Letzlich wird nach genau einem Objektiv gerufen, nach dem AF-S VR II 70-200mm f/4 G ED für € 699.-. Das ist das Objektiv, das Canon hat (wenn auch teurer) und Nikon nicht. Und da ist die Kundschaft absolut verbohrt. Da hilft kein Nachrechnen, welche Lichtstärke das 70-300mm bei 200mm hat, ebenso wenig wie in anderen Brennweitenbereichen f/3.5-4.5 als Ersatz gelten darf. Solange der Canonier triumphierend seine weisse, rot beringte Pfeffermühle herumschwenkt, hält sich der Nikonianer wimmernd die Weichteile. So wie vorher fünf Jahre lang beim Stichwort "Vollformatkamera".
Das 70-300mm VR, also? Naja, die f/4 Canons sind bei f/4 fast so gut wie die mit f/2.8 auf f/4 abgebelndet. Und ab f/5.6 teilweis ebesser (photozone). Schaun wir doch schnell mal 70-300 VR vs. 70-200mm VR
Verzeichnung: Beide sehr schön, Gleichstand wie gewünscht
Vignettierung: 200mm offen, da ist das 70-300mm minimal schlechter. Sonst Gleichstand, da winzige Vignettierung
Auflösung 70mm: Das 70-200mm bringt tund 100 LPH mehr, auch bei f/.6 und f/8.
Auflösung 200mm: Das 70-200mm bringt rund 150 LPH mehr (f/8).
CA: Leichter Vorteil für's 70-300mm bei 70mm 8weniger CA bei (f/4). grösserer Vorteil für's 70-200mm bei 200mm, da ist die CA beim 70-300mm auch abgeblendet über 1 Pixel!
Die CA Sache kann man noch als etwa gleichwertig hinnehmen, da man das arausrechnen kann.
Aber dem 70-300 fehlt es an Auflösung, um wie bei Canon die Vollwert-Alternative zum 2.8er zu sein für alle die, die die f/2.8 nicht brauchen. Dass es bei 200mm nur f/5.3 hat, kommt noch hinzu, wenigstens f/4.5 wäre schöner, wenn es eine Alternative zum f/4 Canon sein soll.
Grüsse,
Sebastian