Umstieg von D5100 auf D850

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@sdb
Man legte mir die Z-Serie ans Herz, schöne Geräte - aber der Blick durch den elektronischen Sucher (hier Z8) offenbarte nichts Gutes. Eine spürbare optische Verzögerung und ein ziemlich starkes Ruckeln/Flimmern beim Schwenken schreckten mich ab. Dazu muss ich sagen, dass ich etwas anfällig dafür bin und mich auch manche Monitore usw. beeinträchtigen. Unbedingt vorher probieren, ob man damit zurechtkommt!
Das Phänomen ist zum einen einstellungsabhängig (wenn man den Sucher auf "Sucheranzeige mit hoher Auflösung" (d20 bei der Z9) einstellt, ist die Verzögerung deutlich geringer. Das Ruckeln/die Verzerrungen beim schnellen Schwenken bleiben aber. Man (ich zumindest) gewöhnt sich daran. Das ist auch Abhängig von der Beleuchtungssituation.

Der Elektronische Sucher bietet aber auch Vorteile, wie die Darstellung des Sucherbildes in Abhängigkeit von den Belichtungseinstellungen.

Ich stand Anfang 2023 vor der Entscheidung, ob ich die gewünschte höhere Auflösung (als meine D5) mit einer D850 oder einer Z9 umsetze. Ich habe mich für die Z9 entschieden, weil diese folgende Kriterien erfüllte:
  • integrierter Batteriegriff
  • EN-EL18-Akkus
  • moderneres Objektivsystem (im F-System waren bereits viele Objektive abgekündigt)
  • ausgefeilteres AF-System mit Abdeckung des gesamten Sucherbildes (ist durch Updates noch besser geworden)
  • lautloses Arbeiten
Es gibt aber auch Nachteile bei den Z-Kameras:
  • Der AF ist Rot-unempfindlich (kein AF-Hilfslicht am Blitz)
  • eine minimale Verzögerung des Sucherbildes ist vorhanden
  • teilweise Probleme mit Fremdblitzen
Die D850 ist und bleibt aber eine hervorragende DSLR.

Bei der Beurteilung der Schärfe muss man die Bilder in gleicher Vergrößerung/Ausgabegröße vergleichen: Die z.B. Kirchturmuhr muss auf dem Bildschirm gleich groß abgebildet sein. Wenn ich meine Bilder von D5 und Z9 in der 100%-Ansicht vergleiche, sehe ich z.B. die Kirchturmuhr bei der Z9 ca. 40% größer, als bei der D5. Wenn man das berücksichtigt, dann stellt man fest, dass die Bilder der Z9 eben doch detailreicher und auch knackscharf sind.
 
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Der Elektronische Sucher bietet aber auch Vorteile, wie die Darstellung des Sucherbildes in Abhängigkeit von den Belichtungseinstellungen.

Das Konzept Elektronischer Sucher kenne ich von meiner Digilux (immerhin 20 Jahre alt) und dem X-System (ca. 10 Jahre). Es hat unbestrittene Vorteile und selbstverständlich laufen neuere Generationen flüssiger, hochauflösender und farbtreuer. Allerdings sind sie auch gewisse Stromfresser.
Ich persönlich schaue lieber (noch) durch das Glas. Aber diese Technik stirbt zumindest bei den großen Herstellern definitiv aus. Irgendwann wird es der EVF so oder so werden.
Bei der Nikon finde ich es auch ganz angenehm, durch den Sucher sehen zu können, wenn die Kamera abgeschaltet ist (Akku muss jedoch drin sein). Das ging bei der Leica S so nicht, da die Fokussierung auch im manuellen Betrieb Strom braucht.
 
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Da konnte man dann per "pixelbeeping" sehr wohl die Leistungen der Geräte miteinander vergleichen.
Man kann aber nur gleiche Vergrößerungen/Ausgabegrößen sinnvoll nebeneinander setzen.

Natürlich kann die D850 scharfe und detaillierte Aufnahmen machen, das bestreite ich nicht und war ein entscheidender Kaufgrund.

Ob das 24-70 eine Gurke ist, hoffe ich nicht. Dafür war es jetzt doch recht preisintensiv. An der Leica S (37Mpx auf "kleinem Mittelformat", also eher großer Pixelpitch um die 6µ) hatte ich das Elmarit 30/2.8, das entspricht 24mm Kleinbild und ist wahrlich keine Gurke - das konnte ich Freihand offenblendig knackescharf bis in die Ecken bringen.
Du vergleichst hier nicht mal Äpfel und Birnen, sondern Äpfel mit Blumenkohl. Warum genau soll ein 24-70-Zoom die gleiche Schärfeleistung in den Ecken bringen wie ein 30 mm-Festbrennweitenobjektiv?
 
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Man kann aber nur gleiche Vergrößerungen/Ausgabegrößen sinnvoll nebeneinander setzen.


Es geht um den ersten Eindruck, den ich hatte. D850 mit 24-70 auf den Obstkorb gehalten, enttäuscht gewesen. Die Vario (28-70) draufgehalten, mehr Details und Schärfe gesehen. JA, natürlich in der gleich groß gezoomten Ansicht, das hatte ich jetzt einfach mal vorausgesetzt, kam aber wohl nicht so rüber, sorry.

Und DANN bin ich dem auf den Grund gegangen. Die Vario produziert in ihrem Bereich eher eine konstante Schärfe und Detailtreue (was dem Einsatzzweck zugute kam), während das Nikkor im Zentrum sehr stark ist und dann zu den Rändern hin auch abgeblendet etwas abfällt. Das sind nun die Charakteristika der Objektive. Damit kann ich auch leben und muss mir für Reproduktionsarbeiten halt noch eine technisch gute Festbrennweite zulegen, um dafür die volle Auflösung zu nutzen.
 
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@sbd Wäre es nicht fair gewesen, einen eigenen Thread zu eröffnen?
 
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Wahrscheinlich ja. Ursprünglich wollte ich nur etwas dazu schreiben, da ich auch mal eine D5100 hatte und wieder auf Nikon (D850) zurück bin. Ich halte mich hier nun raus, der TE hat es wohl auch schon entschieden, dass er die 5100 vorerst behält.
 
aber viiiiel besser
Hat die D5100 schon den größeren Griffwulst? Meiner Erinnerung nach war das erst ab der D5500 der Fall.
Ohne den Wulst ist die Kamera nicht so gut zu halten. Mit jedoch, traumhaft.
Denke darauf kommt es auch an: wie eine Kamera in der Hand liegt.
Ist der erste Eindruck nur so lala, Finger weg. Im übrigen sind die Kameras heute alle gut. Zumindest bei Nikon. C auch , der Rest? Naja.
Die unbezahlbaren mal außen vor.
Lieber eine Nikon in der Hand als eine Leica auf dem Dach oder im Traum
 
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