Du hast ja eigentlich schon alles gesagt, oben ein DWK Junior mit 34 PS aus 800ccm und unten ein F11/F12 mit 34/40 PS aus 800/900ccm, beide im Rennoutfit - ich mag sie mit den Chromstoßstangen und Radkappen lieber.
Die Ähnlichkeit mit der Rennpappe aus Zwickau ist zeittypisch, weil sehr viele Designs auf der damals modernen Trapezform beruhten (z.B. Fiat 1800 oder Peugeot 404), nicht nur in der Mittel-/Oberklasse sondern auch bei den Kleinwagen. Vom Trabant unterscheiden sich die DKW's besonders beim Material der Karosserie, Blech statt Plaste. Dafür haben sie aber mit ihren Zweitaktmotoren ein ähnliches Antriebskonzept. Beim Trabant mit zwei Zylindern, die DKW (auch die rundlichen Vorgänger) haben einen Dreizylinder. Drei Zylinder mit zwei Takten sollten die Laufruhe eines Sechszylinders haben ( 3 = 6 ). Die Rauchfahne, der Geruch und die notwendige Gemischaufbereitung gaben dem Auto mit Zweitaktmotor in den 1960er Jahren im Westen den Todesstoß - länger leben durfte er nur in der DDR.
VG Holger
DKW, von Jörgen Skafte Rasmussen in Zschopau gegründet, setzte ab 1921 erfolgreich Zweitakt-Motorräder im Motorsport ein. 1929 begann die sportliche Laufbahn der DKW Tourenwagen.
Auf dem Schild steht "Colt" drauf, erst darunter "Celeste". Fehler, denn der Celeste basierte nicht auf dem Colt sondern auf dem größeren Lancer.
Für diese Seltenheit werden in diesem optisch sehr guten Zustand T€ 30 aufgerufen - dafür kann man sich schon interessanteres, altes Blech vor die Haustür stellen. Hier machen wohl Seltenheit und Zustand den Preis. Bin gespannt, ob der bei meinem nächsten Besuch im Schuppen 1 noch da steht - ich glaube schon.
Der war früher schon selten auf deutschen Straßen zu sehen, ich kannte den Celeste eigentlich nur aus den Autotests der ams. Schon schick!
O.k., das Audi TT Cabrio hinten ist auch nicht übel ...
Ich glaube der name "Colt" bestimmt beim Celeste nicht die Basis/Platform des Fahrzeugs sondern das Land/Markt wo das Teil verkauft wurde. In der UK wurde er als Colt Celeste verkauft.
Im Museo Mille Miglia ist dieses Gefährt zu bestaunen:
OSCA MT4 1100
Produktionsjahr/Herstellungsjahr: 1952
Modell/Fahrzeugtyp: OSCA MT 4
Motor/Motor: 4 Zylinder in Reihe
Leistung/Leistungsabgabe: 70 PS
Höchstgeschwindigkeit/Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Gewicht: 850 kg
Dieses Auto nahm 1954 und 1955 an zwei Ausgaben der historischen Mille Miglia teil. Er nahm auch am GP von Monaco im Jahr 1952 teil.
Vermutlich kennen Sie ihn nicht, den Fritz B. Busch. Er gilt zwar auch heute noch als Gottvater der Motor-Journalistik, aber seine große Zeit hatte er vor einigen Jahrzehnten.
Ich habe seine Artikel gerne gelesen. Sein Museum hatte ich besucht, als er noch lebte. Ich fand es sehr beeindruckend, weil ich in der Auswahl der Fahrzeuge und der Präsentation den Fritz B. Busch wiederfand, wie ich ihn in seinen Artikeln kennengelernt hatte.
Es war halt auch eine andere Zeit. Klingt blöd, ist aber so: Eine Reise nach Jahrzehnten nachzuempfinden indem man sie nachfährt kann nicht gelingen. Da bleibe ich lieber bei seinen Erzählungen.
Aber ich danke Dir für den Beitrag. Mein Kopfkino lief mal wieder!
Und: Einer hupt immer!
Der Rostquitsch 407 hat hinten bauchige Radkästen.
Der britische Ford Consul 1960 hat keine Panoramascheibe
Der Opel Rekord P1 gab es ab 1958 als Viertürer. Der passt am besten.
Fehlende Zierleisten und Blinker können kubanisches Design sein.
Bernd, ich glaube, dies ist ein Auto Made in Cuba.
Die Karosserie scheint in großen Teilen von einem Opel (Olympia) Rekord P1 zu stammen. Von anderen stammt:
die Stoßstange
die Blinker - sitzen normal tiefer, aber gut verspachtelt
die Seitenblinker
die Türgriffe - Klappgriffe hatte der Opel nicht, sogar Griffschalen wurden in die Türen eingefügt, normal glatt
der Seitenspiegel
die Scheinwerfer scheinen von einem Austin Cambridge A60 zu stammen, die sind oben spitz
Und insgesamt scheint die Karosserie auf einem fremden Fahrgestell montiert zu sein, das Auto liegt zu hoch, vorn sieht man deutlich eine Starrachse. Wenn das Chassis mal nicht ein verkürztes USA-Chassis ist.
Danke Holger für die Analyse.
Dann liegt @peterkdos mit dem Forskwitsch Rekord schon richtig.
Vielleicht ist es auch ein Opskwitsch Consul.
Ich habe bei den bearbeiteten und unbearbeiteten Bildern der Reise noch ein paar Opel und Ford erwischt.
Die werde ich nochmal sichten und ein paar davon hier einstellen.
Das ist wieder so einer ... Es gibt viele Fotos im Netz von Cuba-Autos, die einem Opel Rekord P1 sehr ähnlich sehen. Dieser hier liegt auch wieder sehr hoch, die Falze an den Radläufen sieht man nicht am Opel wie den durchgezogenen Seitenfalz.
Man müsste wohl den "Designer" aus Cuba fragen, welche Autos da verbaut sind.
VG Holger
Hier habe ich noch eine Serie mit Opels aus Kuba.
Was Origianl und Fälschung ist, ist für mich kaum noch nachzuvollziehen.
Der Dunkelgrüne scheint weitgehend original zu sein.
Der graue Zweitürer hat hinten bauchige Radkästen.
Der rote Viertürer, hellblaue Zweitürer und hellgrüne Zweitürer haben unterschiedliche Zustände der Kubanisierung.
Alles richtig, kann man nicht im einzelnen bestimmen. Der letzte sieht wirklich noch sehr original aus.
Ich habe z.B. DIESEN OPEL im Netz gefunden, DIESER HIER soll sogar verkauft werden.
VG Holger
@Kiboko Bernd, das vorletzte Foto kam mir so bekannt vor (die Grütze im Kopf funktioniert noch ), das ist in Deinem Fotobuch "fideles Kuba" auf der Seite "Im Nobelvorort von Santiago wohnten die Reichen und Mächtigen" unten links. Unterschrift: "Opel Olympia Rekord 1956-57".
VG Holger
Zum Vergleich bilder vom Ford Consul.
Der Orangene scheint ein 1955er Ford Consul Mark II zu sein.
Beim Lila Auto habe ich viele Fragezeichen.
Viele Details sind kubanisiert.
Das Auto scheint mehr Kopffreiheit auf der hinteren Sitzbank erhalten zu haben.
Die Sicke, die am Kofferraumdeckel hochläuft scheint typisch für ein Fahrzeug von 1959 zu sein.
In Kuba wurde vermutlich seit der Revolution kein einziges Auto verschrottet. Da entsteht immer wieder aus den Resten alter Autos was Neues - wenn das nicht nachhaltig ist?
Mangel macht erfinderisch.
Arbeitskraft ist günstig.
Ein Auto hat einen sehr hohen Wert.
Es lohnt sich viele Stunden daran zu schweißen, zu spachteln und rumzufrickeln.
Bunte karibische Farben vertreiben den grauen Alltag.
Hauptsache fährt!
Ob alles so nachhaltig ist, bleibt die Frage.
Es sind keine Verbrauchswunder.
Aber so mancher Straßenkreuzer hat statt einen V8-brabbelbrabbel Schluckspecht einen Lada öddelöddel Motörchen
ohne geregelten Kat und verräucherter Lambda-Sonne
Ich hab da mal gesucht:
Die wesentlichen Teile des vorderen im lila Gewand stammen von einem Ford Consul Mk. II Saloon von 1956-61. Suche den Fehler: Blinker, Kühlergitter, Türgriffe, fehlende Zierleiste, Stoßstange, Räder, Felgen, Radkappen ...
Ich kann mich irgendwie erinnern, Bernd, dass ich mir an dem hinteren Auto in Leukoplastrosa schon einmal die Zähne ausgebissen habe. Der erinnert mich vorn sehr stark an den Urtrabbi, ich habe in England 1950er gesucht, nix, Ford Consul m.E. nicht.
VG Holger
Der schicke Packard Schwan ist vermutlich eine schöne Zierde.
Ob in dem Auto Packard drin ist, wage ich zu bezweifeln.
Baujahr wird vermutlich so 1935-1940 gewesen sein.
Mit den damaligen Packard Modellen z.B. 120 gibt es Ähnlichkeiten, aber es passt nicht.
Ich freue mich sehr, wenn Ihr mir hier wieder helfen könntet.
Die Kühlerfigur könnte passen für Dein Rätzel Rätsel und die Tröte auf dem Kühler ist wahrscheinlich genauso wenig original wie der Träger auf dem Dach und die Lackierung mit Racinglook, aber die Karre ist doch schigg!
Wiki sagt, die wesentlichen Bestandteile des Autos sind ein 1938 Chevrolet Master De Luxe Series HA Coach ( KLICK ).
Der Schwan ist nun mal hübscher als der Chevy-Knödel, gefunden, montiert. Die Zwei-Ton-Fanfare (La Cucaracha ) auf der Haube würde hier auch nicht durch den TÜV kommen. Die Heckleuchten wurden auch irgendwo gefunden, wie der Plastik Außenspiegel rechts, der moderne Dachgepäckträger und ... und. Hauptsache läuft und die Fahrgäste zahlen.
VG Holger
Danke Holger.
Ich habe eine Weile herumgesucht und einfach kein passendes Auto gefunden.
Es fehlte immer der Fals hinter dem vorderen Radkasten.
Interessant ist auch die lange Antenne auf der hinteren Stoßstange.
Ob das Auto vom Sohnemann gelenkt wird, der zu Hause mit der Funkfernsteuerung spielt?
Die Ähnlichkeit mit der Rennpappe aus Zwickau ist zeittypisch, weil sehr viele Designs auf der damals modernen Trapezform beruhten (z.B. Fiat 1800 oder Peugeot 404), nicht nur in der Mittel-/Oberklasse sondern auch bei den Kleinwagen. Vom Trabant unterscheiden sich die DKW's besonders beim Material der Karosserie, Blech statt Plaste. Dafür haben sie aber mit ihren Zweitaktmotoren ein ähnliches Antriebskonzept. Beim Trabant mit zwei Zylindern, die DKW (auch die rundlichen Vorgänger) haben einen Dreizylinder. Drei Zylinder mit zwei Takten sollten die Laufruhe eines Sechszylinders haben ( 3 = 6 ). Die Rauchfahne, der Geruch und die notwendige Gemischaufbereitung gaben dem Auto mit Zweitaktmotor in den 1960er Jahren im Westen den Todesstoß - länger leben durfte er nur in der DDR.
VG Holger