Buchprojekt: Reisen im Orient der 70er Jahre


Die nächste Etappe ist geschafft. Das Papier ist da, ein Satz wurde gedruckt und begutachtet.

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mein inzwischen fast 86jähriger Vater bei der Begutachtung unter Normlicht-Bedingungen



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das Ganze nochmal mit natürlichem Licht im Pausenraum der Druckerei mit großer Fensterfront

Anschließend zeigten uns die Mitarbeitenden der Druckerei Grammlich noch die einzelnen Schritte, wie aus einem Satz bedruckter Bögen ein fertiges, fadengebundenes Buch mit Hardcover wird. Ich hätte nicht gedacht, dass bei den einzelnen Arbeitsschritten so viel Handarbeit nötig ist.

Es wurde zugesichert, dass das Buch zum 20.05. geliefert wird. Über Pfingsten ist das Treffen der Ehemaligen der Deutsche Schule Teheran, danach werde ich alle Interessenten anschreiben.

Stay tuned.
 
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sam25
sam25 kommentierte
....wunderbar ist das.
Nähme mich wunder, was deinem Vater so durch den Kopf gegangen ist. Ich freue mich sehr auf das Buch. :)
 
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Aufgrund eines sehr hohen Krankenstandes stand die Druckerei eine Woche nahezu komplett still. Es war klar, dass es nicht mehr rechtzeitig wird geliefert werden können. Aber die Bücher konnten gestern tatsächlich fertig gestellt und verpackt werden. Also mit dem Camper auf nach Pliezhausen.

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Sie sind tatsächlich fertig. Und warten in den braunen Kartons auf mich.

Etwa 10 Zentner Bücher werden nun in den Camper geladen.

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Ein großer Teil verbleibt gleich darin, denn morgen geht es zum Treffen der Ehemaligen unserer teheraner Schule.

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In der kommenden Woche werde ich die Foristen anschreiben, die Interesse an einem Exemplar bekundet haben. Verpackungsmaterial für den Versand liegt bereits parat.
 
2 Kommentare
P
P.Gnagflow kommentierte
Viel, nein, sehr viel Spaß auf Eurem Treffen, beim schwelgen in Erinnerungen und beim Blättern in Deinem/Eurem Buch. Habt Freude daran!
Grüße aus der Lüneburger Heide
Wolfgang
 
Wuxi
Wuxi kommentierte
Großartig, wie du das durchziehst!

Ein tolles Projekt. Viel Freude für Deine Eltern und Dich!
 
Werte Interessenten,
nun bin ich von unserem Schultreffen zurück und kann die Bestellungen für mein Buch abarbeiten. Ich habe jetzt (hoffentlich) alle angeschrieben, die Interesse bekundet hatten. Da manche dies per Unterhaltung auf dieser Plattform, andere per Kommentar in diesem Thread oder auch über meine Webseite getan haben, bin ich mir nicht sicher, ob ich alle "erwischt" habe. Wer aktuell keine Nachricht von mir erhalten hat bzw. sich jetzt erst entschließt, möge sich bitte bei mir melden.

Nochmal die Parameter des Buches und die Kosten:
Verlag: buch.one
ISBN 978-3-69133-024-3
Format 297 x 297 mmm, 404 Seiten, jeweils >200 SW- und Farbfotos
ca. 46.000 Wörter Text von 9 Autor:innen
Hardcover, gebunden
Digitaldruck aus der Druckerei Grammlich, Pliezhausen
Arctic Paper G-Snow 150 g
>3 kg Gewicht

Selbstkostenpreis (reine Druckkosten) 50 € (ganz leicht aufgerundet ...)
Versand innerhalb D als DHL-Paket 10,99 7,99 €
international shipping at costs
Kosten für die sichere Verpackung: 1,75 €

Liebe Grüße,
Stephan
 
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Werte Interessenten aus Deutschland: Ich habe leider einen Fehler gemacht. Die Kosten für den Versand als Paket belaufen sich auf 7,99 €, nicht 10,99 €. Ich hatte da eine Nachricht an jemanden kopiert, der 2 Bücher bestellt hatte - das kostet dann 10,99 € - und habe das erst später gemerkt. Wer also zuviel bezahlt hat sende mir bitte seine Bankdaten.

Interessenten aus der Schweiz dürfen jetzt weinen .....

Gestern und heute habe ich insgesamt 27 Bücher zu DHL getragen.
 
5 Kommentare
ni27fo
ni27fo kommentierte
Werter Stefan ;), schön, daß Du so korrekt darauf hinweist, aber von meiner Seite aus: Mach Dir mal um die 3€ keine Gedanken. Du hast so viel Mühe da reingesteckt, das sollte einem den einen oder anderen Taler wert sein. Bisher hat nur meine Frau schon einen Blick reinwerfen dürfen und war ganz angetan. (y)
 
peterkdos
peterkdos kommentierte


Auch von meiner Seite, mach Dir keine Gedanken - es stimmt so.
 
Lydian
Lydian kommentierte

Das ist sicher richtig. Aber ich habe das nicht gemacht um reich zu werden ;-)
 
lommi
lommi kommentierte
Kein Problem. Pack die 3 Euro ins Sparschwein oder gönn dir ein Eis. 😄
 
P
P.Gnagflow kommentierte
Nicht? Das hatte ich jetzt aber gedacht, ganz bestimmt. ;) Mach´ Dir von meiner Seite mal keine Gedanken darüber! Die paar Kimmelpoitzer seien Dir von Herzen gegönnt
 
….schön gesagt, Stephan, die Schweizer haben wieder das Nachsehen …. 🤣🤣🤣
Betrag angewiesen und ich freue mich schaurig auf dein Buch ….😀🙏
 
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ZHR
ZHR kommentierte
@sam25
schön gesagt, Stephan, die Schweizer haben wieder das Nachsehen ….

Nicht ganz......
 
Mein bestelltes Buch ist bereits angekommen
Bestens verpackt.
Das Buch ist vom Druck, Papier und Bindung wirklich sehr gut.
Vom Inhalt ganz zu schweigen, das konntet ihr ja schon teilweise sehen
Danke an Stephan @Lydian, seine Familie und sonstige Beteiligte für die Durchführung von so einem Projekt. Hätte auch nicht jeder gemacht.
VG
 
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Guten Tag Stephan,

söben ist Dein Buch angekommen und ich bin begeistert. So schön gelungen hatte ich es mir garnicht vorgestellt. Gutes Papier, ordentlicher Druck und offensichtlich auch eine gute Bindung. Du hast Dir anscheinend auch mit den administrativen Dingen drumherum eine enorme Arbeit gemacht. Vielen Dank dafür! Es wird mir nicht nur die nächsten Abende vertreiben, sondern lässt auch auf eine Erweiterung hoffen. Weitere Bilder sind ja wohl schon bei Dir aufgetaucht ...

Aber eine Frage sei bitte erlaubt: Wie groß ist die ganze Auflage? - und kann man gegebenenfalls ein zweites Exemplar erwerben? Ich wüsste da u.U. noch einen Interessenten. Dessen Geburtstag ist zwar gerade durch, aber es ist ja auch bald wieder Weihnachten ;)

Noch einmal meinen Dank und ... eine angenehme Zeit!
Grüße aus der Lüneburger Heide
Wolfgang

p.s.: der 412 Variant lässt überdies gute Erinnerungen an ein tolles Auto hochkommen. (aus einer Zeit, da wurde Fett noch mit "u" geschrieben, wie meine Mutter zu sagen pflegte)
 
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Hallo Wolfgang,
herzlichen Dank für das Lob. Und, ja, mit allen Fragen rund um den Druck habe ich mich viel auseinandergesetzt. Ich habe von zwei Druckereien für relativ viel Geld Probedrucke machen lassen und mich dann für die Druckerei Grammlich entschieden. Dass ich die überhaupt ins Visier nehmen konnte verdanke ich @schlicksbier und seinem Podcast. Das Papier habe ich unter hunderten ausgesucht. Als es eine Weile nicht lieferbar war bin ich das Risiko eingegangen dass das Buch nicht rechtzeitig zu unserem Schultreffen an Pfingsten fertig wird. Aber dieses Papier war mir wichtig und ich wollte keinen Kompromiss eingehen.

Mit einer Erweiterung spiele ich tatsächlich, aber das ist noch recht weit weg. Es sind nicht nur neu aufgetauchte Dias. Ein anderer Faktor ist, dass die Druckerei Grammlich bald eine neue Halle mit einer größeren Druckmaschine einrichten wird auf der dann auch größere Formate im Digitaldruck möglich sind. Ich hatte im Affinity Publisher schon eine alternative, opulentere Version fertig. Da waren 2mal Ausklappseiten integriert für die beiden SW-Panoramen von Bamiyan und Nayband. Die Panoramen aus mehreren Mittelformat-Negativen geben ein deutlich größeres Druckformat jedenfalls her. Die Realisierung scheiterte an den Kosten, die um 50% gestiegen wären. Laut Druckerei hätte das einen enormen händischen Aufwand bedeutet. Mit der neuen Druckmaschine sieht das dann etwas anders aus.

Aber eine Frage sei bitte erlaubt: Wie groß ist die ganze Auflage? - und kann man gegebenenfalls ein zweites Exemplar erwerben?

Von der deutschen Version habe ich 150 Exemplare drucken und binden lassen. Etwa ein Drittel ist noch verfügbar. Also: ja. Aber das muss dann wohl zügig passieren, denn ich werde derzeit gefühlt überhäuft mit Anfragen. Jedenfalls im Vergleich zu meinen Erwartungen.
 
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Nach nur zwei Wochen ist die erste Auflage der deutschen Ausgabe, 150 Exemplare, so gut wie weg.
Es wird sicher eine zweite geben, aber nicht nahtlos ….

Und noch was: Ich habe einen Zahlungseingang erhalten den ich nicht zuordnen kann und keine Adresse dazu habe. Wenn also ein Herr T. O. aus diesem Forum mir Geld überwiesen hat möge er sich bitte melden.
 
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peterkdos
peterkdos kommentierte
Ein anonymer Leser? :D
 
Nach nur zwei Wochen ist die erste Auflage der deutschen Ausgabe, 150 Exemplare, so gut wie weg.
Guten Tag Stephan!
Das freut mich sehr für Dich. Zeigt es doch dass Deine Arbeit sich gelohnt hat. Vielleicht nicht gerade pekuniär, aber sonst aber anscheinend in jeder Hinsicht.

Ich soll leider(!) vom avisierten Erwerb eines zweiten Exemplars Abstand nehmen. Jedenfalls hat die Schwester meines Schwagers, also meine vormalige Verlobte, von der Beschaffung abgeraten. Weil der an und für sich weitgereiste und eigentlich immer noch weit Reisende sich aktuell nicht nur von seinen Büchern trennt, sondern auch aberhunderte von Bildern entsorgt hat. :rolleyes: Glücklicherweise hat o.a. Geliebte noch kurz vor der "Bücherverbrennung" die Familienalben an sich nehmen können.

"Ich mach´ Fottos nur noch mitten Händie!" :eek: So entwickeln sich die Interessen halt manchmal stark unterschiedlich.

Naja, immerhin hat er mir die leeren Diajournale übergeben ..... Nichtsdestotrotz - ich warte mal auf Deine erweiterte zweite Auflage ;) ... und schiele auf einen zusätzlichen attraktiven Bücherschrank.

Freundliche Grüße
Wolfgang
 
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Lieber Stephan
Ich mache diese Rückmeldung bewusst öffentlich, weil ich denke, dass dein Buch sinnbildlich für weit mehr steht, als nur ein Buch mit einer netten Familiengeschichte und antiquierten Fotos.
Selbst an einem Buch - über meine Grossvater, welcher 16 Jahre lang im Belgisch Congo als Ingenieur gearbeitet hat - schaue ich dein Buch mit ganz anderen Augen an.

Vorab, müsste ich Sterne vergeben, dann würdest Du 6 von 5 möglichen Sternen erhalten. Ich begründe das auch, es wird ein langer Beitrag.

1. Layout, Gestaltung, Gesamteindruck
Es sei mir erlaubt zu sagen, dass die Fülle von Bildern, den Umfang des Buches die Tendenz haben, dass sie im Bücherregal landen. Irgendwo zwischen Fotobüchern, mit anderen Themen und Schwerpunkten. Das ist weniger ein Problem des Verfassers, sondern ein Problem vom Lesenden.
Das Buch kommt tonnenschwer daher mit unglaublich schön und ansprechend in der Hand, und schon nur das Blättern der einzelnen Seiten macht Freude, weil ich nie wusste, wohin mich die nächste Seite führt.
Du verpackst viele Themen in deinem Buch, ich würde es nicht mal als „Fotobuch“ bezeichnen. Es ist eine Geschichte die tief geht, so fern man bereit ist, dies zuzulassen. Die Fotos sprechen eine eigene Sprache und liessen mich zum Teil innehalten.

2. Familienhistorisch
Es ist ein Buch, eine Einladung, sich mit der eigenen Familie auseinander zu setzen. Deine Beschreibungen lassen Gedanken aber auch Fragen zu, das macht es spannend. Es ist - Familien historisch betrachtet - von unschätzbarem Wert, nicht nur für Dich selbst, sondern auch für die ganze Familie und die nächsten Generationen. Denn von Tag zu Tag verschwinden Erinnerungen, oder sind kaum mehr rekonstruierbar, vieles geht verloren, welches hilfreich wäre, aus der Geschichte zu lernen.
Wie dein Vater zu diesem „Job“ gekommen ist, die Entscheidung mit dem Auto nach Teheran zu fahren, finde ich der Hammer ….. !!!

3. Geopolitische Geschichte
Ich meine geschützt und wohlbehalten aufgewachsen zu sein. Die Entwicklung im Iran, überhaupt im Nahost habe ich in der geschützten Schweiz miterlebt. Deine historischen Informationen, zusammen mit den Bildern deiner Eltern und Dir, löst bei mir ein Beklemmen aus. Ich konnte das Buch nicht in einem Zug fertig betrachten, ich musste immer wieder inne halten.
Ein Historiker hat mir einmal gesagt, dass er äusserten Wert darauf lege, bevor er eine Geschichte veröffentlich, ob es noch Zeitzeugen gebe. Zeitzeugen als Bereicherung, wenn auch immer, wie überall, mit subjektiver Wahrnehmung. Dein Buch wir aus diesen Gründen nicht in meinem Büchergestell „hängen bleiben“. Das wird wohl, aus aktuellen Ereignissen, des öfteren in meiner Hand liegen.

4. Kulturhistorisch
Es ist eine Fundgrube von Informationen über all die Völker, welche deine Eltern fotografiert und mitunter ja auch dokumentiert hast. Ich habe längst nicht alles erfasst, geschweige dann verstanden. Dass Ihr an Orten und historischen Bauten ward, welche nicht mehr existieren, ist traurig. Dass Ihr in euere Familie aber Fotos, samt Erinnerung habe, ist ein Schatz, den Euch niemand mehr nehmen kann.

5. Ethnologie
Ich weiss nicht, ob Du Dir der ethnologischen Bedeutung deiner Ausführungen und Fotos bewusst bist, Da finden sich wohl unikate Fotos, Portraits und Szenen von Menschen, welche wohl schwer zu finden sind.

6. Fotografie
Es hat Fotos, welche für die Familie wichtig sind, toll, Erinnerungen. Und es hat Fotos, welche gross gedruckt werden müssten und eigentlich in eine Ausstellung gehörten. Dass deine Eltern ihr Handwerk verstanden, darüber gibt es nicht den kleinsten Zeifel.

7. Text
Ja, Perlen, diese Texte aus verschiedenster Optiken, fundiert und berührend. Stark in der Aussage.

Fazit
Das Buch packt, es packt auf vielen Ebenen und eigentlich habe ich mir gedacht, müsste da ein Verlag aufspringen. Es lädt ein zum Verweilen, nicht einfach nur zum Durchblättern. Fotografie, als Teil einer Geschichte, persönlich, unterlegt mit vielen Informationen und historisch hoch spannend.
Vielleicht sollten wir wieder dahingehen, wo sich Menschen unterschiedlichster (weltanschaulicher) Richtung, sich treffen und austauschen. Nur mit der Idee, voneinander zu lernen, wie dazumal in Bagdad.

Herzlichen Dank, Stephan. Dein Buch ist ein Erlebnis. Chapeau!!!!
 
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Lieber Sam, ganz herzlichen Dank. Ich muss deine Worte erst einmal sacken lassen. Melde mich.

Für eventuelle Interessenten: Ich habe noch zwei Exemplare bei denen das vordere Vorsatzpapier fehlt. Also das leere Blatt nach der Buchdecke. Es fehlt somit tatsächlich nichts.
 
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Lieber Sam, ich möchte gerne auf deine Worte antworten.

1. Layout, Gestaltung, Gesamteindruck
Es sei mir erlaubt zu sagen, dass die Fülle von Bildern, den Umfang des Buches die Tendenz haben, dass sie im Bücherregal landen. Irgendwo zwischen Fotobüchern, mit anderen Themen und Schwerpunkten. Das ist weniger ein Problem des Verfassers, sondern ein Problem vom Lesenden.
Das Buch kommt tonnenschwer daher mit unglaublich schön und ansprechend in der Hand, und schon nur das Blättern der einzelnen Seiten macht Freude, weil ich nie wusste, wohin mich die nächste Seite führt.
Du verpackst viele Themen in deinem Buch, ich würde es nicht mal als „Fotobuch“ bezeichnen. Es ist eine Geschichte die tief geht, so fern man bereit ist, dies zuzulassen. Die Fotos sprechen eine eigene Sprache und liessen mich zum Teil innehalten.
Du sprichst einen wichtigen Punkt an: die Fülle, die ich in das Buch gepackt habe. In manchen Aspekten, oder eher für manche Lesenden/Betrachtenden, ist es sicher zuviel. Aber ich habe mich bei allem Für und Wider dann doch für diese Fülle entschieden. Die Alternative wären zwei Bände gewesen. Aber wie annähernd gleichgewichtig teilen? Dazu habe ich keine Antwort gefunden. Ich wollte nicht unsere Reisen in den 70ern auf zwei Bände verteilen. Und alles andere ist ja eher nur Beiwerk.

Ich stand in engem Austausch mit einer weiteren ehemaligen Mitschülerin, Jasmin Tabatabai, sicher vielen bekannt als Schauspielerin, Sängerin, Synchronsprecherin, Sprecherin von Hörbüchern. Sie war nicht nur Mitschülerin, sondern ist selbst leidenschaftliche Fotografin, gerne analog unterwegs und steigt immer mal wieder in ihr eigenes Fotolabor im Keller. Und sie fotografiert auch mit der Rolleiflex …. Es hätte also vieles gepasst wenn sie ihren Beitrag wie von mir geplant geschrieben hätte. Jasmin meinte jedoch, dass es zuviel würde. Ich kann das gut nachvollziehen, auch wenn ich es natürlich bedaure. Sie hat auch ein Exemplar des Buches, tourt aber mal wieder und hat wohl noch nicht reingeschaut.

Eine Schwierigkeit war auch, dass aus ganz verschiedenen Richtungen Interesse am Buch signalisiert wurde und ich aus mehreren Gruppen aufgefordert/angefragt wurde, ein Buch zu machen. Zunächst meine große Familie, klar. Im weiteren Umfeld waren zum einen die Ehemaligen der Deutschen Schule, zu der es auch 45 Jahre nach ihrer Schließung eine sehr lebendige Community gibt. In diesem Kreis habe ich etwas mehr als die Hälfte der 150 Bücher verteilt. Die weitere, auch nicht kleine Gruppe, sind die Foto-Enthusiasten. Nicht nur in diesem Forum. Es gab überraschenderweise auch aus dem Forum von rennrad-news.de, wo ich einigermaßen aktiv bin und mehrfach Beispielfotos im Off-topic-Thread zum Thema Fotografie gepostet hatte, einige Anfragen. Und noch einige Interessenten mehr, an die ich zunächst gar nicht gedacht hatte.

Es ist geworden wie es nun ist. Ein Trumm. "Khast nabashid" habe ich in der Einleitung geschrieben. "Möget ihr nicht müde sein"
 
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Wie dein Vater zu diesem „Job“ gekommen ist, die Entscheidung mit dem Auto nach Teheran zu fahren, finde ich der Hammer ….. !!!
Dabei habe ich die lustigste Geschichte gar nicht erwähnt, weil ich fand, sie gehört eher nicht in ein gedrucktes Buch. Aaalso:

In seiner Bewerbung, die an sehr viele Auslandsschulen ging, erwähnte man Vater - wie man das halt so macht - am Ende seine Hobbys, u. a. schrieb er: „Inhaber der Trainer-Lizenz des Deutschen Tennisbundes“. Später, während einer der vielen Partys in der deutschen Community in Teheran, nahm ihn der damalige Schulleiter zur Seite und sagte: „Jetzt will ich Ihnen mal erzählen, warum Sie hier sind. Hier im Kollegium spielen so viele Tennis. Und keiner kann’s richtig. Da habe ich gedacht: Einen mit Trainerschein brauchen wir noch.“ Seine Frau war dann übrigens eine der Haupt-Tennispartnerinnen meines Vaters. Sie war extrem sportlich, u.a. mehrfache Teilnehmerin bei Olympischen Spielen und Weltrekordlerin in einer Disziplin der Leichtathletik.



5. Ethnologie
Ich weiss nicht, ob Du Dir der ethnologischen Bedeutung deiner Ausführungen und Fotos bewusst bist, Da finden sich wohl unikate Fotos, Portraits und Szenen von Menschen, welche wohl schwer zu finden sind.

Tja, und jetzt kommen noch weitere sehr gelungene Portraits dazu, die nach 40 Jahren in der Versenkung wieder aufgetaucht sind.
 
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Und es hat Fotos, welche gross gedruckt werden müssten und eigentlich in eine Ausstellung gehörten. Dass deine Eltern ihr Handwerk verstanden, darüber gibt es nicht den kleinsten Zweifel.
Ja, nicht wenige der Fotos sind ausstellungswürdig. Ich habe schon einige sog. Fine-Art-Drucke machen lassen, überwiegend auf Hahnemühle-Papieren, bis zu 60x60. Und ein Panorama 240x60. Aber wer hat Interesse an einer Ausstellung dieser Art? Hier in der Provinz eher keiner. Und Kontakte habe ich nicht.

Ja, Perlen, diese Texte aus verschiedenster Optiken, fundiert und berührend. Stark in der Aussage.
Auch mir gefallen einige Texte sehr gut. Hannahs Vorwort z. B. Und Sibas Text über Afghanistan nimmt mit und tut weh.

Das Buch packt, es packt auf vielen Ebenen und eigentlich habe ich mir gedacht, müsste da ein Verlag aufspringen.
Offen gesagt war ich auch etwas enttäuscht dass alle angefragten Verlage lapidar negativ antworteten. Sicher werden sie überhäuft mit Anfragen. Aber einige hatten sich erkennbar nicht die Mühe gemacht, zu prüfen, für was ich anfrage. Ich hatte ja schon ein Fotobuch bei Saal mit ähnlichem Inhalt (die Highlights unserer Reisen von damals) machen lassen und habe den Verlagen Auszüge als PDF zukommen lassen. Und dann erhält man Antworten wie „Sicher hatten Sie schöne Erlebnisse auf Ihren Reisen. Aber ….“

Die Literaturgeschichte ist ja voll von Beispielen, wo spätere Welterfolge von zig Verlagen zunächst abgelehnt wurden 😉
 
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Lieber Stephan

Danke für die weiterführenden Worte von Dir. Ich habe mich den ganzen Tag gefreut auf deine Rückmeldung.
Erlaube mir noch einigen Gedanken zu formulieren. Vorab aber, dein Buch liegt nun bei uns im Wohnzimmer auf dem Bücherkoffer. Es schaffen es nicht viele Bücher auf den Koffer, heisst, Claudia, meine Frau und ich, legen Bücher auf den Bücherkoffer, welche von beiden gelesen wird und uns beide gleichermassen faszinieren.

Spontan ist mir nach dem Lesen deiner Rückmeldungen Johann Sebastian Bachs „h-moll - Messe“ in den Sinn gekommen. Sein Sohn hat dieser Messe diesen Titel gegeben, Johann Sebastian Bach betitelte sie lediglich mit der Bezeichnung „Missa totta“ so ungefähr, die umfassende, finale Messe. Erlebt hat die Messe nie, erfolgreich war sie Jahrzehnte lang nicht. Bis sie wiederentdeckt und gefeiert wurde. Bach hat in diesem Werk sein Schaffen verpackt, still und leise. Und letztlich sich selbst.

Unabhängig davon, ob ein Verlag aufspringt oder nicht, ob eine Ausstellung mit Bildern folgt oder nicht. Der Aufwand hat sich ohnehin gelohnt. Für Dich für Euch als Familie, für alle, mit denen Du die Zeit im Iran und anderswo verbracht hast. Fotografie ist das eine, aber eine rückwirkende Betrachtung von etwas, welches Du erlebt hast, ist das andere. Fotografie habe ich schon immer verstanden als Begleitung von Geschichten, von Erlebtem. Ein bekannter Schriftsteller aus Sarajewo hat einmal gesagt, dass Familiengeschichte auch immer ein Stück Weltgeschichte ist. Er formulierte dies, nachdem er schon viele Preise gewonnen hat und sich dann irgendwann der eigenen Familiengeschichte angenommen hat.

Du kletterst, und Dir muss ich nicht sagen, dass nicht jedem Kletterer ein grosses Publikum auf dem Gipfel erwartet. Kaum jemand klatscht, wenn Du oben ankommst. Aber Du hast einen Weg gemacht, für Dich.

Geschichten werden in der Zeit geschrieben, in der man lebt. Du hast ein Buch zusammengestellt, welches diese Geschichte festhält. Ein Teil von deinem Leben, ein Teil vom Familienleben. Schon nur für das hat sich jede Sekunde gelohnt. Zuviel oder zuwenig Bilder, das ist nicht entscheidend. Ich habe mehrere Lieblingsbilder.

Ich werde dein Buch noch oft zur Hand nehmen, das weiss ich. So schnell verschwindet es nicht vom Bücherkoffer.
Und sollte es eine Fortsetzung in irgend einer Form geben: lass Dir Zeit und lass es mich wissen. Meine Koordinaten hast Du.
Herzlich. Sam
 
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Lydian
Lydian kommentierte
Wenn ich das richtig im Gedächtnis habe, war die "Missa totta" eine Art Bewerbungsschreiben oder -werk des protestantischen Thomaskantors an den katholischen Dresdner Hof. Und nicht erfolgreich. Ja, inzwischen gilt sie als Fixstern am Himmel der abendländischen Musik.
 
Ja, nicht wenige der Fotos sind ausstellungswürdig. Ich habe schon einige sog. Fine-Art-Drucke machen lassen, überwiegend auf Hahnemühle-Papieren, bis zu 60x60. Und ein Panorama 240x60. Aber wer hat Interesse an einer Ausstellung dieser Art? Hier in der Provinz eher keiner. Und Kontakte habe ich nicht.
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