Street-Fotografien des Schauspielers Lars Eidinger

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Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Da sich die Leute hier hauptsächlich mit Technik befassen und weniger mit Komposition,
Schulung des Blickes und der Beschäftigung mit dem Kunstaspekt der Fotografie,
werden solche Diskussionen auch weniger aufkommen.

Ich verstehe eh nicht, wie man Fotografie betreiben kann und sich dann nur über die Technik unterhält.
Da fehlt doch völlig der essenzielle Hintergrund der Fotografie.

Das ist so, als ob ein Maler sich in einem Forum nur über Pinsel, Farben und Leinwände unterhält.
 
2 Kommentare
Frank2111 kommentierte
Finde Ausstellungen von Fotografen zu Street und Menschen eigentlich immer ganz interessant. Manchmal gehe ich anschließend raus und bin tief beeindruckt, manchmal auch nicht. So what.

Andere empfinden es vielleicht völlig anders. Ist doch normal, Geschmäcker sind verschieden.

Kein Grund sich dafür an die Köppe zu kriegen....
 
volkerm kommentierte
Die Diskussion zur Gestaltung findet oft hinter den Kulissen statt, irgendwann kennt man seine Sparringspartner mit denen die Diskussion zielführend ist.

Aber auch hier im Forum kann man sehr guten Input bekommen, so jedenfalls meine Erfahrung. Man muß halt deutlich machen dass Feedback gewünscht ist und/oder konstruktive Anmerkungen auch aufgreifen.
 
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Die heutigen Kameras erlauben es aber, den entscheidenden Moment mit gutem AF (und falls hilfreich mit geringer Tiefenschärfe), richtiger Belichtung und guter Auflösung scharf und technisch gelungen einzufangen.
Du redest aber vom entscheidenden Moment, was sie Technik angeht (richtige Belichtung und Schärfe), das ist damit nicht gemeint.


Früher war das kaum möglich und man hat einfach mit Zonenfokus gearbeitet - die Zeiten sind heute vorbei. Wer scharfe Street-Aufnahmen mit geringer Tiefenschärfe haben will, muss eine gute Kamera haben und diese auch beherrschen.
Da irrst du dich, die meisten Street-Fotografen arbeiten genau mit diesem Zonenfokus und geschlossener Blende.
Daher benutzen auch viele von ihnen analoge Kameras wie Leicas.
Den entscheidenden Moment hast du damit schneller und sicherer als mit jedem Autofokus.

Blende 11, Fokus voreingestellt auf 1-2m und ab dafür.
Bevor die Hitech-Kamera aus dem Standby aufwacht und der Autofokus greift, ist der entscheidende Moment schon vorbei.
 
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Wie du meinst.
Mit der Definition von Streetfotografie wird man sich eh nie einig.
Daher haben alle irgendwie recht und auch nicht
 
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HaDiDi kommentierte


Die Definition, Street hat nur bei Tag stattzufinden, kenne ich nicht.
Wie gesagt, das war so für viele Dekaden, weil die Kameras entsprechende technische "Defizite" hatten. Aber jetzt, mit High ISO Sensoren, lichtstarken, scharfen Objektiven mit präzisen AF-Motoren und Kameras mit Mustererkennung, die bei AF-C ca. 100x /s den Fokuspunkt nachmessen - da ist Nachtfotografie und auch knappe Tiefenschärfe bei Street problemlos möglich und wird natürlich auch genutzt.
 
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1bildermacher1 kommentierte
Ein sehr gutes Beispiel ist das Buch von Brassai "Paris by night", dass Streetfotografie früher schon in der Nacht gemacht wurde.
 
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Christoph Blümer kommentierte
"Streetfotografie" hat ja sehr viele nicht gerade deckungsgleiche Definitionen, von relativ eng bis zum beliebigen "Ach, irgendwie ist alles Street!", aber in keiner einzigen kommt "Tageslicht" als Kriterium vor. Da "Street" nach der gängigsten Definition den Menschen in seinem urbanen Umfeld einfängt, ist es naheliegend, dass ein Großteil der Bilder die Menschen tagsüber zeigt, wenn sie in ihrem urbanen Umfeld unterwegs sind. Genauso wären aber Bilder von einer bevölkerten nächtlichen Partymeile, und da kommen dann die Bangkok-Bilder von @HaDiDi ins Spiel, "Street", wenn die im recht weit verbreiteten Definitionsrahmen Menschen in ihrem Umfeld zeigen. Daher gehe ich mit ihm auch nicht ganz d'accord bezüglich des sehr offenblendigen Heraushebens: Das sind dann im Zweifel schöne Portraits, aber das Umfeld fehlt - wo bewegt sich der Mensch gerade? Wie interagiert er (nicht)?
 
Die Definition, Street hat nur bei Tag stattzufinden, kenne ich nicht.
Gibt es auch nicht.
Aber die meisten Fotos, die ich als Street Fotografie definiere, werden bei Tag gemacht.
Schon alleine deswegen, weil das Genre begründet wurde, als es noch Film gab, und die ISO-Fähigkeiten begrenzt waren.
Da Fotografierten halt die meisten am Tag.
Klar gibt und gab es auch Nachtfotografen.

Gute Street Fotografie hat für mich immer einen Wow-Effekt oder ein witziges Detail, oder eine tolle Komposition.

Für mich ist so was Street:

 
4 Kommentare
Wuxi kommentierte
@Klongo und @HaDiDi haben beide verstanden was Street ist, das möchte ich Euch gerne attestieren. Das gilt aber nicht für manche anderen.
 
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Deswegen schreibe ich immer, dass meine Behauptung nur für mich gilt.
Ich kann ja nicht für andere sprechen.
 
VisualPursuit kommentierte
Spannenderweise habe ich gerade noch eine größere Ausstellung von Meyerowitz im Picasso-Museum in Malaga gesehen:

Zwei wirklich geniale Bilder dabei - den Rest fand ich fast durchgehend enttäuschend.
Ich hatte vorher von ihm nichts in Erinnerung - jetzt ist mir klar warum.
 
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Die Ausstellung zeigt Bilder von 1966-67, das waren seine Anfänge, er hat 1962 mit der Fotografie begonnen und ist immer noch aktiv.
Seit damals hat er sich natürlich stark entwickelt und über 70 Bücher herausgebracht und unzählige Ausstellungen gehabt.
Es ist oft so, dass das Frühwerk einiger Künstler nicht gerade zu den Highlights zählt.
 
Ich verstehe eh nicht, wie man Fotografie betreiben kann und sich dann nur über die Technik unterhält.
Du hast in #1 das Smartphone doch im ersten Satz aufgebracht.



Insgesamt ist das hier stellenweise eine Neiddebatte. Darf Lars E. nur in die Kunstausstellung weil er Promi ist und Aktionsvideos macht?

Sind meine Bilder nicht besser, warum darf ich da nicht hin, warum sieht das keiner?

Die schlichte Wahrheit ist: weil L.E. der ist wer er ist (Schauspieler, Aktionskünstler, ...) und weil er dadurch auch bekannt ist interessiert es eben viele wie er die Welt sieht. Dafür hat er ja auch was getan. Und somit wird er eben auch ausgestellt.

Ich bin nicht bekannt, also interessiert kein Schwein wie ich die Welt sehe. Das Leben ist so.
 
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Mit technischen Innovationen bekommt der Fotograf mehr Möglichkeiten, viele nutzen diese und irgendwann wird er Einsatz der technischen Innovationen schlichtweg erwartet.

Am deutlichsten beim Sport zu sehen. Zu analogen Zeiten hat man mit der "Fokus-Falle" oder einem voreingestellten Fokuspunkt gearbeitet. Für die Landung von Heidi Rosenthal beim Weitsprung hatte jeder Fotograf nur einen Schuss.

Und heute arbeitet man mit Pre-Capture, AF-C mit Tracking und mindestens 50 fps und der AF liegt auf der Pupille. - Natürlich werden heute die Momente mit der besten Körperhaltung mit dem spannendsten Gesichtsausdruck knackscharf eingefangen und solche Bilder werden heute auch erwartet.
 
3 Kommentare
volkerm kommentierte
Vielleicht irre ich mich, aber driftest du etwas vom Threadthema weg?
 
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Ich sage trotzdem: wenn das Foto schlecht ist (obwohl perfekt scharf und belichtet), kann auch die beste Technik nichts retten.

Oder wie mein alter Fotografenmeister sagte:
Aus einem A.r.s.c.h kannst du kein Gesicht machen.
 
HaDiDi kommentierte
Das ist ja ne Binse...

Es geht quasi um die diametrale Situation - ein Bild mit einer tollen Bildaussage wird (meist) durch Schärfe und technische Perfektion noch besser. Und weil immer häufiger gute Bilder auch technisch perfekt sind, wird dieses irgendwann erwartet.

Bei Street muss ich nur den besonderen Moment einfangen, der Rest ist egal - wird immer seltener akzeptiert.
 
Die Nonnen mit Müll hatte hier auch schon ein seehr talentierter Fotograf:



 
5 Kommentare
Christoph Blümer kommentierte
Du solltest eine Ausstellung machen - mindestens in der Küppersmühle in Duisburg, aber vielleicht reicht es auch für die Schirn in Frankfurt.
 
Reaktionen: Kay
volkerm kommentierte
Und nun hätte man den beiden folgen können und ein richtig gutes Foto machen, anstatt einer eher dokumentarischen Aufnahme aus großer Distanz mit viel störendem Beiwerk. Die Gelegenheit war da, die Umsetzung hat noch Potential nach oben.
 
Kay kommentierte

Den Gedanken hatte ich auch und bin ihnen auch gefolgt. Model sein wollten sie nicht und ich habe das respektiert.
 
HaDiDi kommentierte
In der Street-Fotografie wurden schon häufig Nonnen als Hauptmotiv genommen, die etwas Unerwartetes tun.... Nonnen gehen immer....
 
Kay kommentierte
Man hätte auch den Weg der Damen recherchieren können und sie dann bei nächster Gelegenheit heimlich ablichten können, oder die Situation nachstellen können - entweder mt der eigenen Frau, oder mit Schauspielschüler:innen, Requisiteuren und drei Beleuchtern - das wäre alles nicht meine Art von "Streetverständnis"!
 
Zuletzt bearbeitet:
Und nun hätte man den beiden folgen können und ein richtig gutes Foto machen, anstatt einer eher dokumentarischen Aufnahme aus großer Distanz mit viel störendem Beiwerk. Die Gelegenheit war da, die Umsetzung hat noch Potential nach oben.
Wenn Sie nicht fotografiert werden wollen und das trotzdem deine Arbeitsweise ist, dann sagt man bei uns: Die Sau durch das Dorf jagen ......

@Kay
 
Zuletzt bearbeitet:
1 Kommentar
Kay kommentierte
Sie haben mich weder bepöbelt, noch haben sie mir die Kamera entrissen - und andere Spanierinnen posieren gerne und stellen sich als Model. Das scheint aber hier nicht die angemessene Verhaltensweise zu sein. Also hatte ich meine Bilder; mehr wäre für mich schön gewesen, aber für sie nicht. Also war das das beste, was ich erreichen konnte, ohne jemanden zu verärgern. Das ist doch gut so.
Für mich war das - wie oft bei Street - eine Gratwanderung.
 
1 Kommentar
cjbffm kommentierte
Danke, wirklich aufschlußreich!
Seine Haltung kann ich nur unterstreichen. Besonders gegenüber dem Shoppingzwang, dem viele unterliegen.
Und gegenüber dem, was die Architektur dem Menschen oft zumutet, dem architektonischen Müll, der unsere Städte flutet.

Und einige bemerkenwerte Fotos werden gezeigt. Zum Beispiel der (wohl obdachlose) Schlafende unter dem eckigen Karton, der dadurch gleichsam die Gestalt eines Roboters annimmt.
 
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