Kurze Erläuterung:
Gezieltes Kamerabewegen bei längeren Belichtungszeiten im Wald und an der Küste machen viele Fotografen, ich möchte ICM eher indoor und mit Menschen machen. Bis man eine brauchbare Aufnahme hat, muss man viele Auslösungen machen und immer wieder mit der Belichtungszeit und der Bewegungsrichtung und-dynamik "spielen".
Das möchte ich mit meinen "guten, neuen" Sonys nicht machen. Man braucht dafür keine superscharfen, lichtstarken Objektive, auch keinen super-AF (mache alles manuell) und der Sensor ist auch eher unwichtig. Wichtig dagegen ist Geschwindigkeit und Richtung der "Wischbewegung" und das muss man immer wieder üben.
Für die ICM-Fotografie habe ich mir eine gebrauchte Lumix GX85 mit dem 14-45 Kitobjektiv besorgt, dazu noch einen variablen ND-Filter, alles zusammen für 200€ ... eine völlig ausreichende Ausrüstung.
im dem Punkt hast du natürlich recht, das für Wischeraufnahmen die Kamera Nebensache ist.
Wenn ich eine Hasselblad H6D hätte würde ich sie aber auch dafür nutzen,
Kein Mensch macht davon 20000 Aufnahmen weil sich auch dieser Effekt wie z.B. Filter oder Color-Key
nach einer bestimmten Zeit abnutzt.
Es gibt Fotografen, die mit ICM ihre gesamte Foto Karriere bestreiten, wie z.B. Olga Karlovac
Wenn ich irgendwann mal 20.000 ICM Fotos gemacht habe, werden davon nicht mehr als 50 auf der Festplatte verbleiben - es geht dabei um die ständige Verbesserung (KaiZen), bis man ein paar optimale Shots hat.
Meine langjährige "emotionale Bindung" zu Nikon ist vorbei (Ein Herz kann man nicht reparieren....UL), aber auch rein objektiv gäbe es derzeit für mich nur eine Kamera im Zett-Universum, welche meine Bedürfnisse (guter AF und MPs zum Beschneiden) abdecken würde, dabei aber vom Speed völlig überdimensioniert wäre - die Z8. Und dazu, im Vergleich zum E-Mount, eine eingeschränkte Objektivauswahl - kein 20-40/2.8, kein 85/1.4 Art, usw.
Nikon Zett wäre teurer für mich und würde mich gleichzeitig in der Auswahl beschneiden - macht irgendwie keinen Sinn.
(Ich hoffe ihr liebt mich trotzdem ein bisken..... )
Heute kartierte ich an einem Tösstaler Berg wildwachsende Orchideen. Beim Abstieg ins Tal musste ich eine Alpweide mit Rinder überqueren. Als sie mich bemerkten rannten sie davon, hinter den Stall. Ich ging meines Weges bemerkte aber plötzlich dass sie alle hinter mir herranten. Ich stand still, die Rinder beschnupperten mich zuerst und stellten sich dann artig zum Gruppenfoto auf. Nachher begleiteten sie mich in Einerklolonne bis ich im Wald verschwand.
Für mich war das ein sehr schöner Moment.