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Wer auf große Kunst und Kultur aus ist, der wird an der Riviera di Ponente
kaum fündig werden und muß sich wohl (oder übel) nach Genua begeben,
das jahrhundertelang diesen Küstenstrich dominierte.
Allerdings gibt es in Oneglia ein von den Olivenölproduzenten Fratelli Carli
privat betriebenes Museo dell' Olivo, das mit viel Liebe zum Detail und
einigem Multimedia-Aufwand die große Geschichte der Oliven und ihrer
Verarbeitung erzählt.
Glasbilder im Treppenhaus des in einer ehemaligen Villa untergebrachten
Museums, das 1993 als "Europäisches Museum des Jahres" ausgezeichnet
wurde.
Auch wenn Reiseführer immer noch von freiem Eintritt berichten, so sind
diese Zeiten vorbei. Doch der Obulus ist selbst für Familien überschaubar,
und außerdem gibt es für Museumsbesucher im benachbarten "Emporio",
wo die gar nicht mal so preiswerten, aber leckeren Produkte in modernem
Ambiente angeboten werden, 8% Nachlass auf ihren Einkauf.
Die Römer exportierten Olivenöl weiland in solchen Amphoren aus Ligurien
in alle Winkel der damals bekannten Welt. Heute dagegen nimmt man auch
bei den Fratelli Carli für größere Mengen Blechkanister, die vor allem bei
Italienern sehr beliebt sind, während Touristen doch lieber zu Glasflaschen
greifen.
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