Hä??? Bisher hatte ich gedacht, dass der Bayerfilter erst die Farben bei den Sensoren möglich macht. Naja man lernt halt nie aus….
...Aber warum hat denn die Leica Monochrom auch 18 Megapixel, wie die normale M9, obwohl der Bayer-Filter weg ist?
Naja, aus Bayerfilter und Sensoren wird eine RGB- Anordnung.
Nur eben pro Array mit je einem Rot- und Blau- aber zwei Grün- Filtern.
Und dass Gute an den Algorithmen zum Demosaicing ist doch, dass bei geschickter Interpolation eine höhere Auflösung heraus kommt, als bei einem Bildpunkt im fertigen Foto, den man ohne Interpolation aus ein RGB- Tripel bilden würde. Warum soll man da was verschenken?
Ein Sensor mit 36 MP + Bayer ergibt bei der durchschnittlichen Informationsausbeute von 0,6…0,7 nach der Interpolation immerhin 22…24 MP.
Ein nicht interpoliertes Abbild der RGB- Tripel nur 12 MP
Weil die Kamerahersteller immer des Gesamtzahl der Pixel angeben und nicht die aufgelöste Zahl der RGB- zw. SW- Punkte.
Gruß
erma
Hä??? Bisher hatte ich gedacht, dass der Bayerfilter erst die Farben bei den Sensoren möglich macht. Naja man lernt halt nie aus.
Aber warum hat denn die Leica Monochrom auch 18 Megapixel, wie die normale M9, obwohl der Bayer-Filter weg ist?
Ich will ja nicht den Bayerfilter wegnehmen lassen, sondern nur die Anordnung der Pixel denen des Monitors anpassen, damit diese unnötige hin- und her-Rechnerei in der Kamera wegfällt, die nur Ungenauigkeiten bringt.
Die Nominal-Auflösung hat nichts mit der tatsächlichen Auflösung der Bildinformationen zu tun. Du kannst auch eine halbe schwarze und eine halbe weiße Bildschirmhälfte mit 100 Megapixeln darstellen. Der Bildinhalt bleibt bei zwei Pixeln.
Ich will ja nicht den Bayerfilter wegnehmen lassen, sondern nur die Anordnung der Pixel denen des Monitors anpassen, damit diese unnötige hin- und her-Rechnerei in der Kamera wegfällt, die nur Ungenauigkeiten bringt.
----Wenn man also weniger quadratische, sondern eher rechteckig längliche Subpixel wie bei den Monitoren, auf denen die Bilder später ja überwiegend angesehen werden, verwenden würde, ergäbe das insgesamt keine schlechtere Auflösung, sondern vermutlich eine höhere. -------
genauso wie auf dem Bild waren früher bei einer Bildröhre die Pixel angeordnet ,nannte sich Schlitzmaskenröhre
Dafür bleibst Du aber einen Beweis schuldig, es hat einen Grund, warum im Bayer-Pattern die grünen Pixel mit 50% überrepräsentiert sind.Die Texturen wären aber deutlicher, bei der echten RGB-Version.
Im Wesentlichen meint Flat T etwas, das es eh schon gibt. Jeder, aber wirklich jeder Bayer-Sensor kann als reiner RGB-Sensor verstanden werden. Es gibt bekanntlich unterschiedliche Demosaicing-Algorithmen und einer davon macht fast genau das, was Flat T beschreibt (fast, weil Flat T keinen zweiten grünen Kanal einplant). Aus einem 36MP-Sensor der D810 erhält man dann ein 9MP-Bild ohne jede Interpolation. Die Qualität ist sehr, sehr gut, speziell bei hohen ISO. Es gibt Raw-Konverter, die das können (z.B. den Raw Photo Processor).
...Ich will ja nicht den Bayerfilter ganz wegnehmen lassen, sondern nur die Anordnung der Pixel denen des Monitors anpassen, damit diese unnötige hin- und her-Rechnerei in der Kamera wegfällt, die nur Ungenauigkeiten bringt. Also längliche Pixel in Dreiergruppen, die zusammen je ein Vollpixel darstellen...
Die Rechnerei hast Du doch immer, sobald die native Auflösung des Monitors nicht mit der "entwickelten" Auflösung des Sensor übereinstimmt.
Auch bei dem von Dir angedachten RGB-Sensor würde nur in der 1:1 Darstellungsgröße das Skalieren wegfallen.
Und was würde so ein RGB- Sensor beim Drucken bzw. Ausbelichten bringen?
Gruß
erma
Du sprichst vom simplen Skalieren, ich spreche von aufwendiger und zuweilen ungenauer Berechnung und Schätzung von möglichen Farbwerten im roten und blauen Farbspektrum eines Pixels, das nur grün "sieht".
Das ist der Foveon-Sensor, und der ist schon seit Beitrag #6 nicht gemeint.Ich denke Du meint einen Direktbildsensor wie Sigma einen hat:
http://www.sigma-foto.de/fotowelt/f...ikel/article/foveon-x3-direkt-bildsensor.html
Superteil, nur leider nur eine sehr geringe Empfindlichkeit - alos nix mit hohen ISO's.
Hans
Ein Bayerfilter bzw. der notwendige Algorithmus dahinter betrachtet jede Sensorzelle als ein Vollpixel. Da dieses eine Vollpixel nur eine der drei Grundfarben erkennt, weil der Bayerfilter davor die anderen Farben sperrt, fehlt diesem Vollpixel die Farbinformation für die beiden anderen Grundfarben. Um diese zu bekommen, werden benachbarte Pixel anderer Farbe ausgewertet. Da z.B. ein grünes Pixel immer zwei rote und zwei blaue Nachbarpixel hat, werden die Grün- und Rot-Werte jeweils zwischen diesen Nachbarn interpoliert. Damit bezieht ein eigentlich nur grünes Pixel alle seine Farbinformationen aus insgesamt 5 Subpixeln. Ein rotes oder blaues Pixel bezieht bauartbedingt alle Farbinfos aus insgesamt 9 Pixeln, weil hier jeweils auch die diagonal umgebenden Pixel gebraucht werden. Dadurch entsteht eine Art Interpolationseffekt, der für Unschärfe sorgt. Kleine detailreiche Strukturen werden dadurch weniger detailliert dargestellt und durch die Interpolation gemittelt. Harte Hell-Dunkel-Grenzen verwischen, je Farbkanal.
Wenn man also weniger quadratische, sondern eher rechteckig längliche Subpixel wie bei den Monitoren, auf denen die Bilder später ja überwiegend angesehen werden, verwenden würde, ergäbe das insgesamt zwar nominell eine schlechtere Auflösung aber dennoch eine detailliertere.
Wer sagt, das bei der Interpolation nur die direkten Nachbarsensoren verwendet werden? Man könnte auch weitere Stützpunkte verarbeiten.
Umgekehrt hätte ich bei der Schlitzmaske Sorge, das sie anfälliger für Moiree und ähnliche Artefakte ist.
Klar: wenn man jeden Bayer-Sensorpunkt durch drei Schlitze ersetzt, dann wäre das Ergebnis ggf. Besser als Bayer. Aber dann hat man ja auch 3x so viele Sensoren.
Wenn man eine Bayer-Matrix mit dreifacher Auflösung vergleicht wäre diese wiederum nicht schlechter (meine Einschätzung) als die obige Schlitzmaske.
… Ich würde nur die Pixel länglicher gestalten …
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