Der Glas GT würde auch zu meinen 'jungen Jahren' passen, als er herauskam war ich sechs und schon ziemlich autoverrückt (Nachbarschaft zu ARAL-Tankstelle hatte ich hier schon mehrmals erwähnt). In meinen Sitzungen vorm Haus an der mit Kopfsteinen gepflasterten B74 sah ich besonders Brot- und Butterautos. Eine Heckflosse, ein Kapitän PL oder ein 501 waren schon Exoten, eine Dauphine brachte mich ins Schwärmen. Vom Glas GT wurden nur 5.570 Autos (gem. Wiki) hergestellt, vom BMW GT nur 1.255 Stück. Der Dingolfinger war schon ein ziemlicher Exot hier im Norden, da waren Borgwards, Hansas und Lloyds geläufiger.
Von den Autos, die ich heute auf den Oldtimertreffen sehe und fotografiere, habe ich früher kaum eines auf der Straße gesehen. Daher freue ich mich heute mehr über einen gut erhaltenen Kadett A als über einen Mercedes Flügeltürer ... den ich natürlich auch knipse.
VG Holger
Neben unserem Haus war auch ne Araltankstelle. Direkt in Sichtweite unseres Küchenfensters. Neben der Tanke war ein Autofritze, der Alfas und Jeeps verkaufte. Wir drückten unsere Nasen am Schaufenster platt um die knallroten Cabrios zu bewundern. Interessanter fand ich die Jeeps. Keine Türen, sondern Ketten. Umlegbare Windschutzscheibe. Abenteuer. Männlichkeit. Wie die grünen GIs aus der Wundertüte. Mit Panzerfaust... Ich selbst hatte einen Colt aus schwerem Metall. So wie der Rest der "Bande". Einmal haben wir, ca. 5 Jahre alt, versucht, eine Kneipe neben unserem Haus zu überfallen. Rollkragen hoch und gebrüllt "Geld her oder Leben". Der Wirt griff hinter den Tresen und hielt ein Gewehr in der Hand. In echt. So schnell bin ich später nie mehr gerannt. Wir hatten kein Fluchtauto. Die Amischlitten auf dem Parkplatz waren dicht. Ich hab mi9ch ein paar Wochen nicht mehr getraut, in die Kneipe zu gehen, um meiner Mutter Malzbier zu kaufen. Die Amischlitten waren schon etwas besonderes mit ihren Heckflossen und Heckdüsen. Aber auch sonst war einiges KFZ-mäßig los. Auch Mercedes trug damals Heckflosse. Goggos waren üblich, Heinckelroller, NSU-Mopeds, Kreidler-Flori, BMW-Barockengel. Mein Kindertraum war damals, neben den Boliden, eine Isetta. Die waren, neben Käfern, zahlreich vertreten. Die Motorisierung unserer Familie startete dann mit einem BMW 1500, dem ganzen Stolz meines Vaters. So war das damals, Anfang der 60er im Pott.
Wollte eigentlich an Altkarren basteln,
aber bei dem Wetter hab ich meinen anderen Oldtimer reaktiviert.
Nikon Coolscan 5000
Da ist ein Ferves Ranger rausgefallen.
1969, Motor vom Fiat 500, gab es als 2 und 4 Radantrieb.
Imola, 1999, wenige 7.500.000 Lire
Heute ein Schnapper
Die tief geschüsselten Felgen lassen auf eine erhebliche Leistungssteigerung bei der Restaurierungsplanung vermuten ...
In solch einem Wrack habe ich auch früher gespielt, einem BMW 600, bei dem die Fronttür noch funktionierte.
VG Holger
Fulivia, ne ganz schöne Diva...