Weihnachten 1960 - Spritpreise :-)

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schätzelein

Auszeit
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Moin. :hallo:
War gestern in der aktuellen ZEIT abgebildet.
Das waren noch Spritpreise damals ! :D
:guckstdu: HIER

In der Sonderbeilage Leben ist ne ganz schöne Fotostrecke.
Portraits von Kindern beim Erblicken des eintretenden Weihnachtsmannes. Fand ich interessant.
Aber man kann die Zeitung ja auch einfach nur lesen. Ist kein Fehler.
Ich hoffe, ich verstoße jetzt nicht gegen irgendwelche Forumregeln. :D
Gruß, Mäg
 
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Tja, damals sahsaber auch noch so auf deutschen Autobahnen aus:
Da fuhr man mit dem Fahhrad bis zur Ostsee und ein Auto war eine Seltenheit, die fotodokumentarisch festgehalten werden musste.

25534476bc4b85fdc1.jpg

©1958 by Uropa
 
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Durchschnittliches Monatseinkommen 512 DM.

Zu der Zeit waren die Spritpreise nicht Thema Nummer 1.

Dafür ist aber das Bild Klasse! Danke für den Link!
 
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Durchschnittliches Monatseinkommen 512 DM.

Zu der Zeit waren die Spritpreise nicht Thema Nummer 1.

Dafür ist aber das Bild Klasse! Danke für den Link!

Spritpreis gestiegen von 0,63 DM auf 2,80 DM. (1,40 Euro)
Faktor 4,44
Durchschnittseinkommen gestiegen von 512 DM auf rund 7000 DM (3.700 Euro)
Faktor 13,6.

Warum lese ich das nie in der ADAC-Motorwelt?

Selbst wenn das Einkommen 1960 doppelt so hoch gewesen sein sollte, wäre das ein Grund, mit diesem Wohlstandsgejaule über die Spritpreise aufzuhören.

Grüße
Christian
 
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Nicht nur die Spritpreise, auch die Weihnachtsbäume sahen irgendwie besser aus.

Man stelle sich das heute vor: Keine Nikoläuse am Seil, keine Fensterillumination à la Rotlichtviertel, kein LED-Wahnsinn.

Frohe Weihnachten :D
Bernd
 
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Spritpreis gestiegen von 0,63 DM auf 2,80 DM. (1,40 Euro)
Faktor 4,44
Durchschnittseinkommen gestiegen von 512 DM auf rund 7000 DM (3.700 Euro)
Faktor 13,6.

Auch wenn ich dir im Kern der Aussage zustimme, ich befürchte der Vergleich hinkt. Das heutige Durchschnittseinkommen von 3.700 EUR ist verdammt schlecht verteilt. Man hat relativ wenige, die unheimlich viel verdienen und sehr viele, die viel weniger haben.

B.T.W. Ich habe was um die 2.700 EUR im Hinterkopf, hast du eine Quelle für deine Zahl?

Grüße, Holger
 
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Hi Holger,

die 3700 € habe ich via Google im Handelsblatt gefunden und in mehreren anderen Fundstellen. Kam mir auch stattlich vor.
Der Vergleich hinkt insofern, dass er nur einen winzigen Ausschnitt beleuchtet.
Mir sind große Teile unserer Sozialdiskussion suspekt. Z.B. die Festlegung der Armutsgrenze. 60% des Durchschnittseinkommens - das ist eine feige Lösung, weil niemand den Mut hat, es am Bedarf festzumachen. Ein Freund, Volkswirtschaftler, hat mal ausgerechnet, dass wir in Deutschland, wenn Bill Gates sein Einkommen in Deutschland versteuern würde, eine 6stellige Zahl von Armen mehr hätten - nur durch die Steigerung des Durchschnittseinkommens.

Ein anderer Punkt: Das staatliche Lotterie-Wesen. Eine ganz große unsoziale Verarschung. In sozial schwachen Schichten werden rund 2% des Einkommens für Lottospiel ausgeben. Die Einnahmen der Lotterien gehen zu 80% in die Förderung der Hochkultur: Opern, Theater, Konzerthäuser, Museen.
Staatlich organisierte Umverteilung von unten nach oben. Verarschung der Armen.

In reichlich vielen kleinen Wohnungen wenig verdienender Deutscher stehen Fernseher + Peripherie, viermal so groß wie unser 19 Jahre alter, aber das einzig bedruckte Papier sind BILD und Fernsehzeitung.

Wir brauchen nicht billigeren Sprit und mehr Straßen ohne Geschwindigkeitslimit, damit die 380 PS- Pseudo-Gelände-Schüsseln á la Q7 rumbrettern können - wir brauchen mehr Bildung für alle.

Grüße
Christian
 
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-wir brauchen mehr bildung -

wobei wir auch hier thematisch bei unicef und der folgediskussion angekommen wären.

gruesse
ralf
 
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Spritpreis gestiegen von 0,63 DM auf 2,80 DM. (1,40 Euro)
Faktor 4,44
Durchschnittseinkommen gestiegen von 512 DM auf rund 7000 DM (3.700 Euro)
Faktor 13,6.

Warum lese ich das nie in der ADAC-Motorwelt?

Selbst wenn das Einkommen 1960 doppelt so hoch gewesen sein sollte, wäre das ein Grund, mit diesem Wohlstandsgejaule über die Spritpreise aufzuhören.

Grüße
Christian

Genau!
Denn im Verhältnis gesehen, war Benzin in den 60er und 70ern um einiges teurer als heute!
 
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... In reichlich vielen kleinen Wohnungen wenig verdienender Deutscher stehen Fernseher + Peripherie, viermal so groß wie unser 19 Jahre alter, aber das einzig bedruckte Papier sind BILD und Fernsehzeitung.
Tja, so ist das leider, aber die Methode hat Erfolg. Nennt sich Brot und Spiele und hat schon vor 2000 Jahren den einen oder anderen Imperator gerettet. Heute hat man damit das Unglaubliche geschafft, daß diejenigen, die tatsächlich noch auf der Straße für ihre Rechte einstehen, von ihresgleichen beschimpft werden.

Grüße
Christian
 
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Im September 1973, nachdem ich den F-Schein gemacht hatte, habe ich noch eine ganze Zeit lang für 0,499 DM/l getankt. Als der Preis pro Barrel Erdöl dann irgendwann die 25 $ übersprang, wurde der Niedergang der Weltwirtschaft prophezeit und der Tag in den Medien mit dem "schwarzen Freitag" verglichen.

Ja so war's und heute ist's Schei.. in Merkels Bürokratenrepublik und niemand findet's mehr erwähnenswert, schade.....
 
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... Durchschnittseinkommen gestiegen von 512 DM auf rund 7000 DM (3.700 Euro)
Faktor 13,6 ...

Genau!
Denn im Verhältnis gesehen, war Benzin in den 60er und 70ern um einiges teurer als heute!

Interessant, da sich niemand so richtig über das Durchschnittseinkommen aufregt und so toll sagt, der Sprit ist nicht teuer geworden, gehe ich davon aus, dass es sich bei den Usern hier um mehr als gutverdienende Mitglieder der Gesellschaft handelt. Das reale Durchschnittseinkommen liegt wohl eher bei 2.500 EUR. Davon bezahlt er dann allerdings nicht wie damals 20 DM Miete, sondern 600 - 800 EUR. Dann ist es auch kein Wunder, das es auch nur 2 gute Zooms gibt, wenn 1.300 EUR und 1.900 EUR nicht viel Geld sind. Somit spiegelt sich in einem Forum schon wieder, das es hier hauptsächlich Mitglieder der oberen Klientel der Gesellschaft sind. 3.700 EUR ist ein Witz, das verdient kein Industriekaufmann oder Fabrikarbeiter am Band gschweige denn ein Verkäufer, Frieseur, Bäcker, Metzger etc. und ich denke, dass ist ein Großteil unserer Gesellschaft. Der Rest ist Blenderei :frown1: Sorry, aber das sollte auch mal dargestellt werden.

Die Bilder sind super, ich mag so was :up: und finde es immer wieder schön, solche Tips zu bekommen.
 
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... gehe ich davon aus, dass es sich bei den Usern hier um mehr als gutverdienende Mitglieder der Gesellschaft handelt. ....

Ja, das kann man wohl annehmen. Was immer "mehr als gutverdienend" sein mag. Ist "mehr als gutverdienend" eigentlich mehr als "besserverdienend"?

Menschen, die ein halbes oder ganzes durchschnittliches Monatseinkommen für ein Hobby ausgeben und sich darüber im Internet einigermaßen gesittet austauschen, dürften weder schlechtverdienend noch bildungsfern sein.

Grüße
Christian
 
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Im September 1973, nachdem ich den F-Schein gemacht hatte, habe ich noch eine ganze Zeit lang für 0,499 DM/l getankt. Als der Preis pro Barrel Erdöl dann irgendwann die 25 $ übersprang, wurde der Niedergang der Weltwirtschaft prophezeit und der Tag in den Medien mit dem "schwarzen Freitag" verglichen.

Ja so war's und heute ist's Schei.. in Merkels Bürokratenrepublik und niemand findet's mehr erwähnenswert, schade.....

Und 25$ waren damals knapp 100,-DM - die Hälfte des heutigen Preise (rein netto, ohne
Kaufkraftverluste zu berücksichtigen)
 
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Das Bild, auf das im Eingangsposting verwiesen wird, zeigt die wahre Situation damals sehr deutlich. Denn mehr als die winzige Blechkiste, die da an der Säule steht, konnte sich die Masse der Leute zu jener Zeit nicht leisten - wenn sie sich überhaupt ein Auto leisten konnten. Vor diesem Hintergrund ist der vermeintlich "billige" Spritpreis zu sehen.

Besser war damals nur die Stimmung. Es war die Zeit des Wirtschaftswunders, es gab Arbeit für jeden und jedes Jahr Lohnerhöhung. Man konnte gefahrlos Kredit aufnehmen fürs eigene Häuschen. Die übrigen Träume des kleinen Mannes - Schrankwand, Farbfernseher, VW Käfer oder Opel Kadett - waren ebenfalls in greifbare Nähe gerückt.

Der kleine Mann von heute sitzt in seinem Mercedes und lamentiert über die böse, gloablisierte Welt.

Gruß
Uwe
 
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[QUOTE
Menschen, die ein halbes oder ganzes durchschnittliches Monatseinkommen für ein Hobby ausgeben und sich darüber im Internet einigermaßen gesittet austauschen, dürften weder schlechtverdienend noch bildungsfern sein.

Grüße
Christian[/QUOTE]

Nun, das stimmt so leider nicht Christian.

Mein Gehalt erreicht nicht mal 2/3 des durchschnittlichen Monatsgehalt und ich kann dementsprechend auch nicht so viel Geld für mein Hobby ausgeben. Auch droht jeden Augenblick die dauernde Arbeistlosigkeit, was ebenfalls negativ ist. Nicht jeder hier im Forum kann sich beruhigt zurücklehnen.
 
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Ja, das kann man wohl annehmen. Was immer "mehr als gutverdienend" sein mag. Ist "mehr als gutverdienend" eigentlich mehr als "besserverdienend"?
Sorry, da hat sich wieder mal gezeigt, dass meine Bildung nicht ausreichend ist. Du schriebst --> wenig verdienender ... --> da hätte ich wohl schreiben müssen --> mehr verdiender --> wobei mir hier die Relation fehlt.
Besser wäre natürlich deine Definition gewesen, da ich diese Gesellschaftsschicht meinte. Es sind die besser verdienenden angesprochen gewesen, also die, die mehr als den offiziellen, statistischen Durchschnittslohn von 3.700 EUR erhalten.
Menschen, die ein halbes oder ganzes durchschnittliches Monatseinkommen für ein Hobby ausgeben und sich darüber im Internet einigermaßen gesittet austauschen, dürften weder schlechtverdienend noch bildungsfern sein.
Grüße
Christian
Ist schlechtverdienened jetzt weniger als dein vorher genannter wenig verdienender?

[QUOTE
Menschen, die ein halbes oder ganzes durchschnittliches Monatseinkommen für ein Hobby ausgeben und sich darüber im Internet einigermaßen gesittet austauschen, dürften weder schlechtverdienend noch bildungsfern sein.

Nun, das stimmt so leider nicht Christian.

Mein Gehalt erreicht nicht mal 2/3 des durchschnittlichen Monatsgehalt und ich kann dementsprechend auch nicht so viel Geld für mein Hobby ausgeben. Auch droht jeden Augenblick die dauernde Arbeistlosigkeit, was ebenfalls negativ ist. Nicht jeder hier im Forum kann sich beruhigt zurücklehnen.

Dann nutzt du auch kein 17-55, 70-200 und 2.8 300 mm? :confused: Was willste dann hier, mit was anderem kann man doch nicht fotografieren:up:

Jetzt mal zurück ---> Was ich sagen wollte ist nur, dass nicht jeder Mercedes fährt und über die Börse lamentiert, nicht jeder der gern Nikon nutzt hat den Anspruch o.g. Objektive zu nutzen, die ,65 DM für einen Liter waren viel Geld im Gegensatz zu heute, aber die Nicht-Mercedes-Faher benötigen heute das Auto, um an die Arbeit zu kommen. Früher war es Luxus, heute notwendig. Wohnt mal auf dem Dorf, bis in die 80'er gab es dort noch überall das Edeka oder vergleichbares, einen Bäcker, Metzger etc. Heute gibt es das nicht mehr, heute muss man mit dem Auto einkaufen fahren. Heute muss man mit dem Auto 50 -80 Km täglich zur Arbeit fahren, weil es auf im Dorf keine Arbeit gibt. Soll er seine günstige Wohnung auf dem Dorf aufgeben und eine teure in der Stadt mieten? Dann braucht er mehr Geld für Miete und weniger für Sprit, aber dafür eine Monatskarte für Bus/Tram :)

Somit ist das Benzin heute vielleicht günstiger als 1960, aber heute ist es notwendig und früher war es Luxus. Die einfache Gegenüberstellung zweier statistischer (anzuzweifelnde) Angaben, ist für mich stark hinkend. Die Bilder umso interessanter :)
 
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