Viele Megapixel (ab D810) bedeuten längere Bel.-zeiten und sorgfältigeres Arbeiten?


P

Picfriend

Unterstützendes Mitglied
Hi Leute, ich habe mir neben der D750 (24MP) noch eine D810 (36MP) zugelegt. Nun hörte ich von anderen Fotografen das aufgrund der höheren Megapixelzahl schon bei der D810 und erst Recht bei der D850 (45MP) sorgfältiger gearbeitet werden muss um "scharfe" Bilder zu erhalten.

Stimmt es also, das ich meine geliebte 1/160 Belichtungzeit für Porträts deutlich kürzer halten muss bei der D810? Allein schon deshalb, damit ich bei Serienaufnahmen mit der D810 wenig unscharfen Ausschuss habe?
 
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norei

norei

Sehr aktives Mitglied
Bei höher auflösenden Sensoren sieht man insbesondere in der 1:1-Ansicht selbst minimalste Verwackler naturgemäß stärker.
 
Beuteltier

Beuteltier

Platin Mitglied - NF "proofed"
So lange die mit einer Kamera gemachten Fotos in der gleichen Ausgabegröße betrachtet werden, ändert sich durch die höhere Auflösung = höhere Megapixelzahl nichts.
Sobald man aber 100%-Darstellung = Pixelpeeping wählt, werden Aufnahmefehler wie Verwackelung, Fehlfokussierung oder Objektiv-Fehler natürlich deutlicher erkennbar.

Dein Thread-Titel fragt aber nicht nach kürzeren Belichtungszeiten (gegen Verwackeln), sondern nach längeren.
Somit vermute ich zusätzlich, dass du davon gehört hast, dass die Sensel (die Foto-Pixel des Sensors) bei einem 36 MP-FX-Bildsensor kleiner sind als bei einem 24 MP-FX-Bildsensor. Das trifft zu, deshalb muss tatsächlich ein wenig mehr Licht auf den Bildsensor mit höherer Megapixelzahl fallen, um eine identische Belichtung zu erzielen, das ist aber in der Praxis nicht von Bedeutung.
 
Gianni33

Gianni33

NF-F Premium Mitglied
Der Thread-Titel passt mit seiner im Text getroffenen Aussage nicht zusammen - denn im Titel fragt er nach längeren Belichtungszeiten, im Text aber nach kürzeren.
Ich nehme an, dass er das Letztere meint.

Gruß
Hans
 
fx33

fx33

NF-F Premium Mitglied
omit vermute ich zusätzlich, dass du davon gehört hast, dass die Sensel (die Foto-Pixel des Sensors) bei einem 36 MP-FX-Bildsensor kleiner sind als bei einem 24 MP-FX-Bildsensor. Das trifft zu, deshalb muss tatsächlich ein wenig mehr Licht auf den Bildsensor mit höherer Megapixelzahl fallen, um eine identische Belichtung zu erzielen, das ist aber in der Praxis nicht von Bedeutung.
Für das Rauschverhalten aber schon. Fällt weniger Licht auf ein Sensel (den Begriff greife ich jetzt mal auf), muss das Signal mehr verstärkt werden, dadurch wird das Grundrauschen mit verstärkt. Die Signalausbeute des 24MP-Sensors ist 30% höher bei genau gleicher Belichtung. Also muss beim 36MP-Sensor entweder länger belichtet werden, eine größere Blende oder eine größere Signalverstärkung zum Einsatz kommen.
 
D

departure69

Sehr aktives Mitglied
@Picfriend

Hallo.

Zu Analogfilmzeiten galt bei mir für das Verhältnis zwischen Brennweite und Belichtungszeit:

1:2
Bedeutet, bei 200mm Brennweite nicht länger als 1/400 belichten

Digital:

Bei meinen DSLRs bis 24 MP hab' ich daraus 1:3 gemacht, also bspw. bei 200mm Brennweite nicht länger als 1/600 belichten

Seit der D800E (36 MP wie die D810) wende ich 1:4 an, also bei 200mm nicht länger als 1/800 belichten.

Dadurch sind eigene Verwacklungen eigentlich auszuschließen. Unabhängig davon, daß bspw. für bewegte Objekte natürlich trotzdem noch kürzere Belichtungszeiten erforderlich sein können, es geht hierbei nur erstmal darum, eigene Verwacklungen des Fotografen zu vermeiden.

Sofern qualitativ geeignete Objektive verwendet werden, hält diese Methode auch jeglichem Pixel-Peepen stand - für den, der's braucht.

Zusammengefasst:

Ja, etwas mehr Sorgfalt, Kamera möglichst ruhig halten (egal ob VR oder nicht) und möglichst kurze Belichtungszeiten schaden der D810 nicht ;-).


Viele Grüße

von

departure69
 
R

REBÜ

Unterstützendes Mitglied
Hallo Picfriend
Sorgfältiges Arbeiten ist immer angesagt, aber kein Grund zur Sorge, fotografiere einfach wie ein Sportschütze: Druckpunkt nehmen, ausatmen, Atmung anhalten und auslösen.
Mit ein wenig Übung gelingen auch mit der D810 und D850 immer einwandfreie Fotos.
Längere Verschlusszeiten sollten somit kein Problem sein (bin Sportschütze und arbeite u.a. auch mit einer D850).

Gutes Gelingen
 
fx33

fx33

NF-F Premium Mitglied
1

1bildermacher1

Nikon-Clubmitglied
95% meiner Aufnahmen mit der D850 und manuellen Objektive mache ich aus der Hand. Mein Rezept, längste Belichtungszeit gleich doppelte Brennweite. Bei der Belichtung spielen - 1-2 Blendenstufen kein Problem, da die RAW-Bilder immer bearbeitet werden und das trifft auch für die D810 zu.

Wolfgang
 
Gianni33

Gianni33

NF-F Premium Mitglied
Ein Tipp für verwacklungsfreies "Shooting" von unseren Gebirgsschützen:

Zuvor ein Stamperl (Gläschen) Zielwasser (Schnaps) trinken, und schon hört das Zittern der Hände auf... ;)

Gruß aus dem Isarwinkel
Hans
 
Zuletzt bearbeitet:
charlyG

charlyG

Sehr aktives Mitglied
Für das Rauschverhalten aber schon. Fällt weniger Licht auf ein Sensel (den Begriff greife ich jetzt mal auf), muss das Signal mehr verstärkt werden, dadurch wird das Grundrauschen mit verstärkt. Die Signalausbeute des 24MP-Sensors ist 30% höher bei genau gleicher Belichtung. Also muss beim 36MP-Sensor entweder länger belichtet werden, eine größere Blende oder eine größere Signalverstärkung zum Einsatz kommen.
Das bedeutet ich kann meinen Minolta Belichtungsmesser nicht mehr nutzen ???
Charly
 
P

Picfriend

Unterstützendes Mitglied
Der Thread-Titel passt mit seiner im Text getroffenen Aussage nicht zusammen - denn im Titel fragt er nach längeren Belichtungszeiten, im Text aber nach kürzeren.
Ich nehme an, dass er das Letztere meint.

Gruß
Hans
Sorry ich meinte natürlich "Kürzere Belichtungszeiten" bei dem EInsatz von D810 oder anderen Pixelboliden!
 
Beuteltier

Beuteltier

Platin Mitglied - NF "proofed"
Hallo Charly,

selbstverständlich kannst du jeden anderen Belichtungsmesser als den in der Kamera eingebauten auch verwenden.
Jörg hatte nur die drei theoretischen Möglichkeiten beschrieben, angewandt wird selbstvernatürlich aber die erhöhte Signalverstärkung.
 
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