Auf zum Brocken. Furchtbar!!

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of51

NF-Platin Mitglied
Platin
Registriert
Nach zwei Jahren war ich gestern wieder mal im Harz auf dem Brocken. Das Waldsterben kann man da oben schon viele Jahre beobachten.
Aber jetzt, da verschlägt es einem die Sprache. Nur noch kaputte Wälder.

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und wen man vom Brocken nach unten schaut ist es auch nicht viel besser.

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Das sieht nicht einladend aus; geht mehr in die Richtung traurige Realität ... :eek:
 
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Wenn ich mich recht erinnere soll ja der Nationalpark sich selbst überlassen bleiben. Da wird das Ziel wohl schon früher erreicht.
 
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Ja, es wäre gut, wenn diese Monokultur bald verschwindet. Ist natürlich jetzt keine schöne Phase, und hoffentlich klappt das alles.
 
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E
Einhorn kommentierte
Ja diese Baumart ist da fehl am Platz. Durch die Trockenheit wird das Holz wohl sehr langsam zersetzt werden, Pilze brauchen Feuchtigkeit, Insekten dagegen Trockenheit, hoffen wir es sind genügend da um Ihre Arbeit zu verrichten und die neuen angepasste Pflanzen zur Nahrung dienen.
Gruß Warner
 
Beunruhigende Bilder. Der Klimawandel macht allen Regionen zu schaffen.
Der Harz rund um die höchsten Erhebungen dort ist ein der trockensten Gebiete in Deutschland, nicht zuletzt durch die hohe Windexposition dort.

Grüße - Bernhard
 
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Ich war letztes Jahr in Kanada. Da sieht es nicht anders aus.
Es blutet einem das Herz, wenn man da tausende Kilometer zurücklegt und überall ist es grau oder verbrannt.
 
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huckabuck
huckabuck kommentierte
In Kanada sind halt teilweise Ökosysteme mit nur Nadelhölzern natürlich. Es gibt dort Fichtenarten, bei denen natürlicherweise Bestände abbrennen und sich dann wieder verjüngen, die Samen brauchen das. Problem bei denen ist, dass sie eigentlich fast nur Kahlschlag kennen, mit all den üblen Folgen.
 
na ja, so langsam rächt sich die rücksichtslose Ausbeutung der Natur auf breiter Front. Die Wälder sterben, die Permafrostböden tauen auf, Gletscher schmelzen, die Luft wird vielerorts schlechter. Die Kette ließe sich noch lange fortsetzen. Sicherlich ist nicht alles von uns Menschen gemacht, aber wenn man sich die Zeit seit der Industrialisierung genauer anschaut stellen einem sich schon gewisse Fragen.

Aber ich bin da zuversichtlich. Die Natur und unsere Wälder werden sich auch wieder erholen. Nur sollte man sich davon frei machen dass dies in wenigen Jahren geschehen wird. Die Natur rechnet in anderen Zeiträumen und wird auch das Raubtier Mensch überstehen. Für uns Menschen wird es Generationen dauern. Und genau darin liegt auch das Problem. Wir werden einfach nicht alt genug um die Tragweite unseres Handelns zu sehen. Es werden immer erst einige Generationen ins Land gehen. Viele Jahrhunderte Forstwirtschaft mit schnell wachsendem Holz und Monokulturen wird man nicht in kurzer Zeit ändern können. Gesunde Wälder benötigen nun mal eine halbe Ewigkeit bis sie sich in einen solchen wandeln und sich wieder erholen. An diese Bilder, nicht nur im Harz oder Bayrischen Wald, werden wir und auch die nächsten Generationen gewöhnen müssen.
 
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4peterse kommentierte
Mark Twain
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Nee, war ein anderer Phantasierender... vor 3 Tagen...

Grüße - Bernhard
 
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4peterse kommentierte
Ach der
 
Das ist wirklich kein schöner Anblick, die Gründe hierfür kennen wir und wurden ja auch schon weitestgehend genannt.

Trotzdem bin ich aber auch optimistisch.

In regelmäßigen Abständen besuche ich den NP Bayerischer Wald und da sah es um den Lusen auch lange genauso aus. Inzwischen wächst da ein neuer Wald, den man vor 10 Jahren noch ohne auf einen Stein zu steigen überblicken konnte. Inzwischen ist er schon wieder recht ordentlich gewachsen und es ist beeindruckend wie sich die Natur hier wieder erholt hat. Die Zeitabschnitte sind halt eben viel längere. Auch wenn meine ersten Bilder im Kopf aus den 90ern stammen und mir das lange vor kommt, so sind das gerade einmal 25-30 Jahre. Für einen Wald ist das nicht viel.
 
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Trotzdem bin ich aber auch optimistisch.

Ich nicht. Der Wald ist nur ein Teil von dem Dilemma.
Wir Menschen leben über den Ressourcen die unsere Erde bietet, das muß ja schiefgehen.
 
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Lausert
Lausert kommentierte
Dann hast du mich falsch verstanden. Für den NP Harz mit seinen paar km^2 bin ich optimistisch, global sehe ich schwarz
 
Wenn wir nicht in den 1980-ern deutlich gegengesteuert hätten (Reduktion der Schwefeldioxid-Emission vor allem im Verkehr und der Energiewirtschaft), so hätte der saure Regen schon damals unseren Wald erheblich geschädigt.
Wenn wir jetzt nicht gegensteuern, dann wird es noch viel weniger lustig...

Grüße - Bernhard
 
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Oha, ich wollte eigentlich in der zweiten Oktoberwoche im Harz noch einen Kurzurlaub machen, aber so...
Wo fahre ich denn dann hin?
 
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Wir Menschen leben über den Ressourcen die unsere Erde bietet, das muß ja schiefgehen.

Ich empfinde die Diskussion, wie wir leben und welche Auswirkungen unser Lebensstil auf die Umwelt hat, für sehr wichtig. Aus meiner Sicht ist dies das drängendste Problem des 21. Jahrhunderts und wenn wir es nicht lösen, sind tote Bäume im Harz unsere geringste Sorge.

Die Frage ist nur, ob diese Diskussion in einem Forum für Fotografie geführt werden sollte. Ich meine nein.
 
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dembi64
dembi64 kommentierte
warum nicht ? hier im Forum sind nicht wenige die sich an einer halbwegs gesunden Natur erfreuen und mit ihren Bildbeiträgen zur vielfältigkeit dieses und anderer Foren beitragen. Ebenso sind die unzähligen Naturfotografen durchaus auch notwendig um den Zustand zu dokumentieren.

Und wenn ich die letzten Monate sehe an welchem Thema (ich trau mich nicht den Thread zu nennen), welches nun noch nicht mal im entferntesten etwas mit der Fotografie zu tun hat , einige wenige Leute beschäftigen, kann ein solches hier Thema so falsch nicht sein ;)
 
SJ Münchfeld
SJ Münchfeld kommentierte
Na ja, mit derselben Argumentation könntest du auch einen Thread zum Thema Black Lives Matter eröffnen oder #MeToo oder Armut in Deutschland oder oder oder ... Versteh mich nicht falsch, diese Themen sind wichtig, aber in diesem Forum möchte ich mich mit Fotografie beschäftigen und nicht mit gesellschaftlichen Problemen.
 
dembi64
dembi64 kommentierte
warum auch nicht. Wenn diese Themen fotografisch gut umzusetzen sind dürfen sie auch gerne behandelt werden. Die Welt ist nun mal nicht immer nur eine heile Welt. Und besser und vor allem passender als so Laber- und Heul-Thread wie der Co......-Tread wäre es allemal.
 
of51
of51 kommentierte
Das solche Fotos Kommentare auslösen ist zwangsläufig, völlig normal. Aber ich denke auch das wir uns nicht in eine
tiefgründige Ursachendiskussion einlassen sollten.
 
Belmondo
Belmondo kommentierte
... nun ja, Gesellschaftspolitik und Fotografie sind seit Anbeginn der Fotografie miteinander verwoben ...
 
Oha, ich wollte eigentlich in der zweiten Oktoberwoche im Harz noch einen Kurzurlaub machen, aber so...
Wo fahre ich denn dann hin?

Der Harz besteht ja nicht nur aus der Monokultur Fichte wie im NP oder Teile des Ostharzes. Es gibt auch ausgedehnte Laubwälter,
vor allem Buchenwälder. Und eine Laubfärbung im Harz hat schon seinen Reiz.


Und trotzem war am Dienstag gewaltig was los in Richtung Brocken.


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3 Kommentare
dembi64
dembi64 kommentierte
wow :eek:, das nenne ich mal Rudelwander.n.
 
BernhardJ
BernhardJ kommentierte
Dabei gibt es so viele schöne Wander- und Forstwege im Harz - auch zu etlichen Gipfeln und Aussichtspunkten...

Grüße - Bernhard
 
marshaj
marshaj kommentierte
... und alle sabbeln gleichzeitig !
 
Oha, ich wollte eigentlich in der zweiten Oktoberwoche im Harz noch einen Kurzurlaub machen, aber so...
Wo fahre ich denn dann hin?
Ins Ilsetal, an der Ilse entlang Richtung Brocken. Im Herbst besonders schön.


Gruß Karl
 
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4peterse kommentierte
Kann ich nur unterschreiben. Eine tolle Strecke, die ich mal im Winter gewandert bin – da war es teilweise etwas krass vereist. Im Herbst aber sicher schön und hoffentlich auch bunt.
 
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Sörensen kommentierte
Danke, schau ich mir mal an.
 
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