichtes. Ich könnte diese Tour auf diese Weise so bewundernswert ich dies ganze Aktion auch finde- glaube ich nicht genießen. Meine Seele schreit da nach Zeit diese ganze Gegend wirken lassen zu können....... Sagenhaft wie Du das verkraftest!:danke:
 
3 Kommentare
Kay
Kay kommentierte
Erinnert mich an die Geschichte von dem Indianer, der weit so geritten war,
dass er warten mußte, bis seine Seele nachkam.
 
Haryboo
Haryboo kommentierte
Das gleiche denke ich oft bei Rennradfahrern. :)
 
Lydian
Lydian kommentierte
:dizzy: Als wir mit dem Rennrad nach der Großen Scheidegg (schönster Alpenanstieg per Rad imho!) von Grindelwald auf den Männlichen fuhren (man hatte zeitweise das Gefühl, man würde in die Eiger-Nordwand fahren) musste ich oben tatsächlich ziemlich lange auf meine Seele warten. Alter, was ein kraftraubender Anstieg!
 
Etappe 1-9

Die Nacht war etwas unruhig. Direkt an der Scheune stand ein alter Obstbaum. Öfters ließ er in der Nacht einen Apfel fallen, der dann laut polternd über das Wellblechdach zu Boden ging. Beim ersten Mal bin ich aus dem Zelt um zu schauen wer da so poltert. Als es klar war, ließ ich mich nicht weiter stören. Am nächsten Tag war der Himmel Wolkenverhangen. Nur hin und wieder schaute die Sonne durch. Nach den ersten 2 km ging durch den flachen Talkessel ging es 430 Höhenmeter mit durchschnittlich 7,5% bergauf. Oben angelangt war ich auf den 1018m hohen Brünigpass, einen Pass den ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Als nächstes folgten Lungernsee und Sarnersee, die ich auf der Westseite umfuhr. Nach 44 km erreichte ich den Vierwaldstättersee. Nun war es erst einmal vorbei mit ruhigen Nebenstraßen. Zwar gab es separate Fahrradwege, aber den Verkehr habe ich nach so langer Abstielens dann doch als sehr störend empfunden. Ein paar km hinter Luzern wurde es etwas besser. Ich umrundete die gesamte Nord und Ostseite des Vierwaldstättersees. Manchmal gab es zur Bundesstraße einen parallel laufenden Radweg, meistens aber auch nur einen Seitenstreifen. Trotz des vielen Verkehrs lohnt sich die Strecke wegen der immer wieder fantastischen Aussichten. Zwischen Morschach und Sisikon gibt es oberhalb durch die Berge eine herrliche Alternative. Die zusätzlichen 270 Höhenmeter und 3 km werden mit einmaligen Aussichten belohnt. Da ich noch einiges vor mir hatte und das Wetter zu kippen drohte, blieb ich auf der verkehrsreichen Axenstraße. Was damals noch erlaubt war, ist seit dem 11.07.23 verboten. Die Strecke zwischen Brunnen und Tellsplatte darf nicht mehr mit dem Fahrrad befahren werden. Es gibt aber zwischen 6:39 Uhr und 19:15 Uhr einen kostenlosen Shuttle-Service. Kurz hinter dem See bog ich nach links auf die Klausen Passstraße. In Spiringen war nichts mehr zu bekommen, aber in Unterschächen hatte das Alpina Hotel ein letztes Zimmer für mich frei. Kaum hatte ich mein Zimmer bezogen, fing es kräftig an zu regnen. Abends gab es im Restaurant ein deftiges Essen.

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121 km, 2010m bergauf, 1590m bergab.

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57. Mein Nachtlager hinter einer alten Scheune.

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58. Auf der Passstraße zum 1018m hohen Brünigpass.

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59. Ausblick auf den Lungernsee.

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60. Regenwolken über dem Vierwaldstättersee.

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61. Bauen am Vierwaldstättersee mit dem 2110m hohen Oberbauenstock.

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62. Blick auf die alte Straße die jetzt Radfahren vorbehalten ist.

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63. Kaum hatte ich in Unterschächen mein Zimmer bezogen, fing es an zu Regnen.

Gruß
Haryboo
 
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Etappe 1-10

Dank eines delikaten Frühstücks mit reichlich Kaffee kam ich morgens etwas später los. In der Nacht hatte es reichlich geregnet. Regnen tat es nicht mehr, dafür hatte sich dichter Nebel breit gemacht. Bis zur Passhöhe hatte ich noch ca. 950 Höhenmeter vor mir. Je höhen ich kam, desto schlimmer wurde der Nebel. Als ich nach 12 km gegen 9:30 Uhr den 1952m hohen Klausenpass erreichte, betrug die Sichtweite nicht mehr als 50m. Viel zu fotografieren gab es bei dem Nebel nicht. Ohne Pause machte ich mich an die Abfahrt über die Ostseite. Schon nach wenigen Höhenmetern war ich unterhalb der Wolkendecke. Endlich hatte ich wieder freie Sicht nach vorne, was bei einer rasanten Abfahrt durchaus von Vorteil ist. Nach 600m Abfahrt war ich im Hochtal Urner Boden. Es ist die größte Alp der Schweiz und der Kirchenweiler eine ganzjährig bewohnte kleine Siedlung mit ca. 35 Einwohnern. Das Hochtal ist 8 Kilometer lang und von knapp 3000 Meter hohen Bergen eingekeilt. Bis zu 1200 Kühe und 700 Rinder werden im Hochtal gesömmert. Während dieser Zeit werden die dortigen kleinen Käsereien in Betrieb genommen. Nach den 8 km durch das Hochtal mit nur leichtem Gefälle ging es dann über einige Serpentinen 650 Höhenmeter mit bis zu 12% abwärts. Auf halber Strecke gab auf einem Parkplatz ein Bratwürstchenstand. Während meine Bratwurst frisch zubereitet wurde, ging ich den Fußweg zum Berglistüber. Nach nur 4 Minuten stand ich an dem imposanten Wasserfall. 2 Bratwürstchen können nach meiner Erfahrung schwer im Magen liegen, darum begnügte ich mich mit einer. Nach 35 km erreichte ich den Fluss Linth, dem ich meist auf Nebenstraßen bis zum Walensee folgte. Von hier aus wollte ich eigentlich über den 1537m hohen Vorderhöhi Pass fahren, aber es sah doch sehr nach Dauerregen aus. So umrundete ich den Walensee auf der Nordseite, was ein Umweg von 14 km war, aber 900 Höhenmeter einsparte. Nach 100 km erreichte ich den Rhein. Der Rheinradweg führt über längere Strecken über einen Damm. Zum Radeln sehr angenehm, aber etwas langweilig. Der Rhein sieht wegen der starken Verbauung eher aus wie ein künstlicher Kanal. Auf österreichischer Seite fand ich einen Unterschlupf für mein Zelt.

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137 km 1550m bergauf 2130m bergab.

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64. Auffahrt zum 1952m hohen Klausenpass bei dichtem Nebel.

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65. Alm kurz vor der Passhöhe.

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66. Abfahrt vom Klausenpass zum Urnerboden.

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67. Abfahrt vom Klausenpass zum Urnerboden.

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68. Mättenwang im Hochtal Urner Boden.

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69. Linthal.

Gruß
Haryboo
 
1 Kommentar
Lydian
Lydian kommentierte
Falls du schauen möchtest, wie der Klausenpass bei besserem Wetter ausschaut:
 
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