Welche höherempfindlichen Filme könnt Ihr empfehlen?

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ThomasV

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Bisher bewege ich mich mit meinen Filmen im Bereich ISO 100 bis ISO 400 und komme da mit meiner Filmauswahl ganz gut zurecht. Für S/W kommt meistens der APX100 in die Kamera, wenn weniger Licht zu erwarten ist, Tri-X oder APX400. Entwickelt habe ich die bisher in Rodinal, eine Packung X-Tol liegt seit kurzem auch bereit.

Für die gelegentlichen farbigen Bilder greife ich zum Fuji Superia oder zu den Kodaks im Paradies-Gewand (Negativ und Dia).

Nun suche ich für einen Fotoausflug, bei dem es in Innenräumen (Kirchen z.B.) auch mal dunkler zugehen kann, Alternativen im Bereich 800-1600 ISO.

Kann ich den Tri-X (z.B. in Xtol) auf 800 pushen, ohne dass die Kontraste zu heftig werden? Oder soll ich gleich zum T-Max 3200 oder dem 1600er Fuji greifen?

Für die Farbaufnahmen werde ich vermutlich ein paar 800er Fujis mitnehmen, oder wäre der 800er Portra die bessere Wahl?
 
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Hallo Thomas,

mit den Portra 800 Filmen bist du bei Color-Negativen immer auf der sicheren Seite. Das ist seit Jahren mein Standard-Winterfilm :). Allerdings kenne ich den Fuji nicht.

Zum pushen von SW-Filmen kann ich dir nicht viel sagen, da habe ich außer ein paar Experimentierfilmen keine verwertbaren Erfahrungen. Ich erinnere mich an einen Tri-X, den ich auf 800 gepusht hatte, entwickelt in Ultrafin Plus. Ich habe keine signifikanten Unterschiede bemerkt, außer vielleicht einem sehr geringfügig höheren Kontrast (subjektiv), allerdings ohne einen direkten Vergleich zu haben, und mit der Einschränkung, dass ich mit dem Tri-X insgesamt eigentlich nie so richtig warm geworden bin (nehme lieber HP5+).

Tmax 3200 hab' ich abgelaufen im Kühlschrank, noch nie benutzt.
 
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Moin,

beim T-Max 3200 kannst Du bei einem 9x13-Abzug die Körner ohne Lupe zählen. Wer es mag...
Ich hatte häufiger den HP5 auf 800 gepusht, m.M. kein Problem.
 
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als hochempfindlichen farbfilm kann ich den 800er fuji empfehlen. ich vermute allerdings, dass erst ein vergleich mit dem portra wirklich aussagekräftig ist. andreas hat sicherlich gute gründe, den portra vorzuziehen und ich welche, für den fuji zu stimmen. zum thema sw-filme-pushen hätte ich auch noch was: habe letztens den apx 400 in ultrafin auf 1600 geprügelt (push-faktor: grundzeit*1,333^2), das resultat ist durchwachsen. bei gleichmäßig ausgeleuchteten motiven war das ergebnis besser als erwartet, auch das korn ist fast ok, wie ich finde. doch details im schatten saufen völlig ab, in den entsprechenden hell-dunkel-übergängen ist das korn nur noch matschig. ich finde daher, dass der apx "1600" nur für den notfall taugt. auf iso 800 hingegen scheint er mir eine preiswerte alternative zu sein, wenn auch der vergleich mit dem hp5 trotzdem nicht zu bestehen sein wird (hab mit dem ilford zwar keine eigene erfahrung, aber vergleichsbilder vom hp5 @ iso 800 gesehen)
 
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Hallo Thomas,
in meinen Augen gilt der HP5 ja nach wie vor als DER Push-Film, auch wenn z. B. der Neopan als "echter" 400er dem HP5 überlegen ist (T-Max soll ja noch besser sein, hab ich selbst aber noch nie ausprobiert). 1600 ASA, entwickelt in Calbe A49 verdünnt 1:1 liefern durchaus ansehnliche Ergebnisse, m. E. feinkörniger als der Neopan 1600. Darüber wird es dann richtig eng, da kommt nur noch der TMZ, wie Wolle den entwickelt hat um auf 9x13 schon Korn zu sehen, ist mir ein Rätsel. Böse Zungen beghaupten, daß die Angabe seiner "Nennempfindlichkeit" schon arg geschönt sei und er auch dabei schon "gepusht" sei, sprich in seinem Kontrastumfang beschnitten - ich sehe das auch so. Mit anderen Worten, bei 3200 ist bei "richtigem" SW Schluss.
btw, vergiss den Delta, rattenteuer und zickig, bin ich nie mit warm geworden.

lg
Axel
 
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Hallo Thomas,

ich habe neulich einen Neopan 1600 "durchgezogen" und bin vom Ergebnis bezüglich Schärfe und Korn begeistert. Nebenbei bemerkt hat mir das Fotografieren mit so viel "Extralicht" extrem viel Spaß gemacht.

Gestern habe ich einen APX 400 auf 800 Iso belichtet und bin auch davon schwer angetan. Sehr klar und scharf und auch noch Zeichnung in den Schatten.

Entwickelt habe ich in AM74.
 
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Böse Zungen beghaupten, daß die Angabe seiner "Nennempfindlichkeit" schon arg geschönt sei und er auch dabei schon "gepusht" sei, sprich in seinem Kontrastumfang beschnitten - ich sehe das auch so. Mit anderen Worten, bei 3200 ist bei "richtigem" SW Schluss.


lg
Axel

im impex-katalog stand glaub ich, dass der tmax 3200 bei iso 3200 "bereits um eine blende gepusht ist".. ist das etwa tatsächlich eine mogelpackung?
 
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Moin,

btw, vergiss den Delta, rattenteuer und zickig, bin ich nie mit warm geworden.

So unterschiedlich können Erfahrungen sein. Ich habe auch Jahre- und Jahrzentelang SW selbst enwickelt (leider schon lange keine Zeit mehr gehabt) und bin letztendlich bei den Deltas gelandet, weil sie einfach unglaublich gut sind. Entwicklung war auch nicht schwieriger als bei den anderen Filmen.
 
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im impex-katalog stand glaub ich, dass der tmax 3200 bei iso 3200 "bereits um eine blende gepusht ist".. ist das etwa tatsächlich eine mogelpackung?

Heißt der nicht sogar TMax P 3200 oder so?
Aber ja, der, der Ilford 3200er, und der Neopan 1600 sind alle 3 keine echten 1600er bzw 3200er, die reale Empfindlichkeit liegt wohl eher bei 800-1000ASA - aber eben mit guter Pushbarkeit (Was´n Wort :rolleyes: ).

Ansonsten... APX400 pushen ist meiner Meinung nach wirklich nicht so ganz genial - der Film scheint doch ziemlich aufzusteilen. Andere Film müsste ich mal genauer ausprobieren. Der Lucky SHD400 Push 2 entwickelt hat schon eine recht... interessante Wiedergabe, aber das war auch bloß ein Testfilm der wohl nicht optimal entwickelt war.
 
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Moin,



So unterschiedlich können Erfahrungen sein. Ich habe auch Jahre- und Jahrzentelang SW selbst enwickelt (leider schon lange keine Zeit mehr gehabt) und bin letztendlich bei den Deltas gelandet, weil sie einfach unglaublich gut sind. Entwicklung war auch nicht schwieriger als bei den anderen Filmen.

Falls ich mich hier missverständlich ausgedrückt haben sollte, ich meine natürlich den Delta 3200, gegen die anderen ist in der Tat nichts zu sagen.
Das beste am Delta 3200 ist m. E., daß er auch als Rollfilm 120 zu haben ist - im Gegensatz zum TMZ - ansonsten kann er gegen den nicht anstinken; da die Ausgangsfrage sich aber auf Filme bis 1600ASA bezog, reden wir sowieso über des Kaisers Bart.....

lg
Axel
 
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im impex-katalog stand glaub ich, dass der tmax 3200 bei iso 3200 "bereits um eine blende gepusht ist".. ist das etwa tatsächlich eine mogelpackung?

N'abend Robert,

"Gemogelt" ist relativ....

Man muß sich halt bewußt machen, wofür man solch einen Film einsetzt. Ich habe jahrelang Konzert - Theater - Bühne fotografiert, d. h. in der Regel hartes, gerichtetes Licht und immer zu wenig davon - Halt, stimmt so natürlich nicht, denn:
Das Problem ist nicht das zu wenige Licht, sondern das zuviel davon in den Lichtern, nichts ist in meinen Augen schlimmer, als ausgefressene Gesichter ohne Zeichnung ( weil die im harten Spot-Licht meistens das hellste auf der Bühne sind), die zu "Fotogrammen" verkommen - hatte ich hier mal einen ernsten Disput drüber mit dem verflossenen DonGil.
Wir erinnern uns: Das Fotopapier kann nur in begrenztem Maße abbilden, was auf dem Negativ an Informationen drauf ist, wenn ich vorher weiß, welchen Bereich ich davon nutzen möchte, kann ich also von vorn herein auf das andere Ende der "Schwärzungsskala" verzichten, im Falle des "Pushens" also auf die Schatten, SCHEINBAR steigere ich somit die Empfindlichkeit. Dann noch eine ausgleichende Entwicklung (z. B. der schon erwähnte A49 verdünnt) - voilà. ABER: man sollte sich hüten, das für Motive mit vollem Tonwertumfang zu versuchen (mir fällt jetzt z. B. Sport ein, um bei "normalem" Licht auf kurze Verschlußzeiten zu kommen), gnadenloses zulaufen der Schatten wird die Folge sein, denn die ganze Pusherei ist - wie bereits versucht darzustellen - nur eine scheinbare Erhöhung der Emfindlichkeit.

Also:
Für den Theaterfotografen ist die Empindlichkeitsangabe des TMZ durchaus in Ordnung, für den Sportfotografen ist sie in der Tat gemogelt (trotzdem ist nach meiner Kenntnis der TMZ der empfindlichste Film überhaupt), aber die machen eh alles digital ;-).

lg
Axel
 
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Hallo zusammen,

ich lese, "...für Aufnahmen in Kirchen, usw..." Wenn es denn nicht unbedingt bewegte Szenen sind, und man kann -oder/und darf- nur aus der Hand fotografieren, würde ich als erstes an die Mitnahme eines Statives denken, und einen 100 ASA-Film, oder weniger, benutzen.

Warum: Der Fotograf erhält eine wesentlich bessere Bildqualität, und ein paar wenige "Wischer" des einen oder anderen Gesichtes sind überhaupt nicht tragisch, ja verbessern in der Regel sogar den Bildeindruck (in meinen Augen).
Außerdem muß dann natürlich mehr Film verbraucht werden. Nicht daß dann gerade eine nicht so schöner "Wischer" schlecht ´rüberkommt.

Ansonsten, über den auf 800 ASA gepushten Provia 400 hinaus habe ich selbst noch nichts ausprobiert (von wenig zufriedenstellenden Ausnahmen anderer Filme abgesehen). Die 800 ASA waren übrigens auf 6x7 - und selbst das kam nicht besonders gut ´rüber. Wurden aber immerhin in einem Bildband ganzseitig abgedruckt. Aber das hat der Verlag so entschieden.

Gruß :)
Tysker
 
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Falls es denn SW sein soll, dann kann ich auch nur zum Fuji Neopan 1600 raten. Er ist in der Tat "feinkörniger" als man zunächst vermuten würde. Falls wenig Licht vorhanden ist, greife ich immer wieder gerne zu diesem Film.

Meiner Meinung nach sind die Bilder um Welten besser als die, die ich mit einem gepushten 400er oder einem 3200er erziele.
 
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Farbe: Fuji Superia 800 :up:
S/W: Fuji Neopan 1600 :up:

Nachdem ich mir mal die Preise bei den einschlägigen Versendern angeschaut habe, werde ich von den Filmen mal eine Lieferung bestellen. Da ist doch ein recht ordentlicher Unterschied zwischendem Superia 800 und dem Kodak Portra 800. Da Versuch klug macht kommen da auch so 2-3 in den Warenkorb. Schliesslich mag ich den Portra 160NC als Rollfilm ganz gern.

Gibt es beim Neopan Entwickler, mit denen der besonders gut harmoniert? Einmalentwickler würde ich vorziehen.
 
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Danke für die Tipps bisher, die Bestellung an Nordfoto ist raus.

Neopan 1600 und Emofin für die Schwarz-Weiß-Aufnahmen und Superia 800 für die Farbaufnahmen.

Zum Ausprobieren habe ich noch ein paar Portra 800 mitbestellt und weil es ein Einführungsangebot (-20%) gibt, auch gleich noch 5 Ektar 100.

Da sollten nächstes Wochenende in Venedig die F100 und die FM2 genug Material zum Belichten haben.:)
 
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Nun, der Portra 400 taugt auch ohne spezielle Entwicklung für ISO 800, sofern man mit soviel Schattenzeichnung wie mit einem normalen Diafilm zufrieden ist. Ich vermute, dass der 800er deshalb auch bis 1600 geht.

Auch Diafilme kann man pushen. Hab schon mit sehr angenehmen (aber stark körnigen) Resultaten den Ektachrome P1600 verwendet (vorsicht, trotz ISO 1600 im Namen braucht der für ISO 1600 eine teure Push +2 Entwicklung). Der Provia 400X soll (!) auch sehr gut pushbar sein.

s/w: Hab ich mit hohen ISO bisher nur den Delta 3200 verwendet. Das hier ist ISO 6400 in Microphen Entwickler, mit dem kornbetonenden Nikon Scanner gescannt:

http://farm3.static.flickr.com/2124/2047526591_199909eaf4_o.jpg

Grüsse,
Sebastian
 
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