Status
Für weitere Antworten geschlossen.

AnjaC

Administrator
Teammitglied
Administrator
Update August 2026: Dieser Artikel ist ursprünglich im Februar 2022 erschienen. Wir haben ihn im August 2026 technisch und redaktionell aktualisiert. Veraltete Empfehlungen wurden entfernt und die Hinweise zu mobilen Speichern und Backup-Strategien auf den aktuellen Stand gebracht.

Sichere deine Daten immer so schnell wie möglich​

Blick von oben: Mann am Tisch vor Laptop, Kamera und Büroutensilien

Ein Fotoshooting ist viel Arbeit. Egal, ob es sich dabei um Porträt-, Landschafts- oder Modefotografie handelt, es braucht einiges an Zeit und Aufwand, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Deshalb ist es umso wichtiger, das Speichern und Sichern der eigenen Arbeit nicht zu vergessen. Dabei hat jeder Fotograf und jede Fotografin andere Vorlieben und Gewohnheiten. Einige Möglichkeiten stellen wir im folgenden Text vor.

Sicherung direkt per WLAN​

Viele aktuelle Kameras können Aufnahmen per WLAN an ein Smartphone, Tablet oder einen Computer übertragen. Je nach Hersteller und Kameramodell stehen dafür eigene Apps oder Tethering-Lösungen zur Verfügung. Für einzelne Bilder, JPEGs oder eine zusätzliche schnelle Übertragung kann das praktisch sein. Bei großen RAW-Dateien und umfangreichen Serien hängt die Praxistauglichkeit allerdings stark von Kamera, WLAN-Verbindung und verwendeter Software ab.

WLAN kann deshalb eine zusätzliche Sicherungsmöglichkeit sein, ersetzt aber nicht automatisch eine durchdachte Backup-Lösung.

Zwei Speicherkarten nutzen​

Verfügt die Kamera über zwei Kartenslots, können viele Modelle jede Aufnahme gleichzeitig auf beiden Speicherkarten speichern. Das schützt zwar nicht vor jedem denkbaren Datenverlust, bietet aber bereits während des Shootings eine zusätzliche Kopie, falls eine Speicherkarte ausfällt.

Wichtig: Zwei Karten in derselben Kamera sind noch kein vollständiges Backup. Bei Verlust oder Beschädigung der Kamera wären im schlimmsten Fall beide Kopien betroffen.

Drei SD-Karten liegen übereinander

Sicherung auf mobiler HDD oder SSD​

Eine weitere Möglichkeit ist, die Aufnahmen während oder unmittelbar nach dem Shooting auf einen mobilen Datenträger zu kopieren. Dafür kommen sowohl HDDs als auch SSDs infrage.

Mobile SSDs sind schnell, kompakt und besitzen keine beweglichen Teile. Das macht sie gerade unterwegs attraktiv. HDDs bieten häufig mehr Speicherplatz fürs Geld, reagieren aufgrund ihrer mechanischen Bauweise aber empfindlicher auf Stöße und Erschütterungen. Entscheidend sind deshalb nicht nur Kapazität und Preis, sondern auch der Einsatzzweck: Für die mobile Sicherung unterwegs ist eine SSD häufig die praktischere Lösung. Für große Datenmengen und weitere Sicherungskopien zu Hause können HDDs weiterhin sinnvoll sein.

Wichtig ist in beiden Fällen: Erst wenn die Aufnahmen auf mindestens einem zusätzlichen Datenträger vorhanden sind, existiert überhaupt eine weitere Kopie.

Externe Festplatte mit Anschlusskabel

Noch während des Shootings sichern​

Wie immer musst du selbst entscheiden, welche Art des Sicherns dir am meisten liegt. Gar nicht sichern ist allerdings keine Option! Bei einem Modelshooting zum Beispiel solltest du Fotos und Videos sofort sichern – und zwar am besten, solange das Model noch anwesend ist. In der Landschaftsfotografie läuft dir zwar das Motiv wohl kaum weg 😉, aber das Wetter kann sich ändern. Deshalb: immer sofort vor Ort sichern. Falls dabei etwas schiefgeht, kannst du notfalls direkt ein paar Aufnahmen wiederholen. Die Heimfahrt gestaltet sich in jedem Fall viel angenehmer, wenn die Aufnahmen sicher verstaut sind.

Nach dem Shooting: Aus der zweiten Kopie wird ein richtiges Backup​

Die zusätzliche Sicherung während des Shootings ist nur der erste Schritt. Spätestens zu Hause sollten die Aufnahmen in die reguläre Backup-Strategie übernommen werden. Eine bewährte Orientierung ist die 3-2-1-Regel: drei Kopien der wichtigen Daten, auf mindestens zwei unterschiedlichen Speichermedien, davon eine Kopie an einem anderen Ort.

Mehr dazu:
Datensicherung für Fotografen: Wie moderne Backup-Lösungen dabei helfen

Auch kleine Begleitdateien können zum Foto-Workflow gehören. Nutzt eure Software beispielsweise XMP-Sidecars, sollten diese gegebenenfalls zusammen mit den RAW-Dateien gesichert werden:
XMP-Dateien einfach erklärt: Was sie speichern – und wann man sie braucht

Weitere Ratgeber rund um Backup, Archivierung und sichere Foto-Workflows findet ihr in unserer Übersicht:
Ratgeber & Wissen: Datensicherung & Fotoarchiv

Bildnachweis: Pixabay
 
Zuletzt bearbeitet:
Anzeigen
Update August 2026: Dieser Artikel ist ursprünglich im Februar 2022 erschienen. Wir haben ihn im August 2026 technisch und redaktionell aktualisiert. Veraltete Empfehlungen wurden entfernt und die Hinweise zu mobilen Speichern und Backup-Strategien auf den aktuellen Stand gebracht.
 
Kommentar
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten