Welche Kamera-Ausrüstung für techn. Dokumentationen?

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.

Hesson

Sehr aktives NF Mitglied
Registriert
Wir wollen in unserem Unternehmensbereich eine Digi anschaffen.
Die Randbedingungen sind folgende:
Dokumentation von Prüfständen und Zahnrad-Getrieben. Bei den Getrieben sind u.a. die Zahnflanken der Zahnräder zu dokumentieren, insbesondere deren Oberfläche (Verschleiß, Schäden usw.). Schwierigkeiten hierbei:
- Oberflächen sind teilweise glänzend (reflektierend)
- Für das Erfassen der Oberflächenstruktur ist sicher eine Makrofunktion am Objektiv notwendig. Alternativ Ausschnittvergrößerung der Bilder
- Die „Objekte“ sind nicht immer frei zugänglich (Fotografieren im eingebauten Zustand) --> Schwierigkeit der richtigen Ausleuchtung
- Größe der Objekte: Max. Abmessungen ca. 30cm; Ausschnitte vielleicht ca. 3 cm.
- Die Kamera soll von verschiedenen Leuten bedarfsweise verwendet werden. --> möglichst einfache Bedienbarkeit
- Stativ ist vorhanden, aber nicht immer einsetzbar

Welche Ausrüstung würdet Ihr empfehlen?
- Kamera (Kompakt / Bridge / SLR? Welche?)
- Objektiv („Standard“-Zoom mit Makro-Funktion (welches?), oder reines Makro-Objektiv)?
- Ringblitz?

Unser Etat ist ca. 1500€.

Vielen Dank für Eure Meinung!
Torsten
 
Anzeigen
Ich würde eher eine Kompakte benutzen, wegen der größeren Schärfentiefe.
 
Kommentar
- Die Kamera soll von verschiedenen Leuten bedarfsweise verwendet werden. --> möglichst einfache Bedienbarkeit

Das ist das Hauptproblem. Passable Kameras gäbe es zuhauf, man müsste nur damit umgehen können. Nur draufdrücken und gutes Bild? Naja, gelegentlich vielleicht als Zufallsprodukt, sicher nicht die Regel.

Wenn Du von schwierigen Licht-/Materialverhältnissen z.B. schreibst: da ist der Fotograf gefragt, das optimale Licht zu schaffen. Bei den angesprochenen Abbildungsgrößen würde ich z.B. an Lichttechnik von Novoflex denken, z.B. die "Kaltlichtleuchte Macrolight plus" mit den flexiblen Lichtleitern oder die "Flash Art" Flächenleuchte. Damit kann man gezielt Licht setzen.
 
Kommentar
Makroobjektiv (50/60mm) mit Ringblitz an irgendeiner Digi, auf "Blume" stellen und den Rest, bis auf den Auslöser, abkleben...
 
Kommentar
Makroobjektiv (50/60mm) mit Ringblitz an irgendeiner Digi, auf "Blume" stellen und den Rest, bis auf den Auslöser, abkleben...

Das löst nicht das Problem mit dem kleinen Schärfetiefebereich. Für technische Dokumentation möchte man einfach nur durchgängige Schärfe. Und um das mit der DSLR hinzubekommen im Nahbereich muß der Fotograf dann doch einige Vorkenntnisse mitbringen. Darum empfahl ich eine Kompakte, die bringt im Nahbereich mit viel weniger Aufwand die für technsiche Doku gewünschten Ergebnisse. Das einzige Problem wäre dann das (Blitz-)Licht, wenn die Gegenstände wirklich sehr stark spiegeln, aber auch das ist lösbar.
 
Kommentar
Das löst nicht das Problem mit dem kleinen Schärfetiefebereich. Für technische Dokumentation möchte man einfach nur durchgängige Schärfe. Und um das mit der DSLR hinzubekommen im Nahbereich muß der Fotograf dann doch einige Vorkenntnisse mitbringen. Darum empfahl ich eine Kompakte, die bringt im Nahbereich mit viel weniger Aufwand die für technsiche Doku gewünschten Ergebnisse. Das einzige Problem wäre dann das (Blitz-)Licht, wenn die Gegenstände wirklich sehr stark spiegeln, aber auch das ist lösbar.

Ich denke auch, dass hier eine kompakte Digitalkamera die nicht unbedingt bessere, aber sinnvollere Lösung wäre - allerdings sollte man eben auf gute Macro-Fähigkeit achten sowie auf einen "richtigen" Blitzanschluss, der leider in diesem Bereich (zu) selten zu finden ist.

Wobei ich mich in diesem Zusammenhang an einen Bekannten (mit Ausbildung und Meisterbrief als Fotograf) erinnere, der in einer Augenklinik für die Dokumentation von Augenschäden und -Operationen angestellt war - da stellt sich für mich schon die Frage, ob man für solche Fälle nicht sinnvollerweise einen "richtigen" (freien) Fotografen beauftragt...
 
Kommentar
Ja das stimmt, Unschärfen in technischen Dokumentation wären tatsächlich etwas limitierend.

Also eine Kompakte mit Blitzschuh.
 
Kommentar
wir haben auf der Arbeit für einen ähnlichen Zweck vor 3 Jahren die Coolpix8700 angeschafft.
Eine Katastrophe! Die Kamera ist OK wenn man sie richtig einstellt, aber das hat bisher noch keiner geschafft.
Die Doku läuft inzwischen mit folgenden Kameras:
CELESTRON Handheld Digital (sone Art USB-Webcam-Mikoskop) => billig und Super!!!!
Coolpix5600 oder andere private Digis die grad da sind.
Wenns was wichtiges ist bring ich meine D80 + 105er von zuhause mit.
traurig aber wahr... die teure 8700 mit Zoom, Makro und Blitzschuh benutzt niemand.
 
Kommentar
... - da stellt sich für mich schon die Frage, ob man für solche Fälle nicht sinnvollerweise einen "richtigen" (freien) Fotografen beauftragt...

Korrekt. Detailaufnahmen von metallischen Objekten mit hohem Anspruch an die Wiedergabe von Details ist nicht nur mit Hardware zu lösen, da braucht es auch etwas Know-How.

Von der Hardware ist das was für eine DSLR mit Micro-Nikkor und ein oder zwei entfesselten Blitzen, einer davon mit Softbox.

Grüße
Christian
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten