Es war einmal eine Brücke in Doenhausen, die eine Eisenbahntrasse überspannte. In erster Linie diente sie dem landwirtschaftlichen Verkehr, Reiter und Reiterinnen auf ihren Ausritten ins Grüne, Fahrradfahrern für Ausflüge, Insidern zur Abkürzung und Verpeilten, die blind ihrem Navi folgten.
Mit der Zeit wurde sie marode, auch mangels hinreichender Pflege. So beschloss der Gemeinderat, dass die Brücke abgerissen werden sollte. Geraume Zeit verstrich, aber nun erschienen sachkundige Herren, die sich sogleich an die Arbeit machten.
Die Asphaltdecke wurde abgetragen, die Unterkonstruktion freigelegt. Einzelne Betonelemente kamen zum Vorschein. Die näher an den Brückenende gelegene Betonelement konnten durch die kleineren Bagger herausgehoben werden. Mangels Tragfähigkeit der verbliebenen Brückenkonstruktion mussten für die mittleren Elemente und deren Tragwerk schweres Gerät angefahren werden. Der Bahnverkehr wurde für diese Arbeiten unterbrochen.
Das gab der Brücke den Rest. Nun ist sie weg.
Ob und wann sich da ein Ersatz einfinden wird ist derzeit noch nicht bekannt.