Nikon Z7II Tastenbelegung für AF

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Repro

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Ich steige gerade um von DSLR (Nikon D850) auf die spiegellose Nikon Z7II. Die D850 mag den schnelleren Autofocus haben wie viele berichten, aber mich hat überzeugt, dass der Autofocus der Z7II auch mit wenig Licht und kleinen Blenden (Telekonverter) zurecht kommt. An der D850 funktionierte der Phasen-AF nur bis max. Blende 9 und für den Kontrast-AF, der weiter reicht, musste ich in den Live-View-Modus wechseln. Mit der Z7II kann ich immer mit dem Sucher arbeiten und die Kamera wechselt bei Bedarf von Phasen- auf Kontrast-AF. Beim schnellen Wechsel der Messfeldsteuerung war die D850 allerdings im Vorteil. Dort konnte ich mir die Funktionstasten entsprechend belegen. Meine Frage an die Z7- oder Z6-Nutzer: Wie habt ihr die Kamera für euch konfiguriert um bei Sport- oder Wildlifeaufnahmen flexibel regieren zu können? Auf Youtube recherchiere ich auch gerade und versuche herauszufinden wie Steve Perry es macht.

Gruß
Gerhard
 
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Beleg dir die “U“ Tasten, damit kannst du dir drei Konfigurationen ablegen und schnell wechseln, funktioniert deutlich besser als bei der D850, die dafür andere Vorteile hat.

Falls du die 850 nicht unbedingt verkaufen muß um den Z Kram zu bezahlen, behalte sie noch eine Weile, die wirst rausfinden, dass sie auch einige Vorteile hat gegenüber der Z7II. Ich habe beide und behalte beide.
 
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Repro
Repro kommentierte
Ich war es gewohnt, per Funktionstastendruck von Einzel- auf Gruppen- oder Dynamischen-AF zu wechseln ohne die Kamera vom Auge zu nehmen. Über das Moduswahlrad ist das eher etwas sperrig.
Gruß
Gerhard
 
für euch konfiguriert um bei Sport- oder Wildlifeaufnahmen flexibel regieren zu können?
Ich habe den AF auf Messfeldsteuerung mit Personenerkennung
.1670754300129.png
Weiterhin habe ich Taste FN2 am Bajonett auf Motivverfolgung.

(Das kommt 3D-Tracking von der D810 recht nahe.)

Wenn es möglich wäre würde ich Motivverfolgung als Standard haben, aber das ist nicht vorgesehen.

Also drücke ich in 80% der Fälle nach dem Einschalten und anvisieren mit dem Ringfinger auf FN2 (die untere am Bajonett) und danach mit dem Daumen auf die AF-On Taste auf die ich selbstverständlich die AF-Fokussierung gelegt habe. Der Auslöser löst nur aus. (Diese Einstellung habe ich und viele andere seit 10 Jahren so.)
 
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B
Brunke kommentierte
genauso mache ich es auch.
 
@Wuxi: Gutes Konzept wenn es um Aufnahmen von Personen geht! Erst Fokussieren, dann die Komposition ändern oder die Person durchs Bild laufen lassen, dann auslösen. Das werde ich mal ausgiebig für mich ausprobieren. Wenn es um Wildlife geht brauche ich Einzelfokus, Gruppe oder Dynamisch. Ich fürchte der Tier-AF funktioniert nur bei grösseren Säugetieren und nicht bei Vögeln. Muss ich aber noch testen. Vielleicht kann man ja die U-Tasten nutzen um in den Voreinstellungen nach Personen und Wildlife zu unterscheiden.
 
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Wuxi
Wuxi kommentierte
Wie gesagt in 80% der Fälle benutze ich eh die Motivverfolgung (die ist immer gleich).
 
Repro
Repro kommentierte
Ja, geht. Dein Bedienkonzept ist bei mir jetzt User Setting U1 mit Messfeldsteuerung Personenerkennung und Tastenbelegung F2 auf Motivverfolgung. Auf U2 hinterlege ich erstmal standardmässig Einzelfeldmesssteuerung für Wildlife.
 
@Repro genau dafür! Ich habe mir ein U mit Landschaftseinstellungen belegt, dass nächste mit Einstellungen für schnell bewegliche Objekte und das letzte für Langzeitbelichtungen, so kannst du zumindest die Grundeinstellungen schon mal einfach zur Hand haben.

Die Z Objektive haben auch einen frei belegbaren Ring, der ist bei mir mit der Belichtungskorrektur belegt, das ist saupraktisch, aber man muß aufpassen das man es nicht beim rumhantieren mit eingeschalteter Kamera verstellt, gewöhnt man sich aber dran.
 
2 Kommentare
Wuxi
Wuxi kommentierte
Da hatte ich die Blende drauf. Dauernd ungewollt verstellt. Hat mich verrückt gemacht. Der Objektivring hat bei mir keine Funktion mehr.
 
B
Brunke kommentierte
Mit dem Objektivring habe ich viel experimentiert Und alles verworfen. Ohne Rasterung ist das für mich nicht nutzbar. Schade eigentlich. Ich hätte da auch gerne die Belichtungskorrektur belegt.
 
Wenn man bei den Spiegellosen Akku-Panik hat und deshalb die Kamera häufig ausschaltet, machen die U-Settings wenig Spaß.
Jegliche kleine temporäre Änderung einer Einstellung ist nach Wiedereinschalten zurückgesetzt.
Eingeschaltet lassen und Reservebatterie in der Tasche haben, hilft da ungemein.
Beim nächsten Einsatz automatisch wieder bei einer U-Einstellung anfangen zu können, ist allemal ein Vorteil.
 
Repro
Repro kommentierte
Ah, verstehe. Dann würde ich mir doch ein User Setting, z.B. U3 für einen temporären Standard reservieren, der nur nur für diese Session gilt.
 
Bertho
Bertho kommentierte

Einfach bei der Benutzung eines User-Settings zwischendurch nicht ausschalten 🙂. Für temporär brauchst Du kein U zu verschwenden.
Die Us für verschiedene Zwecke sind schon OK. Immer ein definierter Startpunkt.
Bei den Setting Banks der „Profi-Bedienung“ wird jede „temporäre“ Änderung in den Settings gespeichert und ein Zurück ist komplizierter.
 
Repro
Repro kommentierte
Bei der D850 war es so, dass die "erweiterten Daten" wie Belichtung mit den varierten Einstellungen des letzten Shootings überschrieben wurden. Mir gefällt es so wie es an der Z7II ist besser.
 
Bertho
Bertho kommentierte
Optional wär optimal.
 
B
Brunke kommentierte
Bei mir es keine Panik, sondern einfach eine Angewohnheit die Kamera auszuschalten. Deshalb nutze ich nur ein U für Makro, weil ich da keinen Finger am Ausschalter habe.
 
Hier mal meine Belegung, Kamera Nikon Z6 mit dem Z 400 f/4.5 VR S mit zwei zusätzlichen Funktionstasten am Objektiv, für Wildlife, Action, e.t.c.
Ist stark abgelehnt an die Tipps von Steve Perry.

Wichtig dabei, ich arbeite für Wildlife im manuellen Modus (oder User Modus aber ebenfalls dort im M-mode) mit Auto-ISO, was wesentlich für die Sinnhaftigkeit der Belegung der FN1, FN2 Tasten ist.
Ziel dabei ist es die Belichtung trotz Auto-ISO fixieren zu können, wenn ich z.B. BiF/Vögel im Flug fotografiere, oder einen Vogel kurz bevor er abfliegt, oder das Bild recomposen möchte, ohne das sich dabei die Belichtung via Auto-ISO verändert.
Die Spotmessung deshalb um sehr genau die Belichtung meines Motivs (Wildlife, Tiere) überprüfen zu können, b.z.w. auf gezielte, für die Belichtung wesentliche Bereiche des Motivs auszurichten und diese dann mit einem Druck auf die FN2-Taste/AE-Lock, zu speichern/fixieren.
Ansonsten würde mir bei wechselndem Hintergrund, beim Mitziehen der Kamera, bei Rekompositionen das Auto-ISO permanent reinpfuschen und die Belichtung über den ISO-Wert automatisch anpassen.
Sobald ich die FN2 Taste ein zweites mal drücke, wird die Belichtungsmessung wieder freigegeben.

FN1: Spotmessung
FN2: AE-Lock / Speicherung der Belichtungsmessung

AF-On: Da arbeite ich mit BBF/BackButtonFocus
Joystick/Subselector: Focus Point Selection
Subselector Center: Fokus Point Reset (zentriert den Fokuspunkt wieder mittig auf Druck)
Movie Record Button: Focus Mode/AF-Area Mode (nach Druck auf den Movie Button kann man mit den EInstellrädern vorne + hinten das AF-Feld, b.z.w. den AF-Modus wechseln.)
So kann man sehr schnell und intuitiv die AF-Felder, oder bei Bedarf auch den AF-Modus wechseln, ohne dabei das Auge vom EVF zu nehmen.

Die Auswahl der verfügbaren AF-Felder lässt sich bei Bedarf über das Menü noch einschränken.
Nutzt man z.B. nur Single-Point, Dynamic Area-AF und Wide-S in einer Session, nimmt man die anderen Modi raus und der Wechsel der AF-Felder geht noch schneller.
So kann man, nach kurzer Eingewöhnungszeit der Belegung "Druck auf die Movie Record Taste + Einstellrad", superschnell mit Auge am EVF die AF-Felder situativ durchwechseln.


LFN-1: Subject-Tracking (Aufs Objektiv ausgelagert, da es nur im Auto-Area AF funktioniert und dieser nicht so frequentiert genutzt wird bei mir wie Single-Point, Dynamic Area-AF, oder einer der Wide-S/L Modi.)

LFN-2: Highlight weighted Metering
EInstellring am Objektiv: Belichtungskorrektur +-


Voreingestellt für WIldlife ist bei mir entweder die Matrixmessung, oder mehrheitlich die mittenbetonte Messung.
Um bei schwierigen Bedingungen, hohen Kontrasten, e.t.c. gezielte Motivbereiche (Fell/Gefieder/Kopf) zu messen, sind dann Spotmessung und die Lichterbetonte Messung nach Einsatzhäufigkeit wie beschrieben belegt.

Das Setting liegt dann bei mir persönlich auf U3 abgespeichert.
Dazu gehören dann auch noch individualisierte Settings, für Wildlife, Action habe ich z.B. Live View deaktiviert für maximale AF-Performance.
Geht jetzt hier zu weit auf jedes einzelne Setting einzugehen, bei Interesse das zweite von mir verlinkte Video anschauen, dort wird detailliert auf alle Settings im Bezug auf optimale Konfiguration für Wildlife/Action eingegangen.

Auf U1 nutze ich eine abgewandelte Form dieser Belegung, nur dort mit aktiviertem Live View, einem speziellen Picture-Control Setting, welches mir das Clipping der Highlights via Highlight-Blinking im EVF direkt anzeigt, was nur bei aktiviertem Live View funktioniert.

Hier zu bekommen: https://www.dpreview.com/forums/post/65652133


Auch nutze ich dort andere Anzeige-Settings im Sucher, Histogramm lasse ich mir dort wieder anzeigen, welches mit den Settings wie oben beschrieben nicht auswählbar ist.
Außerdem arbeite ich dort nicht mit Auto-ISO, sondern mit einem fixen Wert und mit voreingestelltem AF-S, Single-Point und nicht wie in dem oben beschriebenen Setting mit AF-C und Dynamic-Area AF oder Wide-S vorkonfiguriert.
Ansonsten ist die Belegung identisch, Einsatzbereich ist alles was AF erfordert, aber nicht actionslastig ist.

Auf U2 habe ich dann ein Setting für statische Motive und auch manuellen Fokus, dort ist alles auf Langsamkeit und bewusstes Vorgehen ausgelegt, auf Stativaufnahmen ausgerichtet, wo ich alle Zeit der Welt habe.
M-Modus, ISO-100, Live-View, Histogramm, IBIS/VR deaktiviert, u.s.w..




Hier das Ganze ausführlich von Steve Perry erklärt


 
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Repro
Repro kommentierte
@Vento: Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung deiner Einstellungen und Arbeitsweise! Genau solche Rückmeldungen hatte ich in meinem Thread erhofft. Es wird mir sehr helfen die fùr mich optimalen Einstellungen zu finden.
Gruß
Gerhard
 
Vento
Vento kommentierte
Ich besitze nur die Z6 der ersten Generation.
Die reine Tastenbelegung, ebenso wie die User Settings Modi U1-U3, sollten aber absolut identisch mit einer Z6 II umsetzbar sein.
In diesen Bereichen unterscheiden sich Z6/Z7 Z6II/Z7II eigentlich nicht.
Man hat ein paar mehr Features, wie z.B. Animal oder Eye Tracking in den Wide-Area -S und -L Modi, wo es bei der Z6 nur im Automatic Area AF Modus Animal oder Face/Eye Tracking gibt, aber von der reinen Individualisierung der Tasten-Belegung und dessen Prozesses der Umsetzung gibt es keine Unterschiede zwischen Gen1 und Gen2.
Man hat mehr Optionen in den AF-Modi Wide-S und Wide-L in der Vorkonfiguration der Settings zu berücksichtigen, die prinzipielle individuelle Belegung der verfügbaren Tasten, die Speicherung unter den User Settings U1-U3, die jeweiligen existierenden Einschränkungen bei der Zuweisung und Speicherung von Funktionen sind identisch zwischen Z6 und Z6 II, b.z.w. Z7 und Z7 II.

Das von mir angesprochene und verlinkte, von einem User im DPReview Forum erstellte Picture Control Setting, welches einem direkt im EVF das Clipping der Highlights visuell sichtbar macht, kann ich nur von der Z6 aus eigener Erfahrung sprechen.
Aber auch hier sollte es keine Unterschiede geben, so das dieses Picture Setting sich auch in eine Z6 II/Z7 II importieren und nutzen ließe.
Funktioniert aber wie erwähnt nur mit aktiviertem Live View, dann werden geclippte Highlights direkt durch blinkende, schwarze Flächen Live im EVF visualisiert.
Man muss also nicht erst ein Bild schießen um zu sehen ob es Highlights Clipping gab, sondern man sieht es on the Fly im Sucher, wenn es clippt.

Hier im Beispielbild zu sehen.


Ist aber nur interessant für RAW Shooter, da die schwarzen Flächen bei geclippten Highlights im jpeg enthalten sind, bei RAW spielt das keine Rolle.
Das ist der Nachteil dieser nachträglichen Methode der direkten Visualisierung von Highlight Clipping im EVF via Custom Picture Profil.
Es ist aber sehr nützlich, wenn man RAW Shooter ist, da man schon bei der Einstellung der Belichtung und vor dem Auslösen siehen kann, ob und wenn, welche Highlights geclippt würden bei der jeweiligen Belichtungseinstellung.

There is a caveat. The blacked-out blown hightlights get recorded that way in the JPEG preview in the NEF and in SOOC JPEGs. If you shoot raw only, this isn't much of an issue because the preview gets discarded when you process the NEF. Clearly, this approach wouldn't work for shooting JPEG or RAW+JPEG.
 
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Repro
Repro kommentierte
Danke! Das sehe ich mir mal genauer an und probier es aus.
 
Vento
Vento kommentierte
Hier zur besseren Veranschaulichung die empfohlene Belegung aus dem verlinkten Video von Steve Perry im Bild, einstellbar unter f2: Benutzerdefinierte Funktionszuweisung/Custom Control Assignment.
TastenbelegungZ6.jpg

In meinem Fall habe ist LFN2 noch belegt, siehe weiter oben.
Hängt dann vom verwendeten Objektiv ab, ob dieses überhaupt eine zusätzliche LFN1 oder gar zwei Extra-Tasten LFN1 + LFN2 besitzt.
Am Ende hat natürlich jeder andere Vorgehensweisen, Vorlieben und Prioritäten bei der Individualisierung der verfügbaren Tasten, aber dieses Setting ist für den angefragten Bereich, Wildlife, Sport, Action sehr zu empfehlen.
Wie bei jedem Setting braucht es natürlich etwas Übung bis man das Konzept verinnerlicht hat und absolut intuitiv damit arbeiten kann.
Final muss man sich mit einer individuellen Belegung wohlfühlen, entsprechend sollte das nur als Orientierung dienen.
Jede Hand/Finger und Haltung ist etwas anders, die Tastenkombi die für den einen gut und intuitiv erreichbar ist, kann bei einem anderen unbequem zu bedienen sein.
Einige schwören auf BackButtonFocus Belegung für die AF-Aktivierung, wie in meinem Fall, andere wollen die AF-Aktivierung lieber traditionell über den Auslöser, da gibt es kein richtig oder falsch, es muss zur Arbeitsweise passen.

Zusätzlich eventuell als Orientierung die Tabelle, wo man sehen kann welche Funktionen sich überhaupt auf welche Tasten legen lassen, b.z.w. wo es Restriktionen gibt.

 
Repro
Repro kommentierte
Genau so hab ich es mir für den Anfang eingerichtet. Um mal auszuprobieren wie ich mit der 4-Finger-Bedienung klarkomme bin heute gleich mal raus für BIF-Aufnahmen von unseren Wildgänsen am Niederrhein. Nicht so einfach mit eiskalten Fingern, aber Übung macht den Meister. Besonders fummelig fand ich die Umstellung der AF-Messfelder mit Filmtaste und Drehrad.
 
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F
Fotograf58 kommentierte
Das Prinzip ist genial. Ich nutze solche Handschuhe seit Jahren im Winter in Skandinavien. Meine sind allerdings von einem Outdoorladen und mit eingebautem Windstopper. Darauf sollte man unbedingt achten. Erst unter -15 Grad wechsle ich auf wärmeres Material.
 
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