Mitmachthema Zeigt her Eure unscharfen Fotos

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Das zum Thema Alterstattrigkeit:
Kamera auf dem Boden und trotzdem unscharf. :D

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Nobody schrieb:
Keine Frage, wobei (optisches) Freistellen eher nur eine mögliche und dazu noch recht technische Form der Unschärfe wäre.
Habe ja auch "z.B." geschrieben. Was eine "technische" oder "nichttechnische" Unschärfe sein soll weiß ich allerdings nicht...:nixweiss: ;)

Nobody schrieb:
Wirkliche Unschärfe kann auch eine Form der persönlichen Aussage bzw. Wahrnehmung sein.
"wirkliche Unschärfe"?? :eek: Versteh mich nicht falsch, aber das klingt schon etwas religiös. :fahne: Die Idee Unschärfe einzusetzen ist jetzt nicht so revolutionär.
U.a. deswegen finde ich die Idee, eine eigene Galeriekategorie zu schaffen etwas schräg, denn das hieße ja: Unschärfe zum Selbstzweck. Es wäre fast so, als wenn man eine Sektion für besonders "körnige" Bilder einführt oder heftiges Rauschen.
 
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Ich habe auch eins...:winkgrin:



...auch nicht scharf aber irgendwie dynamisch...

(außer dem Kontrast-out of cam)

Gruß Tobi
 
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Wocket schrieb:
"wirkliche Unschärfe"?? :eek: Versteh mich nicht falsch, aber das klingt schon etwas religiös. :fahne:

Nö, eher philosophisch, schließlich ist die Wirklichkeit etwas anderes als die Realität und technische Schärfe nur ein fotografisches Attribut, welches aber nichts mit der Schärfe der Bildaussage gemein hat.

Ein schönes Beispiel findet sich z.B. hier.
 
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Nobody schrieb:
Nö, eher philosophisch, schließlich ist die Wirklichkeit etwas anderes als die Realität
Ähm ok.. also du unterscheidest zwischen realer und wirklicher Schärfe? Für mich ist das eher ein Wortspiel.
Es ist auch nach meiner Ansicht philosophisch kein Problem von Realität und Wirklichkeit (so man dass überhaupt Trennen will), sondern eine Frage der Ästhetik.

Nobody schrieb:
und technische Schärfe nur ein fotografisches Attribut, welches aber nichts mit der Schärfe der Bildaussage gemein hat.
Also: Du sagtest zuvor Freistellen ist eine Form technischer Schärfe. Tatsächlich erfüllt sie aber genau den Zweck, den du der Unschärfe zurecht zuschreibst, nämlich das wesentliche hervorzuheben. Deshalb meine ich auch technische/nicht-technische Schärfe sind ein Wortspiel. Das ein scharfes Bild nicht automatisch gut ist, oder Wirkung erzielt, ist unbestritten und keine neue Erkenntnis, aber der Umkehrschluss gilt damit noch lange nicht. Soll heißen: Unschärfe ist nicht weniger ein -- wie du es nennst -- "fotografisches Attribut", als jede Form von Schärfe auch.

Nobody schrieb:
Ein schönes Beispiel findet sich z.B. hier.
Ich finde genau dieses Bild ist ein Negativbeispiel (überspitzt gesagt: Ich bin jetzt mal Rebell und stell den Fokus bewußt falsch ein), ganz im Gegensatz zu einigen Bildern hier im Thread.
 
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Wocket schrieb:
Ich finde genau dieses Bild ist ein Negativbeispiel (überspitzt gesagt: Ich bin jetzt mal Rebell und stell den Fokus bewußt falsch ein), ganz im Gegensatz zu einigen Bildern hier im Thread.

Die Frage ist doch nur, was der Betrachter sehen möchte? Ich sehe jedenfalls sehr viel in diesem Bild und Wortspiele ändern daran nichts. Das letztendliche Bild ist stets eine Angelegenheit der individuellen Phantasie und nicht von Lp/mm. Pixelpeepern mag das sicherlich nicht leicht fallen, aber das ist deren Problem. Ich jedenfalls vermag zwischen technischer Unschärfe und Unschärfe in der Bildaussage zu unterscheiden.

Ästhetik in der Fotografie wäre für mich hingegen ein ganz anderes Thema, aber solange der Schein wichtiger ist als die Wirklichkeit ...
 
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Nobody schrieb:
Die Frage ist doch nur, was der Betrachter sehen möchte? Ich sehe jedenfalls sehr viel in diesem Bild und Wortspiele ändern daran nichts.
Das war mir schon bewußt, dass es dir gefällt, ist auch vollkommen berechtigt, schließlich hast du "schönes Beispiel" geschrieben. Ich "möchte" darin kein schlechtes Bild sehen, ich sehe einfach eines darin. Ein Grund ist z.B., dass in dem Bild das wesentliche eben nicht mehr durch die Unschärfe herausgestellt wird, es ist alles Unscharf und damit wird dem Bild eine Form von Kontrast genommen.

Nobody schrieb:
Das letztendliche Bild ist stets eine Angelegenheit der individuellen Phantasie und nicht von Lp/mm. Pixelpeepern mag das sicherlich nicht leicht fallen, aber das ist deren Problem.
Schade, ich dachte erst, du würdest es mal nicht von dieser "Böse-Pixelpeeper-Warte" sehen, damit hat es nämlich nichts zu tun. Schärfe entsteht nicht nur durch hochpräzise Optiken, sie entsteht auch relativ, aus einem klaren Kontrast zwischen sehr unscharfen und etwas schärferen Bereichen. Schau dir z.B. das Bild in Beitrag 104 an. Das Gesicht wirkt scharf, wenn auch nicht aus Pixelpeeper-Sicht.

Nobody schrieb:
Ich jedenfalls vermag zwischen technischer Unschärfe und Unschärfe in der Bildaussage zu unterscheiden.
ja, ich würde es gerne nachvollziehen können. Aber es erinnert etwas an das unsichtbare rosafarbene Einhorn , deswegen sprach ich oben auch von "religiös".

Nobody schrieb:
Ästhetik in der Fotografie wäre für mich hingegen ein ganz anderes Thema, aber solange der Schein wichtiger ist als die Wirklichkeit ...
Von welchem Schein, von welcher Wirklichkeit redest du? Blumige Worte?:nixweiss:

zur Ästhetik:
In der Philosophie wird das Wort oft abweichend gebraucht. Ästhetik bezeichnet dort entweder die Theorie der sinnlichen Wahrnehmung allgemein (nicht nur von Kunst), oder aber eine philosophische (oder etwa soziologische) Theorie von Kunst bzw. Design.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ästhetik
Ich meine, genau darüber reden wir hier, nicht über Realität und Wirklichkeit.
 
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Man könnte jetzt natürlich unendliche Wortspielchen betreiben, aber das bringt uns IMO auch nicht weiter. Bzgl. der Ästhetik fällt mir allerdings noch der Begriff "Ästhetik des Grauens" ein. Nachtwey und Co. lassen grüssen, aber das wäre wieder ein anderes Thema.

Ok, und somit wieder zurück zum eigentlichen Thema und einer oft unterschätzten Seite der Fotografie:


Zeigt her Eure unscharfen Fotos
 
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Moin,

Nobody schrieb:
Wirklichkeit hingegen kommt von wirken und betont Ursache und Wirkung der Realität.

Ah ja. Ich weiß schon, warum ich die Philosophen nicht mehr ernst nehmen kann, seit sie sich von der physikalischen Wirklichkeit verabschiedet haben.
 
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Weshalb es auch mehr als genügend Fotos mit technisch perfekter Schärfe gibt, denen dennoch die wahre Schärfe abgeht.
 
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2 sek. bei iso100 f/9 stativ, kabelauslöser, spiegelvorauslösung
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und katze die auf den tisch gesprungen ist... :D

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