Bei zu großer Intensität auf CCDs werden diese warm, was das Verstärkerrauschen erhöht. Dieser Vorgang ist ein ganzes Stück weit reversibel. Anders sieht's aus beim Fotografieren von heißen Sachen: da bildet die Optik zwar nicht gut ab, ist aber auch transparent, da "verglüht" ein Sensor (und das Kameragehäuse und die Fingerchen tun weh). Stehen nicht irgendwo Spezifikationen in der BDA?
Mit ungekühlten CCDs sind Langzeitbelichtungen u.U. witzlos, da einerseits das Rauschen mitintegriert wird und es vorkommen kann, daß auf dem Chip integrierte Dioden "zu leuchten anfangen" (<- gesehen bei diversen gekühlten Spektrometerkameras). Das letztere läßt sich vermeiden durch Addition nachfolgender Bilder, das erste Problem bleibt - Signal/Rausch bleibt Signal/Rausch.
Zum Umgang mit Laserquellen und Foto-Optik: was sind denn das für Wellenlängen und Leistungen (cw, puls?) beim Beschriften? Folgende Grundregeln sind schon mal nicht verkehrt:
-was man nicht sieht, ist böse, weil man's nicht sieht
-gepulste Laser sind böser als Dauerstrichlaser
-diffuse Reflexe sind u.U. gefährlicher als der dünne Originalstrahl
-Ab 20mW Strahlleistung ist Streulicht auch böse!
-Alle Geräte, die ausgehen, wenn man den Deckel öffnet, tun dies i.d.R. aus gutem Grund.
Die Schutzbrillenpflicht gilt für's *unbewaffnete* Auge! Gerade bei Streulicht (in den Strahl selber schaut man NIEMALSNIE, selbst zulässige Laserpointer sind auf der Netzhaut intensiver als die Sonne - weitere Fragen beantwortet der Augenarzt, der die Ergebnisse gewisser "Mutproben" begutachten darf) schlägt u.U. die große Apertur zu und sammelt das Licht in einem Punkt (der nicht in der Sensorebene sein muß). Und auch hier gilt: was man nicht sieht, gelte prinzipiell als gefährlich.
Ich denke, daß eine Kamera mehr mitmacht als ein Auge - weshalb man auf sein Auge mehr aufpassen sollte als auf die Kamera. Backup-Bodies sind sogar im Versandhandel erhältlich, wohingegen einer meiner Lehrer immer sagte: "Die Augen sind zweimalig."
Safer Ex(posures)!
Phillip