Unterwegs auf Bonner Judenfriedhof

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Interessante Diskussion ;-) Handwerklich habe ich an deinen Bildern nix auszusetzen, da gibts aber auch nix an zB florian silbereisen oder dieter bohlen auszusetzen ;-) die machen beide nen guten job ;-) so für ihre zielgruppe ;-) und den zeigefinger sehe ich einfach bei einem religiösem symbol ( egal ob kreuz oder stern oder halbmond oder fetten typ) mit einer verwelkten blume. mir ist das symbolisch zu überbeladen. was will es mir sagen? muss mir ein bild was sagen? kurz: würde ich es an meine wand oder an eine Wand in einem museum hängen?? nein!
 
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Warum verschandelst du ein solch schönes Bild durch Color-Key Bearbeitung? Sorry aber ist einfach nicht mein Geschmack.
also von verschandeln kann hier sicher nicht die rede sein, aber du sagst es treffend, es ist nicht dein geschmack! und über geschmack lässt sich nicht streiten. ich finde jede diskussion überflüssig, wer behauptet ck sei ausgelutsch, abgegriffen usw. jeder hat einen anderen geschmack und ich finde es ziemlich unhöflich zu behaupten das bild sei verschandelt! :down:

also mir gefällt die ck version bei diesem bild. auch der aufbau des bildes gefällt mir super! aber in b&w gefällt es mir richtig gut :up:
 
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Hallo Sören,

auf der vorhergehenden Seite ist es im Original und in B/W.

Hallo Marcymarc,

bez. Deines Vergleich´s meiner Handwerklichen Fertigkeiten mit denen von Dieter Bohlen und Florian Silbereisen (jeder in seinem Metier)... vielen Dank für das Kompliment. Ist auch nicht mein Geschmack, aber die Fangemeinde ist gewaltig groß... ich verstehe es ja auch nicht:nixweiss:. Aber das Du es nicht in Dein Museum hängen würdest... kommt auf´s Museum an, oder?!

Gruß

Daniel
 
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Hi,

sagts mir, wenn ich falsch liege, aber ich habe den Eindruck, dass solche Bilder nicht polarisieren aber immer direkt an die Emotionen geht und Tonnen von Erinnerungen wach ruft, so dass die Aufmerksamkeit auf die fotografische Leistung oft nicht mehr so einfach gegeben ist. Wer älter als 40 Jahre ist, hat wenigstens 10 Jahre Schule bzw. 30 Jahre Medienkonsum hinter sich hinter sich, in denen die jüdische und unsere deutsche Vergangenheit thematisiert wurde.

[...] ohne aussage [...] "bedeutungsschwanger" und " Zeigefinger" [...]
ja was nun :nixweiss:? "Ohne Aussage" oder "bedeutungsschwanger". Einen unverkrampfter Umgang mit jüdischen Motiven wird wohl erst die nächste Generation wieder hin bekommen. Irgendwie schaffen wir das nicht mehr. Ich finde das Bild ganz nett. Schöner fände ich es aber, wenn die Rose nicht vertrocknet wäre. Das wäre dann ein angenehmer Kontrast.

Ciao
HaPe
 
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Hallo Hans-Peter,

Danke für Dein Statement.
Wahrscheinlich hast Du mit Deiner Aussage Recht.
Solche Bilder sind immer schwierig neutral zu beurteilen. Ich habe mich auch gefragt, ob es OK ist, dieses Bild hier zu präsentieren. Habe mich dann dafür entschieden. Dieses Bild weckt Erinnerungen, dessen bin ich mir bewußt.
Aber es lag mir Fern mit diesem Bild anzuklagen.
Und ich denke das tut es auch nicht.
Und ein Bild welches erinnert, aber nicht anklagt oder denn Zeigefinger erhebt,
sollte heutzutage OK sein. Auch Öffentlich.
Ist aber nur eine, nämlich meine Meinung.

Mit der verblühten Rose gebe ich Dir Recht, allerdings ist es kein gestelltes Foto und da war die Rose nicht mehr allzu frisch. Bin mir aber nicht sicher, ob eine frische Rose besser gewesen wäre...:confused:

PS.Es handelt sich übrigens nicht um eine Gedenkstätte oder dergleichen, sondern um ein ganz normales, jüdisches Grab.
Und der Herr ist im Alter von 84 Jahren, 2007 verstorben.
Nur so als Hintergrundinfo.

Gruß

Daniel
 
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Hallo Daniel,

ich fands vor allem auch insoferen interessant, weil es in unserem kleinen Dorf etwas abseits gelegen ebenfalls einen jüdischen Friedhof gibt und ich just am Sonntag mir überlegt habe, ob ich da nicht mal bei passendem Licht mit Stativ und Kamera hinpilgern sollte ... nicht wirklich wissend, was ich da eigentlich fotografieren soll ... und warum. Der Friedhof ist abgesperrt und ich müßte erstmal nach jemandem mit einem Schlüssel fahnden. Vor Jahren war ich einmal im Rahmen einer Führung dort und habe damals festgestellt, das es ein wirklich besonderer Ort ist.

Ciao
HaPe
 
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Hallo,

ich finde es pietätlos, es gehört sich nicht auf einem Friedhof herumzuknipsen.
 
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Hallo Daniel,

ich finde, die aufgehellte B/W-Version ist klasse geworden. Danke für die Auseinandersetzung mit dem Thema in Bildern.

Ich persönlich finde es weder pietätlos noch anstössig, wenn man auf einem Friedhof fotografiert - solange man sich an die normalen Regeln hält und andere Menschen nicht belästigt oder bei ihrem Besuch, ihrer Trauer und Privatsphäre stört.

Viele Grüße,

Jochen
 
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Hallo andrew
ich finde es pietätlos, es gehört sich nicht auf einem Friedhof herumzuknipsen.
das ist natürlich eine Ansicht, die ernst genommen werden muss, aber ich bin mir da nicht nicht sicher wie Du. Jüdische Friedhöfe sind nicht nur die Ruhestätten von Verstorbenen, sie sind in vielen Fällen auch Kulturgut und Mahnmal - mehr als nur ein Friedhof. Wie immer hängt es wohl von der Intension ab, mit der man einen Gedanken verfolgt. Die jüdischen Friedhöfe - zumindest in unserer Region - sind für würdig befunden worden, systematisch erfaßt und von einer Universität wissenschaftlich untersucht zu werden. Von unserem jüdischen Friedhof in Walsdorf gibt es (soweit ich weiß) einige sehr alte Fotos, und einige wenige neue ... aber relativ schlechte Aufnahmen. Dies im Rahmen einer ehrenamtlichen Heimatarbeit nachzuholen würde ich persönlich jetzt nicht zwangsweise als pietätlos einstufen. Aber man kann da natürlich auch anderer Meinung sein.

Ciao
HaPe
 
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...wenn man auf einem Friedhof fotografiert - solange man sich an die normalen Regeln hält und andere Menschen nicht belästigt oder bei ihrem Besuch, ihrer Trauer und Privatsphäre stört.

Ich habe leider schon "Fotografen" über Gräber stolpernd, Grabsteine als Kameraablage nutzend und fast in frisch ausgehobene Gräber steigen gesehen.
Auf manchen Friedhöfen ist deshalb fotografieren verboten. Ich finde zu recht.

Es heißt Friedhof.
 
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Ich persönlich finde es weder pietätlos noch anstössig, wenn man auf einem Friedhof fotografiert - solange man sich an die normalen Regeln hält und andere Menschen nicht belästigt oder bei ihrem Besuch, ihrer Trauer und Privatsphäre stört.

Das Friedhofsamt der Stadt Stuttgart sieht dies genauso und hat in 2007 sogar einen Fotowettbewerb veranstaltet, um Werbung für die Stuttgarter Friedhöfe zu machen. Mehr dazu auf der Homepage des Stuttgarter Friedhofsamtes.

Gruß
Uwe
 
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Stuttgart, siehe Uwe

Hamburg, siehe hier:

http://www.friedhof-hamburg.de/ohlsdorf/galerie/index.html

und vom Förderkreis des Friedhofes:

"# Zu den "stillen" Aktivitäten gehört das Sammeln und Aufbewahren von Fotos, Büchern und Zeitungsausschnitten zum Thema Friedhof und Bestattungskultur im Archiv des Förderkreises."


Vieles ist verboten, z.B. dort Sport zu treiben und das ist auch richtig, wenn es ein Friedhof ist.
Trotzdem ist es ein Riesengelände und manch ein Bürger sucht dort Ruhe.
Solange man sich taktvoll verhält, kann man ruhig und friedlich fotografieren.

Gruß vom
Kay
 
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Hallo,
interessanter Richtungswechsel in diesem Thread ;-) Mein erstes Gefühl war auch , dass es pietätlos sei auf einem Friedhof zu fotografieren. Dann hab ich mir gedacht, stell dir vor du liegst jetzt da draussen, da kommen Leute und fotografieren, mit dem nötigen Respekt würd ich mich dann doch freuen ;-) Immerhin ließt jemand dann meinen Namen und denkt mal kurz an mich. Ist doch mit die größte Angst vergessen zu werden. Hier in Nürnberg kenne ich den Stand nicht (Verboten/erlaubt), aber wir sind immer (als Kinder)auf den südfriedhof und haben die eichhörnchen gefüttert ( die waren an Menschen gewöhnt und fraßen aus der Hand). Wäre das dann auch pietätlos gewesen??
 
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Ich habe leider schon "Fotografen" über Gräber stolpernd, Grabsteine als Kameraablage nutzend und fast in frisch ausgehobene Gräber steigen gesehen.
Auf manchen Friedhöfen ist deshalb fotografieren verboten. Ich finde zu recht.

Es heißt Friedhof.

Da hast Du natürlich Recht, aber wieso Du Gleiches von mir vermutest weiß ich nicht!?
Ich kann mich sehr wohl benehmen und weiß auch wie ich mich korrekt auf einem Friedhof zu verhalten habe.
Und dass ich mich so unauffällig wie möglich auf dem Friedhof bewege, ist für mich auch eine Selbstverständlichkeit.
Wenn jemand wie ein Troll auf dem Friedhof herumtalpt und die Kamera wie zum Shooting von einer betrunkenen Paris Hilton im "Schnellfeuereinsatz" hat (man möge mir den Vergleich verzeihen...), dann gehört er selbstverständlich nicht auf einen Friedhof.
Egal ob jüdisch oder nicht.
Wenn man aber mit Bedacht und Feingefühl, für den Friedhof im Allgemeinen und seine Besucher im Besonderen, fotografiert, ist das sicher auch für empfindlichere Personen kein Problem. (Sollte es doch so sein, und wird mir mitgeteilt, trete ich sofort den Rückzug an. Weil es sich gehört.
Im Übrigen...ich war alleine auf dem Friedhof...

Das spiegelt aber natürlich nur meine Meinung wider

Ich wünsch allen einen schönen, sonnigen Tag:hallo:

Daniel
 
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aber wir sind immer (als Kinder)auf den südfriedhof und haben die eichhörnchen gefüttert ( die waren an Menschen gewöhnt und fraßen aus der Hand). Wäre das dann auch pietätlos gewesen??

Auf jeden Fall wäre es in Hamburg nach der Friedhofsordnung nicht erlaubt:

Auszug aus der geltenden Bestattungsverordnung



"§ 7 Verhalten auf den Friedhöfen

(1) Auf den Friedhöfen hat sich jeder der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten.

(2) Es ist untersagt,

1. die Einrichtungen oder Anlagen der Friedhöfe zu verunreinigen oder zu beschädigen, insbesondere Abfälle auf die Friedhöfe zu bringen oder an anderen als den dafür bestimmten Stellen abzulagern,

2. Pflanzen zu entnehmen, soweit dies nicht im Rahmen der Grabpflege nach § 25 Bestattungsgesetz geschieht,

3. Tiere, ausgenommen Führhunde für Blinde, auf die Friedhöfe mitzubringen,

4. wild lebende Tiere zu fangen oder zu füttern,...."

Grund ist, dass es eh viele "Neubewohner" auf dem Friedhof gibt. So haben sich in letzter Zeit sogar Gänse eingefunden. Füttern würde die Anzahl steigern, sowie deren Verdauung und dann weitere und noch andere Viecher der verschiedensten Art anlocken.

Gruß vom
Kay
 
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Auf jeden Fall wäre es in Hamburg nach der Friedhofsordnung nicht erlaubt:

Auszug aus der geltenden Bestattungsverordnung



"§ 7 Verhalten auf den Friedhöfen

(1) Auf den Friedhöfen hat sich jeder der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten.

(2) Es ist untersagt,

1. die Einrichtungen oder Anlagen der Friedhöfe zu verunreinigen oder zu beschädigen, insbesondere Abfälle auf die Friedhöfe zu bringen oder an anderen als den dafür bestimmten Stellen abzulagern,

2. Pflanzen zu entnehmen, soweit dies nicht im Rahmen der Grabpflege nach § 25 Bestattungsgesetz geschieht,

3. Tiere, ausgenommen Führhunde für Blinde, auf die Friedhöfe mitzubringen,

4. wild lebende Tiere zu fangen oder zu füttern,...."

Grund ist, dass es eh viele "Neubewohner" auf dem Friedhof gibt. So haben sich in letzter Zeit sogar Gänse eingefunden. Füttern würde die Anzahl steigern, sowie deren Verdauung und dann weitere und noch andere Viecher der verschiedensten Art anlocken.

Gruß vom
Kay

Fotografieren ist demnach auf Hamburger Friedhöfen erlaubt!?

Daniel
 
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... Jüdische Friedhöfe sind nicht nur die Ruhestätten von Verstorbenen, sie sind in vielen Fällen auch Kulturgut und Mahnmal - mehr als nur ein Friedhof. Ciao
HaPe


Hans-Peter, deinen gedanken "ruhestätte" möchte ich noch etwas ergänzen:
(da dies wohl eher nicht allgemein bekannt ist)

die bestatteten toten behalten "ihr grab" auf ewigkeit.
nach der grablege eines toten wird an dieser stelle nie wieder ein anderer bestattet. die totenruhe ist juden heilig. und sie gilt unendlich lange.

christen ist die totenruhe ebenfalls heilig. ihre dauer ist allerdings durch die friedhofsordnung begrenzt.

das wesentliche während des fotografierens ist wohl, dass man sich bewusst ist, sich auf, der jeweiligen glaubensgemeinschaft heiligen, gweihten boden zu befinden. und sich dementsprechend respektvoll zu verhalten. auf jüdischen friedhöfen gehört hierzu das tragen einer kopfbedeckung. (kippa)

gruesse
ralf
 
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16714782b64127993.jpg

jüdischer friedhof.
bechhofen
 
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