Wie NAchschärfen: USM /selektives Nachschärfen

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Peter ST

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Hallo zusammen,

Schärft ihr mit PS CS2 oder anderen Versionen mit USM oder benüzt ihr auch andere Varianten:
-Selektives Scharfzeichnen mit Tiefenschärfe abmildern, oder mit Gaussschem Weichzeichner?
-Scharfzeichnen im LAb Modus?
- Luminanzscharfzeichnen?


Mir gefällt der selektive Scharfzeichner mit Tiefenschärfeabmildern- geht nur etwas lange.

Beste Grüsse
Peter
 
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Peter ST

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Schärft niemand? Oder alle mit USM oder mit USM Capture /NX?
Oder hat das Thema einen "Bart"


LG
Peter
 
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lvcc

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Ich denke eher, den meisten geht es da wie mir:

das Thema ist interessant, aber ich lese es, eben weil ich noch nicht so recht weiß, was ich wie am besten mache - und deshalb habe ich (haben wir?) auch (noch) nichts dazu zu sagen...


Mike
 
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knv

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Ich nehme meist USM, manchmal Hochpass. Die anderen von Dir genannten habe ich noch nicht probiert.

Grüße
Andreas
 
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blue_heron

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Ich benutze Capture NX.

Wenn ich das Bild fertig skaliert habe, kann kommt nochmal USM drauf.
Falls ich das nur partiell haben möchte, dann klicke den "USM-Schritt" rechts in der Liste an und benutze den Pinsel mit - oder + um den Effekt zu entfernen oder wieder herzustellen.

Beispiel: Burg Reifenberg
Der Turm ist geschärft, der Wald links ist es nicht.
Zusätzlich habe ich den Wald vorher noch mit Gausschem Blur unscharf gemacht, den Turm dagegen nicht.
1614465a09f0b1b84.jpg



Roland
 
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AndyE

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Ich verwende nur Capture NX.
USM nachschärfen mit 5%, selten mit 10%

Wenn alles passt, muß auch gar nicht geschärft werden. Siehe Bild, vor allem die hohe Auflösung.

LG,
Andy

D200, AiS 25-50/4, Gegenlicht (Volle Auflösung: Hier klicken)
original.jpg
 
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lemonstre

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hochalp11 schrieb:
Mir gefällt der selektive Scharfzeichner mit Tiefenschärfeabmildern- geht nur etwas lange.

Der "smart sharpen" oder auch "selektiver Scharfzeichner" Filter von Photoshop funktioniert im Prinzip genau wie das klassische unscharf maskieren. Einziger Unterschied im Vergleich zu USM ist der deutlich verbesserte Algorithmus zur Erstellung der Unschärfemaske bei aktivierter Option "Tiefenschärfe abmildern". Dabei wird nicht wie beim USM ein Gaußscher Weichzeichner benutzt sondern eine Maske die eine Weichzeichnung erzeugt die der von optischen Linsensystemn Systemen (Objektiven) gleicht.

nf_smartsharp_02.jpg


Links das Original, in der Mitte der Gaußsche Weichzeichner und rechts der Tiefenschärfe Filter, welcher im selektiven Scharfzeichnen von Photoshop verwendet wird. Man sieht deutlich das beim Gaußfilter die Flächen zulaufen und sich die Unschärfe über die komplette Fläche verläuft. Weise Flächen werden grau oder laufen komplett zu. Beim Tiefenschärfe Filter laufen die Flächen nicht so stark zu und der unschärfe Effekt sieht dem einer Linse ähnlicher. Wendet man diesen Algorythmus also auf das USM Verfahren an so erreicht man eine deutlich bessere, weil genauere und verlustfreiere Schärfung zum Ausgleich von Unschärfe in Fotografien.

Leider verlängert sich durch den deutlich komplexeren Algorithmus die Rechenzeit.
 
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epikur

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Hallo,

ich fahre mittlerweile mehrstufig.

Das RAW entwickele ich komplett ohne Schärfung. Dann "grundschärfe" ich das Bild nach dem entrauschen mit einem speziellen Schärfescript der fineartprinter (www.fineartprinter.de).
Je nach Motiv schärfe ich dann mit sehr großem Radius (>100) und kleiner Stärke (ca. 15-25), um das Bild etwas plastischer wirken zu lassen.

Die endgültige Schärfung wird ausgabeabhängig dann ganz am Ende so erledigt (Auszug aus: http://thomas-stoelting.de/photoshop.html):

----
Ein ganz einfaches Verfahren, mit dem Fotos geschärft werden können und das vollständig auf den PS-Filter USM verzichtet, sieht wie folgt aus:

Duplizieren der Original-Ebene durch "Ebene / Neu / Ebene durch Kopie STRG+J"

"Filter / Sonstige Filter / Hochpass..." mit Radius: 5,0 Pixel

Modus "Überlagern" oder "Hartes Licht" (Ebenenpalette)

ggf. Reduzierung der Schärfewirkung durch Reduzierung der Deckkraft (Ebenenpalette)

ggf. Beschränkung der Schärfewirkung auf bestimmte Bereiche durch eine Ebenenmaske
----

statt Überlagern nehme ich meistens "weiches Licht" - einfach mal ausprobieren und IMMER bei 100% Ansicht bewerten.

Die Beschränkung der Schärfewirkung auf bestimmte Bereiche ist zumindest bei Portraist eigentlich immer erorderlich.

Sorry für den Umfang - aber Du hast gefragt :D

vg, stefan
 
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AndyE

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epikur schrieb:
Hallo,

ich fahre mittlerweile mehrstufig.

Sorry für den Umfang - aber Du hast gefragt :D

vg, stefan

Stefan,
kannst Du mal das Ergebnis dieses (wie es für mich scheint, sehr aufwendigen) Prozesses zeigen?

Ein Ausschnitt des Original und des fertigen Bildes vielleicht.

Täte mich sehr interessieren, was dabei herauskommt ...

Vielen Dank,
Andy
 
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KrischanDO

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Hi,

ich konvertiere meine NEFs in Bibble Pro mit Schärfung 100%.
Bilder, die an die Bildagentur gehen, schärfe ich nicht mehr nach, das dürfen dann die Leute mache, die die Bilder gekauft und sonstwie skaliert haben.
Bei eigener Weiterverarbeitung wird dann in PS CS2 mit USM 300% / 0,3 / 0 unter Sichtkontrolle bei "tatsächliche Pixel" geschärft.
Alles andere würde ich eher unter "gestalterische Eingriffe" sortieren als unter "Beseitigung interpolationsbedingter technischer Unschärfe".

Diese Werte (300% / 0,3 / 0) wurden vor Jahren auf einem Workshop bei SINAR vom Schweizer "Repro-Papst" Fritz Maurer empfohlen. Irgendwo ich habe mal Richtlinien einer der großen internationalen Pressebildagenturen gefunden, in denen diese Werte sogar vorgeschrieben waren.

Grüße
Christian
 
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lemonstre

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AndyE schrieb:
Stefan,
kannst Du mal das Ergebnis dieses (wie es für mich scheint, sehr aufwendigen) Prozesses zeigen?

Ein Ausschnitt des Original und des fertigen Bildes vielleicht.

Täte mich sehr interessieren, was dabei herauskommt ...

Anders als beim USM Schärfen benötigt man für dieses Verfahren eine ebenenfähige Bildbearbeitung mit Ebenenüberblendung, wie z.b. Photoshop.
Der Hauptvorteil im Hochpassschärfen liegt in der Tatsache das diese Methode weniger sichtbare Artefakte erzeugt.

Zunächst duplizieren man das Bild auf eine neue Ebene:
nf_highpass_01.jpg


Danach wendet man auf diese den Hochpass Filter an. In Photoshop findet man diesen Filter unter Filter/Sonstige/Hochpass:
nf_highpass_02.jpg


Die Stärke der Schärfung ist bei diesem Verfahren schwieriger zu bestimmen als beim USM Schärfen, da man keine direkte Vorschau hat. Hier braucht es etwas Übung. Ich arbeite in der Regel mit Werten zwischen 0,5 - 5 (bei 6-10 Megapixel) aber keine Angst, durch Reduzierung der Ebenentransparenz nach dem Schärfen kann man den Effekt auch nachträglich noch abschwächen.

Danach sieht das Bild zunächst recht merkwürdig aus. Man sieht aber deutlich den erhöhten Kantenkontrast. An stellen wo der Hochpassfilter keinen Kontrast finden konnte ist das Bild 50% grau:
nf_highpass_03.jpg


Wenn wman nun aber die Ebenenüberblendung auf "Weiches Licht" stellt, sehen wir ein deutlich geschärftes Bild:
nf_highpass_04.jpg


vorher:
nf_highpass_05.jpg


nachher:
nf_highpass_06.jpg


Hier macht man sich zu Nutze, dass beim Überblenden mit "Weichem Licht" die mitteleren Töne (~50%) keinerlei Veränderung erfahren, aber helle und dunkle Töne eine Kontrastverstärkung erzeugen.

Da es sich bei dem Beispiel um ein Portrait handelt sollte man natürlich jetzt noch die Hautpartien maskieren :)
 
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Christian-NRW

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Ich habe für die Kombination D40 (Schärfe -1) + Nikkor 18-135mm nach vielen Versuchen im Selektivem Scharfzeichner die Parameter Stärke 66%, Radius 0,9, Tiefenschärfe abmildern als Preset abgespeichert und für fast alle Bilder genutzt.

Schärfe -1 ist bei der D40 nötig, da dort sonst schon in der Kamera leichte Halos erzeugt werden die durch jedes Nachschärfen verstärkt werden. Die bei -1 erzeugten minimalen Halos scheinen gut mit dem Selektiven Scharfzeichner zu harmonieren. Hier mal ein Beispiel mit komplexem Muster, Baumkrone, 100% Crop aus Bildmitte, Exif Daten enthalten:

Original:
blaetterorguh4.jpg


Selektiver Scharfzeichner:
blaetterssbu2.jpg


Ich denke für so einen Versuch muss man nicht den Webspace des Forums verschwenden, daher liegen die Bilder auf Imageshack.

Gruß
Christian
 
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lemonstre

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Christian-NRW schrieb:
Ich habe für die Kombination D40 (Schärfe -1) + Nikkor 18-135mm nach vielen Versuchen im Selektivem Scharfzeichner die Parameter Stärke 66%, Radius 0,9, Tiefenschärfe abmildern als Preset abgespeichert und für fast alle Bilder genutzt.

Das ist meiner Erfahrung nach deutlich zu stark und in deinem Bild sind auch schon Spuren der Überschärfung zu sehen.
 
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F

Frank B.

Guest
Hi,

habe mal eine Aktion zum Schaerfen mit Photoshop drangehangen.

Muß man ab cs2 nur entpacken, anklicken und PS müßte starten.

Ansonsten einfach in das Satrverzeichniss unter PS Aktionen kopieren und dann in PS laden.

Bei der Variante schärft man mittels Tonwertkorrekturmaske und Weichzeichner in den a und b Kanal.

Nach meiner Meinung das beste! Mit der Aktion auch nicht mehr so Zeitaufwändig wie zu Fuss.

LG
Frank
 

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Christian-NRW

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lemonstre schrieb:
Das ist meiner Erfahrung nach deutlich zu stark und in deinem Bild sind auch schon Spuren der Überschärfung zu sehen.

Mir gefällt es so, es hat den für meinen Geschmack bei Entwickelungen bis 20x30 eine subtile Nachschärfung zur Folge in denen ich keine Überschärfungen erkenne. Für Andere Auflösungen z.B. Web nutze ich andere Parameter, wohlgemerkt.

Gruß
Christian
 
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Peter ST

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Das ist eine spannende Diskussion.

USM oder selektives Nachschärfen oder "Profimethoden" ?


Der zeitliche Unterschied zwischen USM und selektivem Nachschärfen ist enorm.
Als Hobbyaner und EBV Anfänger kommt für mich ohnehin nur etwas einfaches in Frage.

Ws ist USM einfacher zu steuern. Mit selektivem Nachschärfen kann es zu scharf werden wenn die Kamera bereits schärft.


Besten Dank den Beteiligten. Werde in Ruhe nochmals lesen lesen....

Peter
 
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epikur

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Hallo Andy,

AndyE schrieb:
Stefan,
kannst Du mal das Ergebnis dieses (wie es für mich scheint, sehr aufwendigen) Prozesses zeigen?

Ein Ausschnitt des Original und des fertigen Bildes vielleicht.

Täte mich sehr interessieren, was dabei herauskommt ...

mmh, nicht so ganz einfach - weil durch Kontrast, Farb und alle anderen Anpassungen auch der visuelle Schäfeeindruck beeinflußt wird. Dazu kommt bei den Portraits, die ich zur Zeit hauptsächlich mache, daß ich zum Teil sogar viele Bereiche eher weichzeichne und die Schärfe nur auf sehr kleine Bereiche wirken lasse. Ich habe aber natürlich trotzdem mal versucht :)

Alles 100% Ausschnitte

Original (ohne irgendwelche Schärfung aus dem RAW entwickelt):



Mit dem Script der Fineartprinter (s.o) bearbeitet:



Mit Filter Hochpass auf eigener Ebene mit Radius=15 (also schon recht stark) bearbeitet. Die Deckkraft der Ebene habe ich auf 100% gelassen - darüber könnte man den Effekt auch wieder abschwächen. Natürlich würde man hier normalerweise über eine Ebenenmaske die Schärfung der Haut wieder wegnehmen. Ich habe sie hier aus Demonstrationsgründen einfach mal so gelassen. Ebenenmodi von oben nach unten:
weiches Licht
überlagern
hartes Licht

9302465b619f6ab38.jpg




9302465b6205c1c4f.jpg


Und zu guter Letzt das "Original"Endergebnis. Bitte nicht wundern - ist ein Colorkey.

9302465b626b445c2.jpg


(Das komplette Bild ist übrigens hier zu sehen:http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/705315/display/8611081)

vg, stefan
 
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