Mitmachthema Verlassene Orte - Lost Places

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Gestern mal wieder mit 2 Kollegen in kleinen aber feinen Nachbarland gewesen, dort haben wir unter anderem eine alte Kirche besucht die hunderte von Tauben zu ihrer neuen Heimat erklärt haben.

Im Vorort einer Großstadt fristet diese mittlerweile entweihte Kirche ihr Dasein, es ist ein Geheimtip in der Szene weil sich hier der Vandalismus in Grenzen hält zumal die Kirche mitten in einer Wohngegend steht und von allen Seiten her einsehbar ist.
Der Zugang war so einfach wie man ihn selten antrifft, das Hauptportal war offen und lud zur Besichtitigung ein.
Der Putz ist schon lange von den Wänden gefallen, das Mobiliar teilweise entfernt, die Orgel wurde ausgebaut, aber dennoch hat dieses Gebäude einen unwiederstehlichen Charme.
Der Taubenkot liegt cm hoch auf dem Boden, hier und dort findet man auch mumifizierte Tauben auf den Boden, den Bänken oder in den Ecken.

Einfach nur genial, diese morbide Schönheit.



 
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Die verlassene Eissporthalle „La pationire abandonnee“​

Ein Kollege den wir einige Stunden vorher an einem anderen Spot zufällig getroffen haben hatte uns den Tip gegeben.
Auch den Zugang hat er super beschrieben (Danke Erick)

Es ist ein kalter Januar Tag als wir gegen Mittag dort eintreffen und uns erst einmal orientieren müssen weil rund um die Halle gebaut wird und die Satelitenbilder nicht mehr mit dem Ist Zustand überein stimmen.

Irgendwo am Flussufer steht diese Eissporthalle die gewiß auch mal bessere Zeiten gesehen hat.
Alle Zugänge sind vermauert, spärliches Licht dringt nur durch die paar wenigen Dachfenster und Löcher im Dach in die riesige Halle was das Fotografieren nicht gerade einfacher macht aber diese Lichtsituation hat auch ihren Reiz.

Meinen Informationen nach wurde diese Halle Anfang der 2010er Jahre wegen baulichen Mängeln geschlossen.









 
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Der kleine Bauernhof mitten im Feld.​

Es ist ein nasser kalter Wintertag als ich beschließe diesen verlassenen Bauernhof zu besuchen. Den Tip dafür habe ich in der gleichen Woche von einen Kollegen bekommen der erst vor kurzen dort dort war.
Also nichts wie dort hin bevor die Rotznasen davon Wind bekommen und alles kurz und klein schlagen oder mit hässlichen Grafittis vollsprühen.
Es sind von mir aus etwa 1,5 Stunden Fahrt bis dort was bei Shitwetter auch nicht gerade angenehm ist, Nebel, Regen, stürmisch ist es teilweise auch noch.
Und BINGO ich werde selber auch noch fotografiert von so nem Teil mit nem roten Blitzlicht, mit ca. 10 Km/H zuviel ausserhalb einer geschlossenen Ortschaft. Na ja, mal abwarten was da kommt.
Ich habe mich mit meinen Kollegen Thorsten für 9:30 Uhr verabredet was auch wunderbar geklappt hat. Zusammen fahren wir dann mit meinen Auto weiter zu besagtem Bauernhof. Das letzte Stück der Zufahrt gestaltet sich schwierig weil der Feldweg komplett durchgeweicht ist beschließen wir das Auto oben stehen zu lassen und den Rest zu Fuss zu gehen, diese Entscheidung war wohl goldrichtig wie sich später heraus stellen sollte.
An dem Hof angekommen schauen wir erst einmal wo es reingeht, das Scheunentor steht offen was die Sache wesentlich leichter macht. Was wir vorfinden lässt mein Herz ein bisschen höher schlagen.
Kein Vandalismus, keine Grafittis, nur vieles ist durchwühlt aber auch noch einiges vorhanden. Einige Sachen lassen darauf schließen der der Hof ca. 2015-2017 aufgegeben wurde.
Die Vorratskammer ist noch gefüllt mit selbst eingemachten teilweise aus dem Jahr 2004.
Im Wohngebäude ist das Dach schon durch und es regenet herein aber alles in allem eine schöne Zeitkapsel.










Nach gut einer Stunde sind wir mit den Hof durch und begeben uns auf den Rückweg. Das Wetter ist eher schlechter als besser geworden und der Regen peischt uns ins Gesicht. Die ca. 500 Meter bergauf bis zum Auto sind mühsam.
ABER noch mühsamer ist es von meinem „Parkplatz“ wieder weg zu kommen und NEIN der Thorsten mußte nicht schieben das klappte gerade noch so.
Alles in allem hat sich die Location aber gelohnt, Danke Christian für den Tip
Alle Bilder dazu bei mir auf der Homepage
 
4 Kommentare
bassheiner kommentierte
Die Fotos auf Deiner HP habe ich mir auch angesehen. Für mich hat das was sehr Beklemmendes.
Da bleiben Bilder, eine Puppe und vieles mehr, alles Dinge die irgendwann irgendwem etwas bedeutet
haben, einfach so zurück. Erinnerungen, an die sich niemand mehr erinnert.
Habe mich selbst nie mit 'Lost Places‘ befasst. Sehe mir die Fotos der Spezialisten – wie Dir – aber immer
gerne mit einer Mischung aus Neugier, Staunen und Unbehagen an.
Grüße aus HB
Heiner
 
of51 kommentierte
... und wie schnell ist man vergessen.
Da draußen, irgendwo mitten in den Feldern, haben doch mal diese komischen Alten gewohnt ...
...wie hießen sie doch gleich ... ich glaube Müller ... ja vielleicht oder so ähnlich.
 
Tom#2 kommentierte

Ich habe mit Bedacht die Bilder von den Puppen hier nicht eingestellt weil es sondern nur auf meiner HP.
Es auch für mich immer etwas bedrückendes wenn ich solche Orte besuche.
Mich interessiert aber auch die die Geschichte die dahinter steckt!
Was ist hier passiert?
Wer hat hier gelebt?
Warum wurde der Hof aufgegeben?
usw. usw.
Fragen über Fragen auf die ich gerne selber auch Antworten haben möchte aber nur selten bekomme.
 
Tom#2 kommentierte

Leider ist das in der heutigen Zeit schon fast der "Normalzustand"
 
Die Gießerei am Stadtrand
Diese Gießerei wurde 1910 von 2 Brüdern gegründet.
Spezialisiert hatte man sich auf Stahl- und Edelstahlguss auf Teile bis zu 4 Tonnen Gewicht.
Deren Hauptprodukt waren Armaturen. Die Firma hatte sich zuletzt nicht mehr mit Massenprodukten, sondern mit individuell gegossenen Stücken am Markt etabliert.
Etwa für Kraftwerke, in der Petro-Chemie, für Schiffe oder in der Erdölförderung.
Im März 2016 hatte der Traditionsbetrieb Insolvenz angemeldet und die letzten der ca. 50 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz, nach und nach wurden alle Anlagen demontiert.
Es ist ein kalter Wintertag als wir gegen Mittag dort eintreffen und schon vor dem Gelände die Blechverkleidungen der Gebäude im Wind klappern hören.
Die Schranke und das Tor zum Betriebsgelände stehen offen aber wir beschließen erst einmal hinten herum zu gehen weil es vor Ort auch jede Menge Nachbarschaft gibt.
Das Seitentor ist ebenfalls offen und dort stehen 2 Holzbaracken wo alte Gußformen aus blau eingefärbtem Kunststoff gelagert werden. Das läßt darauf schließen das hier im Sandformverfahren gegossen wurde. Wer wissen möchte wie das funktioniert der schaue Hier nach
Die Produktionshallen sind hoch und dunkel, nur spärlich fällt Licht durch die Oberlichter im Dach und die Seitenscheiben die seit Jahren nicht mehr gereinigt wurden.
Aber gerade diese Lichtsituation ist so genial das der Auslöser meiner Kamera heiss läuft



Alle Bilder auf meiner Webseite
 
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Altes Polizeipräsidium Frankfurt (Legal Visit)​

Zwischen 1914 und 2002 wurden an der Friedrich-Ebert-Anlage die Verbrechen der Stadt aufgeklärt. Bis 2010 wurden dort Partys gefeiert.
Bei den Luftangriffen auf Frankfurt im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude 1944 fast zur Hälfte zerstört. Bis zur Wiederherstellung 1954 war ein großer Teil der Polizei an andere Orte im Stadtgebiet ausgelagert. 2002 zog das Präsidium in einen Neubau an der Adickesallee im Nordend und gab den Standort an der Friedrich-Ebert-Anlage auf. Das Gebäude steht seit dem weitgehend leer und wird nur teilweise gewerblich genutzt. Es ist heute ein Kulturdenkmal aufgrund des Hessischen Denkmalschutzgesetzes


Für etwas mehr als 212 Millionen Euro hat das Land Hessen das denkmalgeschützte Gebäude mit Grundstück im Jahre 2018 an Investoren verkauft.
Endlose Gänge, riesiege Treppenhäuser, schmiedeeisere Geländer, Marmorsäulen, Bleiverglasung, mittlerweile viele zerschlagene Fenster, leere Räume, ein Sportraum wo noch die Reste eines Boxrings stehen und ein Trakt mit gefliesten Zellen, wo schon jede Menge Leute ihren Rausch ausgeschlafen haben aber auch schwer kriminelle die Stunden bis zum Verhör verbracht haben sind hier zu finden.
Im Jahre 1976 wurde hier auch Andreas Baader verhört, der mehrere Kaufhausbrände in Frankfurt verübt hatte, ehe er später die Rote-Armee-Fraktion mitbegründete.
Ebenso der mutmaßliche Mörder der Frankfurter Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt.

Den ganzen Bericht und alle Bilder auf meiner Homepage





 
1 Kommentar
m-hermann kommentierte
Das Treppengeländer samt Treppenhaus im ersten Bild erinnert mich sehr an mein früheres Gymnasium aus den 60ern und 70ern - gebaut um die Jahrhundertwende (19./20.)! Nur die Säulen waren aus schlichtem Gusseisen.
Das Gebäude ist mittlerweile leider auch schon den Weg auf die Bauschutthalde gegangen, da es nicht unter Denkmalschutz stand.
Danke und VG!
Manfred
 
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