Schon im Thread "
digitale Foto-Gemälde" kam dieses Thema indirekt zur Sprache und ich habe dort schon einige meiner Fotokunst oder Kunstfotos vorgestellt:
https://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/2614447-post172.html oder auch hier:
https://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/2617379-post176.html
Ich weiß nicht, ob man diese beiden Begriffe so klar von einander abgrenzen kann? Für mich gibt es kunstvolle
Fotografiebilder, wenn mich hier das Motiv anspricht, die Farbwahl fasziniert oder alle Variationen von Kontrasten in einem interessanten Bildaufbau vorhanden sind.
Ebenso gibt es für mich aber auch einen fließenden Übergang zu
Kunstbildern, ob rein mit digitalen Mal-Programmen am Computer entstanden oder wo der Ursprung mal ein Foto war, das als Inspirierung galt und künstlerisch mit den heutigen Alegorithmen verfremdet wurde. Hier aus der heutigen Vielzahl der Filter- und Verfremdungsmöglicheiten das rechte Maß zu finden und sich ebenso wie bei den Fotografiebildern an gewisse Regeln im Bildaufbau zu halten, ist für mich unerlässlich, ein Bild als Kunst anzusehen: Meistens berührt mich erst dann die Stimmung im Bild, bringt mich zum Nachdenken, animiert mich für neue Ideen oder zum reinen Meditieren.
(Ich möchte aber auch nicht verhehlen, dass durchaus "aleatorisch" entstandene Bilder mich selten auch mal mit überraschend interessanten Ergebnissen beeindrucken konnten...)
Vielleicht kann man meine Ansichtsweise mit dem Bemühen der Fotografen im sog. "Piktorialismus" verstehen (vgl.:
http://piktorialismus.smb.museum/ ), wo man in den Jahren nach 1900 versuchte, aus einer Fotoaufnahme quasi ein Gemälde zu machen. Hierzu auch ein interessantes Interview vom bekannten Fotografen Thomas Meyer, wo dieser hier im Film rein fotografisch
(ausschließlich mit aufnahmetechnischen Mitteln) faszinierende Fotokunstwerke entstehen lässt:
https://www.youtube.com/watch?v=y3nPB4PlY-w
Ich gehe meistens noch einen Schritt weiter und verbinde Fotografie mit rein maltechnischen Veränderungen, die ich als "Mischtechnik" schon lange vorher analog gemacht habe
(Aquarell + Tusche + Radierung + Eiweiß-Lasur- und Wachsfarben + Buntstifte auf Malgrund wie Pappe, Leinwand oder rauhes Aquarellpapier):
Seit ich in den 90iger Jahren dann die digitalen Malmöglichkeiten entdeckte und mit dem Programm PAINTER
(mittlerweile nach vielen Umwegen bei Corel gelandet) das digitale Malen kennengelernt habe, konnte ich meine analoge sog.
"Mischtechnik" nun auch digital erzeugen und begann, u.a. auch meine Fotos mit dem digitalen Pinsel in vielfältigen Stilrichtungen zu verändern. Hier nun einige Beispiele zur Verdeutlichung meiner
Foto-Kunst oder
Kunst-Fotos:
Hier als Beispiel die ursprüngliche Sicht auf die Alhambra in Granada (Andalusien):
Mit unterschiedlichen Pinseln, Radierungen, Filtern und Texturen veränderte ich danach digital diese Vorlage, so dass am Ende dieses Bild entstand:
Hier zwei Bilder, die ebenso aus Fotovorlagen mit Hilfe von Fraktalen die Bilder neu entstehen ließen:
... oder hier eine Dorffotovorlage als exemplarisches Beispiel für meine "Mischtechnik" in einer meiner obligatorischen Weihnachts- und Neujahrteskarten:
... und hier letztendlich zwei Bilder, die so sehr malend verändert wurden, dass man die ursprünglichen Fotos nicht mehr erkennen kann und sie sich zu reinen Gemälden verändert haben:
PS:
Wer nicht die Zeit hat, sich mit all den vielfältigen Möglichkeiten einer künstlerisch-gemalten Fotoveränderung in diversen Mal- und Filterprogrammen auseinanderzusetzen, kann vielleicht mit der Webseite "DeepArt" glücklich werden und seine Fotovorlage malen lassen (
https://deepart.io/ ):
Hier haben drei "Kunst-Mathematiker" aus Tübingen, Lousanne und Louvain eine Plattform geschaffen, wo man seine Fotos per diverser Algorithmen in frei-wählbaren Stilrichtungen künstlerisch rendern lassen kann.