Workflow mit CNX2

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Shedir

NF Mitglied
Registriert
Hallo Raw Fotografen,

eine einfache Frage möchte ich heute stellen: Was kommt in eurem Workflow nach Capture NX / View NX?

Hintergrund sind Überlegungen meinen WF auf CNX2 umzustellen. Seit fünf Jahren fotografiere ich mit der D70 in Raw. Verarbeitet habe ich die Bilder anfangs mit Rawshooter und im Anschluss (bis heute) in Lightroom. Mein WF ist wie folgt: Übertragen von der CF Karte mit Nikon Transfer mit automatischer Umbenennung in NN_YYYY-MM-DD-###. Anschließend Vorauswahl in ViewNX, welches am Ende des Transfers automatisch startet. Danach Import in LR mit automatischer Konvertierung in DNG. Weitere Bearbeitung, Verschlagwortung, Bewertung etc. in LR. Export nach Bedarf als JPG oder TIFF. Weitere Tools, die aus LR aufgerufen werden sind: PS CS3, PTLens und HUGIN. Entscheidend ist, dass als Ausgangspunkt immer das DNG (oder TIFF bei Panoramen) in LR dient. Mit diesem WF komme ich sehr gut zurecht. 500-1000 Bilder vom einem Event (ein bis zweimal pro Monat) sind hiermit sehr gut zu bewältigen.

Seit ich vor einiger Zeit auf die D700 aufgestiegen bin, stelle ich mir die Frage, ob ich meinen WF hinsichtlich Bildqualität (ohne diesen Begriff hier zu präzisieren) verbessern könnte. Beim Lesen dieses und anderer Foren lese ich immer in etwa folgendes Statement: "Wenn es schnell gehen soll, dann LR; wenn es gut werden soll, dann CNX2". Hmm...

Selbst wenn ich auf CNX2 wechseln sollte (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, da diese Software für meine Arbeitswiese eigentlich zu langsam ist) oder auch nur View NX zum Konvertieren nutze, dann stellt sich die Frage nach dem Speicherformat und nach der Bilderverwaltung.

Wie speichert ihr eure konvertierten NEFs: Jpg, Tiff8, TIFF16, JPEG2000 oder konvertiert ihr überhaupt nicht? Und wie verwaltet ihr diese Bilder? Genügt euch ein Browser (die häufig sehr langsam bei großen TIFFs sind) oder welches System verwendet ihr (Expression Media, idImager etc.)?

Und last not least: Ist CNX2 wirklich so viel besser als LR mit seinen Presets, dass es sich sichtbar lohnt einen WF mit CNX2 (oder auch nur mit View NX) aufzubauen?

Grüße
Shedir
 
Anzeigen
Ich bearbeite meine RAW-Dateien mit CNX, auch mit den integrierten Nik-Filtern. Dann die Übergabe an PS als TIFF. Restkorrekturen in PS, Speicherung als TIFF und eine verkleinerte Web-Version als 200k-JPG.
Deswegen sieht man bei mir auch nie Exif-Daten :eek:
 
Kommentar
Wie speichert ihr eure konvertierten NEFs: Jpg, Tiff8, TIFF16, JPEG2000 oder konvertiert ihr überhaupt nicht?

Eigentlich garnicht, da die gemachten Einstellungen im NEF nicht verloren gehen. Also speichere ich sie doch, und zwar als neues NEF.

Nur wenn nach CNX noch eine Weiterverarbeitung erfolgte, speichere ich das auch so. In der Regel als 8 Bit TIFF oder hochwertiges JPG, da ich keine Tonwertkorrekturen nach CNX mehr ausführe.

Wenn GIMP zum Einsatz kam, natürlich im eigenen Format, was ich auch tun würde, wenn ich die CS3 nutzen oder ein anderes ebenenfähiges Programm einsetzen würde.
 
Kommentar
Hallo zusammen,

ich habe zwar keine D700 sondern nur eine D90, aber auch hier ist der Unterschied zwischen LR (habe ich mal eine zeitlang getestet) und CNX2 schon gut zu sehen. Vor allem im Bereich "Makro"! Die Details sind meines erachtens feiner strukturiert (schau Dir in meinem Album mal den gelben Schmetterling an. Die Strukur im Auge ist in LR nicht mehr vorhanden).

Zum WF. Ich importiere auch mit Nikon Transfer und benenne die Dateien dabei schon mal um (yyyy_mm_tt_Stichwort_OrgName_Zähler).
Im CNX2 vergebe ich die Schlagworte und weitere Daten und setze die Label / Bewertung. Die Label entsprechen dabei quasi meiner "Entwicklungsschublade". Label 1 ist z.B. meine Standardentwicklungs-einstellung, Label 6 z.B. high ISO (>1600), Label 9 z.B. Makro. Jedes Label hat auch eine Bewertung zugeordnet (dies aber nur, da PSE die Label nicht kennt, nur die Bewertung). Für jedes Label habe ich mir einen Unterordner im Nikon Transfer Zielordner angelegt. In diese Ordner verschiebe ich die Dabeien in CNX2 per Drag and Drop.
Für die Entwicklung, sprich Umsetzung in jpg, wähle ich nun in er Stapelverarbeitung den entsprechenden Unterordner und die zugeordneten Entwicklungseinstellungen aus und konvertiere somit alle NEFs in jpg. Dies mache ich für alle Unterordner. Das geht recht fix, jedenfalls wesentlich schneller als in CNX2 die entsprechenden Profile in die Dateien zu laden. Durch die Label / Bewertungszuordnung kann ich dies auch jederzeit so wiederholen.
Die fertigen jpgs verschiebe ich dann in mein Archiv. Zur Zeit verwende ich noch zwei Programme zur Bildarchivierung und Betrachtung, da ich mich noch nicht 100% entscheiden kann. Expression Media und PSE8. Expression Media kann mit den Labeln und IPTC-Daten mehr anfangen, ist aber manchmal etwas zäh, PSE8 ist schneller, kann aber mit den IPTC-Daten und Labeln wenig anfangen.
LR ist mir für diese Funktion schlicht zu teuer!

So, das war's von meiner Seite.

Gruß Heinz
 
Kommentar
ich kopiere die RAWs von Hand auf die Festplatte;
Transfersoftware, Umbennenung oder Verschlagwortung nutze ich nicht.

Dann Ansehen mit ViewNX, RAWs die unverändert bleiben können werden mit ViewNX konvertiert.

Alle anderen werden mit CNX bearbeitet - und zwar alle nötigen Arbeitsschritte.

Zum Schluß werden alle entwickelten RAWs (also aus ViewNX und CNX) per Batch mit einer Aktion in Photoshop verkleinert und geschärft.

Das wars.
 
Kommentar
Ich hatte nach der D70 die D200, und ich war auch "Rawshooter Premium" Nutzer und hab dann mit Lightroom experimentiert, weil ich die Lizenz geschenkt bekam als Adobe Pixmantec gekauft hatte.

Meine Vergleiche fanden damals mit Capture NX 1 vs. Lightroom 1 statt, das kann jetzt anders aussehen. Aber damals war der Unterschied in der resultierenden Bildqualität groß. Ich hatte das Gefühl, es ist grad mal sinnlos, auf 2/3 niedrigere ISO zu achten oder 2/3 mehr abzublenden um die Objektivleistung zu verbessern, wenn ich die gewonnene Qualität dann mit dem falschen RAW-Konverter wieder verschenke. Außerdem hat mir nicht gefallen, wie LR meine Daten ablegte mit seiner internen Datenbank.

Rawshooter damals konnte gut Details extrahieren. Lightroom konnte da nicht entfernt mithalten, und an CNX reichten beide nicht ganz heran. Für Lightroom 2 wollte Adobe dann wieder Geld haben, das hab ich ihnen aber nach der Erfahrung nicht geben wollen. Auch LR verwendet ja letztlich die ACR-Engine, und was die kann, kann ich mir auch so angucken. Nein, das kann auch heute noch nicht mithalten. Vielleicht funktioniert ACR toll für Canon RAW files, aber bei Nikon kriegt man mit der Nikon-Software einfach mehr raus.

Workflowseitig ist das alles allerdings schrecklich, was die Bildverwaltung angeht. Allein schon dass man schnelles Durchgucken der Previews und Bewerten sowie Geotagging nur in View NX machen kann, Batch-Klassifizieren aber nur sinnvoll in Capture NX, geht mir furchtbar auf den Senkel.

Ich archiviere meine NEFs getrennt und konvertiere nur meine Top-Treffer nach Jpeg, welche ich dann auf diverse Weisen finde und verwende. Momentan hab ich die Jpegs alle mal nach iPhoto importiert. Wann immer mich ggf. weitere Aufnahmen eines Shoots interessieren, guck ich im RAW-Archiv nach. Auch wenn ich gute Drucke machen will, nehme ich mir in der Regel nochmal das RAW vor mit etwas mehr Sorgfalt im Detail und optimiere auf das Ausgabemedium hin.

Tiff 16 Bit verwende ich nur als Übergabeformat an Photoshop und für Prints.

Maik
 
Kommentar
Vor CNX2 habe ich in CNX entwickeln, dann als TIFF-16 gespeichert, in Photoshop dann die Verzeichnungskorrektur via PTLens durchgefuehrt und das Ergebnis als JPG gespeichert sowie abschliessend mittels BetterJPEG lossless gecroppt (alternativ FastStone ImageViewer).

Mit CNX2 spare ich mir TIFF-16 und Photoshop - die Verzeichnungskorrektur wird direkt in CNX2 durchgefuehrt.

Allerdings muss ich zugeben, die Ergebnisse noch nicht direkt verglichen zu haben - kann also sein, dass PTLens doch besser ist ...

:-|
 
Kommentar
Hallo Shedir, hier mein Workflow.

1.) Transfer der Bilder mit BeyondCompare vom Image-Tank in den PC
2.) Rename der Bilder mit RenExif (RenExif.exe *.jpg *.nef *.ndf /F:"'D:\Bilder\'yyyy'\'yyyy-mm-dd'\'yymmdd_hhnn_" /O /S /R)
3.) Auswahl, Bewerten und Löschen mit ViewNX (löscht NEF synchron zum JPG)
4.) Backup auf DVD und externe Festplatte, löschen der Bilder vom Image-Tank
5.) Beschriftung und GeoTagging mit ViewNX
6.) Bearbeitung der NEFs mit CNX2
7.) Konvertierung der NEFs mit CNX2 nach JPEG
8.) Skalierung auf Format 13x18 per HTA-Skript in einen Unterordner
9.) Backup auf externe Festplatte
fertig

Die Bildverwaltung per iMatch setzt direkt auf den NEFs auf, die JPEGs werden als Buddy-Files im gleichen Ordner mitverwaltet.
Nach dem Schritt 2 werden die Bilder von mir nicht mehr verschoben (wichtig für konsistente Verwaltung).
Den Bearbeitungsstand zeigt nur das Label in CNX bzw. synchron in iMatch.
Als Browser verwende ich zusätzlich XnView.

Nur für den Sonderfall der Bearbeitung durch andere Programme (Panorama, HDRI, ...)
werden die Bilder in einen eigenen Bearbeitungsordner kopiert.

Der Vorteil des WF mit CNX ist, dass ich nur NEFs und JPEGs habe (keine DNG, PSD, TIFF, ...).
RAW-Konvertierung und Bildbearbeitung erfolgen in einem Programm ohne Bild-Übergabe.

Der Nachteil an CNX ist das Fehlen einer perspektivischen Verzerrung und die niedrige Geschwindigkeit.
Der zweite Nachteil wird durch den effizienteren Workflow jedoch kompensiert.

Einen Workflow nur auf ViewNX Basis würde ich (wegen zu rudimentärer Bearbeitungsmöglichkeiten) bei deinen Ansprüchen nicht empfehlen.
Last but not least: Die Qualität von CNX ist derzeit unerreicht.

Walter
 
Kommentar
Hallo,

vielen Dank für die ausführlichen Antworten und die Beschreibung eures Workflows.

Mein *Problem* mit CNX2 oder ViewNX ist, dass beide keine Bilderverwaltungsprogramme sind, sondern Raw Converter. Also muss ich zuerst entscheiden in welches Format die NEFs konvertiert werden und wie die weitere Verabeitung erfolgen soll. Bisher hatte ich meine "Originale" (DNG) beim Import in LR generiert und sie blieben auch "Originale". Alle Schritte (von Hugin und PTLens abgesehen) konnten innerhalb LR durchgeführt werden.

Einen ViewNX WF könnte ich mir wie folgt vorstellen:

1. Import mit Nikon Transfer wie gehabt.
2. Auswahl, Bewertung, Verschlagwortung und Weißabgleich in ViewNX
3. Löschen der "durchgefallenen" Bilder.
3. Export nach TIFF16.
4. Bearbeitung in PS (Beschnitt, Perspektivkorrektur, Skalierung, Tonwertkorrektur, Entrauschen, Filtern etc.)
5. Speichern als "Orignal" in TIFF8.
5a. Erweiterte Bearbeitung zu Panoramen etc.
6. Import in ein DAM System (iMatch, IDImager, Expression Media).
7. Export nach Bedarf im passenden Format.

In der Summe ist dieser WF deutlich aufwändiger und bin noch nicht sicher, ob das alles gerechtfertigt ist. Die Unterschiede zwischen CNX2 Bilder und LR Bilder sind mir auch aufgefallen (insbesondere bei Farbe und Details), aber die Effizienz geht doch stark zurück.

Gruß
Shedir
 
Kommentar
Hallo Shedir,

zwei kleine Ergänzungen zu deinem Vorschlag.

1.) Bei Schritt 4 würde ich zumindest vor der Skalierung auch die Originalgröße speichern,
da es in PS derzeit nicht möglich ist, die Skalierung als non-destruktive Einstellungsebene anzuwenden.

2.) Bei Schritt 6 wäre es möglich, NEF und TIFF gemeinsam als Buddy-Files zu importieren.
Voraussetzung dafür ist, dass beide Files mit gleichen Dateinamen im gleichen Verzeichnis liegen.

Für den Fall, dass die Beschriftung im DAM-System einmal geändert oder ergänzt wird, kann damit eine Inkonsistenz zwischen NEF-Beschriftung und dem Zielbild vermieden werden.

Wenn du den WF erst mal im Griff hast, ist er nicht aufwändiger als jeder andere auch.

Walter
 
Kommentar
Hallo Walter,

Danke für deine Anmerkung!

Mit Skalierung meinte ich nicht eine Verkleinerung, sondern ggf. eine Vergrößerung (was aber sicher eher die Ausnahme sein wird). Das "echte Original" - also das NEF - habe ich noch.

Die Sache mit dem Buddy File muss ich mir noch genauer anschauen, wenn ich die Testversionen der drei DAM Programme installiert habe.

Gruß
Shedir
 
Kommentar
Hallo Shedir,

ich weiß ja nicht, ob Du außer Bilder zu bearbeiten, den Tag auch mit anderen Dingen verbringst (zB Fotographieren:rolleyes:)

Hallo Raw Fotografen,
...
Wie speichert ihr eure konvertierten NEFs: Jpg, Tiff8, TIFF16, JPEG2000 oder konvertiert ihr überhaupt nicht? Und wie verwaltet ihr diese Bilder? Genügt euch ein Browser (die häufig sehr langsam bei großen TIFFs sind) oder welches System verwendet ihr (Expression Media, idImager etc.)?

Ich habe nur NEF und JPG. Dazwischen ist nur CNX2. Die Bilder werden gespeichert in ganz normalen Windows directories. Ich bin simpel und so ist auch meine Datenstruktur:

Ganz oben das Jahr...

- darunter für JPGs Quartalsweise (1.-4.Quartal)
-- Darin dann die Events (Geburtstag Oma)

- die NEF kommen alle in 1... Nur die Urlaubsreisen mit vielen hundert Bildern bekommen eigene Directories. Wg Namensgleichheit findet man die zu JPG gehörenden NEF ganz schnell wieder.

Das Einzige, was ich bisher in CNX vermisse, ist eine Perspektivkorrektur (das Shift Objektiv als Software) und evtl eine HDR Montage...

Dieses Jahr werde ich so auf etwa 10000 Bilder kommen.

Gruß, Wolfgang
 
Kommentar
Hallo Wolfgang,

das mit der Gruppierung nach Events habe ich sehr rasch wieder aufgegeben.

Wer mit einem echten DAM-System wie Shedir arbeiten möchte, ist damit wesentlich flexibler, ist steht nicht nach jedem Shooting vor der Frage, in welche einzelne Kategorie diese Bilder jetzt wieder gehören.

Ich bin übrigens heilfroh, dass die digitale Bildbearbeitung am PC so flott geht.
In der Dunkelkammer wäre ein vergleichbarer Durchsatz wohl nie erreichbar gewesen.
Ich kenne jedoch auch keinen Fotografen, dem es nur auf die Menge der Bilder ankommt.

Walter
 
Kommentar
Hallo Wolfgang, Hallo Walter

In der Ablage habe ich bisher ein ähnliches Verzeichnis-System:
\Bilder\Archiv\YYYY\YYYY-MM-DD-Event\*.DNG

Zusätzlich werden diese Bilder mit Lightroom verwaltet. Die exportiertn Bilder werden allderdings in einem eigenen Verzeichnis gespeichert (\Bilder\Export\....). Diese Bilder "leben" allerdings nicht sehr lange auf der Platte; sie werden nach der Verwendung wieder gelöscht.

Auf die Funktionalität einer DAM Software möchte ich eigentlich nicht verzichten, obwohl ich kein kein Profi bin, und obwohl ich auch professionelle Fotografen kenne, die ganz gut ohne ein DAM System auskommen. Jeder muss mit seinem WF klarkommen und ihn entsprechend einrichten.

Die Dunkelkammerzeit liegt für mich in der Vergangenheit. Nach dem Umstieg auf digitale Fotografie habe ich keinen einzigen Film mehr belichtet.

Gruß
Shedir
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten