Vergleichbarkeit der ISO zwischen Sensor und Film?

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marshaj

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Hallo!

Seit ich Besitzer einer DSLR (D300) bin und festgestellt habe, daß ich dort immer eine 2/3 Unterbelichtung einstellen muß, habe ich u.a. auch viele Male versucht, die manuelle DSLR-Belichtungsmessung mit meinen analogen Kameras und dem Handbelichtungsmesser zu vergleichen. Danach aber wäre die ISO-Angabe der DSLR eigentlich Makulatur: statt der eingestellten 200 ASA würde sie sich erst einmal sich auf ca. 400 belaufen; und wenn man versucht, die Licht- und Objektmessung des Handbelichtungsmessers zu übertragen, dann kommt selten das gut belichtete Bild heraus.

Deshalb meine Frage: ist die Vergleichbarkeit der ISO zwischen Sensor und Film überhaupt gegeben bzw. habt Ihr andere Erfahrungen gemacht? Eigentlich müßte ja wenigstens die Messung auf neutrale Flächen irgendwie vergleichbare Resultate bringen.

Irgendwo in den tausenden Beiträgen im NF-F habe ich sowas schon einmal gelesen, aber wer's findet...:nixweiss:

Viele Grüße aus der Lüneburger Heide,
Hans-Jürgen
 
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Hallo marshay,

Deine D300 hat drei verschiedene Modi des Belichtungsmessers:
*Matrixmessung
*Mittenbetonte Messung
*Spot-Messung

Die drei Modi werden Dir im allgemeinen Fall natürlich verschiedene Belichtungen vorschlagen. Du muss schon selbst wissen, welche für die jeweilige Situation passt.

Wenn Du mit einem externen Belichtungsmesser oer einer analogen Kamera vergleichen willst, dann stelle die Spot-Messung bei beiden ein und visiere genau die identische Motivstelle bei genau identischer Beleuchtung an. Du wirst feststellen, dass das Messergebnis gleich ist. Mit dem ISO-Vergleich analog / digital bist Du einfach auf dem Holzweg. Deine D300 (wenn sie nicht grad kaputt ist) belichtet schon richtig.

Welche Art von Belichtungsmessung (Matrix, Mitte, Spot) bist Du denn von Deiner analogen Kamera gewohnt?

Mach mal folgenden Versuch: Messe mit der Spot-Messung Deiner Kamera die hellste und die dunkelste Stelle an, die Du noch durchgezeichnet haben möchtest. Die Differenz kann nicht über einem bestimmten Maximum liegen (Dynamikumfang, z. B. 9 Blendenstufen). Dann nimm die Messung für die hellste durchzuzeichnende Stelle und ziehe 2 bis 3 Blendenstufen ab. Das sollte in normalen Fällen ein korrekt belichtetes Bild ergeben.

Hast Du Deine analoge noch? Dann stell sie einfach mal zum Vergleich auf das selbe Stativ wie Deine D300 und peile dasselbe Motiv an. Zum Vergleichen ist die Spot-Messung am geeignetsten.

Es gibt darüberhinaus eine Feineinstellung des Belichtungsmessers, wo Du im Menü einen festen Korrekturwert einstellen kannst. Hab ich allerdings bei meiner nie genutzt und trotzdem korrekte Belichtung erhalten.

Hast Du eine Norm-Graukarte? Stelle sie vor das Hauptmotiv und messe sie an mit Spot-Messung. Das ist eine sehr sichere Methode.


Viel Erfolg, Tinker
 
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Hallo, Tinker!

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
Die Versuche habe ich mit 2 F3en und einer F90, die mit dem neueren Gossen voll übereinstimmen, gegen grünes Gras, Gartenmotive und eine Graukarte mit Spotmessung bzw. der stark mittenbetonten F3-Messung wiederholt gemacht. Auch die sonst immer recht sichere Lichtmessung war dabei.

Ich habe mich eigentlich auch nur theoretisch für das Problem interessiert, da mich eine "überhöhte" Sensitivität des Sensors grundsätzlich nicht weiter stört. Mit der -2/3 - Einstellung bin ich mit der Matrixmessung bisher gut bedient. Allerdings wunderte mich dann das Grundvertrauen, mit dem hier immer wieder über die ISOs diskutiert wird.

Aus Deiner Antwort nehme ich für mich mit, daß ich wohl einfach nicht 'dran rühre.

Viele Grüße aus der schönen Lüneburger Heide,
Hans-Jürgen
 
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