Guten Morgen zusammen
Eine neue Woche mit neuen Regeln - und das wird imho so manche "Stilblüte" hervorbringen. Für unsere Tochter hat heute früh die Schule wieder begonnen. Ich bin gespannt, was sie heute mittag berichtet. Eine erste Rückmeldung habe ich schon von ihr erhalten bzgl der Busfahrt. War es seit März so, dass die Fahrgäste zum Schutz des Fahrers hinten einsteigen mussten, hat man das ab heute geändert: Einstieg nur vorne, weil der Fahrer nur Fahrgäste mit Mund-Nasenschutz einsteigen lassen darf. Es gibt keine Plexiglasscheibe zwischen Fahrer und Fahrgästen beim Einstieg. Der Fahrer trug im Gegensatz zu seinen Fahrgästen keinen Mundschutz.
Dazu übrigens eine Info, die wir hier glaube ich noch nicht hatten: es gab ja Diskussionen, ob Fahrer vom PKWs, LKWs, Bussen etc einen MNS tragen dürfen oder nicht - wegen der Erkennbarkeit z.B. bei Blitzerfotos. Es ist nun klar, dass das unter den folgenden Bedingungen erlaubt ist:
- der Fahrer ist nicht allein im Fahrzeug (und benötigt deshalb eine Maske)
- eine normale Einmalmaske wie in Apotheken erhältlich ist okay, da dann noch genug vom Gesicht erkennbar ist
- ebenfalls okay sind selbstgefertigte Masken, die aber nicht größer sein sollen als oben genannte
Quelle u.a.:
Bayerisches Staatsministerium
www.stmgp.bayern.de
Beim Durchlesen habe ich wie immer das eine oder andere gesammelt, zu dem ich meinen Senf noch dazugeben möchte:
Andere sind erst dann gefährdet, wenn schlüssig belegt werden kann, dass bei der dadurch begünstigten Ausbreitung der Infektion, die sich ohnehin immer weiter ausbreiten wird, eine Erkrankungshäufigkeit erreicht wird, welche unser Gesundheitssystem überfordert.
Das macht mir ein bisschen Bauchschmerzen. Eine Gefährdung besteht doch nicht nur dann, wenn das Gesundheitssystem überlastet ist. Ich würde mich sehr freuen, wenn unser Gesundheitssystem gar nicht erst überlastet wird und wir schwere Verläufe, die hospitalisiert werden müssen, weitestgehend vermeiden können. Ich kann doch (Überlastung oder nicht) einem Schwererkrankten oder einem Genesenen mit bleibenden Schäden oder den Angehörigen von Verstorbenen nicht sagen, dass sie so rein statistisch gesehen bei der Ansteckung gar nicht gefährdet waren.
Folgendes dürfen wir imho nicht außer acht lassen, was auch
@Beuteltier im folgenden Zitat ansprach:
Nach den bisher bekannt gewordenen Zahlen endet eine
Corona-Infektion, die zu einer Intensivmedizinischen Behandlung führte, in weit mehr als der Hälfte aller Fälle mit dem Tod des Patienten.
Die globalen Zahlen habe ich nicht im Kopf, aber für Deutschland sieht es nach dem aktuellen Situationsbericht des RKI so aus:
73% aller intensivmedizinisch behandelten COVID-19-Erkrankten müssen beatmet werden.
30% derjenigen COVID-19-Erkrankten (beatmet UND nichtbeatmet), die die Intensivstation verlassen, sind Todesfälle
Und nun mehren sich die Stimmen, die davor warnen, Immunität überhaupt als gegeben anzunehmen... Als Quellen nenne ich Nachrichten, Teletext, aber auch die WHO.
Übersetzung aus dem WHO Statement vom 24.4.2020 von mir:
Es gibt derzeit keinen Beweis dafür, dass Menschen, die sich von COVID-19 erholt haben und Antikörper haben, vor einer zweiten Infektion geschützt sind.
Quelle:
Scientific Brief
www.who.int
Zu den Bundesligaspielen schreibe ich nachher noch was. Einer der Fälle, in denen ich meine Meinung geändert habe nach der Information über das nun fertig ausgearbeitete Konzept der DFL.
Habt einen guten Wochenbeginn und bleibt gesund!