Frage Welche Nikkore haben den besten "Charme/Schmelz"?

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PeterTaylor

NF-Platin Mitglied
Platin
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Hallo zusammen,

ich hab mich schwer getan, im Titel den richtigen Ausdruck für das zu finden, was ich eigentlich wissen möchte.

Ich bin auf der Suche nach Nikkoren, die eine besondere Anmutung haben. Neben Schärfe und Kontrast haben einige Objektive eine eigene Charakteristik, einen Schmelz, der mich mehr fasziniert als 100% Schärfe und Kontrast.

Das Noct gehört sicherlich dazu, ebenso wie das neue 1.4/58mm oder die DC Nikkore. "Color Rendition" und "Bokeh" sind zwei Begriffe, die mir dazu am Ehesten einfallen, "Bildanmutung", "Tiefe" oder eben "Charme/Schmelz" sind weitere Vokabeln, die mir in den Sinn kommen.

Vielleicht versteht ja der ein oder andere, was ich meine und kann mir Tipps geben. Die Objektive müssen nicht neueste Generation sein und können von AiS bis AF-S reichen.

Einsetzen möchte ich sie für Portraits und Landschaft. Gerne auch Nahaufnahmen/Macro.

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen und Tipps :up:

VG
Peter
 
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Hier mal zwei Bilder von heute mit dem 1.8/105mm. Nachdem Albert mit seinem so unzufrieden ist, habe ich mal vom Stativ per LiveView und Lupe auf das Chart fokussiert. Fürt mich ist die Schärfe an der D800 ok, aber es hat deutliche CAs bei Blende 1.8.

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Dann noch eins von der unvermeidlichen Magnolie aus der Hand mit der D3 bei Blende 2 (mal wieder vergessen, die Objektivdaten richtig einzustellen).

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VG
Peter
 
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Gratuliere zum Neuerwerb!!

Welche manuelle Nikkore fehlen dir denn in deiner Schmelz&Charme-Sammlung noch, oder hast du jetzt alle durch?
 
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Hi Jean-Martin,

ich hadere noch mit den längeren Brennweiten. Ein Ai-S 2.8/180mm wäre ggfs. noch spannend. Sonst bin ich jetzt erstmal durch mit dem Thema. Die passende Kamera wäre noch eine Überlegung wert. Da warte ich aber auf Nikons Jubiläumsjahr 2017. Vielleicht kommt da ja der Nachfolger der Df. Bis dahin tut es die D3.

VG
Peter
 
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....Die passende Kamera ....

Da gibt es doch einige...... Ich habe mich für eine FE2 entschlossen, werde aber nicht nein sagen, wenn mir eine FM2/T oder eine FM3a in den Schoss fällt. Denn einiges an Zubehör haben die drei gemeinsam, wie z.B. der MD-12 Motor, der sehr empfehlenswert ist. Eine F4s hatte ich auch mal, aber das war mir dann doch zu schwer.....
Wäre vielleicht die Mutter der F-Serie, die "F", eine F2 oder F3, bzw. F3/T etwas für dich?
 
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Da gibt es doch einige...... Ich habe mich für eine FE2 entschlossen, werde aber nicht nein sagen, wenn mir eine FM2/T oder eine FM3a in den Schoss fällt. Denn einiges an Zubehör haben die drei gemeinsam, wie z.B. der MD-12 Motor, der sehr empfehlenswert ist. Eine F4s hatte ich auch mal, aber das war mir dann doch zu schwer..... Wäre vielleicht die Mutter der F-Serie, die "F", eine F2 oder F3, bzw. F3/T etwas für dich?

In Bezug auf diese Fragestellung sollte man aus meiner Sicht den Umstand bedenken, dass die Bildwirkung in Sachen "Charme/Schmelz" in Kombination mit Film alleine schon aufgrund der optischen Abbildung anders ausfallen könnte als in Kombination mit einem Sensor, da manche Restfehler der Objektive in einem gewissen Umfang von der Stärke der Filmschicht(en) "kompensiert" werden - insbesondere bei der Benutzung von vielschichtigen Farbfilmen. Dies gilt insbesondere für die sphärische Aberration (und die damit beim Abblenden einhergehende Blendendifferenz), den Astigmatismus, den Farblängsfehler, und die Bildfeldwölbung. Das von einem Sensor gescannte Punktbild, von dem der "Charme/Schmelz" eines Objektivs ja nicht unmaßgeblich abhängig ist, könnte also anders ausfallen als das von einem mehrschichtigen Film erfasste Punktbild. Auch die Streuung des Lichts in den sowie beim Durchtritt durch die Schichten eines Films könnte unter Umständen zu einer unterschiedlichen Anmutung führen sowie selbstverständlich auch die unterschiedlichen spektralen Empfindlichkeiten etc.
 
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Interessanter Beitrag :up: Vielen Dank dafür!!

Und welche Kamera, denkst du, passt dem Anliegen Peters am Besten?
 
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Hi Jean-Martin,

ich hadere noch mit den längeren Brennweiten. Ein Ai-S 2.8/180mm wäre ggfs. noch spannend. Sonst bin ich jetzt erstmal durch mit dem Thema. Die passende Kamera wäre noch eine Überlegung wert. Da warte ich aber auf Nikons Jubiläumsjahr 2017. Vielleicht kommt da ja der Nachfolger der Df. Bis dahin tut es die D3.

VG
Peter

Es ist irgendwie seltsam. Nikon verhält sich bis jetzt nach dem alten schwäbischen Spruch: Wo mein Vater gebremst hat, bremse ich auch -und wenn es den Berg rauf geht.
Für keuchende Hunde und brüllende Luftverschmutzer kann die Firma das passende Werkzeug liefern, Nikon ist aber bislang nicht in der Lage, eine Kamera zu bauen, mit der man leicht
und unproblematisch mit einem hochgeöffneten Objektiv auf den Punkt fokussieren kann.

Mein Lieblingsbild
#14
........
Ich habe jetzt fast zwei Monate mit dem 1,2/55 fotografiert. Es gefällt mir sehr gut. Offen sehr weich mit wenig Kontrast aber trozdem scharf, eine wunderschöne natürliche wirkende Schärfe. Ich habe auch das Ai 1,4/50 - komme aber nicht so recht damit klar. Der 1,2er Glasklotz gibt mir ein besseres Gefühl und vielleicht ist das für gute Bilder entscheidender als MTF-Kurven. Den Schärfepunkt zu finden ist eine Herausforderung und bei einem guten Motivkontrast geht es über die Sucherscheibe ganz gut. Viel besser als mit dem Schärfeindikator. Im Nahbereich hat der grüne Punkt einen Spielraum von 3 cm bei einer Schärfentiefe von 6 mm - das kann nichts werden. Wird es duster dann wird es schwer - ich stelle dann eher nach Gefühl scharf - von sehen kann keine Rede sein aber es geht irgendwie....

Jedesmal, wenn ich mit einer meiner Nikons manuell auf den Punkt fokussieren will, merke ich, wie betagt das existierende Nikonsystem ist. Wenn man an ein langbrennweitiges Objektiv
eine Spiegellose adaptiert und versucht, im Fernbereich (also dort, wo der Motivkontrast äußerst gering ist) manuell die Schärfe zu finden, zeigt sich, welch geringe Drehung des Fokusringes zwischen 'Bild scharf' und 'Bild unscharf' liegt. Vergleicht man das mit dem selben Objektiv an der Nikon-DSLR (D300, D7100) und orientiert man sich an der Fokushilfe im Sucher ("Totenlämpchen"), wird man feststellen, dass diese über einen deutlich größeren Einstellweg am Fokusring "scharf" indiziert. Da reißen weder eine D5 noch eine D500 etwas heraus.

Viele Grüße
Herbert
 
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Und welche Kamera, denkst du, passt dem Anliegen Peters am Besten?

Nach meinem Verständnis sind an der subjektiven Wahrnehmung und Interpretation von Bildwirkungen, wie sie hier mit „Charme“ und „Schmelz“ umschrieben werden, derart viele und nicht zuletzt auch individuell sehr verschieden ausfallende Einflussgrößen beteiligt, dass eine Antwort auf Deine Frage nur er persönlich finden und geben kann.

Ob es dabei für seine persönliche Wahrnehmung von „Charme“ und „Schmelz“ einen Unterschied macht – und wenn ja, welchen, ob in der Kamera ein Sensor verbaut oder ein Film eingelegt ist – und wenn ja, welcher Film, das könnte er im Zweifel bei eventuellem Interesse ja gelegentlich ausprobieren. Denn eine F5 oder F6 ist meiner Erinnerung nach - oder war zumindest noch vor einiger Zeit - bei einigen der Verleiher in Deutschland noch zu vergleichsweise niedrigen Tagessätzen verfügbar. Hier ein Beispiel: http://www.dinkel-foto.de/rent/3-nikon

Insofern ist die Kamera, nach welcher Du fragst, also diejenige, welche auch immer in Kombination mit seinen von ihm hier bislang in die Kategorie „Charme/Schmelz“ eingeordneten Objektiven, seiner Bildbearbeitungs-Software, seinem Labor für Film-Entwicklung und Positiv-Ausarbeitung, seiner heimischen Chemie, seinem heimischen Vergrößerungsgerät, seinem Fotopapier, seinem Drucker/Bildschirm, seiner Druckertinte, seinem Druckerpapier etc. etc. zu Bildergebnissen führt, die er persönlich als „charmant“ und „schmelzig“ wahrnimmt und interpretiert und welche ihm dabei auch in anderen Hinsichten (haptisch, ästhetisch, ergonomisch etc.) zusagt.
 
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Danke für Eure interessante Diskussion. Ich will die alten Objektive an einer Digitalen Kamera betreiben, gelegentlich kommt vielleicht auch noch meine alte Dame F90x zum Einsatz. Eine FM-2n oder eine FM-3a kommen vielleicht irgendwann mal, aber nicht in naher Zukunft.

Ich will mich jetzt erst einmal mit den verschiedenen Charakteristiken an der D3 vertraut machen, damit werde ich ein wenig zu tun haben...


Viele Grüße
Peter
 
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Nachdem ich ja mittlerweile auch schon einige alte Nikkore mit "Charme und Schmelz" günstig angeschafft habe, sage ich mal klipp und klar:

Ich finde meine Df für solche Objektive als sehr gut geeignet - sowohl wegen des etwaige Objektivschwächen "verzeihenden" Sensors mit nur 16 MP als auch wegen der Möglichkeit, vor-Ai (pré-Ai) Nikkore anzuschließen und im Menü der Kamera anzumelden.

Um eine zuverlässige Fokussierung solcher manuellen Objektive zu ermöglichen, habe ich in meine Df eine Focusing-Screen Mattscheibe aus der Nikon F6 eingebaut sowie das Vergrößerungsokular DK-l7M und den Okularabschluss DK-19 aufgeschraubt.

Bei Aufnahmen mit Hilfe eines Stativs und Scharfstellung per Live-View - z. B. bei Nachtaufnahmen oder Makro-Aufnahmen - empfinde ich den Kabelfernauslöser vom Typ MC-DC2 als sehr nützlich.

Gruß
Hans
 
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Ich habe mittlerweile meine Sammlung ja - wie geschrieben - komplettiert. Die Bilder bin ich bisher schuldig geblieben, das soll sich jetzt ändern. Ich fange mal mit lang an und arbeite mich zu kurz vor, weil ich das 3.5/20mm UD wirklich als ein Höhepunkt meiner kleinen Sammlung ansehe...

2.5/105mm - bereits ein Bild von Oskar eingestellt, aber noch keins vom Objektiv. Voilà...





VG
Peter
 
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