Da ich sehe, dass auch alte Computer-Schätzchen hier aufgeführt werden dürfen, will ich mal von den meinigen erzählen:
Meine ersten Schritte in die digitale Welt machte ich 1990 mit diesem (sog. Palmtop-Computer)
ATARI-Porfolio, den ich auf der ATARI-Messe 1989 in Düsseldorf entdeckt hatte. Neben reinen ASCI-Text-Dokumenten, die man in einem kleinen Editor schreiben und abspeichern konnte gab es noch ein Adressbuch, eine mit Lotus 1-2-3 kompatible Tabellenkalkulation, einen Kalender und einen Taschenrechner.
Mithilfe der Telefonwahlfunktion in der Adressverwaltung konnte man über den Lautsprecher des Portfolio sogar mit einem Telefon durch das Abspielen seiner Telefonnummer in MFV-Tönen seine Nummer wählen lassen!
Mein Modell verfügte immerhin über 512 kB internen Arbeitsspeicher. Im 256 kB großen Festspeicher sitzen das Betriebssystem und die oben genannte, fest installierte Software. Auf dem monochromen 4,7″ LCD-Bildschirm mit einer Auflösung von sagenhaften 240×64 Pixel bzw. 40×8 Zeichen lernte ich, auf dem Betriebssystem MS-DOS 2.11 meine ersten Programmierschritte und all die noch lange später gültige Dos-Kommandosprache in zahlreichen Batches!
Später kam noch ein Smart Parallel Interface als Zubehör hinzu, mit dem dann sogar ein Datenaustausch via Parallelschnittstelle zu einem stationären PC, als auch zu einem Drucker mit Centronics-Schnittstelle möglich wurde!
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Danach kam der
PSION-Computer der
Serie 5mxPro 1999 hinzu, der hier dann viel meiner vorherigen Arbeit am Portfolio abnahm:
Der monochrome Bildschirm hat nun eine halbe VGA-Größe (640 × 240 Pixel) und mit dem (im Gerät aufbewahrten) Stift konnte man nun auch „Mausaktionen“ durchführen, weil der Bildschirn druckintensiv ist. Viele siebgedruckte Icons für die Grundfunktionen am Rand (z.B. Zoom oder IrDA-Infrarotübertragung) - als auch all die installierten, zahlreichen Zusatzprogramme standen hier nun zum Direktzugriff bereit. Schreibarbeit ging nun viel angenehmer, da diese Tastatur um Klassen besser war als die des ATARI Portfolios!
Neben einer Infrarot- ist auch eine serielle RS-232-Schnittstelle eingebaut, so dass leicht auch andere Geräte angesteuert werden konnten. Selbst ein kleiner Lautsprecher samt Mikrofon waren vorhanden - für Sprachnotizen, die man mit Hilfe der drei Steuertasten am Gehäuse auch im zugeklappten Zustand ein- und ausschalten konnte.
Neben dem EPOC 32-Bit-Multitasking-Betriebssystem, das mit einem ARM 710 RISC-Prozessor mit 18 MHz und 32 MB RAM arbeitete, habe ich mir noch die XTM Emulator-Software installiert, so dass ich hier mit Programmen auf der Basis von MS-Windows 3.1 simuliert arbeiten konnte und eine Kommunikation mit meinem Computer schnell und einfach gewährleistet war. Aber auch die normale Übertragung zum Computer ist kein Problem.
Noch immer ist die PSION-Familie rührig und man kann in dieser Community weiterhin neue Programme ordern oder Verbesserungen installieren, was ich manchmal in einer nostaligen Phase auch immer mal wieder mache!
Erst recht spät (ca. ab 2015) haben diese mobilen Arbeitsmöglichkeiten dann aber doch immer mehr meine Android-Smartphones oder Tablett- und Notebook-Nachfolger übernommen...
Es ist aller Ehren wert, diese Teile so lange aufbewahrt und uns heute zur Ansicht vorgelegt zu haben