welche Linse für Portäts?

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Jole1

NF Mitglied
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Hallo Foris,

suche noch eine lichtstarke und sehr gute Porträtlinse 85 oder 100er Brennweite für knackscharfe Aufnahmen. Kamera: D750
Am liebsten mit Stabi (wegen persönlichem Zitterfaktor ;) )
Bin da auf das Makro Nikkor 105mm aufmerksam geworden. Wäre das geeignet? Im unteren Brennweitenbereich arbeite ich mit Sigma 50 und 35 1,4 Art - leider ohne Stabi.
Was könnt Ihr mir da empfehlen?
 
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Die Frage ist doch, was will ich für ein Porträt machen? Soll es ein brutales Abbild/Repro von einer menschlichen Fassade sein oder ein Porträt - ein Spiegel der Seele.

Kannst Du mal präzisieren wann ein Porträt "ein Spiegel der Seele" ist?

Man kann so viel mit der ebv basteln wie man will - die Zeichnung eines Summilux-R 1,4/80mm bekommst du mit keiner ebv der Welt hin. Natürlich kann man immer alles hinterher machen aber was hat das noch mit Fotografie zu tun. Ich versuche immer den fotografischen Prozess mit dem Auslösen zu beenden.

Das sehe ich auch so. Deshalb habe ich auch das AF-D 85/1.4 und AIS 105/1.8.
 
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Das sehe ich auch so. Deshalb habe ich auch das AF-D 85/1.4 und AIS 105/1.8.

Das sind auch meine Favoriten.

Die Diskussion bezüglich der Schärfe wird ja schon lange und kontroversiell geführt. In jedem Fall ist aber klar, dass ich mit einem Klick in PS mit ein bisschen Gauss Weichzeichner nicht den Bildeindruck eines AF-D 85/1,4 aus einem 105er Makro erzeugen kann. Das erfordert sehr viel Arbeit und Können in der EBV.
Es gab dazu mal einen sehr interessanten Beitrag im Nikon Cafe wo jemand, der das kann, versucht hat in PS den jeweiligen Eindruck zu erzeugen. Das kriegte der schon sehr gut hin auch wenn Unterschiede immer noch sichtbar geblieben sind; und zwar in beide Richtungen. Das Fazit: Es macht wenig Sinn das "falsche" Objektiv zu kaufen in der Annahme die EBV wird es schon richten.
 
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Wunderschöne Portraits habe ich schon mit Brennweiten von 35-200 mm und mit Blenden von 16 bis 1,2 gesehen.
Ausschnitte von Totale bis zum angeschnittenen Gesicht....

Die Anforderung ist mit "suche noch eine lichtstarke und sehr gute Porträtlinse 85 oder 100er Brennweite" denke ich mal hinreichend präzise beschrieben.

Was ich meinte war dass der TE nicht klar sagt was er damit machen will. Er würde vielleicht interessante Alternativen erfahren können.

Ansonsten kann man ja nur aufzählen welche Objektive mit den beiden genannten Brennweiten und Blende größergleich 2.8 existieren.

Das 105er Makro gehört dann, wenn man spitzfindig sein will, nicht dazu.:fahne:


Zum Thema:
Ich habe das Micro AFS 105/2,8 VR, benutze für Portraits aber lieber das 135/2 oder das 70-200/2,8 weil ich damit noch besser freistellen kann und das Bokeh vielleicht noch einen Tick schöner wird. (Reine Einbildung, vermutlich.)
 
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Ich nutze das 105 2,8 VR an DX und bin sehr zufrieden damit, das Bokeh gefällt mir gut, auch das "Handling" passt.
 
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hier mal ein Foto welches ich letztes Jahr im Studio eines Kollegen mit dem 105er 2,8 VR allerdings an einer D800 geschossen habe... - so eine Schärfe meinte ich :)

picture.php
 
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Es ist doch klar, wenn man so viel Kohle für so ein bißchen Glas ausgibt, dann muss man auch etwas bekommen, womit man beweisen kann warum man so viel ausgegeben hat. Das ist nun mal für jeden eindeutig sichtbar - super britzelscharfe Fotos.
"Schau mal wie scharf!"
"Boh, ist das scharf!"
Da am anderen Ende auch sau teure Software und der ganze andere Sch*** dranhängt, was auch alles eine Daseinsberechtigung braucht, kann man die britzelscharfen Fotos noch ein wenig schärfer machen oder wieder unscharf. Super!

Du bist ja ein bekannter Verfechter der manuellen Schätzchen, das kann ich auch gut verstehen - aber das ist nun doch ein bisschen esoterisch, nicht?
Man könnte genauso argumentieren: "Nun habe ich so viel Geld in die speziellen Zeiss/Leica-Objektive investiert, fotografiere mit einer Leica, das muss ja einen besonderen Charme haben - seht her, welch einzigartige Anmutung sich nur damit erzielen lässt!"


Man mag davon halten was man will, aber diese "Seele" lässt sich doch mit jedem Objektiv abbilden?

Hochzeit%20Isabell%20und%20Sebastian%20-%2052%20copy.jpg


2015-08-07-1901%20-%20619%20_%20volle%20Aufl%C3%B6sung%20copy.jpg


2015-08-07-1852%20-%20620%20_%20volle%20Aufl%C3%B6sung%20copy.jpg
 
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@ Post 29

Jetzt würde mich noch interessieren, mit welcher Hardware diese Bilder gemacht wurden.

Kamera?
Objektiv?
Bildbearbeitung?

Vielen Dank im voraus
 
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Du bist ja ein bekannter Verfechter der manuellen Schätzchen, das kann ich auch gut verstehen - aber das ist nun doch ein bisschen esoterisch, nicht?
Man könnte genauso argumentieren: "Nun habe ich so viel Geld in die speziellen Zeiss/Leica-Objektive investiert, fotografiere mit einer Leica, das muss ja einen besonderen Charme haben - seht her, welch einzigartige Anmutung sich nur damit erzielen lässt!"

Ich kaufe und nutze diese diese alten Scherben weil sie billig sind und weil man damit fotografieren kann. Bei meinen Fotos liegt die Priorität nicht allein nur auf der Schärfe, das heißt nicht das mir schärfe egal ist. Es ist nur immer wieder zu lesen, das das schärfst Objektiv gesucht wird. Das ist auch nicht verwerflich nur garantiert das noch lange keine guten Bilder.

Zurück zu den Portraits. Ich fotografiere nach dem Motto: "Fotografiere einen Menschen immer wie du selbst fotografiert werden möchtest!" und ich möchte nicht mit einen Makro fotografiert werden.
Nun kommt Woici ins Spiel - er dürfte das.
Ein Porträt, ein klassisches Porträt sollte etwas über die abgebildete Person eine Geschichte erzählen - da geht es um viel mehr als welche Brennweite soll ich nehmen, Da geht es um Kontakt, Vertrauen, Einfühlungsvermögen, Nähe - wenn das alles nicht vorhanden ist dann ist alles andere wie welche Kamera, welches Objektiv und welche EBV völlig egal.
 
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alles eine Frage des post-processing... auch mit dem 105er kann man tolle portraits machen
Klar - aber zunächst mal siehst Du jedes Hautfältchen, jede Pore, jeden Pickel. Das muss man dann hinterher wegarbeiten, wenn man mit der Frau weiterhin eine ungetrübte Beziehung welcher Art auch immer haben will... :hehe:

Ansonsten kann man ja nur aufzählen welche Objektive mit den beiden genannten Brennweiten und Blende größergleich 2.8 existieren. Das 105er Makro gehört dann, wenn man spitzfindig sein will, nicht dazu.
Der Unterschied in der Bildwirkung zwischen 100 und 105 mm ist natürlich dramatisch. Mein Fehler, sorry.

CB
 
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Ich kaufe und nutze diese diese alten Scherben weil sie billig sind und weil man damit fotografieren kann. Bei meinen Fotos liegt die Priorität nicht allein nur auf der Schärfe, das heißt nicht das mir schärfe egal ist. Es ist nur immer wieder zu lesen, das das schärfst Objektiv gesucht wird. Das ist auch nicht verwerflich nur garantiert das noch lange keine guten Bilder.

Zurück zu den Portraits. Ich fotografiere nach dem Motto: "Fotografiere einen Menschen immer wie du selbst fotografiert werden möchtest!" und ich möchte nicht mit einen Makro fotografiert werden.
Nun kommt Woici ins Spiel - er dürfte das.
Ein Porträt, ein klassisches Porträt sollte etwas über die abgebildete Person eine Geschichte erzählen - da geht es um viel mehr als welche Brennweite soll ich nehmen, Da geht es um Kontakt, Vertrauen, Einfühlungsvermögen, Nähe - wenn das alles nicht vorhanden ist dann ist alles andere wie welche Kamera, welches Objektiv und welche EBV völlig egal.


Die Frage, wie Du die Seele fotografierst ist damit aber immer noch nicht beantwortet. Zeig´ doch einfach mal Beispiele.
 
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Seele ist noch so mein Ding. Aber letztlich läuft es doch wie immer ganz simpel darauf hinaus, dass man sich das Objektiv anschaffen sollte, dass den eigenen Vorstellungen der Bildgestaltung am nächsten kommt. Das kann ein Makro sein oder auch ein Loreo.

Unsinnig ist es jedenfalls sich etwas auszusuchen, dass einen maximalen Aufwand erfordert, um das Ergebnis per EBV umzudrehen. In diesem Sinne es eben auch nicht empfehlenswert im dem Kampfruf "Hauptsache scharf" an die Sache ranzugehen.
 
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Warum soll es unbedingt ein 85er oder 105er Objektiv sein?

Ich denke, dass sich für Kopfporträts auch ein 135er sehr gut eignet.

Ich verwende dafür das alte manuelle Nikkor Q.C Auto 135mm f/1:2.8.
Das ist zwar ein non-Ai-Objektiv, aber man kann es ja auf Ai umarbeiten lassen.

Gruß
Gianni aka Hans
 
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Die Seele oder Natur eines Menschen stellt der Fotograf gewöhnlich nicht dar.
Ein Portrait gibt im idealen Fall immer das wieder, was der Fotograf in einer Person sieht. Wie hier zu sehen:
Fotografen wird für ein Shooting jedesmal eine andere Vorgeschichte erzählt.
www.youtube.com/watch?v=F-TyPfYMDK8

Tschuldigung für die falsche Kameramarke in dem Filmchen.
 
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