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Schlittenfahrt für die Forschung

Gestern haben die Forscher an Bord meines Forschungsschiffes einen Kamera-Schlitten hinter dem Schiff her ziehen lassen, um Videoaufnahmen vom Grund der Doggerbank zu bekommen.
Ich habe neben der Nikon auch noch meine GoPro dabei und die haben wir schnell mit auf die Unterwasserreise geschickt. (Die GoPro der Wissenschaft war leider nicht einsatzbereit ).
Ratet mal welche Kamera die besseren Aufnahmen gemacht hat







Gruß Marc
 
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Landung auf der Doggerbank

Gestern haben wir morgens zuerst einmal zwei "Lander" auf dem Meeresboden abgestellt, die dann über 24 Stunden verschiedene Daten, Bilder, Proben sammeln.
Heute Morgen war es dann soweit sie wieder aufzunehmen. Dafür fahre ich mit dem Forschungsschiff relativ dicht an die Position der Lander und dann versuchen die Wissenschaftler mit einem Signal unter Wasser eine Boje am Lander auszulösen, an der eine Leine / Kette befestigt ist. Diese Leine wird an Bord genommen und dann über unseren Ausleger und eine Winde gehievt. Irgendwann hängt dann der Lander daran und wir können ihn bergen. Allerdings muss ich bei Wind und Strom das Schiff genau senkrecht über den Lander manövrieren, damit selbige nicht am Grund umkippen und Schaden nehmen.
Leider wollten die Bojen heute nicht so recht auslösen und so bin etwas mit dem Schiff um die Positionen "umhergeirrt".
Letztlich hat alles geklappt und die Lander kamen an Bord.







Morgen gibt's mehr.

Gruß Marc
 
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Mein Bild des Tages ist nicht besonders neu und in der hier gezeigten Form auch technisch nicht herausragend, was ganz banale Gründe hat. Für mich ist es dennoch ein ganz besonderes Bild.

Dieses Foto entstand im April 1980 auf einer Frankreich-Tour in der burgundischen Stadt Chalon-sur-Saône. Es hatte den ganzen Tag wie aus Kübeln gegossen, wir waren alle nass bis auf die Haut geworden und froren uns einen ab, als die Sonne unterging und es noch empfindlich kühl wurde.

Doch der Anblick des Sonnenuntergangs ließ mich die Nässe und Kälte vergessen. Ich lief zum Ufer der Saône, watete in Gummistiefeln durch den Schlamm und hielt nach einer Szene Ausschau, für die sich die letzten zwei, drei Aufnahmen auf meinem Film zu "opfern" lohnte.

Hier also das Ergebnis, durch das Einscannen des Farbdias mit einem ganz gewöhnlichen Flachbettscanner nicht gerade knackig scharf und mit vollem Kontrastumfang, aber immerhin entsprechen die Farben auch in ihrer Intensität zu über 90 % dem Original.

Das Original entstand übrigens mit einer Minolta XG9 m. MD Rokkor 50mm/1,7 auf Agfachrome CT 100:


Als Dia auf die Leinwand projiziert kommt dieses Bild natürlich erheblich besser rüber, denn dann stimmen auch Schärfe und Kontrastumfang.
 
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Ungewollter Umzug

Heute haben wir im Bereich zwischen der Doggerbank und Nordschillgrund bei ca. 48m Wassertiefe zuerst mit der Hydroakustik der HEINCKE den Meeresboden vermessen und dann wieder Proben der Wassersäule und Sedimentproben genommen.
Dabei kommen verschiedene Geräte zum Einsatz und auch verschiedene Meeresbewohner ungewollt vom Meeresgrund oder aus dem Meeresgrund an die Oberfläche und an Bord.
So auch die stachelige Herzmuschel (Acanthocadia echinata)



Nachdem die Wissenschaftler sie ein wenig begutachtet hatten, wurde sie wieder in die Nordsee entlassen.

Gruß Marc
 
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Ich finde diese "Alltagsbilder" aus Deinem Berufsleben und die entsprechenden Beschreibungen richtig gut. :up:
Gerne mehr davon.

Gruß
Bernd

Moin Bernd,

schön, dass es Dir gefällt. Allerdings sind das im Moment Fotos aus meinem "Urlaubsleben", da man im Urlaub ja nichts Besseres zu tun hat, als Schiffe zu fahren. Aber als Kapitän auf Forschungsschiffen macht das auch Spaß und ist interessant, sonst würde ich es nicht tun.
Wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, dann darf ich als Seelotse wieder Schiffe auf Weser und Jade begleiten.

Gruß Marc
 
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