Tipp: Workflow vom Scan bis zur Präsentation


R

Robert Hill

Guest
Ich habe mal meinen Weg in Kurzform zusammengefasst und stelle ihn hiermit zur Diskussion. Auf Eure Vorschläge bin ich gespannt!

Robert

Kurzanleitung Scannen und Ordnerstruktur
Bei der Bildbearbeitung ist es genau so wichtig, die Daten so abzuspeichern, dass man sie wieder findet und sichert, wie der Scan und die eigentliche Bearbeitung. Es empfiehlt sich folgende Ordnerstruktur:
Ordner: Fotos
Auf der Festplatte wird ein Ordner angelegt, in dem nur Fotos abgespeichert werden. Bitte auf ausreichenden Speicherplatz achten!
1. Ordner „Thema“
Dieser Ordner wird mit dem einem übergeordneten Thema (z.B. „Familie“) benannt.
2. Unterordner „Datum“
Dieser Ordner wird mit dem Datum der Aufnahme benannt.
1. Unterordner „Rohscan“ / „Rohdaten“
Hier werden die unbearbeiteten Scans oder Originaldaten aus der Digitalkamera abgelegt. Dateiformat: tiff oder raw
Einstellungen am Scanner:
1.) Filmscan
Auflösung maximal, 100%, Adobe-RGB (bei Farbe, Graustufen bei S/W), 16 bit, keine weiteren Einstellungen wie Dichte-, Farb- oder Schärfekorrekturen!
2.) Aufsichtscan
Auflösung 300 dpi, gewünschtes Endformat (max. 21x30cm), Adobe-RGB (bei Farbe, Graustufen bei S/W), 16 bit, bei gerasterten Vorlagen (Drucke) eventuell beim Scan entrastern. Keine weiteren Einstellungen wie Dichte-, Farb- oder Schärfekorrekturen!
2. Unterordner „tiff-bearbeitet“
Die Daten aus dem Ordner „Rohscan“ / „Rohdaten“ werden in diesen Ordner kopiert. Dann nimmt man diese Bearbeitungsschritte vor:
1.) Gerade stellen (wenn nötig)
2.) Wenn beim Geradestellen Ecken bleiben, diese beschneiden
3.) Gradation / Kontrast bearbeiten (Werkzeug: Gradationskurven oder Histogramm)
4.) Helligkeit bearbeiten (Werkzeug: Gradationskurven oder Histogramm)
5.) Farbkorrekturen (Werkzeug: Gradationskurven oder Farbkorrektur)
6.) Staub und Kratzer retuschieren
3. Unterordner „tiff-print“
Die Daten aus dem Ordner „tiff-bearbeitet“ werden in diesen Ordner kopiert. Dann nimmt man diese Bearbeitungsschritte vor:
1.) Modus – Farbtiefe – 8 bit
2.) Modus – Farbraum – s-rgb (bei Farbe, Graustufen bei S/W)
3.) Ausschnitt und Seitenverhältnis des gewünschten Printformats einstellen
4.) Bildgröße bei 300dpi des gewünschten Bildformats einstellen
5.) Unscharf maskieren
4. Unterordner „jpeg-monitor“
Die Daten dienen der Betrachtung der Fotos auf dem Monitor, z.B. bei einer Power-Point Präsentation oder dem Fernsehgerät. Dazu werden die Daten aus dem Ordner „tiff-print“ in diesen Ordner kopiert. Dann nimmt man diese Bearbeitungsschritte vor:
1.) Bildgröße bei 72 dpi auf 1024 x 768 Pixel einstellen, eventuell Seitenverhältnis anpassen.
2.) Unscharf maskieren
3.) Als jpeg mit ca. 150 KB Dateigröße abspeichern
5. Unterordner „jpeg-web“
Die Daten dienen der Wiedergabe im Internet. Dazu werden die Daten aus dem Ordner „tiff-print“ in diesen Ordner kopiert. Dann nimmt man diese Bearbeitungsschritte vor:
1.) Bildgröße bei 72 dpi auf maximal 900 Pixel (längste Seite) einstellen.
2.) Unscharf maskieren
3.) Als jpeg mit ca. 150 bis 200 KB Dateigröße abspeichern
 
J

johnnyw123

Guest
find ich gut solche Infos auszutauschen,
da ich CS2 habe und mit Adobe Bridge einen super viewer brauche ich zum Betrachten an meinem Schirm die Dateien nicht verkleinern.
Zum 2. halte ich es nach dem Scannen ein wenig anders. Grundsätzlich erfolgt bei mir mit SilverFast schon eine leichte Korrektur der Helligkeit, da ich meine Dias für die Show produziere und sie deswegen unterbelichtet sind.
In CS2 kommt in der Reihenfolge: Korndämpfung, Bildaussschnitt, Schieflage und Perspektive.
Tonwertkorrektur, Gradation anpassen, Helligkeit, Kontrast.
Farbkorrekturen, Störungsbeseitigung. Bildgröße anpassen, schärfen.
Ablage selbstverstverständlich eigene Festplatte: Rohscan nach Datum und Titel und das fertige Bild in tiff ca 22MB.

Johannes :ja:
 
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dickeberta

Unterstützendes Mitglied
kleine ergänzug zu raw-daten.
wenn der scanner ice unterstützt, dann sollte man die möglichkeit nutzen, die bereinigte daten als raw zu speichern. das klappt z.b. mit dem vuescan und der einstellung output/raw output with: save.
bei silverfast habe ich diese unterstützung nicht gefunden, vielleicht weiss jemand wie es geht.
 
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Kay

NF-F Platin Mitglied
Moin,

beim Bearbeiten schaue ich immer auf Tonwertkorrektur und anschließend GRB, Blau auswählen und etwas drosseln - gibt oft wärmere Stimmungen, z.B. bei Personen weichere, wärmere Hauttöne (evt.: Leichte (!) Faltenkorrektur)

Gruß
Kay
 
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