Eigentlich hieß es doch, dass das Objektiv eher in der Mitte schwächer ist als der Vorgänger und dafür am Rand deutlich (!) schärfer. Dann hieß es, das wäre nur am kurzen (oder am langen ?) Ende der Fall und dann wieder, dass es nur bei Offenblende schwächelt.
AF-S NIKKOR 24-70mm f/2.8E ED VR vs AF-S Nikkor 24-70mm f/2.8G ED vs Tamron SP 24-70mm F2.8 Di VC USD - jeweils in Kombination mit der D810:
http://www.dxomark.com/Lenses/Compa...Nikon-on-Nikon-D810__1583_963_175_963_885_963
Wenn man bei dem vorstehenden Link im Menü zunächst „Measurements“, dann „Sharpness“ und dann „Profiles“ auswählt, dann sieht man für die dort dann ausgewählten Blendenzahlen und Brennweiten jeweils die Kurven für die „Acutance in %“ (beim Betrachten der Bildergebnisse der jeweiligen Kombination von Kamera und Objektiv wahrgenommene Schärfe), und zwar für den „use case“ einer Betrachtung der Bildergebnisse aus einer Entfernung, welche der kurzen Seite eines Ausdrucks im Format 2:3 entspricht (Beispiel: Format = 1 m x 1,5 m; Betrachtungsentfernung = 1 m).
Die „field position“ 0% entspricht der Bildmitte, die „field position“ 100% den Bildecken. Die durchgehenden Linien gelten für horizontale Strukturen, die gestrichelten für vertikale. Wenn man den Kurvenverläufen mit der Maus von der „field position“ 0% bis zur „field position“ 100% folgt, dann erscheinen an den „field postions“ 0%, 33%, 66% und 100% jeweils die genauen Angaben für den Acutance-Wert.
Bei Unterschieden zwischen den für diese 3 Kombinationen jeweils angegeben Acutance-Werten, die kleiner sind als 2% (z. B.: Objektiv A 69,5% vs. Objektiv B 67,9%), nimmt in diesem "use case" die Mehrzahl der Betrachter keinen Unterschied in der Schärfe der betrachteten Bilder wahr. Bei Unterschieden, die größer sind als 4% (z. B.: Objektiv A 75,6% vs. Objektiv B 70,4%) nimmt in diesem "use case" die Mehrzahl der Betrachter einen Unterschied in der Schärfe der betrachteten Bilder wahr. Bei Unterschieden zwischen 2% und 4% (z. B.: Objektiv A 76,1% vs. Objektiv B 73,0%) nimmt in diesem "use case" etwa die Hälfte der Betrachter einen Unterschied in der Schärfe der betrachteten Bilder wahr.
Für eventuell an der Ermittlungs- und Berechnungsweise der Acutance-Werte Interessierte:
Für die jeweilige Kombination aus Kamera und Objektiv wird zunächst für die jeweilige Blende, Brennweite und „field position“ gemäß ISO 12233 die Modulationsübertragungsfunktion (MTF) für horizontale und vertikale Motiv-Strukturen ermittelt. Auf dieser Grundlage wird dann mittels folgender Gleichung der jeweilige Accutance-Wert berechnet: Accutance = [∫MTF(ν) * CSF(ν) dν] / ∫CSF(ν) dν (∫ jeweils von 0 bis ∞). Dabei steht "CSF" für die Kontrastempfindlichkeitsfunktion unseres visuellen Systems und "ν" für Perioden pro Winkelgrad. Die Umrechnung von Perioden pro Winkelgrad in Perioden pro Streckeneinheit (mm, Bildhöhe etc.) ergibt sich aus dem "use case", der ja einem bestimmten Betrachtungswinkel in Winkelgrad entspricht. Die derart für den "use case" berechneten Acutance-Werte ergeben multipliziert mit 100 die jeweils in % angegebenen Acutance-Werte.
Die Beziehungen zwischen unterschiedlichen Accutance-Werten und den entsprechenden Unterschieden in der von Betrachtern wahrgenommenen Schärfe auf der „Subjective Quality Scale“ (SQS) der ISO 20462 ergeben sich aus den diesbezüglich in der ISO 20462 aufgeführten Gleichungen. Der gemäß dieser Gleichungen berechnete Zusammenhang zwischen den Accutance-Werten und den SQS-Werten wird zum Beispiel in der nachstehend verlinkten Publikation in „Figure 2.22“ anschaulich grafisch dargestellt. Eine Differenz von 1 auf der "Subjective Quality Scale" (SQS) entspricht dabei laut ISO 20462 1 JND. Mit 1 JND (Just Noticeable Difference) ist laut ISO 20462 ein Unterschied - in diesem Fall in der Schärfe vergleichend betrachteter Bilder - gemeint, den die Hälfte der Betrachter wahrnehmen kann. Hier der Link zu dieser Grafik:
https://books.google.de/books?id=QJ...#v=onepage&q=SQS quality vs. acutance&f=false