Die Zukunft ist komplex

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Wie meinst Du das? Es ist doch einfach ein Foto davon.
Völlig richtig. Deshalb ist Bild und Text eine Einheit. Der Text soll in Verbindung mit dem Bild eine Gedankenverbindung zur komplexen Zukunft auslösen. Ob diese Assoziation klappt, tja, nicht immer...

Ich habe noch Farben und Lichtverhältnisse im Foto geändert, das Bild sieht in der Normbelichtung sehr anders aus.

Beste Grüße, Uli
 
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Ich bin jetzt einfach mal ganz unverschämt aber ehrlich:

Das ist mir zu wichtigtuerisch.
Hier ist einfach ein weiteres Foto von einem (zweifellos interessanten, aber daran hat der Fotograf keinen Anteil) Kunstobjekt.
Kann man hundertfach im www finden.
Keine „Neuinterpretation“.
 
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Ich bin jetzt einfach mal ganz unverschämt aber ehrlich:

Das ist mir zu wichtigtuerisch.
Hier ist einfach ein weiteres Foto von einem (zweifellos interessanten, aber daran hat der Forograf keinen Anteil) Kunstobjekt.
Kann man hundertfach im www finden.
Keine „Neuinterpretation“.
So unterschiedlich reagieren Menschen auf ein Bild. Mich hat die Installation fasziniert und sofort an die immer komplexeren Probleme der Zukunft erinnert. Ich fand, sie bringt das auf den Punkt.

Für dich ist es "wichtigtuerisch", das glaube ich dir und ist auch völlig ok. Empfindungen sind, wie sie sind.

Danke für die ehrlichen Worte, wirklich.

Beste Grüße, Uli
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Danke dass Du meine Frechheit so gelassen aufnimmst! (y)
 
Hier ist einfach ein weiteres Foto von einem (zweifellos interessanten, aber daran hat der Forograf keinen Anteil) Kunstobjekt.
Noch zu dem abfotografieren und dem Anteil, den ein Fotograf an dem Abgelichteten hat.

Ich meine, bei 90 Prozent der Bilder fotografieren wir ab. Ob es ein Rennwagen, ein Strand, was auch immer ist. Wir kreieren das Objekt nicht sondern nehmen es auf, so wie es ist.

Das Können des Fotografen liegt dann in der Art und Weise, wie er fotografiert. In der Bildkomposition, dem Bildwinkel, dem Licht, der verwendeten Brennweite, der Nachbearbeitung, Technik usw. Damit zeigt er seine Sicht der Dinge.

Ein kleiner Prozentsatz schafft erst ein Objekt und fotografiert es dann. Zum Beispiel ein Stilleben- oder ein Foodfotografen. Sie arrangieren vor der Aufnahme einen Blumenstrauß oder ein tolles Menue, die sie dann abfotografieren. Nimmt man die Kamera weg, bleiben immer noch ein ästhetischer Strauß und ein ansprechendes Essen.

Mir fallen nur wenige Beispiele ein, wo aufgenommenes Objekt und die Fotografie davon so verschmelzen, dass es sie als Kunst nur und ausschließlich im Bild existieren. Das trifft für mich bei Aufnahmen von Laszlo Moholy-Nagy, z. B. in diesem Werk zu.

Ausgangspunkt sind die beiden Köpfe, die in einer Art Scherenschnitt zusammenkopiert wurden und damit ein neues Bild ergeben, das sonst nirgends existiert. Sicher gibt es noch mehr Fotografen, die so arbeiten.

Beste Grüße, Uli
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Das Können des Fotografen liegt dann in der Art und Weise, wie er fotografiert. In der Bildkomposition, dem Bildwinkel, dem Licht, der verwendeten Brennweite, der Nachbearbeitung, Technik usw. Damit zeigt er seine Sicht der Dinge
Das sehe ich genauso.
Und da hat man allerdings bei einem Bild im Museum oft nur relativ wenig Spielraum, weil der Künstler hat meist schon alles arrangiert. Dann kann man oft nur kopieren und wenig addieren.

Ein Beispiel wo es IMHO sehr gut gelungen ist eine ganz andere Aussage zu produzieren als das eigentliche Bild ist dem Yorck @69er_piano hier gelungen, finde ich. https://www.nikon-fotografie.de/com...n-verfall-entgegenscannen.299534/post-2841507
 
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Rod
Rod kommentierte
Meinst du den Rummel vor der Mona Lisa? Da habe ich auch noch einen Schnappschuss. Bei meinem letzten Besuch war bei Lisa Preisboxen., mit hunderten von Menschen. Sie hing hinter dunkelgrünem Glas und der Saal war heller als das Bild ausgeleuchtet. Super...

Nochmal zum diskutierten Bild. Ich versuche Text und Bild zu einer Einheit zusammenzufügen. Da taste ich mich vor und es gelingt nur hin und wieder.

Natürlich liege ich mit dem Ansatz Text und Bild zu verknüpfen quer zu Ansichten wie: "Ein Bild muss für sich sprechen". "Wenn man zu einem Bild was sagen muss, dann hat es zu wenig Inhalt".

Mir fällt auf, etwa 70% (nicht repräsentativ) reagieren verhalten bis sehr verhalten auf diese Verknüpfung. 30 Prozent können damit sehr viel anfangen und sagen sinngemäß, beim betrachten fingen die Gedanken, die Assoziationen an zu laufen. Damit wäre mein Ziel erreicht.

Beste Grüße, Uli
 
Kay
Kay kommentierte
Rod

Wenn Du (oder jemand anders) Bild und Text verknüpfst, ist die Aussage weder vom Bild noch von dem Text gegeben,
sondern Bild und Text geben erst gemeinsam die gewünschte Botschaft / Aussage.

Das erinnert an gezeichnete Witze:
Das Bild ist bestenfalls komisch - das Lachen ergibt sich durch die Zeichnung und den Text.
 
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Reaktionen: Rod
Da sind wir mal bei einer interessanten fotografischen Grundsatzfrage angekommen: Ist ein "schönes" Foto allein schon deshalb "schön", weil das Motiv "schön" ist, oder auch, weil das Foto "gut gelungen" ist?

Und ja, Schönheit liegt natürlich im Auge des Betrachters.

Jedenfalls geht es aus meiner Sicht darum, ob der Fotograf eines Motivs, welches von sich aus bereits eine hohe ästhetische Qualität besitzt, wie z.B. Kunstwerke, einen eigenen, zusätzlichen ästhetischen Reiz oder Mehrwert abgewinnnen kann?

Es könnte spannend werden ...
 
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Kay
Kay kommentierte
Das Thema ist interessant.
Viel hängt sicherlich vom Motiv ab.
Ein Landschaftsfotograf ist oft ein Naturversteher, ein Pferdefotograf nahe am Pferdeflüsterer, ein Aktfotograf möchte vielleicht als Frauenversteher gesehen werden (warum gibt es so wenige Fotografinnen für Männerakte ?).
Ein Sportfotograf braucht oft Ägschen ...
Ein ... - es geht um soziale Mißstände, um Schrecken, um Umweltfrevel - nicht jeder Fotograf sucht Schönheit ...
 
N
Nicname kommentierte
Ja, es gibt sicherlich auch Anhänger einer eigenen Ästhetik des "Hässlichen". Mir liegt die Ästhetik der Schönheit näher ...
 
bassheiner
bassheiner kommentierte
Das ist eine Frage, auf die es keine endgültige Antwort geben wird.

Ein rein technisch gesehen mittelmäßiges Foto von einem niedlichen Eichhörnchen wird
eher als schön empfunden, als das gleiche Eichhörnchen, von einem perfekten Fotografen
in bester Qualität abgelichtet, nachdem es von einem Auto überfahren wurde.

Grüße aus HB
Heiner
 
Kay
Kay kommentierte

Erinnert mich an ein Road-kill-Café ("you kill it - we grill it") ...

das hat dann auch eine andere Aussage ...
 
Da sind wir mal bei einer interessanten fotografischen Grundsatzfrage angekommen: Ist ein "schönes" Foto allein schon deshalb "schön", weil das Motiv "schön" ist, oder auch, weil das Foto "gut gelungen" ist?

Und ja, Schönheit liegt natürlich im Auge des Betrachters. (...)
Weil Grundsätze oft zäh zu diskutieren sind und, wie du schreibst, Schönheit im Auge des Betachters liegt, poste ich einfach Bilder und Text. Am konkreten Beispiel lässt sich besser diskutieren und, ich kriege viel über das Sehen und Empfinden der Betrachter mit.

So lässt sich nach Debatten hier und anderswo schon sagen, dass diese Text-Bilder deutlich stärkere Ablehung und Zustimmung hervorrufen, stärkere Emotionen.

Beste Grüße, Uli



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Da sind wir mal bei einer interessanten fotografischen Grundsatzfrage angekommen: Ist ein "schönes" Foto allein schon deshalb "schön", weil das Motiv "schön" ist, oder auch, weil das Foto "gut gelungen" ist?

Es könnte spannend werden ...
Ja, ich finde die Diskussion auch gut.

Mit geht es eben so, dass ich auf ein Foto dann stolz bin wenn ich kreativ etwas zu der reinen Dokumentation hinzufügen konnte.

Zum Beispiel habe ich bei meinen Bildern aus dem Louvre dieses Bild nicht dazugepackt (sondern erst heute) weil es mir zwar gut gefällt, aber eben fast 100% identisch ist mit dem Eindruck den der Künstler geschaffen hat.

Ein Text der nun eine veränderte Gesamtaussage bewirkt, OK, das hat mich bislang noch nicht motiviert.

Wäre so was dann nicht so ein Meme? :LOL:

Etwa so:

1643281673640.png
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
@Rod gib Bescheid wenn mein Bild Dich stört, dann nehme ich es wieder raus solange das noch geht
 
Also das Objekt finde ich einfach nur banal. Wer mal ein Rechenzentrum gesehen hat...
Ein wenig Kunst ergibt sich durch die Präsentation (Licht und Umgebung) und durchaus auch durch den Blick des Photographen.
 
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Ich halte die "Interpretation", die mit der Aussage "Die Zukunft ist komplex" gegeben wird, für vollkommen aus der Luft gegriffen.

Eine Interpretation müsste auf der Grundlage einer genauen Beschreibung des Kunstobjektes erfolgen.
Nur ein einziger Hinweis: Wenn man u. a. die abnehmende Anzahl der Kabelverbindungen in der üblichen Leserichtung von links nach rechts betrachtet, dann könnte man auch zu einer ganz anderen, eher gegenteiligen Interpretation kommen...

Gruß
Hans
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Sehr gut beobachtet.

Quasi ein Corona-Thema... stetige Reduzierung der Kontakte.
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Es geht Ihm wohl eher um Datenschutz und Überwachung.

 
Ich halte die "Interpretation", die mit der Aussage "Die Zukunft ist komplex" gegeben wird, für vollkommen aus der Luft gegriffen.

Eine Interpretation müsste auf der Grundlage einer genauen Beschreibung des Kunstobjektes erfolgen.
Nur ein einziger Hinweis: Wenn man u. a. die abnehmende Anzahl der Kabel in der üblichen Leserichtung von links nach rechts betrachtet, dann könnte man auch zu einer ganz anderen, eher gegenteiligen Interpretation kommen...

Gruß
Hans
"Müsste" es aufgrund "einer genauen Beschreibung des Kunstobjektes" geschehen? Das sehe ich nicht so. Denn die "genaue Beschreibung" ist für jeden Betrachter kaum gleich zu benennen. Es gibt da keine für alle verbindlichen objektiven Kriterien.

Mir reicht die pure Assoziation, die durch die Installation ausgelöst wird. Und hier treffen wir uns wieder. Ich habe die Helligkeits- und Farbverteilung bewusst gewählt.

Und wenn man, wie von dir vorgeschlagen, das Bild ganz einfach von links nach rechts "liest", dann ist rechts kein sichtbares Chaos, weil wir über die Probleme der Zukunft logischerweise wenig wissen.

Nach wie vor, das Bild wird von Forum zu Forum, von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich interpretiert. In einer US-Gruppe und einem dortigen Forum wurde es wie von dir, gelesen, nur anders interpretiert.

Beste Grüße, Uli
 
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"Müsste" es aufgrund "einer genauen Beschreibung des Kunstobjektes" geschehen? Das sehe ich nicht so. Denn die "genaue Beschreibung" ist für jeden Betrachter kaum gleich zu benennen. Es gibt da keine für alle verbindlichen objektiven Kriterien. ...
Einspruch, genau dafür gibt es in den Geisteswissenschaften mit der Semiotik oder Zeichentheorie eine aus meiner Sicht sehr bewährte Vorgehensweise.
 
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Einspruch, genau dafür gibt es in den Geisteswissenschaften mit der Semiotik oder Zeichentheorie eine aus meiner Sicht sehr bewährte Vorgehensweise.
Die für alle verbindliche Kriterien bei der Betrachtung und Bewertung eines Kunstobjektes liefert? Und das angewendet in einer spontanen Situation beim fotografieren von Installation "XXXX.XXX“? Da würde ich doch gerne die Beschreibung, lesen, wie sich die Zeichentheorie auf so eine Situation herunterbrechen herunterbrechen lässt. Wäre ich so theoriebeladen an die Aufnahme herangegangen, wäre sie vermutlich nie entstanden.

Beste Grüße, Uli
 
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Die Zukunft ist komplex​


Bild und Text sind eine Einheit.
Neuinterpretation der Installation "XXXX.XXX“ von Addie Wagenknecht (Transmediale, Berlin)

Beste Grüße, Uli

Das erinnert sehr - bei fast 100%-iger Übereinstimmung - an die VorherNachher-Bilder einer Netzwerkfirma, die auf Youtube zeigt, wie man so einen Murks richtet ;)
 
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hjklemenz
hjklemenz kommentierte
Genau. Und ich halte das Dings nicht für komplex, sondern höchstens für kompliziert.

Hans Jörg
 
Die für alle verbindliche Kriterien bei der Betrachtung und Bewertung eines Kunstobjektes liefert? Und das angewendet in einer spontanen Situation beim fotografieren von Installation "XXXX.XXX“? ....

Die Semiotik bietet eine methodisch strukturierte Vorgehensweise, um von der äußeren Beschreibung eines Kunstwerkes zu dessen Interpretation in seinem gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang zu gelangen. In der Auseinandersetzung mit Kunstwerken liefert das eine hervorragende Diskussionsbasis, wenn man sich darauf einlassen möchte.

Mit Spontaneität beim Fotografieren im Sinne von emotionalem Reagieren auf ein Motiv hat das in der Tat nichts tun. Das war auch nicht mein Punkt.
 
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Kay
Kay kommentierte
Beschäftige Dich nur ein wenig mit Strukturalismus und dann vor allem mit Poststrukturalismus und Du wirst sehen,
was in einer Bilddeutung mitgebracht wird. Es wird von uns kaum jemand in der Lage sein, ein Foto "abstrakt netto" zu interpretieren.
Zeitgeschichte, soziales Umfeld, Arbeitsbedingungen und und und gehören schon zum Verständnis, da kommste nicht drumrum
und das bitte auf beiden Seiten: Künstler wie Betrachter.

Nimm mal den Satz: " Die Mutter schiebt den Kinderwagen. " (Oder mach ein Foto davon.)
- Leg ihn einem Zulu-Häuptling, einer alleinstehenden Eskimomutter, einer Bonner Großmutter und einem französischen Fabrikanten vor.
Oder frag einfach nur eine Punkerin aus Kreuzberg und einen englischen Internatsschüler.
Wir alle geben bei allem, was wir einschätzen so vieles von uns selbst in unserer Interpretation vor und verstehen oft so wenig - oder eben etwas anderes.
Mit Strichmännchen kommste nicht mal zum Klo.*)

*) Eine einstige Freundin von uns berichtete von ihrer Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Asylanten.
Sie wurde gefragt, wann die Toiletten wieder benutzt werden dürfen.
Alles war in Ordnung. Keine Toilette war außer Betrieb.
Es stellte sich dann heraus, dass ein Piktogramm eine Person zeigte, die mit beiden Füßen auf dem Toilettenbecken stand mit einem roten Balken.
Gemeint war (ohne Text): Die Bewohner sollten sich zur Benutzung nicht oben drauf stellen.
Verstanden wurde: Nicht benutzen!
So kann´s gehen!
 
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N
Nicname kommentierte
Wenn man sich auf nichts mehr einlassen möchte und/oder verständigen kann, wird es am Ende zu einer babylonischen Sprachverwirrung kommen. Das ist schon richtig. Das kürzliche Thema über Unwörter und Reizwörter hat ja schon gezeigt, wohin die Reise geht. Nach meinen Erfahrungen ist die Semiotik jedenfalls eine wissenschaftliche Methode, sich zu verständigen und auf einer gemeinsamen Basis auszutauschen. Die Interpretation des betrachteten Werkes wird erleichtert, kann aber in der Tat unterschiedlich ausfallen, wenn der gesellschaftliche bzw. historische Zusammenhang des Werkes und/oder Künstlers nicht beachtet wird oder nicht bekannt ist ...
 
Ich kann mit der fotografischen Neuinterpretation deutlich mehr anfangen als mit den Dokumentarfotos des Ausstellungsstücks. Bei letzteren denke ich immer an die armen Reinigungskräfte des Ausstellungsortes, die den Boden wischen müssen, ohne das Kunstobjekt zu manipulieren. Oder an die weggeputzte Fettecke von Beuys... ;)

Im Ernst: in der Interpretation von @Rod ist für mich mehr Dynamik drin, mehr Atmosphäre, es wirkt eindringlich auf mich und ich habe, als ich das Foto zum ersten Mal hier gesehen habe, länger hingeschaut und drüber nachgedacht. Ich geh ja gerne in Museen und lass mich auch auf diese oder jene Kunstform ein. Das "original" Kunstobjekt hätte mich nicht zum Stehenbleiben und Anschauen animiert.
 
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