Kurzer Ausflug in die Geschichte: Bis 1950 war Tibet ein eigenständiges Land mit weltlichen wie auch geistlichen Führungseliten, unter dem Dalai Lama als spirituellem Führer. Im Oktober 1950 kam es zum Krieg mit Maos Volksbefreiungsarmee, der schnell endete und zur Annexion Tibets führte. 1959 kam es dann über Gerüchte, dass der damals 24-jährige 14. Dalai Lama aus Tibet ausgewiesen werden solle, zu einem blutig endenden Volksaufstand, obwohl das religiöse Oberhaupt zur Gewaltlosigkeit mahnte. In der Folge musste der Dalai Lama tatsächlich (mithilfe vieler Tibeter) nach Indien fliehen. Er erhielt 1989 den Friedensnobelpreis und lebt bis heute, mittlerweile 90-jährig, im Exil in Indien, ohne den Anspruch auf die Alleinvertretung der Tibeter aufgegeben zu haben. Sein Portrait zu zeigen, ist in China illegal.
Lhasas Bevölkerung ist heute zu etwa zwei Dritteln tibetisch und zu einem Drittel chinesich. Es gibt keinen offenen Widerstand gegen die chinesische Herrschaft. Wie aber unserem Führer und auch anderen Tibetern deutlich anzumerken war, sind der Stolz auf die eigene Kultur und die Ablehnung chinesischer Einflüsse ungebrochen. Umgekehrt versuchen die Chinesen weiterhin, ihren Herrschaftsanspruch zu betonen. So ist es z.B. seit etwa zwei Jahren verboten, Tibet auf Landkarten als Tibet zu bezeichnen. Es darf ausschließlich der chinesische Name, Xizang, benutzt werden. Wenn der 14. Dalai Lama stirbt, wird allgemein erwartet, dass China versuchen wird, den nächsten Dalai Lama selbst zu inthronisieren und somit zur Marionette zu machen. Dies wird mit großer Sorge beobachtet.
den haben wir praktisch täglich in größeren Mengen getrunken. Dafür hat schon unser Guide gesorgt.
Legal war der, den konnte man überall problemlos kaufen.
Bei mir waren die Höhenprobleme nach zwei Tagen vorbei. Es war auch nicht sonderlich dramatisch. Nur Kopfschmerzen.
Allerdings haben wir am Cotopaxi erlebt wie es genau nicht laufen soll. Vier Ärzte, die es hätten wissen müssen, sind am morgen in Guayaquil augebrochen und waren am Abend mit uns im Cotopaxihaus auf 4900 Meter. Deren Zustand hat sich stündlich verschlechtert. In der Nacht wurden zwei von denen in einer Rettungsaktion nach Quito gebracht, wo sie in eine Druckkammer mussten. Die wären beinahe drauf gegangen, hätte ein Guide nicht sofort reagiert. Von 0 auf 5000 Meter in wenigen Stunden packt der beste Körper nicht mehr. Die beiden anderen hatten etwas mehr Glück, mussten aber in der Nacht auch sofort wieder in tiefere Lagen.