Die Ruine der Wasserburg in
Ruppendorf im Osterzgebirge.
Von der einst größeren Burg sind nur noch Teile der Ringmauer und die Ruine des Bergfrieds erhalten. Alte Stiche zeigen die Anlage als kastellförmige Wehranlage mit mindestens einem weiteren Wehrturm an einer Ecke sowie einem Gebäude mit einem Wohngeschoss. Ein separates Torhaus muss sich neben dem Turm befunden haben, was auf eine Vorburg schließen lässt.
Die Burg gehörte zum Gebiet der Burggrafen von Dohna und sicherte die Grenze zur Markgrafschaft Meißen.
Die Burg Ruppendorf erscheint deutlich größer und stärker befestigt als die üblichen kleinen Burgen (Turmhügel) des niederen Adels aus der Kolonisationszeit. Lediglich in Rabenau (überbaute Spornburg), Dippoldiswalde (Spornburg vom Schloss überbaut), Pesterwitz (Castellum Thorun), Liebstadt, auf dem Grimmstein und Weesenstein finden wir ebenso gut ausgebaute Anlagen, die nur noch von der großen Burg Dohna übertroffen werden. Dohna trotzte sehr lange der Belagerung durch Markgraf Wilhelm von Meißen, denn kurz zuvor hatte man die Fortifikationen auf den damals neuesten Stand mit Zwingern und Halbrundtürmen gebracht, die auch Beschuss durch Steinbüchsen und Bliden standhielt. Erst Bergleuten aus Freiberg gelang es, die Mauern zu unterminieren.
Nach der Niederlage der Donins in der Dohnaischen Fehde 1402 verlor die Burg Ruppendorf ihre Bedeutung. Nach einem Brand im 19 Jh. wurde die Ruine bis auf o. g. Reste abgetragen.