Frage Welches Tele für Botswana?

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Jan_N

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Guten Abend Forum,

ich habe für nächstes Jahr im Sommer (ist also noch lang hin) eine schöne 16-Tage-LKW/Campingtour duch Botswana inkl. Okavango Delta gebucht und würde gern von Euren Erfahrungen "zehren" zwecks Objektivempfehlung.

Handgepäck bei den Fluggesellschaften ist mittlerweile auf 7-8 kg limitiert, und ich wurde dieses Jahr auch schon zwei Male pingelig kontrolliert deswegen, hier möchte ich also Stress vermeiden, wenns geht.

Kamera wird die D800 sein, 18-35 und 24-70 kommen sowieso mit, wenns geht auch ein 105er Makro, notfalls in der Jackentasche. Aber welche(s) Tele? Ein 70-200/2.8 VR habe ich, mit TC-17.

Hier liest man "Brennweite ist durch nix zu ersetzen", da hingegen "Den Viechern kommt man sowieso recht nah. Und w/gegen Hitzeflimmern bringens 600mm auch nicht". Ja was denn nun? ;) Zoom ist zumindest Konsens, ein FB-Kälbereimer allein erscheint mir zu unflexibel.

Konkret schwanke ich zwischen nem Sigma 120-300 OS (+ 1.4er Konverter?) und den 150-600ern von Tamron oder Sigma. Oder einem 200-400VR? Version I oder II? Lichtstärke oder Brennweite? Kosten sind erst mal zweitrangig, ich würde den langen Vorlauf gern nutzen, um gebraucht zu kaufen und das Objektiv nach dem Urlaub wieder weiterversemmeln, das geht meist ohne großen Verlust. Nur wärs blöde, ein xxx-600 zu kaufen, und sich über mangelnde Lichtstärke zu ärgern, genauso wie bei einem zu kurzen Objektiv über mangelnde Reichweite.

Oder reicht am Ende ein TC-14 für mein 70-200er und alles ist gut? Oder doch eine D7100 o.ä. als Telekonverter?

Was habt ihr in Afrika dabeigehabt und was vermisst bzw. was hat sich bewährt?
 
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Auf die Rückkehr eines solchen Thread-Titels warte ich schon mindestens 6 Monaten :D


200-400 hört sich cool und richtig an, ich würd allerdings das 70-200 mit Konverter nehmen, weil ich zu faul wär zum Schleppen.

Das Sigma zoomt andersrum, das würd ich rechtzeitig kaufen um Zeit zum üben zu haben.
 
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Die berühmte Gretchenfrage. Brennweite, Lichtstärke, Gewicht und Preis sind eher indirekt proportional. Da muss jeder seinen eigenen Kompromiss finden. Aber "Geld spielt keine Rolle" ist schon mal ein sehr guter Ansatzpunkt.

Ich hatte dabei

D800 mit Sigma 120-300/2.8 (mit OS) mit TC-14 und TC-20 von Sigma
D300 mit Sigma 50-500 (mit OS)
Plus diverses anderes Zeugs

Mit dem 50-500 konnte man in den frühen Morgen und späten Abendstunden nicht viel anfangen. Ich bin kein Freund von hohen ISO Werten und die D300 ist zugegebener Maßen auch kein ISO-Monster. Ansonsten bei gutem Licht kein Problem. Es fehlen Dir dann halt morgens die Zeit von 6:00 bis ca 8:00 und Abend von 17:00 bis 19:00 Uhr fürs Fotografieren.

Mit dem 120-300 war ich sehr zufrieden. Morgens und Abends solo ohne TC und dann tagsüber mit TC14 oder ab und zu mit TC20. Die Kombo kann ich empfehlen. Das 200-400 vr2 ist mit Sicherheit auch sehr gut oder vielleicht sogar besser aber dafür auch teurer, etwa gleich schwer aber nicht ganz so flexibel.

Wie es in Botswana abläuft weiss ich nicht, aber in Kenia hätte ich manchmal das 14-24 drauf tun können, so nah kamen wir an die Tiere ran. Mit Hitzeflimmern hatte ich überhaupt keine Probleme.

Empfehlen kann ich nur Häuschens Rat, egal mit welcher Kombo Du letztendlich fotografieren wirst: Geh vorher üben. Ich kann Dir nur einen Zoo in Deiner Umgebung empfehlen. Die grossen Teles bei bewegten Motiven brauchen etwas Übung.

Viel Spass bei der Entscheidungsfindung

Roland

Gesendet von meinem iPad mit Tapatalk HD
 
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Hmm, danke. Ja, klar wird da nix 2 Tage vorher angeschafft... ;)

Aber hast du die 500mm an dx tagsüber "zwingend" gebraucht? Ein "natives" 600er Zoom wird sicherlich besser sein als ein konvertiertes 2.8er. Wenn aber die Aussage steht, dass man die Reichweite selten braucht, hab ich lieber ein 120-300 dabei. Grundsätzlich habe ich mit langen teles schon Erfahrung, das 2.8/300 und das 4/500 sind aber schon lange verkauft, weil sie in meinem fotografischen Alltag nie gebraucht werden.

Macht ein Stativ eigentlich sinn? Tendiere eher zum Beanbag...
 
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... Macht ein Stativ eigentlich sinn? Tendiere eher zum Beanbag...

Kommt darauf an, wie/wo Du reisen willst. In den Parks zur Tierbeobachtung darfst Du aus den Fahrzeugen nicht aussteigen. Da nützt Dir ein Stativ gar nichts - höchstens auf dem Gelände des Hotels/der Lodge. Ein Einbein hingegen lässt sich im Wagen meist mit Kabelbindern gut fixieren. - Die Tiere sind teilweise sehr schnell, erst weit weg, dann direkt vor Dir, sodass 2 Bodies sinnvoll sind. Beanbag ist Zwang !
 
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... Mit dem 50-500 konnte man in den frühen Morgen und späten Abendstunden nicht viel anfangen. Ich bin kein Freund von hohen ISO Werten und die D300 ist zugegebener Maßen auch kein ISO-Monster. Ansonsten bei gutem Licht kein Problem. Es fehlen Dir dann halt morgens die Zeit von 6:00 bis ca 8:00 und Abend von 17:00 bis 19:00 Uhr fürs Fotografieren. ...

In Südafrika war es entweder hell, oder dunkel. Die "Dämmerung" dauerte gefühlte Sekunden.
 
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Meine Kombi für solche Touren:
D800/MB-D12 + Ersatzakku
AF-S 17-35mm f/2,8
AF-S 24-120mm f/4 VR + Canon 500D Nahlinse
AF-S 200-400mm f/4 VR + TC-14 E II
SB-U800 + 2x SB-R200
... und ein gutes Fernglas.

Das ist schon mehr Zeug als genug, hat sich aber stets bewährt.

Gruß Sven
 
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Ein "natives" 600er Zoom wird sicherlich besser sein als ein konvertiertes 2.8er.

Theorie *g*
Praxis:
AF-I 300mm f/2,8 + TC-20E III besser als AF-I 600mm f/4
AF-S 200-400 f/4 VR + TC 14E II besser als alle Fremdoptiken, die ich
kenne
- aus eigener Erfahrung !!! - ... und das werden Dir sicher viele andere bestätigen.

Gruß Sven
 
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Praxis:
AF-I 300mm f/2,8 + TC-20E III besser als AF-I 600mm f/4
AF-S 200-400 f/4 VR + TC 14E II besser als alle Fremdoptiken, die ich
kenne
- aus eigener Erfahrung !!! - ... und das werden Dir sicher viele andere bestätigen.

Praxis:
AF-S 300mm f/2,8 VRII + TC-20E III schlechter als AF-S 600mm f/4 VR
- aus eigener Erfahrung !!! - ... und das werden Dir sicher viele andere bestätigen. :rolleyes:
 
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Hi Jan,

1. 2. Gehäuse, ein muss
2. (U)WW-Objektiv
3. anstatt Makro das 70-200, event. Achromat 77mm z.b Canon 500D (2Diopt) oder Marumi 2 oder 4 Dioptrien.
4. lange Tüte das 200-400 VRII soll ein sehr brauchbares Objektiv für Afrika sein, wird von mehreren Tierfotografen verwendet, die Richtigen Profis haben 4/600mm. 3-Beinstativ ist entbehrlich, Bohnensack viel zweckmässiger und am Ort füllen. Wenn das Fahrzeug in der Hitze irgendwo bei Löwe oder Gepard hält, kann es vorkommen, das die Tiere sich im Fahrzeugschatten legen, drum UWW.
5. Genügend Speicherkarten, Abspeichern extern.
6. Genügend Akkus um zumindest 2-3 Tage feueren zu können, Nachlade Möglichkeit. Wenn 10 Personen im Auto/LKW sitzen wollen alle an den Ladestecker!
7. Kleiner Aufhellblitz
8. Falls du mit Frau o. Verwandtschaft fliegst, Handgepäck auf 2 Personen verteilen um de Gewichtsvorgaben einzuhalten. Sontiges Handgepäck wie Laptop geht extra.
9. 1.4 Konverter um auf 400 -500mm zu kommen, wäre wenn du bei Blende 4 (2.8 x 1.4) bleibst.

Gruß Warner
 
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Vor 2 Jahren in Sambia hatte ich das 200-400/4 VR I mit und war damit sehr zufrieden. Hier findest du ein paar Fotos die damit entstanden sind. Ab der Gabelracke (Bild 14) sind alle Fotos mit der D3s und dem 200-400/4 aufgenommen worden. Sie sind Freihand, bzw. irgendwo am Auto aufliegend gemacht worden.
 
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Hallo zusammen,

Stimmt, die Canon 500D verstaubt bei mir im Schrank, guter Tipp, die zu aktivieren.

Und meine Frage war durchaus ernst gemeint - ich war noch nie in Afrika, weiss also nicht, wie nahe ich den Tieren komme und was sich da bewährt. Und ob jetzt aus dem Kanu auf dem Delta bzw. im Zelt alles so ist wie anderswo aus dem Jeep in Kenia, Uganda und Südafrika, weiss ich auch nicht. ;)

Ist es beim 200-400 egal, welche Version? Optisch sollen sie laut Thom Hogan ja gleich sein, bis auf den VR... Und die neue ist noch mal empfindlich teurer als die alte. Herr Hogan empfiehlt ja den TC14 am 200-400 nur eingeschränkt, kann da der TC14II mehr?

Was mich nur skeptisch macht: Die Empfehlungen fürs 200-400 stammen fast alle aus der Zeit vor dem neuen 120-300 - das ja ziemlich gut sein soll. Und vor der D800, die wiederum pingelig ist, will man sie ausreizen. Es gibt aber kaum Vergleiche von 120-300 (mit Konverter) vs. 200-400.

Und dann gibts ja da auch noch das neue 80-400 - zwar ein Dunkelzoom, aber dafür wohl mit schicker Schärfe und angenehmem Gewicht...

Laptop nehme ich nicht mit (zu schwer, außerdem - wozu?), dafür fotobegeisterten Vater und Bruder, wir können uns das Zeug aber sicherlich aufteilen fürs Handgepäck. Trotzdem sind 7-8 kg nicht viel, mit dem 4/500 hatte ich zum Teil 14 Kilo auf dem Buckel. Drum die Frage nach dem besten Kompromiss. Und Speicherkarten - da dachte ich einfach an einen Haufen CF+SD mit Parallelspeicherung, dann kann auch nix schiefgehen. Kostet ja heutzutage nix mehr bzw hab ich sowieso.

Zweiter Body also. Hm. Naja eine D7100 vielleicht, die hat wenigstens dieselben Akkus wie die D800. Aber ist das wirklich ausschlaggebend? Wiegt ja auch wieder ne ganze Menge...

@MECHammer: Sehr schöne Bilder! Alle mit FX gemacht? Hattest Du zwei Bodies dabei?
 
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Um nun Deine Fragen vielleicht etwas näher zu beantworten:

1. Wie nahe kommt man den Tieren? Das kannst Du aus dem folgenden Bild auch selber beurteilen. Die Bilder stellen übrigens keinen künstlerischen Wert dar.

Afrika_1.jpg


Ich war mit dem 120-300/2.8 mit den TC’s sehr zufrieden. Mit dem TC20 lässt das Objektiv aber deutlich nach. Mit dem TC14 sind die Ergebnisse sehr gut. Mit der D300 und dem 50-500 war ich auch sehr zufrieden. Ich bediente die D800 und meine Tochter die D300. Klar sind 500 mm an DX noch mal fast doppelt so viel Brennweite, aber so richtig vermisst habe ich sie nicht.

Wie das 200-400 abbildet kann ich Dir nicht sagen, war aber ursprünglich auch in meiner engeren Wahl. Wenn ja, aber dann das VR-II (also das Neue). Für mich war dann aber das 120-300/2.8 auch nach der Safari das flexiblere Objektiv (meine persönliche Meinung) und ich habe es behalten. Vom Gewicht her schenken die sich nichts, preislich ist das Nikon 200-400 teurer.

2. Hier ein Bild mit der D800 und dem 120-300/2.8 mit dem TC-20 von Sigma. Die Exifs sind drin, ebenso die GPS. Effektive Brennweite 330 mm bei f:5.6, 1:1000-tel und ISO-1000

Afrika_2.jpg


3. Hier ein Bild mit der D800 und dem 120-300/2.8 mit dem TC-20 von Sigma. Die Exifs sind drin, ebenso die GPS. Effektive Brennweite 600 mm bei f:7.1, 1:1000-tel und ISO-720

Afrika_3.jpg


4. Hier ein Bild mit der D800 und dem 120-300/2.8 mit dem TC-14 von Sigma. Die Exifs sind drin, ebenso die GPS. Effektive Brennweite 420 mm bei f:4.0, 1:500-tel und ISO-1600

Afrika_4.jpg


5. Hier ein Bild mit der D800 und dem 120-300/2.8 mit dem TC-14 von Sigma. Die Exifs sind drin. Effektive Brennweite 420 mm bei f:10.0, 1:320-tel und ISO-1600

Afrika_5.jpg


6. Hier ein Bild mit der D800 und dem 120-300/2.8 mit dem TC-14 von Sigma. Die Exifs sind drin. Effektive Brennweite 420 mm bei f:8.0, 1:400-tel und ISO-1600

Afrika_6.jpg


ca. 100%

Afrika_7.jpg


7. Und hier noch ein Bild mit der D800 und dem 120-300/2.8 solo. Exifs sind drin. Brennweite 300 mm bei Blende f:2.8, 1:125-tel (frei Hand) und ISO 1600. Aufgenommen um 17:11 in beginnender Dämmerung. Mit der D300 und dem 50-500 von Sigma keinerlei Chance ein brauchbares Foto zu erhalten. Ich habe von der D800 den TC14 abgeschraubt um wenigstens ein Bild vom ersten Leopard hin zu bekommen, auch wenn mit Blende 2.8 die Schärfentiefe sehr gering ist. Abstand war etwa so 10 bis 15 m Soviel zum Thema entweder Hell oder Dunkel.

Afrika_8.jpg


Was Du definitiv daheim lässt ist ein Stativ, das ist eher im Weg. Lieber noch ein Weitwinkel. Als Backup hatte ich noch das 28-300 dabei (falls was ausfällt, funktioniert an DX und FX und hat auch ein wenig Brennweite). Ich habe es aber nicht gebraucht. Wir hatten insgesamt 20 kg Fotozeugs dabei, davon hatte ich 14kg im Rucksack und meine Tochter 6 kg. Da meine Frau auch noch mit dabei war haben die beim Einchecken gerechnet 3 x 8 kg = 24 kg > 20 kg -> funktioniert. Ich hatte schon befürchtet umpacken zu müssen.

Die Aufnahmen sind alle wegen dem Web mit DXO und quasi Standardeinstellungen auf die Schnelle entwickelt und auf 800 Pixel verkleinert. Wenn Du gerne ein paar RAW’s sehen möchtest, gib kurz per PN Bescheid, aber D800 RAW’s sind so 45 mB groß.

Immer noch viel Spass beim Grübeln. Die Entscheidung nimmt Dir keiner ab.

VG

Roland
 
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Hallo Roland,

vielen vielen Dank für den Eindruck und die große Mühe, die Du Dir gemacht hast. Das ist eine echte Hilfe und bringt mich schon mal deutlich weiter als manch anderer Kommentar. Das heisst für mich zudem hoffen, dass mein Sohnemann auch mal fotobegeistert wird, wenn er mehr tragen kann als eine Kompaktknipse ;) Deine Bilder zeigen mir aber auch, dass man auch in Afrika nicht genug Brennweite haben kann...

Wegen der RAWs (auf die bin ich neugierig, weil unter Realbedingungen...) melde ich mich noch.

Vielleicht ist es wirklich nicht schlecht, wir drei verteilen unser (Hand-)Gepäck untereinander, um weniger Generve mit dem Checkin zu haben.

Schönen Abend,
Jan
 
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