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Die Bandbreite von Street ist enorm groß, sie reicht von Siegfried Hansen (quasi ohne Menschen) bis hin zur "brutalen" Vorgehensweise von Bruce Gilden. Fließende Übergänge gibt es zur Reportage- und People-Fotografie sowie (Street)-Portraits....
Street meint auch nicht Straße, sondern öffentlicher Raum - als Libertärer hoffe ich, dass es auch zukünftig Länder gibt, in denen man Personen (ohne rechtliche, oder zeitgeist-moralische Einschränkungen) uneingeschränkt ablichten darf.
Ich bin der Meinung, eine libertäre Gesellschaft ist eine Gesellschaft von Despoten. Ansonsten hoffe ich, Du lichtest niemals den falschen Libertären ab, zwei Despoten unter sich kann heikel werden ...
Wir werden OT, aber warum soll ein Libertärer ein Depot sein? Ganz im Gegenteil, er trägt für sich Selbstverantwortung und vertraut auf die eigenen Fähigkeiten im Rahmen des Rechtsstaates.
Milchstrasse irgendwo.
Weder Regenbogen noch Rucksack (die hier die "Szene" geben) haben etwas mit dem Thema zu tun.
Manchmal (ganz selten inzwischen) denke ich noch an eine Moderation, die ... - oder so ... , ...
Street ist ein Thema, das ich sehr mag. Es ärgert mich, wenn irgendwelche Leute irgendwo geknipst werden, oder leere Strassen gezeigt werden, oder Stadtbesichtigungsknipsbildchen hier landen.
Das Foto hier lebt von den Farben im Regenbogen und dem Rucksack, ist von daher gut gesehen,
hat aber mit Street nun rein gar nichts zu tun. Da hilft auch kein Humor.
Mir gefällt der Umgang mit dem Thema immer weniger.
Street oder nicht ...die Diskussion ist endlos!
Es ist ein gut beobachteter Moment - ein Mensch mit Regenbogen-Rucksack vor einem echten Regenbogen - das ist weit mehr Street als 90% der Bilder hier. Wilde Knipsbildchen auf irgendwelchen Straßen - mal eben schnell in Schwarz/weiss umgewandelt - sind für mich jedenfalls keine echte Street-Fotografie.
@Kay Ich teile grundsätzlich deine Meinung, dass in diesem Thema "Street" häufig vollkommen falsch interpretiert wird, aber bei diesem Bild finde ich eine zu enge Auslegung des Themas unangemessen.
Vor 30 Jahren war ich häufiger auf Patpong, das war die angesagteste Red Light Area in Bangkok und die Besucher waren überwiegend Westler aus Europa und den USA. Damals hat mich mein thailändischer Händler für Medizinprodukte nach dem Dinner regelmäßig dort hingebracht.
Mittlerweile dominieren hier als Kundschaft Japaner, Koreaner und Chinesen. Japaner haben andere Erwartungen an das Nachtleben und entsprechend hat sich dort vieles verändert.
Das nachfolgende Foto habe ich aus der Hüfte geschossen, vorne hing das Sigma 65/2 dran und die Bearbeitung ist so, dass es auch eine analoge Aufnahme sein könnte -Street zeitlos:
Mit dem Titel habe ich mir ein bisschen kreativen Spielraum gelassen, alternativer Titel wäre vielleicht "Die Sonnenanbeter".
finde ich einfach eine interessante Situation und vor allem Lichtstimmung.
Die beiden haben das bisschen Sonnenlicht geradezu in sich aufgesogen, er schaut ja auch noch direkt hinein.
Aber wer kennt es nicht in der dunklen Jahreszeit???
Einen schönen Kontrast dazu (kleiner sonniger Fleck) finde ich den großen fast komplett leeren Raum im Schatten.
Mir persönlich gefällt die Version mit Sonne und Baum ein bisschen besser, so habe ich es ja vor Ort auch geframed.
Trotzdem wollte ich gerne noch eine zweite, aufgeräumtere Version mit einstellen
Das ist, was ich damals beim Blick durch den Sucher gesehen habe
Vielleicht sollte ich ergänzen, dass ich street auch gerne mal (selten, wo es sich mal anbietet, oft bietet es sich nicht wirklich an) mit eher kleiner abgebildeten Menschen in eben urbanen Umfeld mache, also viiiiel urbaner Raum. Da schwebt mir ein ganz spezielles Bild von HCB vor, zu dem ich mal kurz den Namen recherchieren müsste. Genau diese Gestaltung, also viel Raum fand ich hier durch die Lichtstimmung passig.
Ich verstehe Deine Intention, nur sind die beiden Herren in der Sonne meiner Ansicht nach zu sehr an den Bildrand gequetscht, um eine Bedeutung fürs Bild zu haben - eigentlich stören sie fast. Du hast vermutlich die Szenerie subjektiv beeindruckt erfasst, aber wenn man ohne Deine Vor-Ort-Empfindungen draufschaut, treten ganz andere Motivelemente in den Vordergrund, insbesondere die schattige Leere. Selbst der Hafenkran springt eher ins Auge als die beleuchteten Herren. Ich glaube, dass mit einem anderen Standpunkt und Reduzierung der Bildinhalte das, was Du subjektiv wahrgenommen hast, deutlich besser transportiert worden wäre.
Das sind Männlein und Weiblein Ich habe eben extra nochmal in die Originaldatei reingezoomt! Funfact: der Mann hat sogar wie zum sonnenbad-light die Augen geschlossen und ist tiefenentspannt.
Ja, das hingegen kann ich schon nach vollziehen, dass da mitunter Störelemente vorhanden sind. Gerade auf den großen, leeren, schattigen Raum kam es mir hier ja an. Dieser sehr weite Stil ist echt nicht so ganz einfach umzusetzen, wenn da noch was bei passieren soll...
Das mit den beiden direkt am Rand fand ich eigentlich sogar ganz ansprechend, irgendwie eine umgekehrte Bildaufteilung, also sonniges Hauptmotiv nimmt sehr wenig Platz ein, sein Blick geht aber direkt ins Bild rein. Aber ja, auch da kann ich die Kritik nach vollziehen. Ausgerichtet habe ich das Bild in dem Moment an dem Baum links.
Das ging halt alles ganz schnell, wie es eben in der Street so ist. Ich freu mich tatsächlich immer noch beim Anblick ein bisschen über diese kleine schöne Stimmung, das wollte ich einfach teilen. Dass der "Stil" hier nicht so gewirkt hat, nehme ich mal für mich so auf.
Also, ich hab jetzt auch nochmal ein bisschen experimentiert und nochmals knapper beschnitten. so ganz perfekt ist es immer noch nicht, durch störende Elemente etc, aber vielleicht kommt ja die Situation so ein bisschen besser zur Geltung.
Der Beschnitt kommt jetzt für mich (!) schon ganz anders rüber, das Paar zum Motiv machend (ich hatte nciht genau genug hingeschaut, sorry, aber das war vielleicht genau Ausdruck dessen, was ich bezüglich der Bildrelevanz meinte...). Dennoch meine ich, dass sie hinter ihrem Rücken etwas mehr Raum bräuchten, um für das Bild wichtiger zu werden. Drittelregel, Goldener Schnitt, Diagonalen, usw. sind ja keine aus dem Nichts gegriffenen artifiziellen Gestaltungsvorschriften, sondern bringen das, was ein Betrachter unwillkürlich als "harmonisch" oder "gut" empfindet, in eine systematische Beschreibung. Was bei diesem Bild vermutlich das Hauptproblem darstellt, sind die bei Dir vorhandenen Erinnerungen an die Lichtstimmung und Atmosphäre des sonnigen Novembertags, die aber so keiner hat, der nicht am gleichen Ort eine ähnliche Atmosphäre erlebt hat. Daher zündet zumindest für mich dieses Bild auch in der veränderten Beschnittvariante nicht wirklich.
siehst, da hat es sich doch noch ein klein bisschen verbessert
Ja, daran dass die am Rand kleben kann ich jetzt nichts mehr ändern, da ist keine Luft mehr. In dieser Situation wollte ich mal mit den "Regeln brechen", wie man so schön sagt.
Wiederholen kann ich es nicht, heute würde ich es vielleicht ganz anders machen, ich verbuche es unter "im Eifer des gerechtes". Damit kann ich aber auch gut leben.
Vielen Dank für dein Feedback und Verbesserungvorschläge
Das geht mir auch so. Dieses Bild hat was, es erzählt eine Geschichte durch die Veränderung der Perspektive.
"Wir können die Realität nicht ändern, aber wir können sie durch eine neue Perspektive sehen." (Zitat Herkunft unbekannt)
Dieses Zitat fasst die Grundidee der Fotografie und Malerei gut zusammen: Die Welt bleibt dieselbe, aber die Art und Weise, wie ein Künstler sie darstellt, kann unsere Wahrnehmung vollständig verändern. Das scheinbar Banale wird bedeutungsvoll, wenn es aus einem neuen Blickwinkel betrachtet wird.
Das ist doch das, was die Street-Fotografie ausmachen soll. Hier gibt es viel zu viel .... wurde weiter oben schon alles gesagt.
@1bildermacher1@Lees Danke! Bis ich das so im Kasten hatte, hat es echt ein bisschen gedauert, nen Stündchen war das mindestens. Ich mag das Bild sehr, es ist in einer Variation mein Profilbild im Club!
@HaDiDi eine sehr kreative Interpretation tatsächlich waren es zwei junge Damen, die die zahlreichen Vögel gefüttert haben und auch selber fleißig Fotos von sich gemacht haben. Abgesprochen war da nix, zum schluß habe ich mich bei ihnen bedankt und gesagt, dass es cool war! Ich habe schon 2, 3 Impressionen dieser Szene gezeigt, im Street oder SW - Faden. Einfacher sind die wohl über meine Galerie zu finden.
PS. Bei dem Blatt oder Wurm da war ich kurz am überlegen, es für ein bisschen mehr Ordnung zu retuschieren, aber da es da nun mal lag...
Auch mir gefällt das letzte Bild mit Abstand am besten. ( Die anderen gefallen mir auch, sonst hätte ich sie nicht gepostet)
Bei jedem Bild hatte ich aber trotzdem eine Gestaltungsidee und hab nicht einfach drauf gehalten, Konzept war vorhanden...
Umso trauriger, wenn es mir mal nicht gelungen ist, meinen Ansatz bei jedem Bild wirklich selbsterklärend darzustellen.
@Capt. Forty da haben wir uns überschnitten. So schlecht finde ich die anderen nicht, sonst hätte ich sie nicht gepostet!
Ich bin gestern Abend nach Ewigkeiten nochmal einen Ordner eines Fotowalks durchgegangen und hab das hier mit meinem Album abgeglichen. Das waren die letzten, die ich noch zeigen wollte.
"Belanglos" sind sie nicht, bei jedem Bild habe ich mir schon irgendwelche Gedanken gemacht, jedes hat irgendeinen Ansatz, Bildidee, Konzept oder wie auch immer. Und Ansätze sind dazu da, sie mal irgendwo zu erproben bzw. hier auch mal zu zeigen
"Gut oder schlecht", ja, es zeigt sich ein Unterschied in den Likezahlen!
Zum Thema"Street":
Eigentlich sollte man diesen Thread eher so nennen: „Ich gehe mit meiner Kamera durch die Gegend und fotografiere, was mir vor die Linse kommt; manchmal ist auch eine Straße zu sehen.“
Ich gebe zu, ist etwas zu lang
Es muss nicht mal eine Gegend sein. Es kann überall sein, auch in Häusern. Menschen können, müssen aber auch nicht sein. Bildidee ist auch nicht unbedingt notwendig. SW macht aus allem Kunst. Das wäre ein kürzerer Titel:
@Roland L. Das vermittelt mir ein leichtes Gefühl von Klaustrophobie und Dystopie
Solche Bildwirkungen finde ich mitunter sehr interessant und hier als Werk auch sehr gelungen!
Selten kriege ich das mal so schön sortiert vor die Linse wie in deiner Aufnahme!
Eine Frage sei mir mal erlaubt.
Was war da los? Irgendein Freiluftkino auf der Spree? Die sind alle so feinsäuberlich nach vorne ausgerichtet...
Das Gelände ist leicht abschüssig. Wer den Liegestuhl querstellt kippt um,
wer ihn umdreht guckt auf den Hintermann statt auf die Spree.
Die Entscheidung fällt allen leicht.
@volkerm ist doch beides fein säuberlich aufgereiht, mir relativ wenig Platz dazwischen
Ansonsten sind's natürlich zwei unterschiedliche Bilder mit definitiv einer anderen Brennweite!
Brauchen wir jetzt aber auch nicht aus diskutieren, wenn gewünscht, lösch ich das Bild einfach.
@Roland L. Mich hatte vor allem interessiert, ob es ein Freiluftkino oder eben so ne Art Strandbar war, danke für die Auskunft.
Tatsächlich glaube ich, lief diese Perspektive mit Standort heute morgen mal kurz im Frühstücksfernsehen