Vergleich: Originaldia - Scan

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Lavendel

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Hallo,
was kann man erwarten wenn zum Scannen z.B. ein Nikon Coolscan 5000 eingesetzt wird?

1) gleiche Helligkeit, gleiche Farben (auf den Punkt) wie beim Original?

2) reicht es wenn der Scanner entsprechend eingestellt (z.B. kalibriert) ist, was ja automatisch passiert?

Habe von einem Münchener Fachbetrieb (Scandig) meine ersten 100 Dias gescannt zurückerhalten (Vorgaben: 4000 dpi und Tif), die weitere Bearbeitung wollte ich wie bei meinen RAW-Digitalbildern selber machen, stelle aber leider fest, daß die Scans nicht dem einwandfreien Original entsprechen, sondern dunkler sind und auch die Farben teilweise anders (blaustichig).
Verlange ich einfach zuviel oder hat der Betrieb schlecht gearbeitet?
Servus Inge
 
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pulsedriver

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Haben sie 16 Bit TIFF geliefert? Wenn ja, ist zu dunkel kein Thema. Einfach Tonwertkorrektur und gut ist. Ich hab mich beim Epson V700 auch erst geärgert, dass es mit Adobe ARGB alles viel zu dunkel macht. Aber bei 16 Bit ist es letzlich egal, ob man es vor dem Scan heller macht oder nachher, da bleibt immer genügend übrig und solange man nicht mit der Analogverstärkung rumspielt, wird hellermachen in der Scansoftware auch genau gleich gemacht (der Scanner kann nur 16 Bit auflösen, macht man das Bild ohne mehr Licht heller, ist das auch verlustbehaftet, aber egal, da es reicht wenn nach allen Korrekturen überall 8 Bit übrig bleiben).

Falschfarben? Nun, meine persönliche Erfahrung mit dem kleinen Coolscan V ist, dass es allgemein einen Tick ins Blaue neigt. Gut, er ist nicht kalibriert. Das geht aber auch mit NikonScan gar nicht. Wenn man einen Nikon Scanner mit Silverfast Ai (ja, es muss die sauteure Ai Version sein!) entsprechend kalirbiert, dann sollte das schon mal stimmen. Nächstes Glied in der Kette: Dein Monitor hat natürlich kein TN Display (sonder IPS oder PVA oder so ähnlich) und ist selbstverständlich auch kalibriert (sonst brauchst du dir wegen Falschfraben im Scan eh keine Sorgen machen, druckst du es aus, sieht es eh anders aus als auf dem Bildschirm....)

Da du Scandig erwähnst: Die haben einen sehr guten Ruf. Ich tippe auf ein anderes Problem!
 
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AndyE

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1) gleiche Helligkeit, gleiche Farben (auf den Punkt) wie beim Original?

Auf den Punkt?
Ja.

Allerdings muß Deine ganze Verarbeitungskette (inkl. Umgebungslicht) sehr gut kalibriert sein. zBsp mit einem Spektrophotometer von Gretag MacBeth.

Also Scanner, Monitor, Arbeitsplatz kalibrieren.Falls Du den Drucker auch gut vorbereiten willst, reicht kalibrieren nicht aus. Davor kommt noch das linearisieren.

Wie genau willst Du "auf den Punkt" definieren ? :)

Lg, Andy
 
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Robby

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Hallo,

also, wenn es wirklich auf den Punkt sein soll, geht der Wahnsinn der Kalibrierung bei Dir los. Dann solltest Du zusätzlich zu dem, was Andy bereits aufgezählt hat, den Scanner auf den Filmtyp, der bei den Dias verwendet wurde, kalibrieren. Du fotografierst unter exact 5000K ein IT-8 Testchart mit dem gleichen Film ab, den Du bei den Dias verwendet hast und kalibrierst damit den Scanner.

Da es aber die meisten älteren Filme nicht mehr gibt, entfällt m. E. dieser Weg.

Da bleibt Dir nur, alles andere wie von Andy beschrieben zu kalibrieren, Deine Dias als 16Bit TIF oder NEF zu scannen und dann an den farbenzu schrauben, bis sie stimmen.

Aber - niemals nie Farben an einem nicht kalibrierten Abreitsplatz verändern oder bearbeiten !
 
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D

D200User

Guest
Meine eigenen Erfahruingen sind, das gerade Dias, die älter als 10 Jahre sind, alle mehr oder weniger Farbabweichungen vom Ursprung haben und ich schon von daher in der Nachbearbeitung versuchen muss, dem eigenen Farbempfinden entsprechende Digibilder anzupassen.

Helmut
 
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Lavendel

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Danke für die Antworten. Habe denn auch alles was der Scan vermissen ließ durch nachträgliche Bearbeitung wieder ausgleichen können.
In einer Fachzeitschift konnte ich lesen, zitiere: alle Scanner haben mehr oder weniger Schwierigkeiten dunkle Bildpartien sauber durchzuzeichnen. Daher Dias reichlich, aber nicht überbelichten. Zitat Ende.

Servus Inge
 
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D

D200User

Guest
Danke für die Antworten. Habe denn auch alles was der Scan vermissen ließ durch nachträgliche Bearbeitung wieder ausgleichen können.
In einer Fachzeitschift konnte ich lesen, zitiere: alle Scanner haben mehr oder weniger Schwierigkeiten dunkle Bildpartien sauber durchzuzeichnen. Daher Dias reichlich, aber nicht überbelichten. Zitat Ende.

Servus Inge

Dann noch viel Spaß und Erfolg bei der Nachbearbeitung.

Helmut
 
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Lavendel

Auszeit
Registriert
Melde mich nochmal, da ich mir wohl doch einen Nikon Coolscan VED 4000 zulegen werde.
Also der Scan sollte in etwa (von "auf den Punkt genau" bin ich abgekommen)der Diaqualität entsprechen und da sollen ja die Nikonscanner gute Arbeit leisten.
Bleibt die Frage: da ja früher Silverfast im Lieferumfang enthalten war (aktuell wurde sie durch Nikon Scan-Software ersetzt) brauche ich Silverfast dann überhaupt noch zusätzlich? Falls ja, was bewirkt sie was ich nicht in der späteren Bildbearbeitung (Capture NX und PS) auch hinkriege?

Servus Inge
 
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mbreu

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Ich bin jetzt nicht der Silverfast Experte. Aber soweit ich weiß kann man die gekaufte Silverfast Lizenz nur auf dem Betriebssystem einsetzen für das man die Lizenz erworben hat. Das könnte also ein Problem sein.
Grundsätzlich kann man mit Nikon Scan gute Ergebnisse erzielen (ich scanne mit Nikon Scan) einer der Nachteile der Nikon Software ist dass man den Scanner damit nicht kalibrieren kann – aus diesem Grund denke ich darüber nach zu Vuescan oder Silverfast zu wechseln-. Des weiteren kann man mit der Original Software nicht mit jedem Scanner Mehrfachscans machen (Das Nikon Marketing behält dies den großen Scannern vor). Vuescan z.B. bietet diese Möglichkeit egal mit welchem Scanner man arbeitet
 
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Lavendel

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Hallo Martin,
nachdem ich auch die Überlegung hatte, habe ich mich mal auf der Scandig-Seite bezüglich der Silverfast-Farbkalibrierung (Bildbeispiele) informiert. Was ich sehe ist daß nicht die Farben, sondern eher die Helligkeit (Tonwerte und Kontraste) profitieren, aber diese kann ich ja recht einfach mit Capture NX optimieren.
Werde also erstmal diese zusätzliche Software nicht ordern, sondern versuchen mit der scaneigenen Software gute Ergebnisse zu erzielen.
Im Übrigen sind meine Scans von Scandig speziell bei den Velviafilmen im Landschaftsbereich recht blaustichig und auch dunkel, sodaß wenn hier ein spezielles Velviaprofil erstellt wurde, (Scandig propagiert ja Farbprofile und empfiehlt Silverfast) das Ergebnis absolut nicht überzeugt.
Servus Inge
 
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mbreu

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Das mit dem Blaustich bei den Velvias kann ich bestätigen (Coolscan V ED).
Ich habe auch eine Zeit lang mit Profilen herumexperimentiert. Eine globale Grundeinstellung mit der ich jeden Velvia, Sensia, E 100GX oder sonstwas scannen kann habe ich aber nicht gefunden. Es sind einfach zu viele Parameter die das Bildergebnis schon bei der Aufnahme beeinflussen.
Ich scanne nur noch mit den Standart Einstellungen von Nikon Scan, und ICE (wenn möglich).
Tonwert, Kontrast und Farbanpassungen sowie das Entrauschen (Noise Ninja) mache ich in CS3
 
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