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Schlossmuseum Linz an der Donau bei der Nibelungenbrücke

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Die beiden Rundtürme sind das Wahrzeichen der kleinen Stadt Kohren und die letzten nennenswerten Überreste der einst großen Burg Kohren. Die Türme sind nicht gleichzeitig errichtet worden. Ursprünglich dürften sie mindestens 5 m höher gewesen sein. Die Burg wurde im 16. Jh. aufgegeben und die Gebäude zur Steingewinnung abgebrochen. Aber noch im 19. Jh. zeichnete Ludwig Richter die Ruine mit höheren Teilen der Ringmauer, Ruinen eines Gebäudes zwischen den Türmen und einer hohen Mauer mit kleinen Fenstern neben dem Westturm. Der Halsgraben wurde zugeschüttet und mit Häusern überbaut. Die Gründe für die Aufgabe der Burg sind unklar. Die Burg hatte ausweislich der Ruinen auf dem alten Stich von Richter durchaus beachtliche Verteidigungsanlagen zur Stadt hin. Zudem wurden die Grundmauern eines Zwingers nachgewiesen. Vielleicht entsprach das Bau- und Raumkonzept der Burg Kohren einfach nicht mehr den Ansprüchen der Herren von Einsiedel, denen auch die Burg Gnandstein "um die Ecke" gehörte und deren Baulichkeiten von Anfang an jeweils "moderner" geplant wurden. Ein Bau wie der Südflügel der Burg Gnandstein hätte sich auf dem schmalen Kohrener Bergsporn nicht realisieren lassen, auch war dort nicht genug Platz für einen geräumigen Burghof. Anfällig für Belagerungsgeräte wie Bliden und erste Feuerwaffen waren sowohl Burg Gnandstein als auch Burg Kohren, weil die Bergsporne nicht höher als das Vorfeld der Burgen sind. Dennoch erfolgte eine Modernisierung auf Gnandstein mit Scharten für Hakenbüchsen. Burg Kohren gehört zu den relativ wenigen deutschen Burgen mit zwei erhaltenen runden Bergfrieden. Mir sind noch Burg Saaleck und Münzenberg bekannt. Von der Burg Kohren gibt es die Sage von der verwunschenen Schlossjungfrau, die auf der Suche nach ihrem Bräutigam, der im Krieg gefallen war, noch heute keine Ruhe findet.

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