Welche Programme setzt Ihr für die Bildbearbeitung ein?

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Welche Bildbearbeitungs-Software setzt Ihr ein?


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Weiß nicht ob es satirisch / ironisch gemeint war, aber ja, das fehlt.
Ich mache tatsächlich so manche abschließenden Bearbeitungen, speziell für Web-Darstellung, gerne mit IrfanView - aber nicht immer. Das benutze ich fast schon genauso lange wie PS und glaube dass viele das Potential dieser Software gar nicht nutzen können.

Grundlegend bin ich LR/PS Nutzer. Gerne aber auch mal Camera RAW nativ aus Bridge heraus, da gefühlt sich manche Regler etwas anders verhalten und manche Features auch zuerst in Camera Raw als Beta kommen, wie zuletzt die Entspiegelung von Reflexionen.

Da ich ja inzwischen Fujisti bin habe ich noch ein paar andere Tools am Start.
Iridient-X-Transformer für ein erstes Demosaicing der RAW-Daten - speziell bei extremen Einstellungen kommen da besser bearbeitbare TIF Daten raus, in Bezug auf pushen von dunklen Partien usw. Seltsamerweise benutze ich das native RAW Verarbeitungs-Tool von Fuji (Fujifilm XRAW Studio) fast nie, weil die das nicht als Standalone-Software auf dem Rechner anbieten, da muss immer die Kamera mit verkabelt werden, und das nervt hart; es ist aber ohnehin sehr rudimentär gehalten. Die Kooperation mit C1 hat Fuji nur auf ganz ganz kleiner Flamme aufrecht erhalten - man kann da nur noch ganz rudimentäre Entwicklungs-Funktionen nutzen, das macht vom Start weg schon keinen Spaß, daher bin ich da nie tiefer eingestiegen.

Für die Kombination von Pixel-Shift Aufnahmen heißt das Tool "Fujifilm Pixel Shift Combiner" - simpel und effektiv.

HDR mache ich immer noch gerne mit SNS HDR lite 2 - irgendwie liefert das immer noch die natürlicheren Ergebnisse als die Tools aus PS/Lightroom, wobei die natürlich schon ziemlich aufgeholt haben.

Ebenfalls nicht mehr wegdenkbar ist schon seit Jahren das Niktools Paket - seit es da die Free Version zum DL gab bin ich dabei geblieben, das kann immer noch fantastische Dinge, die von den meisten gar nicht ausgereizt werden - speziell das D-Fine Modul wenn man es ohne die Automatiken verwendet, und für s/w Umwandlung kenne ich auch wenig flexibleres/kreativeres.
 
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Mache fast alles mit NX Studio. Habe noch PSE 2023 auf dem Rechner für Eventualitäten, brauche es aber nahezu nie! NX Studio verbessert sich ständig und bei jedem Update, oft nur in Kleinigkeiten, die manchmal gar nicht erwähnt werden, besonders in Geschwindigkeit. Mittlerweile läuft es richtig rund!
 
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Ich mache alle Bearbeitungen mit Nx Studio, auch mit der kritisierten Version 1.9.
Mir reicht der Funktionsumfang völlig aus.
DIe mächtigen , bzw vielen Hebelchen von Photoshop und co ?
Ich weiß ja nicht wer das alles braucht, gerade mit Blick auf das präzise Fotografieren dass mit den Systemkameras möglich ist.
Ach ja, der olle Irfan View ist auch noch in Nutzung
 
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Ich kaufe alle paar Jahre eine neue Version Capture One. Der Entscheid fällt in der Regel dann, wennich unbedingt eine neue Kamera will, diese aber auch mit Tricks nicht unterstützt ist. Mit Tricks heisst: In den EXIF das Modell mit einem unterstützen überschreiben, das den gleichen Sensor hat.
Da sich am Kameramarkt im Moment wenig tut, was mich so sehr reizt, dass ich dazu auch wieder eine teure Lizenz kaufe, bin ich nach wie vor bei der Version von 2022.
 
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Ach ja, der olle Irfan View ist auch noch in Nutzung
Ich arbeite mit LR und PS.

IrfanView hab ich jedoch schon länger und es gibt immer noch Updates und ich nutze es ebenfalls jeden Tag.
Sogar für alle Aufgaben die mit Batch-Abarbeitung erledigt werden, denn das schaff ich in IV etwas schneller als in PS.
Und die Lizenz ist erfreulich günstig.
 
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Mein Workflow startet mit einem selbstgeschriebenen Programm zum Sichten, Bewerten, Umbenennen u.ä. Weiter geht es mit DxO (Entrauschen, Objektivkorrektur, oft auch schon Beschneiden). Dann gehe ich zu Lightroom über, für die normale Bearbeitung. Bei Bedarf ziehe ich Photoshop hinzu. Zum Schärfen nehme ich Topaz SharpenAI (aus LR heraus). Gelegentlich dann noch speziellere Software wie z.B. Topaz Gigapixel oder Microsoft ICE.

Anders formuliert: LR ist mir weder zum Entrauschen noch zum Schärfen gut genug, in anderen Bereichen (z.B. Maskieren) finde ich es aber einfach fantastisch. Deswegen war ich nach einigen Jahren Abstinenz (ich hasse das Subskriptionsmodell) letztlich zu Adobe zurückgekehrt.
 
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Natürlich nutze ich nicht alle Hebelchen und Knöpfchen on PS. PS wird ja nicht für jeden einzelnen zusammengestellt. Jeder hat die Verpflichtung, sich das herauszusuchen, was er braucht. Ich wette, dass diese Globallösung billiger ist als die individuelle.
Bei PS ist es ja nicht nur die Software selbst, sondern die vielen PlugIns, die manchmal in ihrer Funktion deutlich besser sind als das Lösungsangebot von PS. Oder den Spielraum für Kreativität erweitern.
 
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IrfanView nutze ich tatsächlich auch gelegentlich. Die Software könnte richtig gut sein wenn da nicht die extrem angestaubte und unübersichtliche Oberfläche wäre. Gerade bei nur gelegentlicher Anwendung kostet es einiges an Überwindung.

Womit ich ebenfalls sehr gerne arbeite ist der FastStone Image Viewer. Gerade wenn es mal schnell gehen soll und nur um eine erste Sichtung geht, z.B. im Urlaub, und eine finale Bearbeitung noch nicht gemacht werden soll mag ich dieses kleine Tool
 
2 Kommentare
Lees kommentierte
Guter Tipp mit dem FastStone
Irfan View musste jetzt verschwinden

Gruß, Stefan
 
D
DGeo kommentierte
Was mir auch am FastStone gefällt: Man kann eine größere Anzahl von exterrnen Programmen angeben, die man vom Viewer aus aufrufen kann. Bin inzwischen bei 8, bei IrfanView war es m.M.n. nur 3.
 
XnView MP ist mein kleiner, schneller Bildbetrachter und Ordner-basierter Bildverwalter und völlig ausreichend für die rasche Manipulation von Exif-Daten und das "Einbrennen" von GPS-Tags direkt in die NEF.

ON1 Photo RAW 2025 nutze ich einerseits als komplexe Bildverwaltung, andererseits als Editor, wenn die Bearbeitung "quick and dirty" sein darf, wenn ich mit Ebenen arbeiten muss oder HDR-Bilder bzw. Panoramen benötige. Die GUI ist etwas unübersichtlich, aber nach einer gewissen Einarbeitungszeit beherrschbar. Ein im Verhältnis für das Gebotene sehr günstiges Programm, auf dessen KI-Funktionen ich aber händeringend verzichte, weil sie immer noch nicht überzeugend funktionieren.

DxO PhotoLab 7 mit FilmPack 7 und ViewPoint 4 bietet hervorragende optische Korrekturen, eine ausgewogene, detailreiche Fotoentwicklung, ein unvergleichliches Farbmanagement und eine unübertroffen gute Entrauschung. Nachteil: Es gibt keine Panorama- oder HDR-Funktionen, die Bildverwaltung ist eher rudimentär und ausschließlich Ordner-basiert, und der Hersteller ruft für seine Software doch recht üppige Preise auf. Dennoch ist das Programm mein Mittel der Wahl, wenn die Ergebnisse wirklich erstklassig bis ins letzte Pixel werden müssen.

Affinity Photo 2 inkl. Designer 2 und Publisher 2 gab's als Paket für kleines Geld im Angebot. Ich habe die Software installiert, nutze sie aber so gut wie nicht mehr, seit ON1 Photo RAW Einzug auf meiner Festplatte hielt, denn die Funktionalitäten, für die ich Affinity Photo 2 verwendete - HDR, Panoramen, Ebenen, Text in Fotos - bietet Photo RAW ebenfalls, und das in einem meinen Ansprüchen vollkommen genügenden Umfang.

Luminar Neo kaufte ich mir irgendwann vor Jahren, deinstallierte es allerdings wieder, weil es mich qualitativ nicht zu überzeugen vermochte.

Adobe Software mag ich seit der Zwangsabonementisierung nicht mehr, seit meinem Wechsel von Nikon D auf Z arbeite ich daher nicht mehr damit.
 
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Allerdings.
Weiß nicht ob es satirisch / ironisch gemeint war, aber ja, das fehlt.
Das sehe ich keineswegs satirisch.
IrfanView nutze ich tatsächlich auch gelegentlich. Die Software könnte richtig gut sein wenn da nicht die extrem angestaubte und unübersichtliche Oberfläche wäre.
Letzteres ist eine Gewohnheitssache. Ich benutze IrfanView schon fast 25 Jahre, seit es mal auf einer Heft-CD der c't empfohlen wurde. Vom einfachen Bildbetrachter mit rudimentären Funktionen hat es sich zu einem sehr praktischen Tool gemausert, mit dem ich an der Arbeit auch Anleitungen mit beschrifteten Screenshots zügig illustrieren konnte. Schnell mal geknipste Handybilder bearbeite ich auch gerne mal damit. Ansonsten nehme ich es, da Ablageordner mit Datum und Thema meine Bilddatenbank sind, als Vorschau- und Auswahltool der RAW-Bilder für PS. Bridge habe ich mal ausprobiert, fand es aber nicht überzeugend.

• Photoshop mit Camera Raw
• Luminar Neo als Plugin
• DXO Niktools als Plugin
• Topaz-Tools als Plugin
• Irfanview
 
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Bisher genutzt habe ich ON1RAW, Capture One Pro, DXO PhotoLab samt FilmPack und bin jetzt bei Lightroom angelangt, wo ich 99% der Bearbeitung mache. Das restliche Prozent erledigt Pixelmator Pro als Plugin von "Fotos" auf dem Mac, wenn ich unerwünschte Bildelemente entfernen will - das geht hier einfach phantastisch gut.
Irgendwann werde ich mir aber mal wieder eine PhotoLab-Lizenz gönnen, weil ich die Software einfach mag und meine eigene Version4 doch etwas in die Jahre gekommen ist.
NX Studio hatte ich auch mal testweise auf dem Rechner und fand es furchtbar, genauso wie Darktable.
 
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Bei mir werden die heruntergeladenen RAW-Dateien zunächst in DxO PhotoLab entwickelt, entrauscht und katalogisiert samt Beurteilung. Danach bin und bleibe ich meistens im Photoshop, wo ich zusätzlich je nach Aufgabe im PS die folgenden PlugIns nutze: Luminar neo, TOPAZ Photo AI, NicCollektion und Exposure. Am Ende werden alle fertigen Aufnahmen in die passenden Ordner meiner Bibliothek verschoben, ohne irgendeinen Bildmanager zu benötigen. Sollte ich irgendwann doch einmal sowas brauchen, dann hat mir mal der von MYLIO am besten gefallen, den ich testweise einmal ausprobiert hatte.
 
Zuletzt bearbeitet:
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- ACDSee Ultimate mit NIK-Tools als Plugins und einzelnen Topaz-Tools als Plugin
- ein altes Photoshop CS2 für einzelne Bearbeitungen, deren Tools in ACDSee nicht so gut gelöst sind
- FastStone Viewer für bestimmte Batch-Bearbeitungen
 
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Man müsste mal einen Vergleich machen, ob man die extrem umständlichen Vorgehensweisen, die von einigen hier vorgeschlagen werden, wo jedes Bild durch x Programme durchgejagt wird, bis es fertig ist, wirklich einen Vorteil gegenüber einer Software wie Lightroom oder NX Studio bringt, mit der man nahezu alles bewerkstelligen kann. Hat jemand Lust, sowas mal zu initiieren? Ein NEF, und jeder entwickelt es nach seinem Gusto, ohne zu sagen, womit und wie, und dann stimmen wir über das beste Ergebnis ab und lernen von der Siegerin oder dem Sieger wie sie / er es gemacht hat?
 
L
lokatz kommentierte
Und wie beantwortet das dann die von dir aufgeworfene Frage, welchen Vorteil die "extrem umständlichen Vorgehensweisen" (dein Ausdruck) bringt [sic]?

Mal ganz abgesehen davon, dass man wichtige Aspekte wie Entrauschen und Schärfen angesichts der 1200-Pixel-Begrenzung in diesem Forum sowieso nicht beurteilen kann und damit das Ganze absurd wäre...
 
Frank2111 kommentierte
Das ist ja bei LR nicht anders.

LR ist mächtig und kann viel, aber eben nicht alles. Da ist Photoshop teilweise die bessere und komfortablere Alternative, die sich direkt aus LR starten lässt und nach der Bearbeitung wird das Foto aus PS heraus wieder an LR übergeben.
 
C
Christian B. kommentierte
Für Zwecke des Forums / Internets beantwortest Du die Frage also von vornherein mit „keinen“?
 
C
Christian B. kommentierte
Ist mir bekannt, und ich finde es sehr komfortabel gelöst.
 
L
lokatz kommentierte
Du hast echt eine Neigung, anderen Worte in den Mund zu legen, die sie nie gesagt haben.

Meine Meinung: Man kann einzelne Aspekte verschiedener Programme halbwegs objektiv vergleichen, zum Beispiel das Entrauschen, Schärfen, Entdunsten. Das habe ich beim Entrauschen auch mal gemacht (https://thisbeautifulplanet.de/denoising-software-comparison, nur auf Englisch).

Man kann weiterhin die Funktionalität verschiedener Programme vergleichen, inklusive eines Workflows über mehrere Programme hinweg, wobei der Vergleich aber schon sehr subjektiv wird. Das kann man in einschlägigen Fachzeitschriften immer wieder finden und krankt jedes Mal daran, dass jeder von uns unterschiedliche Erwartungen daran hat, was Software können soll und muss. Der eine findet Luminar toll, weil man damit so herrlich völlig andere Bildwirkungen und -verfremdungen erzielen kann, der andere will NX Studio, weil er damit am dichtesten am Originalbild bleibt, usw.

Was man auch machen kann, aber eben gar keine relevanten Ergebnisse liefert, ist der von dir vorgeschlagene Weg, das gleiche Bild mit verschiedenen Programmen (und von verschiedenen Leuten) bearbeiten zu lassen und dann die Ergebnisse dazu heranzuziehen, die Programme bzw. den Workflow zu beurteilen. Kompetenz und Geschmack des Bearbeiters spielen bei einem solchen "Vergleich" eine wesentlich größere Rolle als die Fähigkeiten der Software. Somit wird das dann zum reinen Beauty Contest, der mehr über den Geschmack des Beurteilenden als über die Eigenschaften von Bildbearbeitungssoftware aussagt. Kannst du gern initiieren, wenn es dir wichtig ist, beantwortet aber leider die Frage nicht.

Nebenbei bemerkt finde ich schon die Frage völlig falsch gestellt. Dass einzelne Programme in manchen Punkten besser als LR und PS sind, dürfte völlig unstrittig sein. Das ist oft genug in Vergleichen der ersten Sorte zu finden. Ob es sich deswegen lohnt, einen komplexen Workflow mit mehreren Programmen zu nutzen oder ob man bevorzugt, ausschließlich mit LR, C1, ON1 oder was-auch-immer zu arbeiten, kann jeder Fotograf für sich selber entscheiden, finde ich. Dazu braucht er/sie niemand, der ihm/ihr etwas von "extrem umständlichen Vorgehensweisen" erzählt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin
habe mir gerade mal die Umfrage angeschaut.
Ok eigentlich wusste man es vorher schon das PHotoShop der Platzhirsch ist.
Bin aber etwas verwundert das realtiv wenige Affinity nutzen.
Vor ca. einem Jahr bin ich von PS C6 auf Affinity umgestiegen.
Je nach "Tagespreis" zahlt man einmalig 60 bis 80€ und das wars.
Keine Einschränkung ob ich es auf einem oder drei PCs nutze.
Von den Funktionen muss es sich nicht hinter PhotoShop verstecken
und Plugins für PhotoShop wie z.B. Nik Collection lassen sich problemlos in Affinity einbinden.
Die NEFs von D1 bis Z6II lassen sich ohne weitere Updates öffnen
und regelmäßig kommen Updates mit Verbesserungen
 
3 Kommentare
HappyDay989 kommentierte
Ich habe Affinity Photo 2 und gebe gerne zu, dass es ein sehr gutes Programm ist. Allerdings hat es absolut null Bildverwaltung und ist auch nicht dazu geeignet, größere Mengen an Material zu sichten und zu verschlagworten. Ich benötige Affinity Photo nur, wenn selbst ON1 Photo RAW "mit seinem Latein am Ende" ist, was seeehr selten vorkommt.
 
P
pulsedriver kommentierte
Capture One ist mit rund 300 wesentlich teurer. Trotzdem ist es mir das wert. Die Defaults der Entwicklung sind ziemlich nach meinem Geschmack. Oft muss ich gar nicht so heftig eingreifen. Es erlaubt zudem, ohne Importe sondern mit eigenen Ordnern zu arbeiten. Und es macht es ziemlich einfach, maximal Details rauszuholen. Ich erinne mich noch ein die K-3 von Pentax, die ich mal hatte. Da hab ich aus einem RAW ohne Pixelshift mit C1 gleich viel Details raus geholt wie mit dem JPEG ooc MIT Pixelshift. Das JPEG hatte weniger Artefakte, aber nicht mehr Details.

Zudem ist C1 sehr gut mit Ebenen mit Verlaufmaske. Gibt Grade und Ovale. und ich kann in der Ebene vieles ändern, nicht nur Helligkeit. da gehen auch Dinge wie Farbkontraste verstärken, indem man mit der Paske partiell Sättigung erhöht, den Weissabgleich für einen Teil ändert, sogar der Farbeidtor geht, d.h. Dinge wie nur im Vordergrund nur für die Gelbtöne Sättigung rauf.

Ein zugegeben einfacher HDR Editor und Panostitcher sind auch dabei.

Wo es etwas mühsam ist, ist das Wegstemplen unschöner Elemente. Ein Verkehrschild am Weg, das das Landschaftsbild stört und ähnliches. Da muss man viel noch manuell machen, es ist nicht gut darin, geeignete Stellen zum Klonen selbst auszusuchen. Zumindest in meiner version noch, die ist nun auch bald wieder 3 Jahre alt.
 
Totalreflexion kommentierte
Gegenüber der Version von vor 3 Jahren hat C1 u.a. bei der automatischen (verm. AI-unterstützten) Maskierung deutlich zugelegt... eine aktuelle Version könnte sich daher wieder lohnen.
 
Capture One ist mit rund 300 wesentlich teurer. Trotzdem ist es mir das wert.
Man muss eben hervorheben dass C1P zwei wesentliche Funktionen vereinigt:
1) eine sehr gute Bildbearbeitung
2) eine sehr gute Bilddatenverwaltung ("vulgo Datenbank")

Photoshop und Affinity sind bei (1) funktionsreicher können aber bei (2) gar nichts
Lightroom ist bei (2) so weit ich weiß OK, kann aber bei (1) nicht mithalten.

C1P ist die eine Lösung mit der ich alles machen kann. Das ist mir den hohen Preis wert.
(ON1 und DXO kenne ich allerdings nicht)
 
Wuxi kommentierte
Das mag sein. Entrauschen muss ich fast nie.
 
shovelhead kommentierte
hmmm - ich habe noch nie irgendein Bild entrauscht - warum würde man das tun?
 
Christoph Blümer kommentierte
Man kann es tun, wenn das Rauschen so stark ist, dass es eine störende Wirkung entfaltet, z.B. bei hohen ISO-Werten, aber an sich wusstest Du das ja. Nutzt Du nie hohe ISO-Werte oder ist Dir das Rauschen komplett egal? Hast Du "Noise Reduction" beim Entwickeln wirklich auf "0" stehen? Wenn nein, dann entrauschst Du ja aktiv.
 
VisualPursuit kommentierte

Witzigerweise habe ich gerade in einem Vortrag des ProAudio College (Verband Deutscher Tonmeister)
gehört daß man gezielt rauschen hinzufügt um durch "Dithern" einem Informationsverlust durch zu
geringe Datenbreite vorzubeugen. Rauschen kann also bei hoher Kompression Informationen im
Nutzsignal sichtbar (hörbar) machen, die sonst untergehen würden.

Und nein - ich entrausche auch nicht.
 
Sans Ear kommentierte
Weil ein Bild arg rauscht? Keine Ahnung, aber das könnte eine Möglichkeit sein.

Und das ist jetzt die Vorlage für Dich, weil Dich Rauschen noch nie...
 
Und wie beantwortet das dann die von dir aufgeworfene Frage, welchen Vorteil die "extrem umständlichen Vorgehensweisen" (dein Ausdruck) bringt [sic]?
Dann noch einmal anders. Es geht mir ehrlich darum, etwas zu lernen.

Ich muss vorausschicken, dass ich persönlich zwar das fotografische "Handwerkszeug" von der Pike auf gelernt und lange Zeit nur Dias fotografiert habe, wo es ja bekanntlich auf die richtige Gestaltung und Belichtung schon beim "Klick" entscheidend ankommt, das päter nichts mehr geändert oder verbessert werden kann. Hinsichtlich der digitalen Bildverarbeitung bin ich nicht derart sattelfest und habe vieles ausprobiert und mir beizubringen versucht. Die Komplexität von Photoshop konnte ich niemals richtig durchschauen. Mit der Hilfe eines flott geschriebenen Buches ist es mir irgendwann gelungen, Lightroom zu erschließen, und seither ist Ordnung in meiner Datenbank und System (und nicht nur erratisches Rumprobieren) in meiner Bildentwicklung, aber ich lerne immer gern etwas dazu.

Mittlerweile finde ich die Möglichkeiten, die Lightroom classic bietet - einschließlich des automatisierten Maskierens z.B. des Himmels - so großartig, dass ich Photoshop so gut wie gar nicht mehr benutze. Auch das Ai-unterstützte Entrauschen finde ich sehr hilfreich und besser als die alte Methode. Aber des Besseren ist des Guten Feind. Ich sehe bei einigen Kollegen hier auch neidvoll, wie sie ihre Bilder noch mehr "zum Glänzen" oder sehr saubere, artefaktfreie Schärfe. Wenn da also irgendein Programm etwas besser kann als Lightroom classic, mit dem ich momentan sehr bequem und zufrieden unterwegs bin, bin ich für Hilfestellungen dankbar.

Deshalb würde ich mich freuen, wenn Du mir die Vorzüge eines LR vorgeschalteten DXO einmal anhand eines konkreten Beispiels zeigen könntest. Du hast ja den Vorteil, dass Du beide Programme kennst bzw. in Deinem aktuellen Workflow hast.

Z.B. bei diesem Bild aus Deinem aktuellen schönen Reisebericht (ich habe einfach mal das letzte genommen):

 
3 Kommentare
L
lokatz kommentierte
Gerne. Ich nutze Photoshop seit Version 1.0 und spiele regelmäßig mit einer ganzen Reihe von Bearbeitern herum, um ein Gefühl zu haben, was für mich passt. In punkto der Lightroom-Maskierung bin ich ganz deiner Meinung. Und ja, das alte Entrauschen war grauenhaft, das Neue ist ziemlich gut. Der Grund, warum ich hierfür dennoch DxO bevorzuge, ist dass es immer noch einen Tick besser ist. Ich verstehe aber Leute vollkommen, die LR dafür gut genug finden.

Ich musste erstmal etwas basteln, aber hier ist ein Vergleich von zwei Ausschnitten aus dem Bild eines Kastanienzweigdrosslings, das ich gerade heute morgen in meinem Indien-Bericht gezeigt habe. Das Originalbild ist grottenschlecht, da es bei ISO16.000 mit einer OM-1ii, also einer MFT-Kamera mit entsprechend großem Rauschen aufgenommen ist. Es hat wenig Kontrast, ganz viel Rauschen und nur verschwommene Gefiederdetails.

Hier ist in einer 1000x1000-Pixel-Vergrößerung das, was DxO (oben) und LR (unten) daraus machen, wenn ich sämtliche anderen Edits abschalte:



Da wird dir vermutlich das LR-Bild ein wenig besser gefallen, da es etwas kontrastreicher und schärfer ist. Das liegt aber nur daran, dass LR beim Entschärfen gleichzeitig Kontrast und Schärfe etwas mitbearbeitet, selbst wenn man die entsprechenden Regler auf Null läßt. Diese Schritte kann ich in der weiteren Bearbeitung des DxO-Bilds aber genauso gehen, so dass LR hier letztlich keinen Vorteil bietet.

Wenn du dir aber mal nur das Rauschen anschaust, also z.B. die Fläche rechts neben dem Vogel, dann wird erkennbar, dass DxO mehr Rauschen nivelliert als LR. (Das ist auch im Federkleid so, wird aber hier aus den genannten Gründen nicht klar.)

EDIT: Nachdem ich das veröffentlicht habe, stelle ich fest, dass mir die NF-Fotoskalierungsalgorithmen hier wieder mal einen Streich spielen: Hier sieht das Rauschen bei beiden Bildern fast gleich aus, auf meinem Monitor bei den Originalen dagegen nicht. Ich fürchte, da kann ich dich nur bitten, mir das zu glauben.

Man kann bei beiden Programmen den Grad des Entrauschens einstellen, aber das ist immer ein Kompromiß. Bei LR habe ich hier den Wert 30 gewählt. Wenn man höher geht, wird das Rauschen weniger, aber die Details eben auch.

Ich bevorzuge DxO aus zwei Gründen: 1. Weil sie als meines Wissens Einziger im Markt sämtliche Objektive vermessen und somit ihre Objektivkorrektur besser ist als andere. Das habe ich nicht selbst ermittelt, das verlasse ich mich auf einschlägige Berichte; dieser Punkt allein wäre für mich ohnehin nicht ausschlaggebend. 2. Weil es den besten Kompromiß zwischen Rauschunterdrückung einerseits und Detailwiederherstellung andererseits darstellt. Diesen Punkt bestätige ich bei meiner Bildbearbeitung immer wieder. Bei ISO800 spielt es keine Rolle, bei ISOs von, sagen wir mal, 6.400 und mehr dagegen wird der Unterschied deutlich wahrnehmbar.

Letztlich sah das mit DxO+LR umfangreich bearbeitete Bild im gleichen Ausschnitt so aus:


Eine ähnliche Argumentation gilt übrigens in anderen Bereichen. Zwei Beispiele dazu: Obwohl sie eigentlich die gleichen Algorithmen benutzen sollten, funktioniert das KI-Entfernen von Bildelementen in LR nennenswert schlechter als in PS. Da habe ich mittlerweile aufgegeben, LR zu benutzen, weil PS das einfach besser macht. Dauert aber auch wieder länger und kompliziert die Vorgehensweise.

Mein letztes Beispiel ist das Schärfen. Da finde ich LR nach wie vor recht armselig, vor allem, wenn man es mit Topaz vergleicht. Deren DeNoise AI überzeugt mich nicht wirklich (da ist LR besser), aber Sharpen AI ist enorm gut. Das liegt zum Einen daran, dass es für verschiedene Schärfeprobleme (z.B. schlechter Fokus bzw. Bewegungsunschärfe) auch verschiedene Algorithmen anbietet, noch wichtiger ist mir aber, dass es auch für das Schärfen Masken anbietet und darin, den Vogel zu maskieren, auch meist sehr gut (und besser als LR) ist. Ich will nämlich in der Regel nicht, dass alles im Bild schärfer wird, weil das oft überschärft wirkt. Wenn nur das Subjekt ein wenig nachgeschärft wird, speziell wenn dadurch das Auge des Vogels wirklich scharf ist, dann nimmt der durchschnittliche Betrachter nämlich das ganze Bild als scharf wahr, ohne dass überschärfte Details stören.

Ich hoffe, das erklärt es ein wenig. Meine Ansprüche sind in diesem Punkt zugegebenermaßen recht hoch, aber ich verstehe wie schon gesagt auch jeden, der den Aufwand nicht treiben will und mit kleinen Kompromissen zufrieden ist, die man ja oft auch nicht wirklich sieht.
 
Zuletzt bearbeitet:
C
Christian B. kommentierte
Vielen Dank für die Mühe, dies zu erläutern und nachvollziehbar zu bebildern. Möglicherweise ist diese Problematik bei mir noch nicht aufgetreten, weil ich es nach Möglichkeit vermeide, ISO höher 6400 zu verwenden.
 
L
lokatz kommentierte
Das ist halt das Leid der Vogelfotografen. Wenn man beim ersten Morgenlicht so einen Kleinvogel aufnehmen will, der praktisch nie stillsitzt, dann bewegen sich wegen der erforderlichen Verschlußzeiten auch mit meinen VF-Kameras die ISOs schnell in hohen Bereichen. Dagegen ist Bildstabilisierung im Vergleich nicht besonders relevant: Da braucht man, wiederum wegen der schnellen Verschlußzeiten, selten mehr als drei oder vier Stufen, und das schafft praktisch jedes Teleobjektiv schon selber.
 
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