Verständnisfrage zur Z Serie

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misterbigs

NF Mitglied
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Meines Wissens nach haben doch die Z Objektive einen größeren Durchmesser als das F-Bajonet. Weshalb liegen denn hier die Anfangsblenden bei f1:4 bzw. f1:1,8? Ich hätte erwartet, dass man hier wesentlich lichtstärker ist, da ja der Sensor immer noch Kleinbildformat hat.
Habe ich das was nicht verstanden?
 
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….um lichtstarke objektive zu finden kann man einfach in der Vergangenheit suchen.

Zum Beispiel:

Carl Zeiss Planar 0.7/50mm (ca. 1972)

Gruß Norbert
 
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Weshalb liegen denn hier die Anfangsblenden bei f1:4 bzw. f1:1,8?
Habe ich das was nicht verstanden?

Ein Objektiv mit größerer Öffnung wird größer, schwerer und teurer sein, und aus allen drei Gründen weniger Käufer finden.

(Daß es größer und schwerer ist, dafür gibt es Gesetze - physikalische Gesetze, das liegt also nicht im Belieben des Herstellers.)

Deswegen bringt Nikon zunächst mal Objektive heraus, von denen sie annehmen können, daß die überwiegende Mehrheit der Z-Besitzer
sie auch haben möchten - idealerweise auch tatsächlich kaufen. Die großen, schweren und teuren kommen dann später.

Grüße,
Christian
.
 
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Ich denke auch dass es so ist wie Christian schreibt. Um eine neues System zu etablieren muss erstmal die Masse bedient werden. Nicht jeder will ein Objektiv das <F2 ist und ist bereit dafür auch viel Geld auszugeben. Zum einen würden dann viele (System)Wechsler es sich überlegen ob es überhaupt Sinn macht, denn mit schwerem Glas hat man ja nicht unbedingt viel gewonnen im Vergleich zum System mit dem F Bajonett. Und wenn es ja nur teuere und schwere Gläser zum Anfang geben würde, dann würde die Akzeptanz eines solchen neuen Systems in der Masse gering ausfallen. Da wäre dann der fehlende zweite Kartenslot ein untergeordnetes Thema *g

Gruß
Wolfgang
 
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….um lichtstarke objektive zu finden kann man einfach in der Vergangenheit suchen.

Zum Beispiel:

Carl Zeiss Planar 0.7/50mm (ca. 1972)

Gruß Norbert

Und das mit Nikon-Bajonett? Selbst beim Noct sieht man bei Offenblende schon die Innereien des Anschlusses auf dem Bild. Ich glaube ein, größer als f/1.2 geht am F-Bajonett nicht, am Z-Anschluss schon und darum ging es hier ja.
 
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Gespannt bin ich unter anderem auch auf den Preis des Nikkor 0.95 für die Z.

Das vergleichbare Leica Noctilux kostet ja so um die 10 000 Euro...

Vielleicht bekommt man zu diesem Preis bei Nikon das Objektiv mitsamt der Kamera.

Gruß
Hans
 
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Gespannt bin ich unter anderem auch auf den Preis des Nikkor 0.95 für die Z.

Bei der Vorstellung der Z - Serie habe ich einen Nikon MA gefragt, ob man denn einen Preis ähnlich Noctilux erwarten könne. Seine Antwort: Nikon orientiert sich bezüglich Leistung und Preis an dem (sehr guten) Zeiss Otus. Mal sehen, ob er recht behält. :)
 
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Ich hätte erwartet, dass man hier wesentlich lichtstärker ist, ...
Also "wesentlich" ist relativ. Der Schritt von f/1,4 zu f/1,0 ist gerade mal 1 Blendenstufe, wie zwischen f/1,4 und f/2,0. Geht man weiter in den lichtstarken Bereich (technisch möglich), werden die Objektive wie schon beschrieben groß und schwer, und vor allem stellt sich die Frage: wozu? Schon ein 1:1 ist ein Objektiv, das Können verlangt, denn wenn es kein deutliches Weitwinkel ist, wird die Tiefenschärfe bei voller Öffnung schnell winzigst klein - Stativnutzung wird fast zur Pflicht, wenn man exakte Schärfelagen haben will. Der mögliche Nutzerkreis wird sprunghaft kleiner in diesen Extrembereichen. Nicht alles, was technisch möglich ist, ergibt auch kaufmännisch einen SInn, und preisgünstig sind die Objektive in keinem Fall. Das große Bajonett macht sie zwar technisch möglich bzw. einfacher möglich von der Anschlussseite her, aber die Objektivkonstruktion an sich verliert kaum an Aufwand.
 
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Habe ich da was nicht verstanden?
Vermutlich tatsächlich nicht.

In grober Vereinfachung ist die Lichtstärke (der F-Stop) der Durchmesser des Objektivs vorne (Lichteintritt), ausgedrückt als Bruchteil der Brennweite. (F4 = 1/4 Brennweite als Durchmesser.) Also eher der Filterdurchmesser als der Bajonettdurchmesser. Z.B. 62mm bei 85mm/1.4.

Also NICHT des Durchmessers hinten (Lichtaustritt), beim Bajonett. Z Objektive sind nicht per se dicker, sondern nur das Bajonett hinten ist grösser.

Daher führt ein grösserer Bajonettdurchmesser erst einmal zu überhaupt keiner Veränderung bei den Lichtstärken.

Will man besonders lichtstarke Objektive bauen, so benötigt man also erst einmal grosse, teure und viele Linsen. Und wenn das jemand bezahlt, dann hilft der grössere Bajonettdurchmesser dann, und nur dann, die dann zwar kleineren, aber immer noch vergleichsweise grossen Linsen auch am Ende des Objektivs unterzubringen. Wir reden hier aber dann von € 3000+ und Kilogramm ...

Oder in Kurzform, Lichtstärke bekommt man nicht geschenkt, sondern muss immer den nötigen Aufwand treiben. Und da hat sich nichts geändert.
 
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Laut diesem Bericht ist das Z-Bajonett bis f/0,65 geeignet.
Nicht schon wieder.

Da hat wohl ein Nikon Ingenieur auf einer internen Schulung einen etwas scherzhaft gemeinten Kommentar gemacht ... und der Franzose plaudert es als Weisheit aus ...

Natürlich erlaubt das Verhältnis von Durchmesser und Auflagemaß einen flachen Winkel bei den Randstrahlen - mit dem Geo-Dreieck aus der Schule kann man sich da leicht selbst F/0.65 ausrechnen. Aber das ist eine ansonsten sinnlose Anmerkung, ausser in dem Sinne, dass F/0.6 definitiv nicht mehr ginge.

Alles unter F/1 wird exponentiell teuer, will man die explodierenden Abbildungsfehler korrigieren. Genau darum baut man ja grössere Sensoren ein, damit man sich das erspart - liefert F/1.4 an Vf doch auch F/0.95 an APSC ...

Viel interessanter ist der grosse Bajonett-Ø daher für mich daher, dass er auch etwas grössere Sensoren a la 44x33 erlaubt ...
 
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Bei der ganzen Diskussion wird auch immer vergessen, das die Microlinsen auf dem Sensor auch einen T-Stop haben - wenn man sich an dem Wort "Lichtstärke" festhält.

Gruß Gerd
 
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Ansichtssache ;-)


Wenn ich vom Lichtstrahl ausgehe, der durch das Objektiv saust, dann ist die Ablenkung dazu flach.
Wenn ich von Sensor ausgehe, dann ist der Winkel steil...
oder so...

Man betrachtet aber immer den Winkel zwischen der Fläche, durch den das Licht hindurchtritt oder auf den es auftritt.
Auch wenn ich meine diesbezüglichen Kenntnisse nur vom Kosmos-Optik-Experimentierkasten habe... :).
Auf das Maß der Ablenkung kommt es in dieser Hinsicht nicht an.

Grüße,
Christian
.
 
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Einen bitte waaas??????????
.

T-Stop gibt Dir die Transmission - also was wirklich an Licht durchgeht - an. Die wenigsten Objektive haben einen T-Stop der dem F-Stop entspricht (am wenigsten die mit dem ganz kleinen Blenden).

Wenn Du zu dem Thema etwas wissen willst, mach Dich bei den Film-Leuten schlau. Für die ist es lebenswichtig, das bei einem Objektiv wechsel anschließend die Belichtung wieder stimmt.

Die Microlinsen auf dem Sensor haben natürlich auch einen F-Stop nur da ich mich auf das Wort "Lichtstärke" bezogen habe, habe ich T-Stop geschrieben.

Gruß Gerd
 
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