Der Herbst ist im Westerwald auch die Zeit der Wanderschäfer, die jetzt bis zum Frühling auf allen Flächen weiden können, außer denen, die von geizigen Bauern mit Strohwischen abgesteckt werden. Den meisten Weidepflanzen tut der herbstliche Verbiss durch die Schafe gut, außerdem kommt so noch einmal etwas wertvolle Dünger auf die Flächen. Auf weitere Distanz erscheinen die Schafe irgendwie wie Champignons auf der Wiese.
Immer noch hängen einige Apfelbäume prall voll sonnengereifter Früchte. Gerade die alten Sorten, die auf den Streuobstwiesen hängen, schmecken um ein vielfaches besser, als die EU-Massenertragssorten, die unreif gepflückt und mit Ethylen künstlich gereiften Designeräpfel aus dem Supermarkt.