tanzania 2012 - auf den spuren der großen migration

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in der nacht habe ich dann schüttelfrost und fieber bekommen, vermutlich ein bakterieller infekt. jedenfalls mußte ich den folgenden tag aussetzen und so verabschiede ich mich aus der nordserengeti mit dem beherrschenden bild: den gnuherden und satten geiern!

am darauf folgenden tag sollte es zurück in die zentralserengeti gehen, dann war katzenzeit angesagt!

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voller eindrücke (und mit einem grummelnden magen) verabschiedeten wir uns am kommenden morgen von der nordserengeti und fuhren in die zentralserengeti zurück, natürlich wieder über stock und stein. was hatten wir alles erlebt: die nächte in den zelten mit den jagenden löwen vor der tür, drei crossings und unglaubliche gnu-herden. damit waren unsere besten erwartungen für diesen urlaub bereits weit übertroffen worden.

aber auch in der zentralserengeti scheint es trotz migration immer noch viel zu essen zu geben. diese tüpfelhyäne war derart vollgefressen, dass sie nur müde den kopf heben konnte. sie lag recht nahe bei der strasse.

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wohin dieses tier am darauf folgenden tag schon wieder ganz zielstrebend durch die landschaft marschierte (ich finde ja, hyänen sehen immer so aus, als würden sie bergauf laufen):

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vorbei ging es an zwei geparden, die von einer langen warteschlange an fahrzeugen inkl. bussen belagert wurden. wir winkten auf den blick unseres fahrers hin nur ab und wollten weiterfahren, da erhoben sich die beiden und marschierten in unsere richtung. bei soviel zuvorkommen haben wir natürlich doch angehalten und bilder gemacht.

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am folgenden morgen sind wir dann auf leopardensuche gegangen und auch zweimal fündig geworden. allerdings lagen die tiere sehr hoch im baum und weit weg von der strasse, daher gibt es hier nur ein dokumentations-photo

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am folgenden tag haben wir einen wolkenbruch erlebt, so daß abends kein gamedrive mehr möglich war. das wasser floß in unser lodgezimmer und nach kurzer zeit sass ich mit gesamtem gepäck und kameraausrüstung auf dem bett und schaute der überschwemmung zu. die waren darauf aber vorbereitet, nach dem regen, kam einer von zimmer zu zimmer und "schaufelte" alles wieder nach draussen :)

trotz des recht großen andrangs an fahrzeugen in der zentralserengeti gelang es unserem guide immer wieder tiere zu entdecken, die wir in ruhe beobachten konnten. so zum beispiel dieses kleine pavian-kerlchen, der seine ersten kletterausflüge machte:

#56 - ui, wie komme ich da am besten hoch?
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#57 - mit viel schwung auf die andere seite
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#58 - und tataa, geschafft!
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ganz in der nähe der lodge haben wir dann einer elefanten-familie beim abendlichen schlammbad zugeschaut. wir waren sehr nah dran, da das schlammloch direkt neben der strasse lag, aber die elefanten haben uns mehr oder weniger ignoriert, es gab nicht eine drohgebärde (ausser vom nachwuchs im ersten bild :))

als wir zwei tage später dort wieder langfuhren, lag an dieser stelle ein fenstergummi und der stahlrahmen eines fensters. unser guide meinte, dass er abends von anderen fahrern die story gehört hatte, dass diese elefanten ein anderes fahrzeug angegriffen hätten. er (und wir) konnte die story gar nicht glauben :nixweiss:

#59 - ich werde mal chef!
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#60 - mutter-und-kind-baden
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damit verabschiede ich mich aus der serengeti und es ging bis auf 2400m an den rand der ngorongoro-caldera.
 
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nach einer etwas längeren nacht am rande des ngorongoro-kraters (der eigentlich eine caldera ist) ging es 600 höhenmeter hinab in das nahezu abgeschottete ecosystem. diesmal haben wir etwas länger geschlafen, da die sonne etwas mehr zeit braucht, bis sie in den krater herunter scheint. unsere lodge hatte eine private zufahrt und unser guide hatte am vorabend bezahlt, so dass wir mit ca. 20 sekunden aufenthalt direkt hinunter fahren konnten.

#62 - blick in den krater
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#63 - endlose weiten
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gleich zu beginn stiessen wir auf ein rudel löwen, die nach einer durchjagten nacht noch ein plätzchen für den tag suchten

#66 - ausruhen und beobachten
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#67 - wer kommt da?
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#68 - kurzes begrüßungsritual
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#69 - ein satter gähner
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#70 - und los zieht die gang
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zum abschluß haben wir noch einem rudel tüpfelhyänen bei der jagd zugesehen, aber so unmotiviert und unkoordiniert, wie die 12 tiere zugange waren, blieben sie hungrig. da wäre ein rudel löwen wahrscheinlich erfolgreicher gewesen.

#71 - beide behielten sich im auge, beide wußten aber, dass die thompson-gazelle schneller sein würde
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von den 26 nashörnern haben wir auch drei gesehen, allerdings waren diese so weit entfernt und der wind derartig stark, dass keinerlei brauchbare photos zustande kamen.

als fazit zum ngorongoro-krater bleibt, dass er sich sehr gelohnt hat. wir hatten aber trotzt hauptreisezeit auch glück, dass wenige fahrzeuge unterwegs waren. mit 60USD pro person und 200USD pro wagen ist er allerdings einer der teuersten parks in tanzania und man muß sich schon überlegen, ob man das geld ausgeben möchte.

für uns ging es weiter zum tarangire nationalpark, in dem wir drei tage bleiben würden.
 
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Klasse Reportage mit tollen Bildern.
#35 ist mein Favorit, das Bild würde ich sogar aufhängen.

Gruß
Matthias
 
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weiter geht es mit dem vorletzten abschnitt unserer reise: dem tarangire nationalpark. das ist ein toller park, der landschaftlich wieder ganz anders ist. sanfte hügel entlang des tarangire-flußes (=warzenschweinflußes) dicht bewachsen mit vielen baobabbäumen.

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einziger wehmutstropfen war, dass wir nicht im park übernachtet haben, sondern im maramboi tented camp, einem tollen camp, dass allerdings jedesmal eine halbe stunde anfahrt zum park erforderte. da würde ich bei der nächsten reise besser aufpassen. so war es jedesmal der kampf zwischen essenszeiten (frühstück und dinner) und bestem licht.

#76 - unser zelt nummer tatu (=drei)
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am ersten morgen hatten wir bis dato unser schönstes licht und es gabe sehr viele tiere zu sehen. der tarangire np ist wie die anderen nationalparks nicht eingezäunt und die tiere können kommen und gehen wie sie lust haben.

#77 - ein wasserböckchen, sehr scheue tiere die uns hier endlich mal model standen
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#78 - eine mongoose-familie die sich einen termitenhügel zum sonnen ausgesucht hatte
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#79 - die lautesten hühner diesseits des urals: frankolin? (engl. spurfowl)
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in dem park wimmelt es nur so von marabus. ständig hört man ihre mächtigen schwingen in der luft

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#81 - sehr beliebt sind die obersten baumwipfel
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#82 - und wenn man sich nicht einigen kann, dann steht man halt aufeinander
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#83 - beim abendlichen mahl
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auch wenn unser guide unsere hoffnung auf katzen gedämpft hatte, so sahen wir hier dennoch wieder viele.

#85 - leopard
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#86 - cheetah verletzt
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#87 - löwe mit ortungshalsband
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#88 - müde von der jagd
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heute hat der solmeta geotagger sogar seine nützliche seite gezeigt: wir haben eine gnuherde gesehen, bei dem sich ein tier mit dem linken vorderhuf in der schlinge von wilderern verfangen hatte und stark humpelte. mit einem photo sind wir dann bei den rangern vorbei gefahren und haben die genauen ortsangaben gemacht. beim abendlichen besuch im park berichteten uns die ranger, dass sie das tier gefunden haben und befreien konnten. :up:

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so verabschiede ich mich von tarangire, bevor es zu unserer letzten station dem arusha nationalpark ging. etwas wehmut kam bereits auf, dass diese tolle reise bald vorbei sein sollte.
 
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der letzte tag war angebrochen. nach einer wuseligen fahrt durch das frühmorgendliche verkehrschaos in arusha, ging es nach dem stop in unserer letzten lodge (fliessend deutsch mit kölschem akzent :D) in den arusha nationalpark. vorbei an hardy krügers ranch durch dichten regenwaldähnlichen baumbestand.

heute war zum abschluß noch einmal affenzeit (hier habe ich vor allem meine neue kamera geliebt, die aufnahmen sind teilweise bis iso 2800, undenkbar mit der d200)

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#92 - nach erobertem baumstamm erst einmal ohrenpflege
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so möchte ich meinen reisebericht schliessen mit einem putzigen kleinen kerlchen und einem blick auf schnee am kilimandscharo!

#96 - sykes monkey
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wundervolle 14 tage liegen hinter uns und so richtig angekommen bin ich immer noch nicht. ich hoffe euch hat die reise ebenso gefallen und möchte mich für die vielen thanks und thumbs ganz herzlich bedanken!

tanzania, ich komme wieder, es gibt noch so viel zu entdecken, sei es die migration im winter/frühjahr mit den kälbergeburten der zebras und gnus, sei es der süden dieses riesigen landes oder der gombe nationalpark von jane goodall!

fröhliche grüße,
michael
 
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Hallo Michael,
danke für Deine tolle Reportage. :applause:

Ich bin nicht nur von den Bildern beeindruckt,
sondern auch mit der Geschwindigkeit, mit der Dein
Reisebericht so kurz nach der Reise entstanden it.

Wie war das Wetter?
Gab es häufiger Regen oder war der Wolkenbruch eine Ausnahme?
Letztes Jahr war es im August sehr oft bewölkt,
so dass nur wenige Sonnenauf-/untergangsaufnahmen möglich waren.


tanzania, ich komme wieder, es gibt noch so viel zu entdecken, sei es die migration im winter/frühjahr mit den kälbergeburten der zebras und gnus, sei es der süden dieses riesigen landes oder der gombe nationalpark von jane goodall!

Dem kann ich nur zustimmen.
Auch der Februar ist in der Serengeti sehr schön.
Ich könnte mir auch eine Reise im Juni vorstellen (Moru Crush, Western Corridor und Grumeti River Crossing)
Oder auch der Süden und Westen Tansanias.
 
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Hallo Michael!

Vielen Dank für die Eindrücke von deiner Tanzania-Reise. Ich würde sagen das 200-400 hat sich gelohnt! :)

Meine Favoriten sind übrigens die Aufnahmen #63, #64, #71 und #72.
 
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Ich bin nicht nur von den Bildern beeindruckt,
sondern auch mit der Geschwindigkeit, mit der Dein
Reisebericht so kurz nach der Reise entstanden it.

ich mache das gerne wenn die erinnerung noch frisch ist. ausserdem habe ich jetzt 5 tage tag und nacht an den bildern gesessen, während die bessere hälfte tonnen von staub aus den klamotten gewaschen hat.

ausserdem will die liebe familie auch bilder sehen und ich kann ja nicht mit 5000 bildern anrücken, die schmeissen mich wieder raus.

viel schwieriger ist, dass ich zum ersten mal mit adobe lr4 und raw gearbeitet habe (diesmal gar keine jpegs gemacht). da ich erst seit ca. 3 monaten mit einem bildbearbeitungsprogramm arbeite, ist sicherlich noch nicht das optimale erreicht, aber das hebe ich mir für die wintermonate auf.

Wie war das Wetter?
Gab es häufiger Regen oder war der Wolkenbruch eine Ausnahme?
Letztes Jahr war es im August sehr oft bewölkt,
so dass nur wenige Sonnenauf-/untergangsaufnahmen möglich waren.

in der tat zog es sich meistens nachmittags zu. besonders ärgerlich war die nordserengeti mit den dichten qualmwolken. von daher war das goldenen licht fast nur morgens vorhanden, nachmittags wurde es meist schwierig.

grüße,
michael
 
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