Wenn die alten Kenntnisse wieder gefragt sind ...

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
rstobbe schrieb:
Für mich ist Photographie mehr als die dabei entstehenden Bilder. Wenn ich mein photographisches Tun einmal auf diese Aussage werde reduzieren müssen, dann ist es Zeit damit aufzuhören.

Grüße
-- Rüdiger


das ist jetzt schon ein wenig theatralisch, oder?
 
Kommentar
Anzeigen
Ich persönlich verstehe unter dem Ausspruch "Nur das Bild zählt" nicht die bloße Reduzierung der Fotografie auf ein etwaiges "Endprodukt". Auch für mich ist der Weg zu einem Bild, mit dem ich persönlich besonders zufrieden bin, bereichernd und manchmal auch beglückend. Das Bild ist dann das Sahnehäubchen, welches zudem all die verschiedenen Tätigkeiten und manchmal auch Anstrengungen, die mich zu diesem Ergebnis geführt haben, symbolisiert. Der Weg zum Bild als Prozess der Freude bereitet und das Fotografieren als ein Hobby, welches das Leben durch schöne Erlebnisse und Erfahrungen bereichert, ist dabei natürlich nicht vom Ergebnis zu trennen.

Unter dieser Prämisse zählt für mich auch nur das Bild - egal mit welchen Kamerasystem aufgenommen, ob es digital oder auf Film entstanden, ob es mit superteuren Zoomobjektiven der neuesten Generation oder mit alten billigen Serie E Teilen geknipst wurde. Ein für mich gutes Bild kann dabei sowohl mit dem allerneuesten Hightec als auch mit der ältesten mechanischen Kamera und dem körnigsten Schwarzweiss-Film aufgenommen worden sein.

Liebe Grüße,

Jochen
 
Kommentar
bk.968 schrieb:
das ist jetzt schon ein wenig theatralisch, oder?
Der einzige Grund für mich das ganze auf die Aussage "Es geht nur um die Bilder" zu reduzieren ist, wenn mir der ganze Rest der dazu gehört keinen Spass mehr macht, und dann ist es besser aufzuhören. Das magst Du theatralisch finden, aber ich persönlich verbringe meine Freizeit eben lieber mit Dingen die mir Spass machen. Wenn es wirklich nur noch um das Bild selbst geht, nun, dann fahre ich doch mit Bildbänden besser, günstiger und einfacher.

Grüße
-- Rüdiger
 
Kommentar


ich wollte dir jetzt nicht auf die pelle rücken. klar, die meisten machen das aus spass und hobby. logisch gehts darum möglichst angenehm die zeit rumzukriegen, die wir hier auf dem planeten absitzen müssen.
mein posting ging eher in jochens richtung, dass es eben egal ist mit welchem medium wir diesem hobby nachgehen. deshalb wirkte deine aussage etwas 'befremdlich' auf mich. nu' isses klar!
 
Kommentar

Rüdiger,

langsam.....

Mein, zugegeben, knappes Statement lässt viel Interpretationsspielraum zu, das war aber nicht so geplant.
Was ich (schreibfaul) ausdrücken wollte, ist, dass es viele Wege zu einem Bild gibt, aber letztendlich das Ende dieses Konservierungsprozesses das Bild ist oder sein sollte.

Der Weg dahin ist sehr individuell, wie auch die Motive oder der Antrieb zur Fotografie.
Der Eine wird allein durch das immense Gewicht bei kleinen Abmessungen seiner Leica M positiv beeinflusst, für den anderen ist das Rattern des Motors seiner F3 Musik in den Ohren, alle haben irgendwie Recht, aber es sollte schon ein Film in der Kamera sein und am Ende des Tages manchmal auch ein Bild, bei dem einem die Härchen auf den Unterarmen vibrieren.

Dieses Gefühl meinte ich mit meiner Aussage zum Bild.

Gruß
Bernd
 
Kommentar
Kommt mal alle langsam wieder auf normale Betriebstemperatur herunter ...

Hallo zusammen,
es ist ja schon seltsam, was ein simples S/W-Dokumentarfoto hier an Diskussion zum Thema: Analog vs. Digital auslösen kann ...

Selbstverständlich wäre es möglich gewesen, diese Aufnahme auch digital anzufertigen und dann mit einer Bildverarbeitung auf alt zu trimmen, aber dies war nicht beabsichtigt. Ich wollte schlicht und ergreifend meine in vielen Situationen erprobte Kamera (FM-2) wieder einmal just for fun benutzen, nicht mehr und nicht weniger! Dabei wollte ich beim Fotografieren einfach durch die pure Konzentration auf diese Art der Fotografie den Kopf freibekommen, also eine Art Streßabbau ... Andere gehen dafür in ein buddhistisches Kloster um Steine zu harken und ich bin mit meiner puristischen Kamera losgezogen. Angenehmer Nebeneffekt war dabei, dass ich die Kamera wieder mal benutzt habe und nicht eine Verharzung befürchten muss. Gleichzeitig habe ich mir mal eine Auszeit von der Zoomsichtweise genommen und bin nur mit vier Brennweiten (35er-Shift, 45, 50 und 85) durch Berlin gezogen, mit der absichtlichen Beschränkung auf drei KB-Filme. Einfach um auch mal in einer Art Selbstdisziplin seinen eigenen Blick auf Motive wieder zu schärfen ...

Ich finde Diskussionen dieser Art (A vs. D) belustigend, da es vollkommen an der eigentlichen Zielrichtung der Fotografie vorbeigeht, nämlich ein Objekt abzubilden. Diesen Weg kann man inzwischen digital oder analog erreichen und dies ist auch gut so! Als ich Anfang der 1980er Jahre mit der Fotografie anfing, waren manche Bilder einfach technisch nicht bzw. nur eingeschränkt machbar, weil es die Analogie nicht hergegeben hat.

Beispiel gefällig?
Nachtaufnahmen waren analog zwar möglich, aber nur mit einem hohen technischen Verständnis (Stichwort für die Älteren: Korrektur nach Schwarzschild) möglich und dies bei sehr hoher Ausschußquote. Dies ist nun mit dem digitalen Equipment deutlich einfacher geworden und dies bei einer deutlichen besseren Ausbeute ...

Andererseits bevorzuge ich bis heute die analoge Projektion gegenüber dem Beamer, da Farbdias (für mich) besser herüber kommen ...

Ich bin persönlich beiden Technologien offen gegenüber eingestellt und benutze immer die Aufnahmetechnik, die mir für den beabsichtigten Zweck am besten geeignet erscheint.

Ich gebe dies zu, dass ich lange am Digitalem gezweifelt habe, inzwischen habe ich aber meinen Frieden damit geschlossen ...

Der größte Teil meiner Aufnahmen entsteht inzwischen digital, wobei es manchmal Situationen gibt, wo ich beide Technologien parallel benutze ...

Allen Beteiligten, die sich auch zu dem Bild geaußert haben, möchte ich an dieser Stelle für ihre Anmerkungen danken! Den Alexanderplatz habe ich seit 1990 aus diversen Blickwinkeln aufgenommen, aber auch bei bestem Sonnenschein wird da kein städtebauliches Glanzlicht draus, nur wenn man ihn farbig aufnimmt ...

In diesem Sinne, viel Spaß beim Fotografieren!
 
Kommentar
@thrd

so richtig s/w ist das Foto ja nicht.....Der C41 Film von Ilford kann nicht so kommen wie ein "richtiger" s/w Film, leider.

Volle Zustimmung meinerseits mit dem von dir Gesagten über das nie enden wollende Ja/Nein/analog/digital.

Deshalb: Ein Bild ist ein Bild ist ein Bild....

Gruß
Bernd
 
Kommentar
Moin,

schade, dass hier schon wieder ein Lagerstreit entstand.

Habt Ihr übrigens mal darüber nachgedacht, dass ein Standpunkt um so aggressiver verteidigt wird, je unsicherer sich der Verteidiger seines Standpunktes selber ist?
Niemand diskutiert darüber, ob morgens die Sonne aufgeht...

Noch etwas, Läden für teure Füllfederhalter fand man vor 15 Jahren nur nach langem Suchen, jetzt sind sie an (fast) jeder Ecke...
 
Kommentar
balise schrieb:
Rüdiger,

langsam.....

Mein, zugegeben, knappes Statement lässt viel Interpretationsspielraum zu, das war aber nicht so geplant.
Mein Problem mit so einer Aussage ist, dass ich genau soetwas schon oft entschuldigend gehört habe, von Leuten die scheinbar auf dem Weg zum Bild eben nicht besonders viel Spass haben.

Im Allgemeinen ist es mir egal womit andere zu ihren Bildern kommen, solange man mich auf meine Weise dazu kommen lässt.

Holla, mein 1234. Beitrag. Lustig.

Dann mal ciao
-- Ruediger
 
Kommentar

Holla,

glaubst du im Ernst, dass ich meine Bilder ohne Spass hätte machen können?

Bleibe bitte geschmeidig, ok?
 
Kommentar
Moin Leute,

Spass allein reicht mir nicht. Da muss noch mehr sein als Spass. Ich finde es abschreckend, wenn Leute mit ihren digitalen Maschinenkanonen durch Naturparks rattern und mit viel Spass am Wochenende 3.500 Leoparden- der Hirschdateien erstellen und am Ende zwei Dutzend Bildchen schön scharf nachgepfeffert auf die Homepage laden. Kann es nicht sein, dass bei solchen spassbasierten Belichtungsexzessen der Respekt fürs Fotografierte verloren geht? Mir wärs ungeheuer peinlich in Afrika an einem Elefantenpfad zu sitzen und die ganze Zeit Spass zu haben - manchmal möchte ich einfach nur Respekt empfinden und dankbar sein, einen herrlichen Moment erleben zu dürfen. Fotografieren ist ein Prozess mit vielen Handlungsabläufen - Spass beim Knipsen ist nur ein kleiner Teil davon. Am Ende ist es eine Komposition, die nicht beliebig ist, sondern gute und schlechte lassen sich sehr wohl unterscheiden, wobei die spassmaximierten Kompositionen ganz bestimmt nicht automatisch die besten sind.

Meine 2 Cents

Tim
 
Kommentar
Das mache ich meist eigentlich nur um Leute zu treffen (und Spass zu haben) oder Equipment auszuprobieren oder meine Technik zu verbessern. Wenn ich "wirklich" fotografieren gehe, dann bin ich am liebsten alleine und habe vorzugsweise sehr viel Zeit. Ob man das als Spass bezeichnen kann, weiss ich nicht, aber es bringt mir unendlich viel Ruhe und Entspannung.
 
Kommentar


und wo bitte, unterscheiden sich hier die technologien? ist man per kamerawahl entweder analog-'lichtmaler'-gutmensch oder spassgetriebener digital-rambo? das ist doch schwachfug ...

 
Kommentar
bk.968 schrieb:
und wo bitte, unterscheiden sich hier die technologien? ist man per technologiewahl entweder analog-'lichtmaler'-gutmensch oder spassgetriebener digital-rambo? das ist doch schwachfug ...

Nirgendwo unterscheiden sich die Technologien. Es war eine Reflexion auf die "Spassdiskussion" innerhalb des Threads. Sollte ich OT gewesen sein, bitte ich um Entschuldigung.

Tim
 
Kommentar
ich denke, was hier so oft die Geister scheidet ist die Vermutung der "Analogen", das der "Digitale" die Veränderungen in den Fotografier-Gewohnheiten unterschätzt, welche die Benutzung dieser Technik mit sich bringt. Stichwort. "Ballern". Mal abgesehen davon, das der Eine dafür viellleicht anfälliger ist als der Andere, spielt dabei sicher auch die "Sorge um sich selbst" eine Rolle.
Mir ist es jedenfalls so gegangen. Nach Umstieg auf Digital bin ich zunächst auch dem "Try amd Error" Wahn verfallen und hab dabei vollkommen vergessen das ich das, was ich da nun plötzlich mit sofortiger Kontrolle alles "Ausprobieren" kann, ja eigentlich schon in (zumindest für mich) zufriedenstellender Weise beherrsche.
Hat ne Weile gedauert bis ich geschnallt habe, das ich da einem Spieltrieb verfallen war, der mit dem vorher betriebenen Fotografieren in der Substanz nichts mehr gemein hatte.
Insofern ist nach dem "Spass" des Spielens wieder die "Freude" des Foto machens eingekehrt. Heisst, I`m back! Der Spieltrieb ist weg. Insofern fühle ich mich durch die Möglichkeiten Digitaler Technikauch nicht mehr "gefährdet".
Wenn ich heute lieber auf analog zurückgreife, hat das andere Gründe. Gäbe es kein analog mehr, wüde ich selbstvertändlich digital weitermachen, denn letzendlich geht es ums Bildermachen, jene faszinierende Möglichkeit, ohne Worte auch über Sprachgrenzen hinweg kommunizieren zu können.
 
Kommentar
dongil schrieb:
Insofern ist nach dem "Spass" des Spielens wieder die "Freude" des Foto machens eingekehrt. Heisst, I`m back! Der Spieltrieb ist weg. Insofern fühle ich mich durch die Möglichkeiten Digitaler Technikauch nicht mehr "gefährdet".

Tja, sehr schade für Dich. Das eine muß das andere nämlich nicht ausschließen, im Gegenteil, der Spieltrieb wirkt befruchtend auf die Technik.

Gruß Erik
 
Kommentar
24_TD schrieb:
Am Ende ist es eine Komposition, die nicht beliebig ist, sondern gute und schlechte lassen sich sehr wohl unterscheiden

Wenn solche Argumente kommen, dann werfe ich gerne einen Blick in's Portfolio. Das ist manchmal sehr beeindruckend und in anderen Fällen sehr erheiternd.
 
Kommentar
volkerm schrieb:
Wenn solche Argumente kommen, dann werfe ich gerne einen Blick in's Portfolio. Das ist manchmal sehr beeindruckend und in anderen Fällen sehr erheiternd.
Moin,

naja, und wie gut ist das Argument? Argumente werden meist nicht besser, wenn die Verweise aufs Portfolio kommen. Sowas wird dann nur noch durch den Verweis auf Rechtschreibfähigkeiten getoppt.

Besten Gruss

Tim
 
Kommentar
24_TD schrieb:
Argumente werden meist nicht besser, wenn die Verweise aufs Portfolio kommen.

Moin Tim,

manchmal ist das schon aufschlussreich, wenn die gestalterische und/oder technische Qualität der Bilder so gar nicht das einlöst, was die Wortbeiträge erhoffen lassen.
 
Kommentar
-Anzeige-