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Robert Goppelt

NF-Platin Mitglied
Platin
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Nachdem wir aus dem Gebiet der Emsmündung zurück waren, hatten wir gerade mal zwei Tage um das nächste Abenteuer zu starten ... :)

Masuren

Der Westteil befindet sich auf der Eylauer Seenplatte, der Ostteil auf der Masurischen Seenplatte. Die Kleinstadt Nidzica (Neidenburg), wo die beiden Teile zusammenlaufen, liegt hingegen auf derKulm-Dobriner Seenplatte. FürFriedrich Ratzel hatte Masuren einen „amphibischen Charakter“ wie Finnland, Neufundland, Maine und Minnesota.

Der inoffizielle Name Masuren kam ab dem 18. Jahrhundert in Gebrauch, nachdem sich evangelische Zuwanderer aus dem südlicher gelegenen Masoeirn in Ostpreußen angesiedelt hatten. Der Eigenname der Masowier bedeutet „Mensch“ oder „Einwohner“ und geht auf das polnische mąż („Ehemann“) zurück. Der polnische Name Mazury ist im Gegensatz zum deutschen ein grammatischer Plural. Seit der Zuteilung des südlichen Ostpreußens an Polen nach dem Zweiten Weltkrieg ist Masuren die größte Seenlandschaft Polens.

Die Anzahl der Tier- und Pflanzenarten ist in Polen EU-weit am höchsten, ebenso die Anzahl der bedrohten Arten. So leben hier etwa noch Tiere, die in Teilen Europas bereits ausgestorben sind, etwa der Wisent (Żubr) im Białowieża-Urwald und in Podlachien sowie der Braunbär in Białowieża, in der Tatra und in den Waldkarpaten, der Wolf und der Luchs in den verschiedenen Waldgebieten, der Elch in Nordpolen, der Biber in Masuren, Pommern und Podlachien. In den Wäldern trifft man auch auf Nieder- und Hochwild (Rotwild, Rehwild und Schwarzwild). Die Anzahl der heimischen Tierarten in Polen wird auf 33 bis 47 Tausend geschätzt. Insgesamt leben in Polen über 90 Säugetier-, 444 Vogel-, neun Reptilien-, 18 Amphibien-, 119 Fisch-, fünf Kieferlose-, ca. 260 Weichtiere-, ca. 30 Tausend Insekten-, ca. eineinhalb Tausend Spinnentiere-, ca. 240 Ringelwürmer- und ca. viertausend Protozoenarten.

Polen ist das wichtigste Brutgebiet der europäischen Zugvögel. Rund ein Viertel aller Zugvögel, die im Sommer nach Europa kommen, brütet in Polen. Dies gilt insbesondere für die Seenplatten und die oftmals durch eigene Nationalparks geschützten Sumpfgebiete, u. a. die Gebiete des Nationalparks Biebrza (seit 1993), des Nationalparks Narew (seit 1996) und des Nationalparks Warthe (Warta, seit 2001). Auch der Tiefland-Urwald des Nationalparks Białowieża (seit 1932) ist ein großes Brutgebiet für Zugvögel.

(Quelle Wikipedia)

So viel dazu.
Es ist schon lange ein gehegter Wunsch von mir gewesen, an den Masurischen Seen dem Fischadler zu beobachten.

OK Sonntag früh nach Düsseldorf, in den Flieger nach Warschau.
Von dort in ca. 4 bis 4-1/2 Std zur Seenlandschaft. Wir wohnten in einem sehr schönen Forsthaus mitten im Wald.

Ausser der Reihe bot unser Guide uns an, zum See zu laufen.
Wir sollten die Knipskiste mit kurzen Tele mitnehmen.


Mal sehen was da los ist, -ich kann es mir denken.


RG 01
20250530_091110 by Robert Goppelt, auf Flickr



und dann der Ansitz...

RG 02
20250530_062434 by Robert Goppelt, auf Flickr
 
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Ja, da sassen wir dann, nebenan zwei Doppelte Hides zum liegen.
Aber nach dem herumliegen an der Ems, war mir nicht mehr nach liegen.
Ich hatte immer noch Nackenschmerzen.......

RG 03
20250530_062424 by Robert Goppelt, auf Flickr




Herrlicher Abend, das war dann etwas für die Seele.

RG 04
20250527_194116 by Robert Goppelt, auf Flickr








Und in der Tat. :)

Aufregung allerseits, ein Fischadler kommt....
 
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Wölkchen
Wölkchen kommentierte
Ok, da kommt er angerauscht....

RG 05
_RGZ6333 by Robert Goppelt, auf Flickr







Wenn man bedenkt das es erst am nächsten Morgen um 05:00 Uhr losgeht.....

War das schon einmal ein Kracher zu Beginn.




RG 06
_RGZ6665 by Robert Goppelt, auf Flickr
 
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1bildermacher1 kommentierte
Perfekt getroffen Gruss Wolfgang
 
Wölkchen
Wölkchen kommentierte
Das fängt schon gut an, das Bild ist der Knaller.

In der Vergrößerung auf Flickr ansehen........
 
Nach dem überragenden Einstand, haben wir uns ersteinmal sortiert und kennen gelernt.
Unser Guide Robert, Krzysztofa Stasiaczka, der alte Förster und Betreiber mit seiner Frau Ewa, die uns hervorragend bekocht hat und noch drei Niederländer. Und natürlich Peter und ich.

Netter Abend in vier Sprachen, alles durcheinander. :)


Am Morgen war 05:10 Uhr Abmarsch mit Gepäck, zum See. Ca. 15 Minuten.
Frisch war es am Morgen.

Der Krzysztofa war schon dort und wartete auf uns. Er hatte den Fisch gesetzt und einen langen Stock,
der oben eine Markierung hatte, zur Fokussierung platziert.

Die im Liegendhide stellten darauf scharf und schalteten dann auf MF.
Wenn der Guide dann Bescheid gab, gab es Dauerfeuer um den Aufsetzpunkt vom Adler zu bekommen.

Meinem Peter habe ich davon abgeraten, hatte ich doch beim Bollmann über die Jahre gesehen das das zu 95% nicht klappt.
Die Niederländer fluchten dann auch heftig. Passiert erst am nächsten Morgen, weil....

Wir warteten auf den Adler....

Unterdessen, der Fischadlerflüsterer.
RG 07
_NZ99921_20250526_052638 by Robert Goppelt, auf Flickr
Über uns schmetterte ein Schilfrohrsänger sein Lied.
RG 08
_NZ99947_20250526_061235 by Robert Goppelt, auf Flickr
RG 09
_NZ99939_20250526_061225 by Robert Goppelt, auf Flickr
vor lauter warten, habe ich jetzt 1000 Froschbilder...
RG 10 - 08:15 Uhr -
_NZ90190_20250526_081453 by Robert Goppelt, auf Flickr
Ab 09:00 Uhr gab es Frühstück. (und das war super gut)

Also der Fisch von gestern Abend war wohl zu groß.
 
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Nach dem reichhaltigen Frühstück belegten wir einen Ansitz, der vorbereitet wurde für:
Kranich, Schreiadler, Rohrweihe, Kleinvögel und Specht, sowie Eichelhäher.
Seltener kommt ein Grünspecht oder es landet mal ein Storch.

10:17 waren wir Bereit.
Am Himmel kreiste ein Greif. Aus der Tarnung steil nach oben schwer zu sehen,
ohne zu sehr Bewegung ins Spiel zu bringen.
Der entpuppte sich als Schwarzmilan, im Baum platzierte sich ein Bussard, 100 m weg.
Buntspecht, Kleiber, Feldsperling und eine Mönchsgrasmücke zeigten sich.
An dem Morgen habe ich aber nichts gescheitet zusammengebracht.

So war der Plan um 12:30 Uhr wieder am See zu sein.
Das Kalkül von Guide Robert war: der Adler war morgens nicht da, dann hat er Mittags Hunger.

Wir pünktlich im Anschlag...................

RG 12
_NZ91217_20250526_135155 by Robert Goppelt, auf Flickr




RG 13
Schellente by Robert Goppelt, auf Flickr




RG 14 - 12:43 Uhr - Ja, da machste dicke Backen, es kam kein Adler.
_NZ90323_20250526_124206 by Robert Goppelt, auf Flickr




RG 15
_NZ90371_20250526_124208 by Robert Goppelt, auf Flickr




RG 16 - wenigstens eine schöne Aussicht -
20250525_181726 by Robert Goppelt, auf Flickr

Der Plan für Peter und mich sah vor, dass wir an dem Abend nicht hier am See, sondern zu einem Nachtansitz tief in den Wald gebracht werden.
 
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Bremenfrosch
Bremenfrosch kommentierte
Frösche ...
full


VG Holger 🐸
 
Der Nachtansitz war weit in den Wald hinein.
Wenn wir nicht abgeholt würden, irrten wir heute noch Ziellos dort umher....:eek:

Sehr dunkel war es schon um 18:30 Uhr.
Das Blätterdach war oben zu.
Interesssant war, das der pensionierte Försten mit einen dicken Batterie zum Luderplatz ging.
Darüber hingen an einem sehr langen Ast zwei kleine Leuchtmittel.
So kleine, wie von Idea. Noch sah man davon nichts, aber schon um 19:30 Uhr war ein hellerer Schein zu sehen.

Die haben sich ja was einfallen lassen.
Nun gut ich hoffte ja auf Dachs, denn den habe ich noch nie erwischt.
Ist im und am Ruhrgebiet aber auch sehr sehr schwierig.

Der erste Besucher war an einer Tränke im 5 Metern ein Buchfink Kerl der Badete und mit dem Spritzwasser den AF iritierte.

Der nächste Bitte, ein Blauhelm

RG 17
_RGZ9446 by Robert Goppelt, auf Flickr

wie man sieht, dass ist so abseits, dass sogar die Blauhelmchen, eigene Antennen haben......




Der Gimpel hat einen sehr ungeeigneten Schnabel zum trinken

RG 18
_RGZ9503 by Robert Goppelt, auf Flickr



RG 19 - und mal Hand aufs Herz, sieht der nicht ein wenig übergewichtig aus -
_RGZ9506 by Robert Goppelt, auf Flickr



und über den Vogel entstand am Abend noch eine hitzige Diskussion.
Der Guide Robert sagt, das wäre kein Robin !

RG 20
_RGZ1536 by Robert Goppelt, auf Flickr

Nach dem dritten Bier konnten wir das klären.
Die Übersetzung in seinem Buch, von Robin ins polnische, ist auf deutsch übersetzt Fliegenschnäpper.
Und der Robin/Rotkehlchen ist ein Fliegenschnäpper, übergeordnet.
 
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Robert Goppelt
Robert Goppelt kommentierte
Uns ging ja echt das Licht aus.
Der Rotlatz ist schon bei ISO 12800.
 
Absolutes Redeverbot.

Der Förster sass hinter uns, mittig und tippte mir auf die Schulter,
zeigte mit dem Finger nach schräg rechts.
Ich sah nichts.

Er machte das Tarnnetz vor der Luke nach oben weg und fest.
Erst als ich weiter nach rechts schwenkte und ich selber in der Mitte sass, sah ich es.
Ein Fellkneul, eine Mischung aus langhaarigen Hund und Waschbärähnlich.

Ein Marderhund
Der ist aus Nordrussland/Ukraine eingewandert. Auch schon bis Mecklenburg und Brandenburg.
Weiter wird wohl wegen der vielen Waschbären schwieriger, denn die haben die Habitate schon besetzt.
Beide sind Allesfresser, somit kommen sie überall zurecht.


RG 21
_RGZ9676 by Robert Goppelt, auf Flickr



Genaueres aus Wiki...
Der Marderhund ist ein sehr scheuer und nachtaktiver Bewohner von Wäldern und Regionen mit viel Unterholz.Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Marderhundes umfasst das östliche Sibirien, das nordöstliche China, die koreanische Halbinsel und Japan. In Europa ist er ein Neubürger (Neozoon), der ursprünglich ausgesetzt wurde, um das Marderhundfell wirtschaftlich zu nutzen. Im 19. Jahrhundert führte man Marderhunde in Westrussland ein. Zwischen 1928 und 1950 wurden in der Ukraine fast 10.000 Tiere ausgesetzt. Von dort aus breiteten sie sich im westlichen Teil des Landes aus. Im Jahr 1931 gab es die ersten Marderhunde in Finnland, 1951 in Rumänien und 1955 in Polen.

Seit 1960 breitet sich der Marderhund in Deutschland aus. 1962 wurde in Börger (Landkreis Emsland) ein erstes Exemplar erlegt. Mittlerweile kommt der Marderhund deutschlandweit vor. So wurde sein Vorkommen in einem Drittel aller Jagdreviere bestätigt. Die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt stellen sein Kernverbreitungsgebiet dar. Hier gelang ein Nachweis in 72 % aller Reviere.



kam ich beim ersten Bild noch mit Iso 4000 aus bei 400mm und f/2,8, waren hier mit Konverter, 560mm bei f/4 schon Iso 12800 nötig

RG 22
_RGZ0164 by Robert Goppelt, auf Flickr
 
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Kommentar
Noch schafft die Cam es mit dem spärlichen Licht zurecht zu kommen.
Von den zwei kleinen Lämpchen ist noch nichts zu sehen.

Lebensweise
Der Marderhund ist monogam und bleibt ein Leben lang im Paar zusammen. Beide Partner kümmern sich um die im Schnitt sechs bis zehn Welpen. Der Marderhund sucht zum Schutz und zur Aufzucht der Jungtiere Erdbaue auf, wobei er oft alte Dachs- oder Fuchsbaue übernimmt. Als einzige Vertreter der Hunde halten Marderhunde in Gegenden mit harten Wintern eine Winterruhe; in Finnland beispielsweise beziehen sie ihre Winterhöhlen etwa von November bis März. Bei milder Witterung verlassen sie dort gelegentlich ihren Bau oder ziehen sogar in einen anderen um. In Gegenden mit milden Wintern sind sie das ganze Jahr über aktiv. Marderhunde können in Bereichen überleben, in denen an nicht mehr als etwa 175 Tagen Schnee liegt; die mittlere Jahrestemperatur sollte über einem bis zwei Grad Celsius liegen. Die Streifgebiete sind, abhängig vom Nahrungsangebot und Klima, unterschiedlich groß: in Deutschland etwa 150 ha, in Finnland zwischen 300 und 700 ha und in Japan ca. 80 ha. Marderhunde sind dämmerungs- und nachtaktiv, ihre Lebenserwartung in der freien Natur liegt bei sechs bis acht Jahren.


RG 23
_RGZ0339 by Robert Goppelt, auf Flickr



Hier haben wir eine Sie. Sie scheint etwas zu bemerken von uns, obwohl der Wnd aus ihrer Richtung kommt.
Aber als nachtaktive, dürfte sie die leichten Bewegungen der Objektive sehen können....?
Beunruhigt war sie aber nicht.

RG 24
_RGZ0490 by Robert Goppelt, auf Flickr
 
Kommentar
RG 25
_RGZ0664 by Robert Goppelt, auf Flickr


Soviel von der Dame.

Ernährung
Marderhunde sind Allesfresser: Sie fressen Mäuse, Vögel, Eier, Fische, Kröten, Schnecken und Insekten ebenso wie Eicheln, Nüsse, Beeren und Obst. Auch Aas verschmähen sie nicht. In 77 % aller Jungtiermägen fanden sich 2006 in einer Untersuchung Insekten und nur in geringem Umfang Säugetiere und Vogelreste. Gut gefüllte Mägen enthielten vor allem Früchte. Bei Alttieren war der Anteil kleiner Wirbeltiere deutlich höher, neben Fröschen und Kröten waren insbesondere Mäuse, Spitzmäuse und Maulwürfe in der Nahrung häufig vertreten. Der Anteil an aufgenommenem Aas war hoch. Die Hälfte der Mägen enthielt Insekten. Im Sommer und Herbst ist der Anteil an Pflanzenkost besonders hoch. Die Ergebnisse zeigen, dass der Marderhund kein Jäger ist wie der Rotfuchs, sondern eher gemächlich sammelnd wie ein Dachs durch sein Revier streift. Zum Klettern ist er nicht in der Lage, deshalb sucht er seine Beute unter Sträuchern und oft auch am Ufer von Gewässern.


Dann war eine Zeit lang NICHTS

bis der Kerl auf die Bühne trat.


Hier war die ISO am Anschlag und die kleinen Lämpchen reichten nicht aus.
Da stellte ich mir die Frage über die Sinnhaftigkeit der Einrichtung.

RG 26
_RGZ2070 by Robert Goppelt, auf Flickr



Späte Besucher auch noch an der kleinen Wasserstelle.
Ich hätte nicht gedacht, die kleinen Vögel so spät, wegen sehr wenig Licht, noch in Aktion zu sehen.
Aber vermutlich kann nur ich nicht gut Sehen.

RG 27 - Mönchsgrasmücke (m)
_RGZ1087 by Robert Goppelt, auf Flickr




RG 28 - Buchfink (m)
_RGZ1227 by Robert Goppelt, auf Flickr




RG 29 - Rotkehlchen
_RGZ1586 by Robert Goppelt, auf Flickr




Leider hat sich mein Wunschkandidat (Dachs) nicht blicken lassen.
Vielleicht das nächst mal.

Mit dem Rüden verabschiede ich mich aus dem Nachtansitz.......

RG 30
_RGZ2535 by Robert Goppelt, auf Flickr

nach dem Ergebnis haben wir noch ein wenig geschaut, aber nichts mehr gesehen, auch weil es zu dunkel wurde.
Um 22:00 Uhr habe ich abgebrochen und wir sind mit Lampe durch den Wald zurück zum Auto des Försters gestapft.

Spannend war es trotzdem für uns. (y)
Immerhin gab es noch viele viele Mückenstiche, die ich mitnehmen konnte.
 
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Robert Goppelt
Robert Goppelt kommentierte
Das letzte Bild ist getauscht 11.06.2025 um 10:59 Uhr (RG 30)
 
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Sehr guter und ausführlicher Bericht über den Marderhand - Danke - Gruss Wolfgang
 
Dienstag 05:10 Uhr, Abmarsch mit Gerödel zum See.

Heute bin ich im Liegend-Hide

In #4 habe ich geschrieben:

""Die im Liegendhide stellten darauf scharf und schalteten dann auf MF.
Wenn der Guide dann Bescheid gab, gab es Dauerfeuer um den Aufsetzpunkt vom Adler zu bekommen.

Meinem Peter habe ich davon abgeraten, hatte ich doch beim Bollmann über die Jahre gesehen das das zu 95% nicht klappt.
Die Niederländer fluchten dann auch heftig. Passiert erst am nächsten Morgen, weil....""



Hier habe ich das ausprobiert und hatte Glück, das der Adler genau quer zu uns anflog. 90°
Also in der Schärfeebene.
Ich habe extra, wohlwissend das der HG deutlicher wird, Blende 5,6 eingestellt.
Auf die Markierung scharfgestellt, dann auf MF- und warten.
Die Markierung wird nach Readymeldung entnommen und der Förster paddelt an Land.

Das Warten sieht dann so aus. -Nach nicht einmal 5 Minuten konnte ich nicht mehr liegen.
Ich sass angelehn an der Wand. Stehen geht nicht....
Machen konnte ich eh nichts mit der Kombi auf dem Bodengimbal, war ja auf das vermutete Ziel eingestellt.

Ich hatte die zweite Cam mit dem leichten 600ter mit und schaute nach Wasservögel, oder Schilfbewohner und Fröschen.
Wenn ich den Adler sehe, oder ein anderer Teilnehmer, brauche ich ja nur warten bis er runter geht und auslösen.

Um 06:58:30Uhr

RG 31 - Sekunde 30!! -
Bild für eine Geschichte im NFF by Robert Goppelt, auf Flickr




Jetzt kam die Meldung und eine Salve Dauerfeuer im MF........
Und das mit dem geilsten AF den ich je hatte.:hammer:

Hier sieht man schön den 90° Winkel. Das war hier pures Glück, denn alle anderen Anflüge in der Woche waren nicht 90°.
Somit hat man mit der Methode nur noch ein Bild und zwar unmittelbar am Schärfepunkt, der Rest ist unscharf.
Der Abflug ist stets zum Gegenwind und der ist auch jeden Tag anders.

Daher habe ich ab da nur noch aus der Hand mit 3D tracking/Vogelerkennung fotografiert.
Den Adler in der Luft abgeholt und versucht sauber mitzuziehen.


Hier das eine Bild

RG 32 - Sekunde 31!! -
_RGZ3072 by Robert Goppelt, auf Flickr

Sekunde 32 ist er schon komplett aus dem Wasser und von hinten und ein drittel aus dem Bild !!

Ein weiterer Nachteil: Das ganze geht so schnell von statten, da ist keine Zeit die Kamera aufzunehmen,
den AF wieder einzuschalten und den Ausschnitt wieder so zu setzen, dass ein Vogel im Bild ist.
Denn hier bei der festen Einstellung war er schon fast halb aus dem Bild als er wieder auftauchte.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Diese beiden Bilder zur Verdeutlichung des zeitlichen Ablaufes

Sekunde 31 das exakt nächste Bild und das bei 20fps

RG 33
_RGZ3073 by Robert Goppelt, auf Flickr




Sekunde 32
RG 34
_RGZ3095 by Robert Goppelt, auf Flickr


Das kann zwar beim Nachführen auch passieren, passiert auch schon mal, aber mir kommt es auf die Anflugbilder an.
Und da ist seeeehhr viel Tempo drin.
Beim Abflug wünsche ich mir immer Rückenwind. :biggrin:
 
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Finde das gut, daß Du frei davon erzählst, wenn mal etwas nicht so ganz klappt wie geplant und wie Ihr Euch die ganze Arbeit macht, um dann zum Erfolg zu kommen. - Dann komm ich mir nicht mehr ganz so "beklopft" vor! :6874:
 
1 Kommentar
Robert Goppelt
Robert Goppelt kommentierte
Vielen Dank dass Du das schreibst.

Denn ich denke hier im Naturfotografie Forum sollte man schon seine Erfahrungen weitergeben.

Es ist Arbeit, es ist Entbehrung, es ist auch mal Fehlschläge einstecken, es ist auch mal unbequem und nass und kalt und warm....

Alles das macht es dann aus, doch mal ein Top-Schuss zu haben, erst dann kann man den selber innerlich würdigen.

Ich mache diese Art von Ansitzfotografie um den Stress, den ich täglich im Restaurant habe, abzubauen und weil mir die Zeit fehlt.
In spätestens 1-1/2 Jahren schalte ich um auf pure Wildlife, denn dann habe ich die Zeit dafür.

Ich bin sogar schon in der Planung dabei, für 2027 in Old Germany einige Orte zu eruieren um dann dort, hoffentlich Erfolg zu haben.
Wenn nicht ist auch egal, dann muss ich etwas ändern und mache es noch einmal.

Bisschen bekloppt in die Richtung hilft aber….:hammer:

Mich freut es das die Art gefällt.

LG Robert
 
Nun, vor dem Frühstück, war die Sonne ja noch einigermassen tief.
So hatte ich das Glück auch noch etwas Stimmungsbilder zu machen.


So passiert es, dass der AF die Blüte vor dem Vogel interessanter findet als den Vogel selber.
Aber tut das etwas an der Stimmung?

RG 41
_RGZ4498 by Robert Goppelt, auf Flickr




RG 42
_RGZ4693 by Robert Goppelt, auf Flickr


Dann ging es wieder zum Frühstück.
Das war so gut und reichhaltig, das es ein MUSS wurde.
 
Kommentar
Hallo Robert,

eine toller Bericht wie auch die andewren Berichte von Dir,
vielen Dank für die Mitnahme und ich sehe gerne noch mehr.
Rumgekommen bist Du ja doch schon und sogar an der Ems.
Interessant diese Fischadlertechnik und die Ergebnisse.

Ist der Fisch fest an dem Platz ? sonst machte ja MF keinen Sinn ??
Ich kenne das anders... in McPom oder Schottland / Aviemore würde es mit MF keinen Sinn machen.
Heute kann man aber einen schmalen langen AF Bereich bei Z8/Z9 bestimmen, wäre doch auch eine Idee ?

Ich glaube, ich muss mal nach Velbert zum Flammkuchen essen kommen, solange das noch bei Dir geht...

Gruss aus dem Emsland
Eric
 
1 Kommentar
Robert Goppelt
Robert Goppelt kommentierte
Das mit dem Fisch ist so eine Sache.
Der war immer schon befestigt als wir kamen.
Der Förster hat uns am vorletzen Abend einen Vortrag gezeigt, wie er dem Adler mit Horstangebot geholfen hat, wo er und wann im Revier ankam usw.
Darin hat er auch WW Aufnahmen (sensationell) und unter Wasser Aufnahmen gezeigt.
Auch als Film. Dort habe ich gesehen dass er den Fisch auf einem dicken Draht setzt.
So kann er die Höhe variiehren und der Fisch steht mit dem Rücken oben......
Ich habe für Juli 26 schon gebucht.

LG Robert
PS.: über einen Besuch im Flammkuchenhaus würde ich mich sehr freuen.
Mitte 26 ist wohl SCHLUSS.
 
-Anzeige-
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