Was ist Serienstreuung?

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Mister Smith

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Hallo zusammen !

Ich überlege mir die letzte Zeit ob ich mir eine Festbrennweite zu meiner Objektivsammlung zulegen soll die ich als "immer drauf" benutzen kann. Habe mir meine alle Fotos die ich so habe mir dem Exifer ausgewertet mit welcher Brennweite ich diese gemacht habe. Und siehe da, trotz all den Objektiven in der Signatur sind die meisten Fotos in einem Brennweitenbereich von ca. 12-30mm entstanden. Da ich aber mehr aus den Fotos rausholen will (Schärfe, Bokeh) habe ich mich so halb für das Sigma 30mm 1:1,4 HSM entschieden.

Frage: Trotz alles gefundenen Beiträge unter "SUCHEN" finde ich nur geteilte Meinungen da dieses Objektiv unter Serienstreuung leiden soll. Nur, was ist das eigentlich??? Habt Ihr evtl. ein Beispielfoto wie das aussieht und kommt das Sigma an den Nikon 50mm 1:1,8 D heran ???

Was hält Ihr von dieser Idee?

Gruß Matthias
 
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serienstreuung bedeutet, dass die objektive sich mehr oder weniger in der qualität unterscheiden. wärend das eine top ist liefert das andere nur matschige bilder
 
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Hallo Lennart,das war sehr krass ausgedrückt und so verschrecken wir gleich unseren Schreiber.Sie sind halt sehr unterschiedlich in der Bildwiedergabe,was in den meisten Fällen, auch der Kenner erst aufdeckt.Es ist auch unterschiedlich, zu den Kameragehäusen.
Es bedeutet für dich ,beim Händler des Vertrauens einkaufen und ein Notebook dabei und gleich die Bilder überprüfen,das wäre das Beste.
Manche Firmen sind damit stark betroffen und andere weniger.
Gruss Ekke
 
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Nö Ekke, damit wird niemand verschreckt.
Lennart hat den Begriff Serienstreuung erstklassig beschrieben. :up:
Und mit dem letzten Satz auch sehr Anschaulich.
 
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'Serienstreuung' ist einerseits die vornehme Umschreibung für 'Qualität hat ihren Preis', andererseits ist es dummes Forengeschwafel.
Und es gibt ganz sicher Objektive die von diesem Phänomen deutlich häufiger betroffen sind als das 30er Sigma. Man muß halt nur wissen was man da für ein Objektiv kauft, dann stehen die Chancen auch sehr gut das man ein Exemplar ohne 'Serienstreuung' erwischt.

Gruß
Dirk
 
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Ekke Kaplan schrieb:
Nachtigall ich hör dir trapsen,ihr alten Nikon Liebhaber.
Gruss Ekke

Nee, es ging um Serienstreuung, nicht um Marken.
Ich nutze selber 2 Tamron, 2 Sigma, 1 Tokina.
Und bin mit denen zufrieden. :up:
 
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Serienstreuung ist, wenn mehrere Objektive desselben Typs unterschiedliche Ergebnisse liefern. Das hat auch damit zu tun, wie sorgsam der Hersteller die Objektive justiert und prüft.
 
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Aaaachhhhh soooo...., daß hießt also für mich als unerfahrener Hobbyfotograf beim Objektivkauf gleich mehrere gleiche Linsen direkt am Laptop miteinander zu vergleichen ob irgendeine Linse nur "Matsch" und die andere furchtbar scharfe Bilder liefert.
 
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..das funktioniert aber erst dann, wenn das Display Deines Laptops nicht zu grosse Serienstreuung aufweist.


Gruß

Peter
 
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Moin,


Ja, genau. Gilt übrigens nicht nur für unerfahrene Amateure...

Edith: Auch hier gilt: es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Wenn es nicht grobe Ausreißer sind, fällt die Serienstreuung nur Leuten auf, die ausser Milimeterpapier und Testcharts nichts anderes fotografieren.
 
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wollte damit niemanden verschrecken, sorry...

 
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RingoH schrieb:
Wie meinst Du das?
Ich meine damit das man sich darüber im Klaren sein soll was man da für ein Objektiv erwirbt. Sein hervorstechendstes Merkmal ist die Lichtstärke von 1.4. So ein Objektiv ist im Grunde genommen ein Spezialist, nämlich für wenig Licht. Und dafür ist das ein sehr gutes Objektiv, wenn man allerdings anfängt dieses Objektiv anhand seiner Randschärfe bei Offenblende zu bewerten, dann wird man mit der Linse keine große Freude haben.

Gruß
Dirk
 
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volkerm schrieb:
Serienstreuung ist, wenn mehrere Objektive desselben Typs unterschiedliche Ergebnisse liefern. Das hat auch damit zu tun, wie sorgsam der Hersteller die Objektive justiert und prüft.
Auch wenn du damit sicherlich Recht hast, so möchte ich das dennoch etwas erweitern: Wenn ich zu ein und demselben Objektiv häufiger mal lese 'Ich mußte drei/vier/fünf Exemplare testen bevor dann das vierte/fünfte/sechste in Ordnung war' - dann ist das für mich keine Serienstreuung mehr. Das ist dann serienmäßiger Murks bzw. eine Fehlkonstruktion und das eine gute Exemplar ist dann einfach nur ein Ausreißer im positiven Sinne. Klassische Ursache für sowas ist meiner Ansicht nach eine zu 'ambitionierte Preisgestaltung' des Herstellers; da sollen technische Daten auf dem Papier gut aussehen und zu einem möglichst konkurenzlosen Preis im Laden stehen. Und all das - Topdaten, Qualität, billig - geht nun mal in der Regel nicht zusammen. Und da die Daten des Objektivs und der Preis fix sind bleibt eben nur noch ein Parameter an dem man drehen kann, und das ist die Qualität - dieses Problem ist ja auch nicht für Objektivhersteller erfunden worden, damit plagen sich viele Wirtschaftszweige rum.

Gruß
Dirk
 
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So ist es.

Mich beschleicht hier im Forum auch oft der Eindruck, dass die überwältigende Mehrzahl derer, die als abwertendes Qualitätskriterium für ein Objektiv - in aller Regel von "Fremdherstellern" - die "Serienstreuung" anführen, noch nie Erfahrungen mit diesem Phänomen gesammelt haben.

Ich besitze 3 Sigma-, 1 Tamron- und 2 Nikonobjektive und habe noch keins wegen Dezentrierung o.ä. umtauschen müssen.
 
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Sorry, daß ich das so sage, aber den Posts nach gewinne ich den Eindruck, daß die meisten nicht begriffen haben, was Serienstreuung ist!

Ich versuchs mal kurz darzustellen:

Jedes Bauteil, das in Serie gefertigt wird weicht vom Sollwert ab! eine Linsendicke z.B. mal 1Mikrometer nach oben oder nach unten oder 2Mikrometer...oder 1Hundertstel...
Jede Serie unterliegt also einer Streuung. Trägt man nun die Werte, die real erreicht werden auf der x-Achse eines Diagrammes auf und in der y-Achse die Haufigkeit wie oft welcher Wert erreicht wird, dann erhält man eine Verteilung, die in der Regel die Form einer Glockenkurve aufweist ("Gaußverteilung")
Ideal wäre nun beim Sollwert einen senkrechten Balken zu haben, real hat man eine mehr oder weniger Breite Glockenkurve. Will man nun bessere Qualität in der Serie, muß man die Verteilung möglichst eng an das Ideal annähern. Dazu gibts zwei Möglichkeiten:
1. Möglichst genaue und damit teure Fertigung. D.h. daß z.B. die Werkzeuge sehr präzise sein müssen, der Verschleiß dieser mit berücksichtigt werden muß, und diese schneller ausgetauscht werden müssen...alles Kosten.
2. 100% Kontrolle und Aussortieren aller Bauteile, die außerhalb der frei festgelegten Toleranz liegen. Dies wird in der Realität bei Objektiven eher nicht der Fall sein.

Dies gilt für jedes einzelne Bauteil, als jede Linse und jedes mechanische Teil im Objektiv (elektonische natürlich auch, aber das ist hier zu vernachlässigen). Die Fehler aus allen Bauteilen summieren sich dann zusammen...

Halten wir also fest:
- jede Serie hat eine Streuung
- die Streubreite hängt ab von der Fertigung und Kontrolle
- Geringere Streubreite heißt definitiv mehr Geld in der Herstellung
- der Zusammenhang zwischen Streubreite und Herstellkosten ist nicht linear, sondern exponentiell
 
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Hier kommt zum Problem der Serienstreuung noch ein weiteres Problem hinzu:

Die Meinung, was ein Objektiv taugt, bilden sich viele Leute durch das lesen irgendwelcher Testzeitschriften (oder deren elektronischen Pendents). Da sich diese Tester in aller Regel von den Herstellern die Objektive zuschicken lassen, hat der Hersteller folgende Möglichkeit (und wäre auch dumm, wenn er sie nicht nutzen würde):
Er selektiert seine Bauteile, daß heißt er sucht einfach die Besten Linsen und mechanischen Bauteile aus seiner Massenfertigung raus, läßt die von seinem besten Montagearbeiter zusammenbauen und überprüft das Ergebnis noch mal.
Was kommt dann bei dem Test raus? Ein Objektiv, nahe am Ideal der Rechnung. Und rechnen können heute alle Hersteller, das sind bei den Massen noch die geringsten Kosten am Produkt.
Was bekommt der Kunde aber in der Realität? Ein Produkt, daß mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit umso näher am Ideal liegt, je mehr Aufwand (Kosten) in Fertigung und Kontrolle gesteckt werden.

Wie der Ami sagt: What you get is what you pay for!
Den meisten Kunden reicht es aber ein Super Objektiv zu haben, weil es ja ganz toll im Test abgeschnitten hat . Und die meisten Kunden sind auch gar nicht in der Lage die Qualität zu beurteilen. Und vielleicht gibt es ja doch einen objektiven (welch Wortspiel) Grund, warum gerade Profis meist auf die teureren Originalware zurückgreifen
 
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peterkdos schrieb:
..das funktioniert aber erst dann, wenn das Display Deines Laptops nicht zu grosse Serienstreuung aufweist.

Es funktioniert sogar dann, wenn Du das schlechteste Laptop der gesamten Serie erwischt hast, vorausgesetzt es funktioniert überhaupt noch und Du kannst Dir das Bild auf dem Display anzeigen lassen
 
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