Untersuchung einer Baulücke auf ihre grafischen Qualitäten

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Katia

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Wie grafisch interessant kann eine als hässlich geltende Baulücke einer Kleinstadt sein....

Schon X-Mal bin ich an dieser Baulücke vorbei gelaufen und fand, ich sollte mich eines Tages durch einen Sucher mit ihr befassen.
Nur komme ich selten an dieser Stelle alleine UND mit etwas Muße vorbei, sondern immer mit einem Kind an der Hand, in Eile, ohne Kamera
oder bei noch schlechterem Wetter...

Am Nachmittag des letzten Schulferientags war es dann soweit: Ich war etwas in Not, weil ich meiner ältesten Tochter versprochen hatte,
Filme mit vormittags von ihr gemachten Bildern abends zu entwickeln, damit sie möglichst bald ihre Bilder hätte - der letzte Film war vormittags nicht gefüllt...
...und ich ging an der Baulücke vorbei.

Gefühlt dämmerte es an dem Tag schon vor dem Mittagessen, der Film war nicht gepuscht und es war so duster,
dass ich beim Gedanken an Belichtungszeiten unruhig wurde: Das Stativ lag natürlich zu Hause, ich hatte ein Kind an der Hand und leichten Zeitdruck...
Egal, dachte ich, zog die Kamera aus der Tasche, bat das Kind darum, sich die "hübschen" Flächen anzusehen, Fenster zu zählen,
Muster zu suchen etc. und unter dem Blick argwöhnischer Passanten dieser Kleinstadt füllte ich den Film.
Hauptsache ich würde abends volle Filme entwickeln können...

Hier nun 7 Ergebnisse meiner "Notuntersuchung" dieser Baulücke auf ihre grafischen Qualitäten:

Übersicht 1​

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Übersicht 2
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Übersicht 3
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(FM2 mit 105/2,5; Fuji Neopan 400; Xtol & Rodinal; Epson V370)​
 
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Wie grafisch interessant kann eine als hässlich geltende Baulücke einer Kleinstadt sein....

Mit dem bei Dir unzweifelhaft gut ausgebildeten und hier veranschaulichten Abstraktionsvermögen, erschließen sich
Flächen, Rechtecke, Quadrate, Rauten, Winkel, Schrägen und polygone Strukturen allein durch geschickte Wahl der Perspektive.
Erstaunlich, wie Du es dadurch schaffst, aus dieser Baulücke "optisches Kapital" zu schlagen.
#4 gefällt mir besonders; hat es neben seiner vordergründig flächigen Struktur, doch auch ganz viel Tiefe und Raum nach hinten. :up:

(Ich habe 18 Fenster gezählt )
 
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wie für mich gemacht Katja. klasse und bei der 4 geht es mir durch und durch. was für ein bild. :up::up:
 
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Danke für die Blumen... Freut mich, dass Dir die Bilder gefallen.

(...aber da ja noch all die Fenster, die Du mangels Weitwinkel nicht zählen konntest.... )
 
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Wunderschön Katia. Stille aber dennoch pointierte Eindrücke in hervorragender (s/w) Umsetzung ... :up::up::up:
 
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wie für mich gemacht Katja. klasse und bei der 4 geht es mir durch und durch. was für ein bild. :up::up:

Danke, Margot. Du hättest Dich an diesem Motiv vermutlich noch länger ausgetobt... das ist nämlich eine richtige Baulücke mit 3 Seiten unterschiedlichsten Mauerwerks


sehr schön! :up:

Danke, Jan.


Wunderschön Katia. Stille aber dennoch pointierte Eindrücke in hervorragender (s/w) Umsetzung ... :up::up::up:

Danke auch Dir, Sam, ich finde solche Orte immer wieder reizvoll - und s/w ist stets mein Favorit...
 
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Hallo Katja,

hat Dich jemand während des Fotografierens beobachtet?
Die klassischen Frage "Was machen/fotografieren sie denn da?" liegt ja nahe.

Abhängig davon, ob man wie ein Google-Auto aussieht (Variante: "Sind sie von Google?") oder für einen potentiellen Dieb gehalten wird, der ausgedehnte Raubzüge plant, können sich die sozialen Kontakte, anlässlich derartiger Fotoprojekte, durchaus interessant entwickeln.

Und auch wenn Du nur beobachtet wurdest, kann so eine Aktion schnell die Runde machen, da drohende(?) Sanierungen/Großbauprojekte vermutet werden.



MfG Jürgen
 
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Ja, die Gedanken hatte ich auch schon, Jürgen.
Wenn ich in unserer Stadt fotografiere, sieht mich eigentlich immer irgend jemand. Aber ich sehe mit mind. einem Grundschulkind an der Hand,
oft einem Streichinstrument auf dem Rücken und analoger Kamera in der Hand vergleichsweise "harmlos" aus...
Die Gespräche gehen eher in die Richtung - "Was finden Sie denn DARAN interessant?" (mit Verweis auf die Ödnis des Motivs);
Oder: Zwei junge Männer boten sich auch schon stante pede unbekleidet als wesentlich interessantere Motive an als "so olles Zeug",
nachdem sie versucht hatten zu verstehen, warum ich Betonpfosten und alte Schaustellerwagen auf einem großen leeren Parkplatz fotografierte.
Wenn sich Gespräche entwickeln sind diese meist humorvoller Natur.
Aber es ist sicher so, dass man nebst Rechtlichem andere Konnotationen von Fotografieren im öffentlichen Raum im Hinterkopf haben sollte.
 
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