Ich hatte auch nicht den Mut dazu, meine Ohren durchpusten zu lassen. Allerdings wurden die Ohrenputzer von den Einheimischen gut gebucht. Bei der Prozedur kamen die unterschiedlichsten Werkzeuge zum Einsatz, eine Ohrenkerze konnte ich dabei allerdings nicht ausmachen.
Am Abend ging es dann in die Sichuan Oper. Bei Schwalbennestersuppe und Tee gab es eine sehr abwechslungsreiche Vorführung, anders als bei einer Peking Oper auch für westliche Ohren gut zu ertragen.
Die Veranstaltung war sehr kurzweilig und abwechselungsreich. Neben Schatten- und Puppenspielern gab es auch ein Boulevardstück über den lebenslustigen Ehemann, dem von seiner mißtrauischen Ehefrau das Leben mitunter ganz schön schwer gemacht wird.
In beeindruckenden, farbenprächtigen Kostümen wurde die Geschichte von dem intriganten Minister erzählt, der am Kaiserpalast seine Ränkespiele schmiedet, um den wackeren Feldherren zu diskreditieren. Letzlich aber entlarvt und hingerichtet wird.
Das Highlight der Aufführung war Bianlian, so nennt man die Kunst des Gesichterwechselns, bei der die Akteure, für die Zuschauer kaum sichtbar, sekundenschnell die Masken wechseln. Ein einziges Mal gelang es mir den Griff zur Maske festzuhalten. Für den Betrachter der Show war es kaum wahrnehmbar.
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Ich bedanke mich dafür, dass ihr mir bis hierhin gefolgt seid. Im Anschluß ging es weiter nach Tibet. Diesen Thread hatte ich ja bereits gezeigt.
Euch noch einen schönen Tag.