Zaunkönig
Ach nein, ich werde kein Vogelfotograf, will ich eigentlich auch nicht werden (obwohl die Piepsis einen ja nicht wegen des Rechts am eigenen Bild verklagen ...
). Mein neues 70-200 f4 musste einfach ausgeführt und ausprobiert werden. Also, ab in den bremischen Rhododendronpark (alles verblüht), um die Geschwindigkeit der neuen Linse an der D500 auszutesten. Es war wohl zu warm, nichts los, alle Enten satt oder im Delirium. Auf Schmetterlinge und Hummeln angelegt, trifft man auch mit dem Tele ganz gut, aber Spezialist dafür bleibt mein 90er Makro, das war zu Hause.
In einem Dickicht aus Heide und Gestrüpp hörte ich einen penetrant Laut gebenden Vogel. Vielleicht erwische ich den ja ... ein Zaunkönig!
Aber warum macht der so einen Radau? Den Zaunkönig hatte ich auf dem linken Ohr, auf dem rechten war ein dauerndes Zierpen. Man konnte sie kaum sehen. Versteckt unter einem Rhododendron (wo auch sonst ... ) warteten sie auf Futter.
Als der Altvogel kam, war der Krawall groß! Man muss die fünf Racker ja noch satt bekommen.
Kann einfach nicht genug sein.
Na, und was macht man, wenn es nichts mehr zu futtern gibt? Schlafen!
Ich habe sie geweckt, ich kam mir auf einmal so beobachtet vor! Die D500 ist wohl immer noch zu laut ...
... ich bin dann gegangen und hab sie wieder in Ruhe gelassen.
Ist schon erstaunlich, dass die Zaunkönige ihre flugunfähigen Jungen auf dem Boden versorgen, wo es eigentlich am gefährlichsten ist. Müsste die zweite Brut sein, der kleine Vogel ist scheinbar ein guter Futterlieferant für Rabe, Marder, Katze ...
Schon interessant, eine Safari in der Heimat. Musste ziemlich croppen (auf ca. 11MP), aber die Schärfe der Linse lässt das zu. Könnte sein, dass ich hier nochmal auftauche ...
VG Holger